Live Detail

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Do. 29.11.2018, 19:30 - 22:00 Wien

Beginn in:

Giacomo Puccini

La Bohème

Dirigentin: Speranza Scappucci, Regie und Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Mit Benjamin Bernheim, Marina Rebeka, Clemens Unterreiner, Mariam Battistelli

 

Preisinformation

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Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 15,88 - UK: £ 13,49 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Giacomo Puccini  |  Musik
  • Speranza Scappucci  |  Dirigentin
  • Franco Zeffirelli  |  Regie und Bühnenbild
  • Marcel Escoffier  |  Kostüme

Benjamin Bernheim | Rodolfo

Der französische Tenor BENJAMIN BERNHEIM hat sich schnell als einer der vielversprechendsten jungen Sänger einen Namen gemacht. Er studierte bei Gary Magby am Konservatorium von Lausanne. Außerdem nahm er an Meisterklassen bei Giacomo Aragall und Dale Duesing teil und besuchte Carlo Bergonzis Accademia Verdiana in Busseto. Nach seiner Zeit als Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich führen ihn seine Engagements nach ganz Europa. Er sang unter anderem Rodolfo am Opernhaus Zürich, Flamand (Capriccio) an der Pariser Oper, Cassio (Otello) bei den Salzburger Osterfestspielen, Roméo (Roméo et Juliette) an der Niederländischen Nationaloper, Italienischer Sänger (Der Rosenkavalier) an der Mailänder Scala, Edmondo (Manon Lescaut) und Nicias (Thaïs) bei den Salzburger Festspielen. Weiters gestaltete er an der Semperoper in Dresden Rodolfo, Tamino (Die Zauberflöte) und Erik (Der fliegende Holländer). Lenski (Eugen Onegin) und Alfredo (La traviata) sang er an der Deutschen Oper Berlin. Aktuelle Projekte umfassen darüber hinaus Auftritte an der Lyric Opera in Chicago und an der Berliner Staatsoper.

Marina Rebeka | Mimì

MARINA REBEKA wurde im lettischen Riga geboren. Im Okto­ber 2007 gewann sie den Ersten Preis beim renommierten Ge­sangswettbewerb Neue Stimmen in Gütersloh. Am Royal Opera House Covent Garden in London sang sie die Violetta in La tra­viata, bei den Salzburger Festspielen war sie in Moïse et Pha­raon zu hören, an der Deutschen Oper Berlin als Donna Anna in Don Giovanni, beim Rossini Opera Festival in Pesaro gestal­tete sie die Contessa di Folleville und die Madama Cortese in Il viaggio a Reims, weiters die Anna in Maometto II., an der New Yorker Metropolitan Opera die Donna Anna, eine Partie, die sie auch an der Zürcher Oper und an der Lyric Opera Chicago interpretiert. An der Mailänder Scala debütierte Marina Rebeka als Contessa di Folleville und an der lettischen Nationaloper Riga als Adina in L’elisir d’amore. Auftritte führten sie darüber hinaus an die Komische Oper Berlin und die Opéra National de Lorraine in Nancy. Aktuelle Auftritte umfassen u.a. in La traviata in München, Chicago, Zürich und New York, in Lucia di Lammermoor in Amsterdam und Zürich, in Così fan tutte und L’elisir d’amore in Zürich auftreten. An der Wiener Staatsoper debütierte sie als Donna Anna und sang hier weiters die Antonia.

Clemens Unterreiner | Marcello

CLEMENS UNTERREINER was born in Vienna. In 1998 he began his vocal art studies with Hilde Rössel-Majdan, Gottfried Hornik, Helena Lazarska and Wicus Slabbert. Numerous national and international opera and operetta productions as well as lied evenings, oratories and church concerts. Guest soloist in the Große Saal of the Wiener Musikverein, at the Wiener Konzerthaus, Palau de la Musica and other international concert halls. Member of the ensemble of the Wiener Staatsoper since 2005, where Clemens Unterreiner for example sang Sharpless, Faninal, Donner, Harlekin, Melot, Brétigny, Schtschelkalow, Oberpriester des Apollon(Alceste), Happy (La fanciulla del West), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos),Schaunard. Also as guest soloist at the Volksoper Wien he very successfully performed as Papageno or Sharpless. Further engagements led him to the New York Carnegie Hall, the Royal Opera House Copenhagen, to the Strasbourgh Opera, the Salzburger Festspiele, Opera de Nice, Linzer Landestheater, the Oper Chur, the Sommerfestspiele Heidenheim as well as to the Richard Wagner Festival Budapest.

 

Portrait Clemens Unterreiner

1. Akt
In der Mansarde: Der Weihnachtsabend in der von vier jungen Künstlern bewohnten armseligen Mansarde wird sich kaum von anderen Abenden unterscheiden: Marcel arbeitet an einem Gemälde, Rudolf, Dichter und Schriftsteller, blickt über die Dächer von Paris. Sie haben kein Geld, sie frieren und sind doch guten Muts. Ein Bündel Manuskripte heizt den Ofen nur für Augenblicke. Colline, seines Zeichens Philosoph, kommt unverrichteter Dinge nach Hause - das Leihhaus war geschlossen. Aber der vierte, Schaunard, der Musiker, hat mehr Glück. Er erzählt, keiner hört zu - die mitgebrachten Lebensmittel versprechen ein frohes Fest. Schaunard aber will es anders - am Weihnachtsabend wird ausgegangen. Noch droht Gefahr: Der Hausbesitzer klopft und verlangt die Miete. Ein Glas Wein und die Freundlichkeit der Künstler lassen ihn in die Falle stolpern; zwinkernd spricht er von einem Liebesabenteuer, Grund genug für die Freunde, ihm mit gut gespielter moralischer Entrüstung die Tür zu weisen. Rudolf bleibt noch, um einen Artikel zu beenden, während die anderen ins Café Momus vorausgehen. Es klopft: Eine junge Frau ist draußen, sie möchte die erloschene Kerze anzünden. Von Husten gequält sinkt sie zusammen. Dann, dankbar für gewährte Hilfe, will sie wieder gehen; doch der Wohnungsschlüssel ist, nicht ganz zufällig, in Verlust geraten, die Zugluft lässt alle Lichter verlöschen. In der Finsternis finden sich die Hände. Mimì werde sie genannt, lässt sie wissen, sie sticke Blumen... Draußen rufen die Freunde. Der Weihnachtsabend hat seine Trübseligkeit verloren.

2. Akt
Das Quartier Latin: Das Studentenviertel von Paris bietet ein buntes Bild. Scharen von Menschen durchziehen die Straßen. Rudolf kauft seiner Mimì ein Häubchen und lädt sie ins Café Momus ein, stellt sie den Freunden vor, freut sich an deren Bewunderung. Nur Marcel hat Kummer und sein Kummer hat einen Namen: Musetta. An der Seite eines ebenso alten wie reichen Galans erscheint sie mit der festen Absicht, alle Register der Verführungskunst zu ziehen. Diesem in aller Öffentlichkeit vorgetragenen Ansturm ist Marcel nicht gewachsen und eine alte, große Liebe wird frisch gekittet.

3. Akt
Die Barriere d'Enfer: Ein trüber Februarmorgen an der Zollschranke, die einen Pariser Vorort von der Innenstadt trennt. Arbeiter, Fuhrleute, Milchfrauen werden durchgelassen, ziehen an der Schenke vorbei, die von einem halbfertigen Bild Marcels geziert wird. Der Wind scheint Musettes Stimme herüberzuwehen. Es ist kalt, Mimì hatte Streit mit Rudolf, Marcel soll vermitteln. Rudolf scheine sie zu fliehen, sie wisse nicht warum. Auch Marcel ahnt nicht die wahren Gründe; Rudolf entdeckt sie ihm: Mimì sei todkrank, sie habe nur noch kurze Zeit zu leben, und er ertrage nicht, sie leiden zu sehen. Er muss noch mehr ertragen: Mimì hat ihr Todesurteil mitangehört, ein Hustenanfall verrät ihre Gegenwart. Und Rudolfs Liebe gelingt das Schwerste: Verzweiflung zu mildern, Ruhe in das gequälte Herz zu bringen. Seltsamer Kontrast: Marcel und Musetta. Ihre Liebe scheint den Streit zu suchen.

4. Akt
In der Mansarde: Drei oder vier Monate sind vergangen. Marcel und Rudolf haben ihre Geliebten verloren. Sinnend sitzen sie bei der Arbeit. Wo ist Musette, wo ist Mimì? Lassen sich die unbekümmerten Tage von einst wiederholen? Fast scheint es so: sobald Schaunard und Collin mit wenigen armseligen Lebensmitteln kommen, wird die Stimmung besser; man versucht, die alte Fröhlichkeit hervorzuholen, spielt Theater, tanzt, duelliert sich... Musetta bringt Mimì herein; Mimì ist vom Tode gezeichnet. Alles bemüht sich um sie; dankbar erkennt sie die Freunde. Durch ihren Blick werden Musette und Marcel vereint. Musetta opfert ihre Ohrringe, um der Kranken den letzten Wunsch zu erfüllen: einen Muff. Und Collin, ein Philosoph mit Herz, versetzt seinen alten Mantel. Rudolf bleibt bei der Sterbenden; sie sind allein mit ihren Erinnerungen. Die Freunde kommen mit ihren Gaben zurück, eine letzte Freude für Mimì. Sanft schlummert sie hinüber.