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So. 22.12.2019

Giacomo Puccini

La Bohème

Dirigent: Marco Armiliato, Regie: Franco Zeffirelli
Mit Saimir Pirgu, Anita Hartig, Marco Caria, Mariam Battistelli

 

Preisinformation

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Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 15,77 - UK: £ 13,73 *

Einzelticket verfügbar, sobald die Startzeit bekannt ist. Die Vorstellung kann mit einem Abo ausgewählt werden.

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer

Marco Armiliato | Dirigent

MARCO ARMILIATO studierte Klavier am Paganini-Konservatorium seiner Heimatstadt Genua. In den 90er Jahren begann eine rege Tätigkeit an den großen Opernhäusern der Welt. So dirigierte er an der New Yorker Met Il trovatore, La Bohème, Stiffelio, Madama Butterfly, Sly, Aida, Turandot, La Fille du régiment und Rigoletto, an der San Francisco Opera La Bohème, Turandot, La traviata, Tosca, Aida und Cavalleria rusticana, an der Wiener Staatsoper, an der er am 2. November 1996 mit Andrea Chénier debütierte, u. a. Il barbiere di Siviglia, Cavalleria rusticana, Pagliacci, Fedora, Stiffelio, Tosca, La traviata, Turandot, Manon Lescaut, Carmen, Werther, La Bohème, Simon Boccanegra, Falstaff, Don Carlo, La forza del destino. Weitere internationale Engagements erhielt er an die Opernhäuser von Barcelona, Madrid, Toronto, Pittsburgh, Baltimore, Turin, Rom, an die Deutsche Oper Berlin, die Bayerische Staatsoper München, an das Londoner Royal Opera House Covent Garden, an das Théâtre du Châtelet und die Opéra Bastille in Paris und die Hamburgische Staatsoper. Marco Armiliato ist international auch als Konzertdirigent höchst erfolgreich.

Anita Hartig | Mimì

Die Sopranistin ANITA HARTIG wurde in Rumänien geboren. Nach Abschluss der Musikschule absolvierte die junge Sänge­rin ihr Gesangsstudium an der Musikakademie in Cluj-Napoca (Klausenburg). Anita Hartig ist Preisträgerin mehrerer interna­tionaler Wettbewerbe. 2006 gab sie ihr Bühnendebüt als Mimì inLa Bohème an der Oper in Cluj. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, debütierte Anita Hartig im Ok­tober 2009 als Musetta (La Bohème) und sang hier unter ande­rem Partien wie Pamina (Die Zauberflöte), Despina (Così fan tutte), Zerlina (Don Giovanni), Echo (Ariadne auf Naxos), Frasquita (Carmen), Mimì (La Bohème), Marzelline (Fidelio), Micaëla (Carmen), Susanna (Le nozze di Figaro). Auftritte führten die Sopranistin darüber hinaus an wichtige Zentren des internationalen Musikthea­ters, so unter anderem an die Hamburgische Staatsoper, nach Tokio und Athen, an das Royal Opera House Covent Garden in London, ans Théâtre de la Monnaie und an die Cardiff Na­tional Opera, nach Berlin, an die Bayerische Staatsoper in München, an die Mailänder Scala sowie an die Metropolitan Opera in New York.  

Portrait Anita Hartig

Marco Caria | Marcello

MARCO CARIA wurde auf Sardinien geboren und zählt zu den wichtigsten Sängern seiner Generation. Er erhielt seine mu­sikalische Ausbildung am Conservatorio di Sassari und ein Sti­pendium für die Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Er gewann zahlreiche Gesangswettbewerbe wie etwa den Tito Gobbi-Wettbewerb 2004. Weiters ist er mehrfacher Preisträger des renommierten Plácido Domingo Operalia-Wettbewerbs 2007. Seit einigen Jahren perfektioniert er sich bei Mirella Freni. 2008 debütierte er in Nordamerika als Don Carlo (La forza del destino) in Cincinnati und sang ebendort den Rodrigo in Don Carlo. Er trat in Pagliacci und Ma­ria Stuarda am Teatro La Fenice auf, weiters sang er an der Wexford Festival Oper, am Teatro San Carlo in Neapel, am Teatro Colón in Buenos Aires und beim Verbier Festival. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist Marco Caria Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und sang hier u. a. Figa­ro (Barbiere di Siviglia), Christian (Ballo in maschera), Sharpless (Madama Butterfly), Mar­cello (La Bohème), Belcore (L’elisir d’amore), Paolo, Silvio (Pagliacci), Ford (Falstaff), Albert (Werther), Enrico (Lucia di Lammermoor).

Saimir Pirgu | Rodolfo

Geboren 1981 im albanischen Elbasan ist SAIMIR PIRGU mittlerweile einer der herausragenden Tenöre im internationalen Opernpanorama. Erst 22jährig wählte ihn Claudio Abbado für den Ferrando in Così fan tutte in Ferrara aus, eine Rolle, die er dann im Sommer 2004 auch bei den Salzburger Festspielen sang. Bald begann eine bis heute andauernde wichtige Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper. Es folgten wichtige Rollendebüts, die den jungen Künstler an die wichtigsten Opernbühnen der Welt führen: Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera New York, Teatro alla Scala in Mailand, Royal Opera House Covent Garden Londen, Opera National de Paris, Teatro dell'Opera Roma, Gran Teatre del Liceu Barcellona, Washington National Opera, Los Angeles Opera, Arena di Verona, Teatro Colón di Buenos Aires, San Francisco Opera, Deutsche Oper Berlino, Opernhaus Zürich, Nomori Opera Tokio. Die letzten Spielzeiten waren gekennzeichnet von bejubelten Rollendebüts weltweit: Die Zauberflöte an der Mailänder Scala, L'elisir d'amore am Teatro dell'Opera di Roma, Verdi´s Requiem bei den Salzburger Festspielen unter Riccardo Muti, Lucia di Lammermoor an der Washington National Opera und in Hamburg, Werther in Tirana, Rigoletto in Zürich, Idomeneo beim Styriarte Festival in Graz.

Mariam Battistelli | Musetta

Die junge Sopranistin Mariam Battistelli wurde in Äthiopien geboren und studierte am Lucio Campiani Konservatorium in Mantua. 2010 war sie an der Seite von Plácido Domingo und Ruggero Raimondi in der bekannten Opernverfilmung Rigoletto in Mantua unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta zu erleben. 2014 gewann sie den dritten Preis beim internationalen Maria Callas-Wettbewerb in Verona, ein Jahr darauf war sie Preisträgerin beim Franca Mattiucci-Wettbewerb. In Rom gewann sie den ersten Platz beim internationalen Ottavio Ziino-Wettbewerb. 2013-2016 war Mariam Battistelli Mitglied im Centre Perfeccionament Plácido Domingo am Palau de les Arts in Valencia; in dieser Zeit sang sie in Produktionen wie Manon Lescaut (Giacomo Puccini), L’incoronazione di Dario (Antonio Vivaldi) oder Juditha triumphans (Antonio Vivaldi). Darüber hinaus trat die Sopranistin am Königlichen Opernhaus Muscat in der Uraufführung von The Opera! auf. Die junge Sängerin ist nicht nur auf der Opernbühne, sondern auch in Konzerten zu erleben. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied Mariam Battistelli seit Anfang des Jahres 2018 ist, debütierte sie als Pamina in der Zauberflöte für Kinder. Sie ist Stipendiatin von Novomatic.

1. Akt
In der Mansarde: Der Weihnachtsabend in der von vier jungen Künstlern bewohnten armseligen Mansarde wird sich kaum von anderen Abenden unterscheiden: Marcel arbeitet an einem Gemälde, Rudolf, Dichter und Schriftsteller, blickt über die Dächer von Paris. Sie haben kein Geld, sie frieren und sind doch guten Muts. Ein Bündel Manuskripte heizt den Ofen nur für Augenblicke. Colline, seines Zeichens Philosoph, kommt unverrichteter Dinge nach Hause - das Leihhaus war geschlossen. Aber der vierte, Schaunard, der Musiker, hat mehr Glück. Er erzählt, keiner hört zu - die mitgebrachten Lebensmittel versprechen ein frohes Fest. Schaunard aber will es anders - am Weihnachtsabend wird ausgegangen. Noch droht Gefahr: Der Hausbesitzer klopft und verlangt die Miete. Ein Glas Wein und die Freundlichkeit der Künstler lassen ihn in die Falle stolpern; zwinkernd spricht er von einem Liebesabenteuer, Grund genug für die Freunde, ihm mit gut gespielter moralischer Entrüstung die Tür zu weisen. Rudolf bleibt noch, um einen Artikel zu beenden, während die anderen ins Café Momus vorausgehen. Es klopft: Eine junge Frau ist draußen, sie möchte die erloschene Kerze anzünden. Von Husten gequält sinkt sie zusammen. Dann, dankbar für gewährte Hilfe, will sie wieder gehen; doch der Wohnungsschlüssel ist, nicht ganz zufällig, in Verlust geraten, die Zugluft lässt alle Lichter verlöschen. In der Finsternis finden sich die Hände. Mimì werde sie genannt, lässt sie wissen, sie sticke Blumen... Draußen rufen die Freunde. Der Weihnachtsabend hat seine Trübseligkeit verloren.
2. Akt
Das Quartier Latin: Das Studentenviertel von Paris bietet ein buntes Bild. Scharen von Menschen durchziehen die Straßen. Rudolf kauft seiner Mimì ein Häubchen und lädt sie ins Café Momus ein, stellt sie den Freunden vor, freut sich an deren Bewunderung. Nur Marcel hat Kummer und sein Kummer hat einen Namen: Musetta. An der Seite eines ebenso alten wie reichen Galans erscheint sie mit der festen Absicht, alle Register der Verführungskunst zu ziehen. Diesem in aller Öffentlichkeit vorgetragenen Ansturm ist Marcel nicht gewachsen und eine alte, große Liebe wird frisch gekittet.
3. Akt
Die Barriere d'Enfer: Ein trüber Februarmorgen an der Zollschranke, die einen Pariser Vorort von der Innenstadt trennt. Arbeiter, Fuhrleute, Milchfrauen werden durchgelassen, ziehen an der Schenke vorbei, die von einem halbfertigen Bild Marcels geziert wird. Der Wind scheint Musettes Stimme herüberzuwehen. Es ist kalt, Mimì hatte Streit mit Rudolf, Marcel soll vermitteln. Rudolf scheine sie zu fliehen, sie wisse nicht warum. Auch Marcel ahnt nicht die wahren Gründe; Rudolf entdeckt sie ihm: Mimì sei todkrank, sie habe nur noch kurze Zeit zu leben, und er ertrage nicht, sie leiden zu sehen. Er muss noch mehr ertragen: Mimì hat ihr Todesurteil mitangehört, ein Hustenanfall verrät ihre Gegenwart. Und Rudolfs Liebe gelingt das Schwerste: Verzweiflung zu mildern, Ruhe in das gequälte Herz zu bringen. Seltsamer Kontrast: Marcel und Musetta. Ihre Liebe scheint den Streit zu suchen.
4. Akt
In der Mansarde: Drei oder vier Monate sind vergangen. Marcel und Rudolf haben ihre Geliebten verloren. Sinnend sitzen sie bei der Arbeit. Wo ist Musette, wo ist Mimì? Lassen sich die unbekümmerten Tage von einst wiederholen? Fast scheint es so: sobald Schaunard und Collin mit wenigen armseligen Lebensmitteln kommen, wird die Stimmung besser; man versucht, die alte Fröhlichkeit hervorzuholen, spielt Theater, tanzt, duelliert sich... Musetta bringt Mimì herein; Mimì ist vom Tode gezeichnet. Alles bemüht sich um sie; dankbar erkennt sie die Freunde. Durch ihren Blick werden Musette und Marcel vereint. Musetta opfert ihre Ohrringe, um der Kranken den letzten Wunsch zu erfüllen: einen Muff. Und Collin, ein Philosoph mit Herz, versetzt seinen alten Mantel. Rudolf bleibt bei der Sterbenden; sie sind allein mit ihren Erinnerungen. Die Freunde kommen mit ihren Gaben zurück, eine letzte Freude für Mimì. Sanft schlummert sie hinüber.