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Fr. 24.01.2020

Richard Strauss

Salome

Dirigent: Mikko Franck, Regie: Boleslaw Barlog
Mit Herwig Pecoraro, Waltraud Meier, Lise Lindstrom, Michael Volle

 

Preisinformation

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Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 15,77 - UK: £ 13,73 *

Einzelticket verfügbar, sobald die Startzeit bekannt ist. Die Vorstellung kann mit einem Abo ausgewählt werden.

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer

Mikko Franck | Dirigent

Der Dirigent MIKKO FRANCK begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Seit 1992 studierte er an der Sibelius-Akademie, in New York, Israel und Schweden. 1995 begann er mit dem Dirigierstudium, zunächst privat bei Jorma Panula und 1996-97 an der Sibelius Akademie. Heute verfügt Mikko Franck über ein breit gefächertes Opern- und Konzert-Repertoire. 2006 übernahm er die Stelle des Generalmusikdirektors an der Finnischen Nationaloper, von 2008 - 2013 war er dort ebenfalls künstlerischer Direktor. Hier dirigierte er Die Zauberflöte, L’elisir d’amore, Don Giovanni, Tosca, La traviata, La Fanciulla del West und Pohjalaisia, die Neuproduktionen La Bohème, Chowantschina, Manon Lescaut, Parsifal, Eugen Onegin,Punainen viiva (The Red Line), Rigoletto, Isän tyttö (Daddy's Girl), Aleksis Kivi, Albert Herring, Die tote Stadt, Il trittico, Pelléas et Mélisande, Die Sache Makropulos und die Uraufführungen von Rasputin von Einojuhani Rautavaara und Robin Hood von Jukka Linkola. Mikko Franck ist seit 2002 Künstlerischer Direktor des Kangasniemi Music Festival; bis 2007 war er Musikdirektor des Orchestre National de Belgique. In den letzten Jahren hat er die Berliner, Münchner, New Yorker, Londoner Philharmoniker, das Israel und das Los Angeles Philharmonic Orchestra sowie die Bamberger Symphoniker, das Dallas Symphony, Chicago Symphony und Tokio Symphony Orchestra. Im Juli 2007 dirigierte er Tosca und L’elisir d’amore am Royal Opera House Covent Garden. Beim Orange Festival dirigierte er ebenfalls Tosca. Sein Debüt an der Metropolitan Opera New York gab er im Dezember 2011. Seine Einspielung von Sibelius’ En Saga und Lemminkäinen Suite mit dem Schwedischen Radio Sinfonie Orchester erhielt 2001 eine Grammy-Nominierung und wurde mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet. Ausserdem hat er Werke von Rautavaara, Tschajkowski, Rudi Stephan und Debussy für CD aufgenommen.

Jüngste Erfolge waren die Wiederaufnahme von Parsifal am Opernhaus Zürich zu Beginn letzten Jahres, phänomenaler Erfolg mit Der fliegende Holländer beim Festival Orange letzten Sommer sowie das Dirigat der Welturaufführung von A Harlots Progress ( Ian Bell ) am Theater an der Wien.

Herwig Pecoraro | Herodes

KS Herwig Pecoraro stammt aus Bludenz und studierte in Feldkirch, Mantua und Modena und besuchte Meisterkurse bei KS Schwarzkopf. Gastauftritte führten ihn zu den Bregenzer und Salzburger Festspielen, an die Opernhäuser von Bern, St. Gallen, Hamburg, München, Paris, Nizza, Toulouse, Mailand, New York und San Francisco. Er war am Opernhaus Graz und an der Volksoper Wien engagiert, seit 1991 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er 1991 als Steuermann (Der fliegende Holländer) debütierte und seither u. a. Jaquino (Fidelio), Monostatos und 1. Geharnischter (Die Zauberflöte), Alfred (Die Fledermaus), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Mime (Das Rheingold, Siegfried), Hirt (Tristan und Isolde), Triquet (Eugen Onegin), Laios (Oedipe), Wirt (Der Rosenkavalier), Beppo (Pagliacci), Andrès/Cochenille/Frantz/Pitichinaccio (Les Contes d´Hoffmann), Bob Boles (Peter Grimes), Don Garzia (Gesualdo), David (Die Meistersinger von Nürnberg), Incroyable (Andrea Chénier), Bardolfo (Falstaff), Guillot (Manon) sowie Klammerschneider (Der Riese vom Steinfeld) und Fatty sang.

Rollen an der Wiener Staatsoper 2013/2014: u. a. Bob Boles (Peter Grimes), Herodes (Salome), Hauptmann (Wozzeck), Mime (Das Rheingold).

Waltraud Meier | Herodias

KS Waltraud Meier wurde in Würzburg geboren. Nach der Matura studierte sie zunächst Anglistik und Romanistik, nahm aber gleichzeitig auch Gesangsunterricht. 1976 entschied sich Waltraud Meier ganz für ihre sängerische Laufbahn und debütierte an der Würzburger Oper als Lola (Cavalleria rusticana). Ihr internationales Debüt gab Waltraud Meier 1980 am Teatro Colón in Buenos Aires als Fricka in der Walküre. Mit ihrem triumphalen Erfolg als Kundry in Wagners Parsifal begann 1983 bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere, die sie in regelmäßigen Abständen an das Covent Garden, die Met, die Scala, die Opéra National de Paris und an die Bayerische Staatsoper führt. Heute gilt Waltraud Meier als eine der international bedeutendsten Wagnersängerinnen unserer Zeit. Aber auch im italienischen und französischen Fach ist die ebenso stimmlich wie darstellerisch ausdrucksstarke Sängerin weltweit als Eboli, Amneris, Didon, Carmen und Santuzza gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1987 als Kundry. Weitere Partien im Haus am Ring waren u. a. Amneris, Komponist, Carmen, Ortrud, Sieglinde, Leonore, Isolde, Venus, Kundry, Eboli, Santuzza.



Lise Lindstrom | Salome

Die Sopranistin LISE LINDSTROM wurde in Kalifornien gebo­ren. Sie studierte zunächst bei ihrer Mutter, einer Sängerin, und später an der San Francisco State University und am San Francisco Conservatory of Music. Zu den wichtigsten Häusern, in denen sie auftrat bzw. auftritt zählen unter anderem die New Yorker Metropolitan Opera, die San Francisco Opera, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Deutsche Oper Berlin, die San Diego Opera und die Arena di Verona. Weiters ist Lise Lindstrom an der Mailänder Scala, am Teatro Massimo in Palermo und an der Hamburgischen Staatsoper zu erleben. Zu den bevorzugten Rollen der Sängerin zählen unter anderem die Titelpartien in Puccinis Turandot und in Strauss‘ Salome, die Titelrolle in Puccinis Tosca, Elisabeth und Venus in Wagners Tannhäuser, Senta in Wagners Der fliegende Holländer, Brünnhilde in Wagners Walküre sowie die Titelpartie in Strauss’ Ariadne auf Naxos. Die Sopranistin ist auch als Konzert- und Liedsängerin inter­national erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte Lise Lindstrom am 11. Mai 2012 als Salome.

Michael Volle | Jochanaan

MICHAEL VOLLE – von Josef Metternich und Rudolf Piernay ausgebildet – hat sich nach Festverpflichtungen an Häusern wie Mannheim, Düsseldorf, Köln und Zürich zu einem international bedeutenden Sänger seines Fachs entwickelt. Von 2007/2008 bis 2011/2012 Ensemblemitglied der Staatsoper München. Michael Volle ist Gast der internationalen Bühnen und Festspiele, wie zum Beispiel der Bayreuther Festspiele (Die Meistersinger von Nürnberg/Beckmesser), Salzburger Festspiele (Die Gezeichne­ten/Tamare, Lulu/Dr. Schön/Jack, the Ripper und Meistersinger/ Hans Sachs), der Grand Opéra Paris (Arabella/Mandryka), des Teatro alla Scala di Milano, des Royal Opera House London (Salome/Jochanaan, Tristan und Isolde/Kurwenal, Lulu/Dr. Schön/ Jack the Ripper, Aida/Amonasro, Tosca/Scarpia), der Staatsopern Berlin, Dresden, Hamburg. Debüt an der Met im Jahr 2014. Weitere Rollen: Titelpartien Eugen Onegin und Wozzeck, Frau ohne Schatten/Barak, Pelléas et Mélisande/Golaud, Parsifal/Amfortas, Tannhäuser/Wolfram. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2002 und sang Conte/Nozze di Figaro, Titelpartie Don Gio­vanni und Musiklehrer/Ariadne.  

 

"Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen, fesseln und in den Kerker werfen lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, die er zur Frau genommen hatte. Denn Johannes hatte dem Herodes vorgehalten: ‚Es ist dir nicht erlaubt, deines Bruders Frau zu haben. Das trug ihm Herodias nach. Sie wollte ihn aus dem Weg schaffen, aber sie konnte es nicht: denn Herodes hatte Scheu vor Johannes. Er kannte ihn als einen gerechten und heiligen Mann und nahm ihn in Schutz. Wenn er ihn hörte, wurde er sehr verlegen, aber dennoch hörte er ihn gern. Da kam ein gelegener Tag. Herodes gab an seinem Geburtstag seinen Fürsten, den Hauptleuten und den Vornehmen Galiläas ein Festmahl..." (Markus, Kapitel VI, Vers 17-21)

Narraboth, ein syrischer Hauptmann, schwärmt von der Schönheit Salomes. Die Tochter der Herodias verlässt das Fest und tritt aus dem Palast. Sie hört die Stimme des in einer Zisterne gefangen gehaltenen Täufers Jochanaan. Dessen Worte erwecken ihre Neugier. Sie will den Propheten sehen. Narraboth, dessen Verliebtheit sie ausnützt, erfüllt ihren Wunsch und läßt Jochanaan heraus, obwohl dies von Herodes verboten worden war. Jochanaan nimmt keine Notiz von der Prinzessin Salome und predigt wider Herodias und den Tetrarchen. Die abweisende Haltung des Propheten entzündet die Begierde Salomes, den Mund Jochanaans zu küssen.
"Ich bin verliebt in deinen Leib, Jochanaan! Dein Leib ist weiß wie die Lilien auf einem Felde, von der Sichel nie berührt... In dein Haar bin ich verliebt. . . lass es mich berühren ...Deinen Mund begehr ich, Jochanaan . . . lass mich ihn küssen, deinen Mund."
Ihr Tun treibt Narraboth in den Selbstmord. Voller Verachtung kehrt Jochanaan in die Zisterne zurück. Herodes und Herodias kommen aus dem Palast. Böse Ahnungen peinigen den Tetrarchen. Herodias fordert den Kopf des Jochanaan, dessen mahnende Stimme wieder aus der Zisterne ertönt. Aber Herodes lehnt ab; er fürchtet den Propheten. Der Streit der Juden über die Auslegung von Schriftstellen mehrt seine Unsicherheit. Auch die Botschaft zweier Nazarener, die von der Ankunft des Messias berichten, ängstigt ihn. Salome soll für Herodes tanzen. Sie lässt sich erst dazu bewegen, nachdem der Tetrarch geschworen hat, ihr als Belohnung einen Wunsch zu erfüllen. Nach dem Schleiertanz nennt Salome ihren Wunsch: Den Kopf des Jochanaan. Herodes ist fassungslos. Er wehrt ab. Aber alle dargebotenen Reichtümer vermögen die Tochter der Herodias nicht umzustimmen. Der Tetrarch muß seinen Eid halten. Herodias nimmt ihm den Ring, das Siegel des Todesurteils, vom Finger und reicht ihn dem Henker. Der Kopf des Jochanaan wird Salome auf einer Silberschüssel gereicht.
"Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen, Jochanaan. Wohl, ich werde ihn jetzt küssen. Ich dürste nach deiner Schönheit. Ich hungre nach deinem Leib."
Salome küsst den Mund des Propheten. ,,Denn das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes." - von Grauen erfasst, befiehlt Herodes, Salome zu töten.