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Fr. 19.10.2018, 19:00 - 20:45 Wien

Richard Strauss

Elektra

Dirigent: Michael Boder, Regie: Uwe Eric Laufenberg
Mit Waltraud Meier, Lise Lindstrom, Anna Gabler, Herbert Lippert, René Pape

 

Preisinformation

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Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 16,41 - UK: £ 13,48 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Strauss  |  Musik
  • Michael Boder  |  Dirigent
  • Uwe Eric Laufenberg  |  Regie
  • Rolf Glittenberg  |  Bühne
  • Marianne Glittenberg  |  Kostüme
  • Andreas Grüter  |  Licht

Michael Boder | Dirigent

MICHAEL BODER war GMD am Gran Teatro del Liceu in Barcelona von 2008 bis 2012. Seit September 2012 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Berater am Königlich dänischen Theater und des Königlich dänischen Orchesters. Nach seiner Ausbildung an der Musikhochschule Hamburg und in Florenz übernahm er noch nicht 30jährig als Chefdirigent die musikalische Leitung der Oper Basel. Bereits in dieser Zeit gastierte er in Hamburg, München, Berlin und an der Royal Opera Covent Garden. Mittlerweile ist er regelmäßiger Gast an den Staatsopern in Berlin, Dresden, Hamburg und Wien, darüber hinaus dirigierte er unter anderem an der Oper in Frankfurt, San Francisco, an der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, dem New National Theatre in Tokio und der Oper Zürich. Eine Reihe von erfolgreiche Uraufführungen belegen seinen großen Einsatz für die zeitgenössische Musik, unter anderem Cerhas Der Riese vom Steinfeld, Pendereckis Ubu Rex, Trojahns Was Ihr wollt, Aribert Reimanns Das Schloss und Medea sowie Henzes Phädra. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1995 mit Wozzeck und leitete hier weiters Elektra, Frau ohne Schatten, Ariadne auf Naxos, Gianni Schicchi, Jakobsleiter, Lulu, Meistersinger, Oedipe, Cardillac, Der Riese vom Steinfeld und Medea.

Waltraud Meier | Klytämnestra

KS Waltraud Meier wurde in Würzburg geboren. Nach der Matura studierte sie zunächst Anglistik und Romanistik, nahm aber gleichzeitig auch Gesangsunterricht. 1976 entschied sich Waltraud Meier ganz für ihre sängerische Laufbahn und debütierte an der Würzburger Oper als Lola (Cavalleria rusticana). Ihr internationales Debüt gab Waltraud Meier 1980 am Teatro Colón in Buenos Aires als Fricka in der Walküre. Mit ihrem triumphalen Erfolg als Kundry in Wagners Parsifal begann 1983 bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere, die sie in regelmäßigen Abständen an das Covent Garden, die Met, die Scala, die Opéra National de Paris und an die Bayerische Staatsoper führt. Heute gilt Waltraud Meier als eine der international bedeutendsten Wagnersängerinnen unserer Zeit. Aber auch im italienischen und französischen Fach ist die ebenso stimmlich wie darstellerisch ausdrucksstarke Sängerin weltweit als Eboli, Amneris, Didon, Carmen und Santuzza gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1987 als Kundry. Weitere Partien im Haus am Ring waren u. a. Amneris, Komponist, Carmen, Ortrud, Sieglinde, Leonore, Isolde, Venus, Kundry, Eboli, Santuzza.



Lise Lindstrom | Elektra

Die Sopranistin LISE LINDSTROM wurde in Kalifornien gebo­ren. Sie studierte zunächst bei ihrer Mutter, einer Sängerin, und später an der San Francisco State University und am San Francisco Conservatory of Music. Zu den wichtigsten Häusern, in denen sie auftrat bzw. auftritt zählen unter anderem die New Yorker Metropolitan Opera, die San Francisco Opera, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Deutsche Oper Berlin, die San Diego Opera und die Arena di Verona. Weiters ist Lise Lindstrom an der Mailänder Scala, am Teatro Massimo in Palermo und an der Hamburgischen Staatsoper zu erleben. Zu den bevorzugten Rollen der Sängerin zählen unter anderem die Titelpartien in Puccinis Turandot und in Strauss‘ Salome, die Titelrolle in Puccinis Tosca, Elisabeth und Venus in Wagners Tannhäuser, Senta in Wagners Der fliegende Holländer, Brünnhilde in Wagners Walküre sowie die Titelpartie in Strauss’ Ariadne auf Naxos. Die Sopranistin ist auch als Konzert- und Liedsängerin inter­national erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte Lise Lindstrom am 11. Mai 2012 als Salome.

Anna Gabler | Chrysothemis

ANNA GABLER wurde in München geboren und studierte an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. Noch während
ihres Studiums wurde sie Mitglied des Jungen Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Es folgten Festengagements an die
Deutsche Oper am Rhein und an das Staatstheater Nürnberg. Daneben sang sie an die Bayerischen Staatsoper und der Semperoper. In Bayreuth sang sie ab 2007 Ortlinde in Die Walküre. Weitere internationale Gastspiele führten sie ans Théâtre de la Monnaie in Brüssel, das Théâtre du Chatelet in Paris, die Hamburgische Staatsoper, als Eva zum Glyndebourne Festival und als Rosalinde an das New National Theatre in Tokio, wo sie auch im Frühling 2014 ihr Rollendebüt als Arabella gegeben hat. 2013 gab sie ihr Rollendebüt als Senta in Bologna. Im Sommer 2013 sang sie auch erstmals bei den Salzburger Festspielen die Eva. In Bologna gab sie ihr Debüt als Chrysothemis, daraufhin führte sie ein Engagement in derselben Rolle an die Staatsoper Prag und im 2017 an das Aalto-Theater in Essen, 2016 sang sie am Stadttheater Klagenfurt die Salome. Sie ist Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper.

Herbert Lippert | Aegisth

Der Österreicher und ehemalige Wiener Sängerknabe HER­BERT LIPPERT zählt zu den bedeutenden Tenören unserer Zeit. Die ersten Förderer seiner Stimme waren Sir Georg Solti und Wolfgang Sawallisch, unter deren Leitung zahlreiche Auf­nahmen wie Die Schöpfung, Don Giovanni und Die Meister­singer von Nürnberg entstanden. 1997 wurde Herbert Lippert für die Interpretation der Rolle des David in Die Meistersinger von Nürnberg unter der Leitung von Sir Georg Solti mit dem Grammy Award ausgezeichnet. Mit den Wiener Philharmoni­kern verbindet ihn nicht nur eine intensive Arbeit auf dem Opern-und Konzertsektor, sondern auch eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Operette, insbesondere der „entarteten Ope­rette “. Zu den großen Erfolgen am Liedsektor zählen Liederabende mit Wolfgang Sawallisch und Maurizio Pollini. Er ist Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper An der Wiener Staatsoper debütierte er im Jahr 1985 in La traviata und sang hier Rollen wie etwa Tamino, Matteo, Fla­mand, Don Ottavio, Offizier (Cardillac), Belmonte, Alfred, Froh, Walther von der Vogelweide, Skuratov, Aegisth, Jim Mahoney, Peter Grimes, Erik, Eisenstein. 


 

René Pape | Orest

René Pape gehört zu den führenden Bassisten der Gegenwart. Er studierte in seiner Heimatstadt Dresden. Zwischen 1974-1981 war er Mitglied des renommierten Dresdener Kreuzchores. Noch während seiner Studienzeit debütierte er 1988 an der Berliner Staatsoper. Große Erfolge feierte er u. a. als Ramfis (Aida), Sarastro (Die Zauberflöte), Rocco (Fidelio). Fasolt (Das Rheingold), Hunding (Die Walküre), Veit Pogner (Meistersinger von Nürnberg), König Marke (Tristan und Isolde), Figaro (Le nozze di Figaro), Méphistophélès (Faust), Leporello und die Titelpartie in Don Giovanni, Philipp (Don Carlo), Banquo (Macbeth), König Heinrich (Lohengrin), Regelmäßige Einladungen führen ihn zu den Bayreuther Festspielen, an die Bayerische Staatsoper, zu den Salzburger Festspielen und den Salzburger Osterfestspielen, an die Mailänder Scala, die New Yorker Met, die Dresdner Semperoper, an das ROH Covent Garden, an die Pariser Oper, nach San Francisco, Orange, Glyndebourne, Tokio, Madrid, Florenz, Barcelona, St. Petersburg, Rom, Frankfurt, Tel Aviv. An der Wiener Staatsoper debütiert er 1991 als Sprecher (Die Zauberflöte) und sang hier seither Philipp, Leporello, Fernando, Heinrich, Hunding, Sarastro.

Vorgeschichte
Agamemnon, König von Mykene, und seine Gattin Klytämnestra haben vier Kinder: Iphigenie, Elektra, Chrysothemis und Orest. Als die griechische Flotte gegen Troja auslaufen will, wird sie von einer Windstille zurückgehalten. Agamemnon muss seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis opfern, damit sie günstige Bedingungen für die Seefahrt gewährt. Klytämnestra wird dies ihrem Gatten nie verzeihen. Während Agamemnons Abwesenheit im Kampf um Troja bindet sich Klytämnestra an Aegisth. Als Agagmemnon heimkehrt, bereiten ihm Klytämnestra und Aegisth heuchlerisch einen freudigen Empfang. Im Bad erschlagen sie den Wehrlosen mit einer Axt. Nach dem Mord an ihrem Vater hat Elektra ihren jungen Bruder Orest in Sicherheit bringen können. Sie selbst hegt nur einen Gedanken: den Mord zu rächen.

Handlung
Elektra hat sich von der Gesellschaft und vor allem von Aegisth und Klytämnestra losgesagt und lebt vereinsamt dahin, gedanklich gekettet an Agamemnon. Unbeugsam nährt sie ihren Hass, baut sie auf Orests Rückkehr als Rächer. Die fünf Mägde, bewacht von der Aufseherin, kommentieren Elektras Verhalten: gehässig, prahlerisch, ängstlich; nur die jüngste tritt für Elektra ein und wird darum gezüchtigt.
Elektra beschwört Agamemnon und berauscht sich an ihren Blut-Visionen. Chrysothemis unterbricht Elektras Monolog und warnt ihre Schwester: Aegisth und Klytämnestra planen sie in einen Turm einzukerkern. Als Chrysothemis andeutet sich mit den Mächtigen arrangieren zu wollen, um ihre Wünsche nach Mutterschaft verwirklichen zu können, wird sie von Elektra höhnisch in die Schranken gewiesen.
Die ruhelose Klytämnestra sucht, gequält von den Erinnerungen und von Angstträumen, eine Aussprache mit Elektra und erhofft sich von ihr Auskunft, durch welche Blutopfer und Bräuche ihr Linderung zu Teil würde. Elektra antwortet ihr hinhaltend, rätselhaft, hintersinnig und ängstigt ihre Mutter durch Fragen nach Orest. Als jedoch Klytämnestra von ihrer Vertrauten eine Neuigkeit überbracht wird, weicht ihr Grauen einem offensichtlichen Triumphgefühl. Elektra ist irritiert, bis sie den Inhalt der Nachricht von Chrysothemis erfährt - ihr gemeinsamer Bruder Orest ist tot. Elektra will dies nicht wahrhaben, muss dann doch dem Botenbericht Glauben schenken und entschließt sich die Rache selbst auszuführen. Chrysothemis soll ihr dabei helfen. Mit Zärtlichkeit und Zeichen der Zuneigung versucht Elektra ihre jüngere Schwester für ihren Mordplan an Klytämnestra und Aegisth zu gewinnen. Aber Chrysothemis entzieht sich ihrer Schwester – und wird von dieser verflucht. Nun ist Elektra entschlossen, die Tat allein zu vollbringen. Doch da kommt ein Fremder, der sich als Bote ausgibt und Klytämnestra den Tod Orests melden soll. Elektras Verzweiflung bewegt ihn, nach ihrem Namen zu fragen. Dann erst gibt er sich als ihr Bruder zu erkennen – als Orest! Elektra drängt ihn zum Rache-Mord, den Orest eilig auszuführen gelobt.
Allein zurückgeblieben harrt Elektra auf das Weitere … Die Todesschreie Klytämnestras und die Verwirrung der Mägde geben ihr Gewissheit, dass ein Teil der Rache vollstreckt wurde.
Aegisth, von Dienern herbeigeholt, will selbst die Botschaft von Orests Tod hören. Schmeichlerisch geleitet ihn Elektra dahin, wo sie den Rächer weiß, der ihn wenig später tötet.
Von der endlich ausgeführten Rache erfüllt, beginnt Elektra einen letzten ekstatischen Tanz …