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Sa. 15.02.2020

Richard Strauss

Elektra

Dirigent: Semyon Bychkov, Regie: Uwe Eric Laufenberg
Mit Waltraud Meier, Christine Goerke, Simone Schneider, Norbert Ernst, Michael Volle

 

Preisinformation

Preis inkl. österreichischer MwSt. Dieser Preis kann sich nach Angabe Ihrer Benutzerdaten ändern, da die Umsatzsteuer des Landes angewandt wird, in dem Sie die Übertragung konsumieren.
Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 15,54 - UK: £ 13,98 *

Einzelticket verfügbar, sobald die Startzeit bekannt ist. Die Vorstellung kann mit einem Abo ausgewählt werden.

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Strauss  |  Musik
  • Semyon Bychkov  |  Dirigent
  • Uwe Eric Laufenberg  |  Regie
  • Rolf Glittenberg  |  Bühne
  • Marianne Glittenberg  |  Kostüme
  • Andreas Grüter  |  Licht

Semyon Bychkov | Dirigent

Nachdem SEMYON BYCHKOV Mitte der 1970er Jahre Leningrad, das heutige St. Petersburg verlassen hatte, begann für ihn eine Laufbahn, die ihn auf die Podien der weltbesten Orchester und an die wichtigsten Opernhäusern in London, Paris, Wien, Mailand, Berlin, Chicago und New York führte. Er war als Chefdirigent des Orchestre de Paris (1989-1998), als Erster Gastdirigent des Philharmonischen Orchesters St. Petersburg (1990-1994) und des Maggio Musicale Florenz (1992-1998) sowie als Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Köln (1997-2010) und der Sächsischen Staatsoper Dresden (1998-2003) tätig. Am Royal Opera House Covent Garden in London leitete er Elektra, Boris Godunow, Pique Dame, Lohengrin, Don Carlos, Tannhäuser sowie La Bohème. An der Metropolitan Opera New York leitete er Boris Godunow und Otello, bei den Salzburger Festspielen war er mit Der Rosenkavalier zu Gast. An der der Pariser Oper dirigierte er Un ballo in maschera, gefolgt von Tristan und Isolde. An der Scala dirigierte er Tosca und Elektra, gefolgt von einer Neuproduktion von Don Carlo und konzertanten Aufführungen von Das Rheingold und Tannhäuser. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1999 mit Elektra und leitete auch noch Daphne, Lohengrin und Tristan und Isolde.

 

Waltraud Meier | Klytämnestra

KS Waltraud Meier wurde in Würzburg geboren. Nach der Matura studierte sie zunächst Anglistik und Romanistik, nahm aber gleichzeitig auch Gesangsunterricht. 1976 entschied sich Waltraud Meier ganz für ihre sängerische Laufbahn und debütierte an der Würzburger Oper als Lola (Cavalleria rusticana). Ihr internationales Debüt gab Waltraud Meier 1980 am Teatro Colón in Buenos Aires als Fricka in der Walküre. Mit ihrem triumphalen Erfolg als Kundry in Wagners Parsifal begann 1983 bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere, die sie in regelmäßigen Abständen an das Covent Garden, die Met, die Scala, die Opéra National de Paris und an die Bayerische Staatsoper führt. Heute gilt Waltraud Meier als eine der international bedeutendsten Wagnersängerinnen unserer Zeit. Aber auch im italienischen und französischen Fach ist die ebenso stimmlich wie darstellerisch ausdrucksstarke Sängerin weltweit als Eboli, Amneris, Didon, Carmen und Santuzza gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1987 als Kundry. Weitere Partien im Haus am Ring waren u. a. Amneris, Komponist, Carmen, Ortrud, Sieglinde, Leonore, Isolde, Venus, Kundry, Eboli, Santuzza.



Simone Schneider | Chrysothemis

SIMONE SCHNEIDER studierte an der Hochschule für Musik und Theater München. Ihre Stimme bildete sie bei ihrem
Vater Dietrich Schneider aus. Bereits während ihres letzten Studienjahres wurde sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Anschließend wurde sie festes Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz im Fach des
dramatischen Koloratursoprans. Hier war sie u.a. als Königin der Nacht, Konstanze, Elettra, Rosalinde, Zerbinetta, Olympia
und Italienische Sängerin zu erleben. Gastspiele führten sie u.a. ans Teatro Felice in Genua, an die Oper Leipzig, an das Theater Chemnitz, an die Staatsoper Hannover, an die Staatsoper Stuttgart, an das Theater Bern, an das Theater Basel und die Semperoper. Seit 2006 ist sie festes Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Dort ist sie u.a. als Donna Anna, Elettra, Salome, Marschallin, Alice und Maria Stuarda besetzt. An der Oper Leipzig gestaltete sie Kaiserin in Frau ohne Schatten und beim Bayerischen Rundfunk München Diemut in der Feuersnot und Christine aus Intermezzo. Aktuelle Auftritte umfassen Elsa, Siglinde und Medea.

Norbert Ernst | Aegisth

NORBERT ERNST studierte in Wiener Neustadt bei Gerd Fussi und in Wien bei KS Robert Holl. Wichtige Impulse erhielt er au­ßerdem durch Meisterkurse bei Kurt Equiluz und Walter Berry. Sein erstes Engagement führte ihn 2002 als Ensemblemitglied an die Deutsche Oper am Rhein-Düsseldorf, wo er u. a. sein erfolgreiches Debüt als David gab. Gastspiele führten den jungen österreichischen Tenor u.a. an die Wiener Volksoper, nach Genf, an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Bay­erische Staatsoper, nach Monte Carlo, an die Opéra National Paris, an die Nederlandse Opera in Amsterdam, an das Liceu in Barcelona. Seit 2004 erhält er regelmäßig Einladungen zu den Bayreuther Festspielen. 2013 wirkte er dort u.a. in einer Neuproduktion im Ring des Nibelungen als Loge mit. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2008 als David. Seit 2010 ist er Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper und sang hier u.a. Steuermann, Kudrjáš, Tamino, Elemér, Jack O’Brien, Triquet, Tanzmeister, Narraboth, Aegisth, Alfred, Jaquino, Andres, Loge.

 

Michael Volle | Orest

MICHAEL VOLLE – von Josef Metternich und Rudolf Piernay ausgebildet – hat sich nach Festverpflichtungen an Häusern wie Mannheim, Düsseldorf, Köln und Zürich zu einem international bedeutenden Sänger seines Fachs entwickelt. Von 2007/2008 bis 2011/2012 Ensemblemitglied der Staatsoper München. Michael Volle ist Gast der internationalen Bühnen und Festspiele, wie zum Beispiel der Bayreuther Festspiele (Die Meistersinger von Nürnberg/Beckmesser), Salzburger Festspiele (Die Gezeichne­ten/Tamare, Lulu/Dr. Schön/Jack, the Ripper und Meistersinger/ Hans Sachs), der Grand Opéra Paris (Arabella/Mandryka), des Teatro alla Scala di Milano, des Royal Opera House London (Salome/Jochanaan, Tristan und Isolde/Kurwenal, Lulu/Dr. Schön/ Jack the Ripper, Aida/Amonasro, Tosca/Scarpia), der Staatsopern Berlin, Dresden, Hamburg. Debüt an der Met im Jahr 2014. Weitere Rollen: Titelpartien Eugen Onegin und Wozzeck, Frau ohne Schatten/Barak, Pelléas et Mélisande/Golaud, Parsifal/Amfortas, Tannhäuser/Wolfram. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2002 und sang Conte/Nozze di Figaro, Titelpartie Don Gio­vanni und Musiklehrer/Ariadne.  

 

Vorgeschichte
Agamemnon, König von Mykene, und seine Gattin Klytämnestra haben vier Kinder: Iphigenie, Elektra, Chrysothemis und Orest. Als die griechische Flotte gegen Troja auslaufen will, wird sie von einer Windstille zurückgehalten. Agamemnon muss seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis opfern, damit sie günstige Bedingungen für die Seefahrt gewährt. Klytämnestra wird dies ihrem Gatten nie verzeihen. Während Agamemnons Abwesenheit im Kampf um Troja bindet sich Klytämnestra an Aegisth. Als Agagmemnon heimkehrt, bereiten ihm Klytämnestra und Aegisth heuchlerisch einen freudigen Empfang. Im Bad erschlagen sie den Wehrlosen mit einer Axt. Nach dem Mord an ihrem Vater hat Elektra ihren jungen Bruder Orest in Sicherheit bringen können. Sie selbst hegt nur einen Gedanken: den Mord zu rächen.

Handlung
Elektra hat sich von der Gesellschaft und vor allem von Aegisth und Klytämnestra losgesagt und lebt vereinsamt dahin, gedanklich gekettet an Agamemnon. Unbeugsam nährt sie ihren Hass, baut sie auf Orests Rückkehr als Rächer. Die fünf Mägde, bewacht von der Aufseherin, kommentieren Elektras Verhalten: gehässig, prahlerisch, ängstlich; nur die jüngste tritt für Elektra ein und wird darum gezüchtigt.
Elektra beschwört Agamemnon und berauscht sich an ihren Blut-Visionen. Chrysothemis unterbricht Elektras Monolog und warnt ihre Schwester: Aegisth und Klytämnestra planen sie in einen Turm einzukerkern. Als Chrysothemis andeutet sich mit den Mächtigen arrangieren zu wollen, um ihre Wünsche nach Mutterschaft verwirklichen zu können, wird sie von Elektra höhnisch in die Schranken gewiesen.
Die ruhelose Klytämnestra sucht, gequält von den Erinnerungen und von Angstträumen, eine Aussprache mit Elektra und erhofft sich von ihr Auskunft, durch welche Blutopfer und Bräuche ihr Linderung zu Teil würde. Elektra antwortet ihr hinhaltend, rätselhaft, hintersinnig und ängstigt ihre Mutter durch Fragen nach Orest. Als jedoch Klytämnestra von ihrer Vertrauten eine Neuigkeit überbracht wird, weicht ihr Grauen einem offensichtlichen Triumphgefühl. Elektra ist irritiert, bis sie den Inhalt der Nachricht von Chrysothemis erfährt - ihr gemeinsamer Bruder Orest ist tot. Elektra will dies nicht wahrhaben, muss dann doch dem Botenbericht Glauben schenken und entschließt sich die Rache selbst auszuführen. Chrysothemis soll ihr dabei helfen. Mit Zärtlichkeit und Zeichen der Zuneigung versucht Elektra ihre jüngere Schwester für ihren Mordplan an Klytämnestra und Aegisth zu gewinnen. Aber Chrysothemis entzieht sich ihrer Schwester – und wird von dieser verflucht. Nun ist Elektra entschlossen, die Tat allein zu vollbringen. Doch da kommt ein Fremder, der sich als Bote ausgibt und Klytämnestra den Tod Orests melden soll. Elektras Verzweiflung bewegt ihn, nach ihrem Namen zu fragen. Dann erst gibt er sich als ihr Bruder zu erkennen – als Orest! Elektra drängt ihn zum Rache-Mord, den Orest eilig auszuführen gelobt.
Allein zurückgeblieben harrt Elektra auf das Weitere … Die Todesschreie Klytämnestras und die Verwirrung der Mägde geben ihr Gewissheit, dass ein Teil der Rache vollstreckt wurde.
Aegisth, von Dienern herbeigeholt, will selbst die Botschaft von Orests Tod hören. Schmeichlerisch geleitet ihn Elektra dahin, wo sie den Rächer weiß, der ihn wenig später tötet.
Von der endlich ausgeführten Rache erfüllt, beginnt Elektra einen letzten ekstatischen Tanz …