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Do. 12.09.2019, 18:30 - 22:15 Wien

Giuseppe Verdi

Don Carlo (ital.)

Dirigent: Jonathan Darlington, Regie: Daniele Abbado
Mit René Pape, Fabio Sartori, Simon Keenlyside, Dmitry Ulyanov, Anja Harteros, Elena Zhidkova

 

Preisinformation

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Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 15,77 - UK: £ 13,73 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Giuseppe Verdi  |  Musik
  • Jonathan Darlington  |  Dirigent
  • Daniele Abbado  |  Regie
  • Graziano Gregori  |  Bühnenkonzeption
  • Angelo Linzalata  |  Bühne
  • Carla Teti  |  Kostüme
  • Alessandro Carletti  |  Licht
  • Boris Stetka  |  Regiemitarbeit
  • Simona Bucci  |  Choreographie

René Pape | Philipp II.

René Pape gehört zu den führenden Bassisten der Gegenwart. Er studierte in seiner Heimatstadt Dresden. Zwischen 1974-1981 war er Mitglied des renommierten Dresdener Kreuzchores. Noch während seiner Studienzeit debütierte er 1988 an der Berliner Staatsoper. Große Erfolge feierte er u. a. als Ramfis (Aida), Sarastro (Die Zauberflöte), Rocco (Fidelio). Fasolt (Das Rheingold), Hunding (Die Walküre), Veit Pogner (Meistersinger von Nürnberg), König Marke (Tristan und Isolde), Figaro (Le nozze di Figaro), Méphistophélès (Faust), Leporello und die Titelpartie in Don Giovanni, Philipp (Don Carlo), Banquo (Macbeth), König Heinrich (Lohengrin), Regelmäßige Einladungen führen ihn zu den Bayreuther Festspielen, an die Bayerische Staatsoper, zu den Salzburger Festspielen und den Salzburger Osterfestspielen, an die Mailänder Scala, die New Yorker Met, die Dresdner Semperoper, an das ROH Covent Garden, an die Pariser Oper, nach San Francisco, Orange, Glyndebourne, Tokio, Madrid, Florenz, Barcelona, St. Petersburg, Rom, Frankfurt, Tel Aviv. An der Wiener Staatsoper debütiert er 1991 als Sprecher (Die Zauberflöte) und sang hier seither Philipp, Leporello, Fernando, Heinrich, Hunding, Sarastro.

Simon Keenlyside | Rodrigo

SIMON KEENLYSIDE wurde in London geboren und studierte Zoologie in Cambridge sowie Gesang in Manchester. Er erhält regelmäßig Einladungen nach Zürich, Barcelona, Madrid, an die Bayerische Staatsoper, nach Tokio, an die Metropolitan Ope­ra, zu den Salzburger Festspielen, die Scala, nach Ferrara, an das Londoner Royal Opera House Covent Garden oder an die Pariser Oper. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Don Giovanni, Billy Budd, Pa­pageno (Die Zauberflöte), Jeletzki (Pique Dame), Marcello (La Bohème), Hamlet, Macbeth, Eugen Onegin, Posa (Don Carlo), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Pelléas (Pelléas et Mélisande), Wozzeck und Prospero in Thomas Adès‘ The Tempest. Simon Keenlyside ist auch als Konzertsänger überaus gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte Si­mon Keenlyside 1999 als Marcello (La Bohème) und sang hier am Haus am Ring seither – zum Teil in Premieren – auch Figaro (Il barbiere di Siviglia), Posa (Don Carlo), Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Giorgio Germont, die Titelpartien in Wozzeck, Billy Budd, Eugen One­gin, Macbeth, Don Giovanni, Rigoletto sowie Papageno.

Anja Harteros | Elisabeth von Valois

Die internationale Karriere von ANJA HARTEROS begann 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbes und brachte die Künstlerin binnen kürzester Zeit an alle bedeutenden Bühnen der Welt: die Metropolitan Opera, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Staatsopern in Mün­chen, Wien, Berlin, Hamburg und Dresden, an die Opernhäuser in Florenz, Amsterdam, Paris, Genf, Tokio sowie zu den Salzburger Festspielen. Ihr vielseitiges Opernrepertoire umfasst Partien wie Mimì (La Bohème), Elisabetta (Don Carlos), Desdemona (Otello), Violetta (La traviata), Amelia (Simon Boccanegra), Alice (Falstaff), Micaëla (Carmen), Fiordiligi (Così fan tutte), Contessa d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Donna Anna (Don Giovanni), Elettra (Idomeneo), Agathe (Der Freischütz), Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Elisabeth (Tann­häuser), Elsa (Lohengrin) sowie die Titelpartien in Alcina, Arabella, Traviata. In Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen wurde ihr im Juli 2007 der Titel der Bayerischen Kammersängerin verliehen. An der Wiener Staatsoper debütierte Anja Harteros im Jahr 1999 als Mimì und sang u.a. Micaëla, Donna Anna, Contessa d’Almaviva, Eva, Feldmarschallin, Desdemona und Alcina.

 

Elena Zhidkova | Prinzessin Eboli

Die Mezzosopranistin ELENA ZHIDKOVA hatte ihr erstes Engagement an der Deutschen Oper Berlin. Sie gastierte als Flosshilde und Schwertleite bei den Bayreuther Festspielen. Claudio Abbado lud sie für die konzertante Aufführung von Parsifal, für Schumanns Faustszenen sowie für sein Abschiedskonzert an die Berliner Philharmonie ein. Mit Nikolaus Harnoncourt war sie in Händels Jephta dort erneut zu erleben. 

Am Teatro Real Madrid debütierte sie als Waltraute (Götterdämmerung) und als Brangäne in Tristan und Isolde. Als vielgefragter Gast sang sie am New National Theatre Tokio unter anderem Octavian (Rosenkavalier), Fricka (Ring des Nibelungen) und Brangäne (Tristan und Isolde). In der Leipziger Neuproduktion von Rienzi sang sie den Adriano. Sie feierte als Judith (Herzog Blaubarts Burg) einen großen Erfolg bei der Premiere an der Mailänder Scala, und mit derselben Partie gastierte sie an der Barbican Hall London mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Valéry Gergiev, wovon auch ein Live-Mitschnitt als CD herausgegeben wurde. 

Für ihre Interpretation der Judith (Herzog Blaubarts Burg) am Marinskij-Theater wurde ihr die „Goldene Maske“ verliehen. In dieser Partie gastierte sie auch unter Seiji Ozawas Leitung beim „Saito Kinen Festival“. Die Fricka (Ring des Nibelungen) interpretierte sie an der Deutschen Oper Berlin sowie in der Genfer Neuproduktion der Tetralogie. Als Tannhäuser-Venus war sie in Frankfurt, Budapest und Düsseldorf zu erleben, sowie an der Dresdner Semperoper und unter der musikalischen Leitung von Gustavo Dudamel. Sie sang Marie (Wozzeck) mit dem BBC Orchestra unter Donald Runnicles. Als Kundry (Parsifal) trat sie in Lyon, Frankfurt, Mannheim und Düsseldorf auf. Ihre jüngsten Erfolge waren La Principessa di Bouillon (Adriana Lecouvreur) an der Wiener Staatsoper, Charlotte (Werther) unter Michel Plasson sowie ihr Debüt als Ortrud (Lohengrin). Zuletzt feierte sie einen großen Erfolg als Didon in Berlioz’ Les Troyens an der Hamburgischen Staatsoper, wo sie auch als Eboli in Verdis Don Carlos debütierte.

Im Kloster von San Yuste legte Kaiser Karl V., der mächtigste Herrscher der Welt, einst die Insignien seiner Macht nieder, um, verborgen vor der Welt, sein Leben in der Einsamkeit geistlicher Meditation zu beschließen. 1. Akt Don Carlo gedenkt im Kloster von San Yuste der glücklichen Stunden, die er in Fontainebleau mit Elisabeth, der ihm verlobten Braut, verbrachte, die nun als Gemahlin seines Vaters seine Stiefmutter und Königin ist. Der Marquis von Posa, eben aus den flandrischen Provinzen zurückgekehrt, findet seinen Jugendfreund in tiefer Verzweiflung. Er überzeugt ihn von seiner Pflicht, als Retter des bedrohten Volkes nach Flandern zu gehen. Philipp und Elisabeth betreten das Kloster, um am Grabmal des vermeintlich gestorbenen Kaisers zu beten. In einem Garten unweit des Klosters unterhält die Prinzessin Eboli das Gefolge der Hofdamen durch ein maurisches Lied. Als die Königin erscheint, wird ihr der Marquis von Posa gemeldet. Dem Marquis gelingt es im Gespräch, der Königin heimlich eine Nachricht von Carlo zu überreichen und für ihn um Audienz zu bitten. Prinzessin Eboli hofft auf die Liebe des Infanten. Allein mit der Königin kann Carlo seine leidenschaftlichen Gefühle nicht länger verbergen. Elisabeth, die den Prinzen immer noch liebt, sich ihrer Pflicht als Königin jedoch bewusst ist, fleht den Verzweifelten an, auf die Erfüllung seiner Liebe zu verzichten. Als der König überraschend auftritt und seine Gemahlin allein und ohne Begleitung findet, weist er die Gräfin von Aremberg vom Hofe. Elisabeth verabschiedet sich in schmerzlicher Rührung von der Verbannten und gibt ihr wehmütige Grüße an die verlassene Heimat mit auf den Weg. Beschämt bleibt der König zurück. Posa nützt die Gelegenheit, dem Herrscher das Elend des flandrischen Volkes zu schildern. Philipp, der an der mutigen Sprache des Maltesers Gefallen findet, beschließt, diesen als seinen Vertrauten in seine Nähe zu ziehen, warnt ihn jedoch vor der Macht der Inquisition. 2. Akt Im königlichen Park von Madrid wartet Don Carlo auf die Schreiberin eines Briefes, in welcher er die Königin vermutet. Als die Verschleierte naht, bestürmt er sie mit Liebeserklärungen und muss zu spät erkennen, dass er der Prinzessin Eboli sein Geheimnis verraten hat. Posa, der hinzutritt, will die gefährliche Mitwisserin zum Schweigen bringen, doch Carlo fällt ihm in den Arm. Die in ihrem Stolz gekränkte Prinzessin schwört Rache. Der Marquis überredet den Freund, alle ihn gefährdenden Briefe in seine Verwahrung zu geben. Vor der Kathedrale von Madrid hat sich eine große Menschenmenge versammelt, um der öffentlichen Hinrichtung der von der Inquisition verurteilten Ketzer beizuwohnen. An der Spitze einer flandrischen Deputation tritt Don Carlo dem König entgegen, um von ihm die Regentschaft in den unterjochten Provinzen zu fordern. Als der König mit höhnischen Worten dieses Ansinnen zurückweist, zieht der vom Zorn übermannte Prinz seinen Degen. Keiner der Großen des Reiches kommt dem bedrohten Herrscher zu Hilfe, da entwaffnet Posa den Freund und wird darauf von Philipp zum Herzog erhoben. Das Autodafé nimmt seinen Fortgang. Die Flammen des Scheiterhaufens lodern empor, während eine tröstende Stimme vom Himmel den unglücklichen Opfern ewigen Frieden verheißt. 3. Akt Allein bei Nacht in seinem Kabinett beklagt der ungeliebte, alternde König die Einsamkeit und Bürde seines Amtes. Im Zwiespalt seines Gewissens sucht er Rat bei dem blinden Großinquisitor. Dieser bestärkt ihn in der Absicht, den Aufruhr des Infanten mit der äußersten Härte zu bestrafen, fordert aber seinerseits das Leben des Marquis von Posa, den er der Freigeisterei verdächtigt. Philipp wehrt sich vergebens, er muss sich der Macht der Kirche unterwerfen. Die Königin führt lebhafte Beschwerde bei ihrem Gemahl über die Entwendung ihrer Schmuckschatulle und findet diese auf dem Schreibtisch des Königs. Als Philipp die Schatulle öffnet und das Portrait des Infanten darin entdeckt, bezichtigt er die Gattin des Ehebruchs. Um der in Ohnmacht Niedergesunkenen beizustehen, eilen die Prinzessin von Eboli und der Marquis von Posa herbei. Allein mit der Königin gesteht die Prinzessin ihren Verrat an Carlo und ihre heimliche Liaison mit dem König. Sie wird von der tief gekränkten Elisabeth in ein Kloster verbannt. Posa sucht den gefangenen Infanten im Kerker auf um ihm seine Handlungen zu erklären und von ihm Abschied zu nehmen. Mit Hilfe der ihm überlassenen Briefe hat er jeden Verdacht der Konspiration mit Flandern von Carlo aufsich gelenkt, um dem Freund die Möglichkeit zu geben, als künftiger König den unterdrückten Völkern einst zu ihrem Lebensrecht zu verhelfen. Ein Schuss aus dem Hinterhalt trifft den Marquis in den Rücken, sterbend verweist er den Freund an die Königin, die den Wunsch hat, Carlo ein letztesmal zu sehen. Der König betritt den Kerker, um seinem Sohn den Degen zurückzugeben. Carlo weist ihn als den Mörder seines Freundes von sich. Das empörte Volk fordert die Befreiung des Infanten. Als es sich rebellierend gegen den König wendet, legt sich der greise Großinquisitor ins Mittel. Vor seiner Drohung sinkt das Volk in die Knie. 4. Akt Im Kloster von San Yuste erwartet die Königin den Infanten, der sich zum Aufbruch nach Flandern bereitet hat, um ihm ein letztes Lebewohl zu sagen. Die beiden Liebenden bekennen sich zur schmerzlichen Entsagung ihres irdischen Glücks. Der König und der Großinquisitor treten hinzu. Als die Schergen der Inquisition Hand an den Prinzen legen wollen, schützt ihn der geheimnisvolle Mönch, dessen Stimme an die des abgeschiedenen Kaisers gemahnt. Er entzieht Don Carlo den Händen der irdischen Mächte.

Don Carlo

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