Live Detail

Zurück zur Übersicht

Mi. 10.10.2018, 19:00 - 22:00 Wien

Beginn in:

Peter I. Tschaikowski

Eugen Onegin

Dirigent: Louis Langrée, Regie: Falk Richter
Mit Olga Bezsmertna, Elena Maximova, Alexey Markov, Dmitry Korchak, Ferruccio Furlanetto

 

Preisinformation

Preis inkl. österreichischer MwSt. Dieser Preis kann sich nach Angabe Ihrer Benutzerdaten ändern, da die Umsatzsteuer des Landes angewandt wird, in dem Sie die Übertragung konsumieren.
Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 16,48 - UK: £ 13,67 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Peter I. Tschaikowski  |  Musik
  • Louis Langrée  |  Dirigent
  • Falk Richter  |  Regie
  • Martin Kraemer  |  Kostüme
  • Joanna Dudley  |  Choreographie
  • Carsten Sander  |  Licht
  • Katrin Hoffmann  |  Bühne

Olga Bezsmertna | Tatjana

OLGA BEZSMERTNA absolvierte ihr Studium an der Kiev National Academy of Music in der Ukraine im Jahr 2010. Sie war unter den Finalisten des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien 2010 und 2011. Beim Debut Gesangswettbewerb 2008 in Deutschland wurde sie sowohl mit dem Ersten Preis, als auch mit dem Publikums- und dem Puccini- Preis ausgezeichnet. 2007 war sie beim Oper Oder-Spree Festival engagiert. Im Jahr 2006 erhielt sie eine Auszeichnung beim Internationalen Rimsky-Korsakow-Gesangswettbewerb in St. Petersburg. Die Sopranistin erhielt weiters den 1. Preis des Internationalen Gesangswettbewerbs der Bertelsmann Stiftung. Im Sommer 2011 war sie Teilnehmerin des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele. Ihr Repertoire umfasst u. a. Contessa d’Almaviva, Pamina, Donna Elvira, Fiordiligi, Micaëla, Marguerite, Nedda, Marfa (Die Zarenbraut), Tatjana. Sie ist Ensemblemit- glied an der Wiener Staatsoper, an der sie 2012 debütierte und u.a. Dame (Cardillac), Pamina, 3. Norn, Contessa d’Almaviva und Rosalinde sang. Aktuelle Auftritte umfassen ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen.   

Elena Maximova | Olga

ELENA MAXIMOVA schloss ihre Gesangsausbildung am Tschai­kowski-Konservatorium in Moskau ab und wurde 2000 als Solis­tin an das Moskauer Stanislavski Musik-Theater engagiert. Dort war Elena Maximova u.a. in folgenden Rollen zu hören: Polina (Pique Dame), Siébel (Faust), Orlofsky (Die Fledermaus), Su­zuki (Madama Butterfly), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Olga (Eugen Onegin), Carmen und Charlotte (Werther). Elena Ma­ximova debütierte 2005 auf der Bühne der Bayerischen Staats­oper in einer Neuproduktion von Rigoletto (Maddalena). Sie sang dort auch Suzuki, Carmen, Olga und Frederica (Luisa Miller) auf. Weiters gab sang sie an der Opéra de Lyon (Eugen Onegin, Pique Dame) und trat als Carmen an Häusern wie der Ber­liner Staatsoper, dem Teatro Comunale in Florenz, dem Palau de les Arts in Valencia und an der Scala auf. Elena Maximova ist weltweit auch als Konzertsängerin aktiv. Zuletzt sang sie Carmen, Preziosilla, Charlotte, Despina, Rosina, Nicklausse und Isabella in Moskau, Giulietta an der Met, Carmen und Eboli in Helsinki, Charlotte in Toko, Olga am ROH Covent Garten und an der Met. An derWiener Staatsoper debütierte sie 2012 als Carmen und sang noch Maddalena, Marfa, Eboli, Rosina, Polina.
 

 

Dmitry Korchak | Lenski

Seit der Tenor DMITRY KORCHAK 2004 einen Preis beim Fran­cisco Viñas-Wettbewerb in Barcelona sowie zwei Preise bei Plá­cido Domingos Operalia-Wettbewerb in Los Angeles gewonnen hatte, gehört er zu den gefragtesten Sängern seines Faches. Er wurde 1979 in Russland geboren und studierte Gesang und Di­rigieren in Moskau. Zu seinen jüngsten Engagements gehören Elvino (La sonnambula) in Rom, Verona, Sevilla und an der Carnegie Hall; Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia) in Los Angeles, an der Berliner Staatsoper, in Toulouse, Nemorino in Paris, am ROH Covent Garden, an der Nederlandse Opera, Bayerischen Staatsoper, die Titel­partie in Dom Sébastien in Pesaro, Japan, an der Scala, Tonio (La Fille du régiment) in Ham­burg, Lenski und Don Ramiro in Valencia, Ferrando in Tokio, Fernand (La Favorite) in Dresden, Don Ottavio in Valencia, Osiride (Mosè in Egitto) in Pesaro. Aktuelle Auftritte führen ihn unter anderem als Duca (Rigoletto) nach Köln oder als Nadir (Les pêcheurs de perles) nach Paris und Neapel. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2008 als Nemorino und sang hier seither auch noch Don Ottavio, Conte d’Almaviva, Ramiro und Lenski.

Ferruccio Furlanetto | Fürst Gremin

KS FERRUCCIO FURLANETTO stammt aus der Nähe von Tre­viso, studierte Landwirtschaft und entschloss sich erst mit 22 Jahren zu einem Gesangsstudium. 1974 debütierte er in Triest als Colline (La Bohème), 1979 an der Scala in Macbeth, im Jahr darauf als Großinquisitor (Don Carlo) an der Met. Seither arbei­tet er mit den bedeutendsten Dirigenten zusammen. Auftritte führen ihn an alle wichtigen Bühnen, wie die Scala, das ROH Covent Garden, die Met, nach Rom, Paris, San Diego, Florenz, Los Angeles, Buenos Aires, Tokio, St. Petersburg, Moskau, zu den Salzburger Festspielen. 1985 debütierte er an der Wiener Staatsoper als Figaro (Le nozze di Figa­ro) und sang hier seither u. a. Basilio (Barbiere di Siviglia), Alfonso (Così fan tutte), Giovanni, Sidney (Il viaggio a Reims), Padre Guardiano (Forza del destino), Phanuel (Hérodiade), Mus­tafà (L’italiana in Algeri), Sparafucile (Rigoletto), Philipp II., Boris Godunow, Colline, Procida (Vespri siciliani), Silva (Ernani), Zaccaria und Fiesco (Simon Boccanegra). 2001 wurde er Ös­terreichischer Kammersänger, 2007 Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. 2005 wirkte er beim Festkonzert 50 Jahre Wiedereröffnung Wiener Staatsoper mit. 
 

1. Akt
Auf dem Landgut der Larins in der russischen Provinz ist Erntezeit. Die verwitwete Gutsbesitzerin und die alte Kinderfrau plaudern beim Einkochen von Beeren über die Vergangenheit, über enttäuschte Hoffnungen an das Leben und die Gewohnheit als Ersatz für versäumtes Glück. Von den beiden Töchtern des Hauses ist die lebhafte, unbeschwerte Olga allen Daseinsfreuden zugetan, die stille, verschlossene Tatjana dagegen versenkt sich in Bücher, verliert sich in Tagträume. Da kommt Besuch: Olgas Verlobter, der schwärmerische junge Poet Lenski, führt seinen Freund und Gutsnachbarn Onegin ein, einen souveränen Großstadtmenschen und Freigeist. Während Lenski mit seinen Liebesbeteuerungen die lebenslustige Olga schier bedrängt, machen die Eleganz und Überlegenheit Onegins auf die scheue Tatjana tiefen Eindruck. Der Held ihrer Romane, die Projektion ihrer Träume und Phantasien scheint vor ihr zu stehen.
In ihrem Zimmer findet Tatjana nachts keine Ruhe. Auch Gespräche mit der Amme lenken sie nicht ab. So entschließt sie sich zu einem Brief an den Mann, der unverhofft in ihr Leben getreten ist. Erst ängstlich, dann immer unbekümmerter gibt sie ihr Inneres preis, vertraut sie ihre Gefühlswelt Onegin an. Als es darauf zu einer Begegnung kommt, muss Onegins herablassende Antwort Tatjana enttäuschen, ja demütigen. Wohl empfinde auch er Sympathie für sie, doch misstraue er der Dauer von Gefühlen, sei zudem für die Ehe nicht geschaffen. Verletzt zieht sich Tatjana zurück, während die Mädchen bei der Beerenlese im Garten neckisch vom Liebesglück singen.

2. Akt
Monate später, es ist Winter geworden. Ein Hausball zu Tatjanas Namenstag bringt für die geladene Nachbarschaft Abwechslung in den eintönigen Alltag. Auch Onegin hat sich von Freund Lenski zum Besuch überreden lassen. Doch bald verdrießt ihn der Klatsch der anderen Gäste über seine extravagante Lebensart so sehr, dass er dem Freund einen Streich spielt. Er tanzt wiederholt mit Olga, macht ihr auffällig den Hof, und sie geht kokett auf das Spiel ein. Der eifersüchtige Lenski gerät in heftigen Zorn. Vor der Gesellschaft zieht er Onegin empört zur Rechenschaft und fordert den vermeintlichen Nebenbuhler schließlich zum Duell.
An einem kalten Morgen erwartet Lenski seinen Gegner. Voller Todesahnungen nimmt er von seinem Leben und der geliebten Olga in Gedanken Abschied. Als auch Onegin zur Stelle ist wird beiden die Sinnlosigkeit ihres Vorhabens, zugleich der Wert ihrer Freundschaft klar. Doch keinem gelingt das erlösende Wort. Erst als Lenski tödlich getroffen ist, begreift Onegin das entsetzliche Geschehen.

3. Akt
Einige Jahre sind vergangen. Onegin ist von seinem Landgut fortgezogen. Doch auch lange, weite Reisen lassen ihn den mutwilligen Verlust seines Freundes nicht verwinden, befreien ihn nicht von der Schwermut, geben seinem Leben keinen Sinn. Kaum zurückgekehrt, verschlägt es den ruhelosen in Petersburg auf ein Fest im Hause Gremin, wo er sich erneut einsam fühlt. Da glaubt er in der Gastgeberin die fast vergessene Tatjana zu erkennen. Und wirklich, sie ist inzwischen die Gattin des verdienten Generals und angesehenen Fürsten geworden. Als Gremin dem fassungslosen Onegin sein spätes Eheglück mit Tatjana erzählt, erkennt dieser sein einstiges Fehlverhalten. Den überlegenen Dandy befällt ein ungekannter Aufruhr der Gefühle. In einem stürmischen Brief hat Onegin Tatjana um eine Aussprache gebeten. Sein unvermutetes Erscheinen auf dem Ball hat auch ihren mühsam errungenen Seelenfrieden gestört. Gemeinsam beklagen sie nun das versäumte Lebensglück. Als Onegin sie immer heftiger bedrängt, ihre Ehe aufzugeben und ihm zu folgen, gesteht sie ihre unverminderte Liebe ein - und bekennt sich zugleich zu ihrer Verbindung mit Gremin. Allein zurückgeblieben, verzweifelt Onegin am Sinn seines unerfüllten Lebens.