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Do. 13.09.2018, 19:30 - 22:00 Wien

Richard Strauss

Ariadne auf Naxos

Dirigent: Patrick Lange, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Peter Matić, Jochen Schmeckenbecher, Sophie Koch, Stephen Gould, Daniela Fally, Adrianne Pieczonka

 

Preisinformation

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Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 16,41 - UK: £ 13,48 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Strauss  |  Musik
  • Patrick Lange  |  Dirigent
  • Sven-Eric Bechtolf  |  Regie
  • Rolf Glittenberg  |  Bühne
  • Marianne Glittenberg  |  Kostüme
  • Jürgen Hoffmann  |  Licht

Patrick Lange | Dirigent

Der 1981 in der Nähe von Nürnberg geborene Patrick Lange zählt zu den vielversprechenden Talenten der jungen Dirigentengeneration. Als Assistent Abbados arbeitete er mit den Berliner Philharmonikern, mit der Orchestra Mozart Bologna und mit dem Lucerne Festival Orchestra. 2009 war er mit Così fan tutte mit der Glyndebourne Opera in England auf Tournee. 2011 dirigierte er die Academy of St. Martin in the Fields auf einer Deutschland-Tour. Seine Laufbahn als Operndirigent begann er in Luzern (Falstaff, Don Giovanni). Mit Le nozze di Figaro debütierte er 2007 an der Komischen Oper. Seit 2008 wirkte er dort als 1. Kapellmeister, 2010 erfolgte seine Ernennung zum Chefdirigenten des Hauses (bis 2012). 2010/2011 eröffnete er mit den Meistersingern, später folgten Rigoletto, Rusalka und Idomeneo. 2011/2012 leitete er u. a. Freischütz, Der Rosenkavalier und Meistersinger an der Komischen Oper Berlin und La traviata am Covent Garden London. In der laufenden und nächsten Spielzeit folgen Die Entführung aus dem Serail an der Bayerischen Staatsoper, in Zürich Die Entführung aus dem Serail, Jenufa und Faust. 2010 debütierte er mit Madama Butterfly an der Wiener Staatsoper, wo er seither u. a. Don Giovanni, Così fan tutte, Die Zauberflöte für Kinder, Eugen Onegin und Die Fledermaus dirigierte.

Daniela Fally | Zerbinetta

Die in Niederösterreich geborene Sopranistin DANIELA FALLY beendete ihr Gesangsstudium an der Wiener Musikuniversität nachdem sie zuvor ein Theaterwissenschaftsstudium, eine Musi­calausbildung und eine private Schauspielausbildung absolviert hatte. Seit der Saison 2009/2010 ist Ensemblemitglied an der Wie­ner Staatsoper, davor war sie vier Jahre lang Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. Gastengagements führten sie u. a. zu den Salzburger Festspielen, den Bregenzer Festspielen, den Opern­festspielen München (Zerbinetta 2011 und 2013), an die Bayri­sche Staatsoper München (Adele, Zerbinetta), die Staatsoper Hamburg (Fiakermilli, Marie/Fille du régiment 2012 und 2013, Zerbinetta), die Semperoper Dresden (Blonde, Sophie/Rosenkavalier unter Christian Thielemann 2012 und 2013), an die Opernhäuser in Zürich (Adele), Düsseldorf (Adele), Liège (Zerbinetta), und Strassburg (Blonde, Sophie/Rosenkavalier), Köln (Zerbinetta), zu den Seefestspielen Mörbisch (Adele) und an die Lyric Opera in Chicago (Adele). An der Wiener Staatsoper sang sie unter anderem Sophie (Rosenkavalier und Werther), Rosina, Fiakermilli, Ade­le, Oscar, Zerbinetta, italienische Sängerin (Capriccio), Oscar.

 

Peter Matić | Der Haushofmeister

Peter Matic wrude 1937 in Wien geboren. Hier absolvierte er seine Schauspielausbildung und war von 1960 bis 1968 am Theater an der Josefstadt engagiert. Es folgten Engagements in Basel und an den Münchner Kammerspielen, bis er ans Berliner Schillertheater wechselte, wo er 22 Jahre lang tätig war. 1993 spielte er erstmalig am Burgtheater, wo er seither in einer großen Anzahl an Rollen zu erleben war, u. a. Hofrat Winkler in Professor Bernhardi, der Mann in der Uraufführung Die letzte Nacht im September, Mars in Orpheus in der Unterwelt, Chargen- und Frauendarsteller in Die Riesen vom Berge, König Peter in Leonce und Lena, 1. Totengräber in Hamlet, Lysias in Die Tochter der Luft, Pandarus in Troilus und Cressida, General in Der Unbestechliche, Kardinal in Immanuel Kant, mehrere Rollen in Der Narr und seine Frau heute Abend in Pancomedia, Onkel Gustav in Feuerwerk, Patriach von Jerusalem in Nathan der Weise, Mason/Phipps in Der ideale Mann. Peter Matic war an der Volksoper in mehreren Rollen, etwa als Oberst Pickering in My Fair Lady zu erleben. 2001 erhielt er den Albin-Skoda-Ring. 2006 wurde er zum Kammerschauspieler ernannt. An der Wiener Staatsoper war er als Haushofmeister zu erleben.

Jochen Schmeckenbecher | Ein Musiklehrer

JOCHEN SCHMECKENBECHER stammt aus Hockenheim und studierte in Köln und New York. Nach ersten Festengagements im Hagen und der Komischen Oper Berlin ist er freischaffend tätig. Zuletzt sang er u.a. Dr. Kolenatý (Die Sache Makropulos) und Kurwenal an der Pariser Bastille. Kommende Pläne beinhalten Produktionen am Liceu, an der Oper Leipzig, am ROH Covent Garden, am Palais Garnier in Paris sowie Konzerte. Wesentliche Projekte der letzten Zeit waren seine Debüts an der Bayerischen Staatsoper als Marquis de la Force (Dialogues des Carmelites) und am ROH Covent Garden als Alberich (Siegfried) sowie Alberich im gesamten Ring-Zyklus an der Oper Frankfurt und konzertant in der Berliner Philharmonie. Darüber hinaus folgte er Einladungen als Amfortas nach Frankfurt und Turin, Dr. Kolenatý zu den Salzburger Festspielen, Kurwenal nach Lyon, Pizarro an die Semperoper, vier Bösewichte (Contes d‘Hoffmann) an die Wiener Volkoper, Klingsor, Frank, Beckmesser, Faninal, Papageno an die Berliner Staatsoper, als Musiklehrer u.a. an die Met und die Scala, als Wozzeck ans Liceu, nach Madrid und Hamburg. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 als Musiklehrer und sang hier noch Kurwenal.

 

Sophie Koch | Der Komponist

SOPHIE KOCH studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und gewann den ersten Preis beim renommierten niederländischen Hertogenbosch-Wettbewerb. Ihre ersten großen Erfolge feierte sie am Royal Opera House Covent Garden in London (in Il barbiere di Siviglia und Così fan tutte) und an der Semperoper in Dresden (in Ariadne auf Naxos). Weitere Auftritte führten sie bald an die Bayerische Staatsoper München, nach Wien, Berlin, Mailand, Paris, Toulouse, Brüssel, Madrid, Genf sowie zu den Salzburger Festspielen. Aktuelle Auftritte umfassen Marie (Dialogues des Carmélites) in Nizza, Komponist (Ariadne auf Naxos), Waltraute (Götterdämmerung) und Venus (Tannhäuser) in Paris, Charlotte (Werther) in Madrid und London, die Titelpartie in Mignon in Genf. Sophie Koch ist auch als Lied- und Konzertsängerin international erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte sie im Jahr 1999 als Octavian im Rosenkavalier und sang hier außerdem Komponist, Rosina (Il barbiere di Siviglia), Nicklausse (Les Contes d’Hoffmann), Dorabella (Così fan tutte), Zerlina (Don Giovanni), Cherubino (Le nozze di Figaro), Charlotte und Silla (Palestrina).

 

Stephen Gould | Der Tenor (Bacchus)

Zu den Zukunftsprojekten des amerikanischen Heldentenors STEPHEN GOULD zählen Pagliacci in Berlin, Tristan und Isolde in Berlin, London und Zürich, Siegfried und Götterdämmerung in München, Tannhäuser in Budapest, Dresden und Berlin, Fi­delio in Dresden. 2015 bis 2017 wird er in einer Neuproduktion des Ring des Nibelungen in Tokio die Partien Loge, Siegmund und Siegfried verkörpern. 2016 wird er u.a. in der Titelpartie in William Bolkoms McTeague in Linz zu hören sein. In der jüngs­ten Vergangenheit sang er Lohengrin in Hamburg, Dresden und Triest, Siegfried und Götterdämmerung in Amsterdam, Berlin, Bayreuth und New York, Frau ohne Schatten in Buenos Aires, Salzburg und Dresden, Tristan und Isolde in Tokio, Dresden und Berlin, Parsifal in Dresden und Graz, Der fliegende Holländer in Turin, Madrid, New York, München und Palermo, Tannhäuser in Las Palmas, paris, Tokio, Genf und Bayreuth, Peter Gri­mes in Dresden und Genf, Die Liebe der Danae in Dresden, Fidelio in München, Dresden, Tokio und Florenz. 2004 debütierte er als Paul (Tote Stadt) an der Wiener Staatsoper und sang hier auch Erik, Parsifal, Siegfried (Siegfried, Götterdämmerung), Tannhäuser, Bacchus.

Adrianne Pieczonka | Die Primadonna (Ariadne)

Die kanadische Sopranistin ADRIANNE PIECZONKA wurde zu Beginn ihrer Karriere an die Wiener Volksoper engagiert und wurde dann Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Dort begann sie ihre internationale Karriere, die sie in alle großen Opernhäuser und Musikzentren der Welt führte. Am ROH Co­vent Garden in London sang sie Donna Anna, an der Mailänder Scala in Otello, Rosenkavalier und Tannhäuser, an der Metro­politan Opera in Pique Dame, Walküre und Simon Boccaneg­ra, bei den Münchner Opernfestspielen in Ariadne auf Naxos, beim Maggio Musicale in Florenz in Die Frau ohne Schatten. An der Pariser Oper Bastille war sie als Senta zu erleben und an der Canadian Opera Toronto sang sie ihre erste Leonore. Bei den Salzburger Festspielen sang sie in Don Carlo und im Rosenkavalier, bei den Bayreuther Fest­spielen Sieglinde und Senta. In Aix en Provence debütierte sie als Chrysothemis. An der Wiener Staatsoper sang sie u. a. Contessa d’Almaviva, Antonia, Tatjana, Donna Anna und Donna Elvira, Senta, Marschallin, Elsa, Eva, Desdemona, Arabella und Ariadne. Adrianne Pieczonka ist Österrei­chische Kammersängerin, „Officer of the Order of Canada“ und seit 2010 Mitglied der Royal So­ciety of Canada.

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: Tosca, Elisabeth (Don Carlos ital.).

Vorspiel
Die Livree des reichsten Mannes von Wien ist damit beschäftigt, die Bühne für eine geplante Vorstellung im Palais ihres Herrn herzurichten. Hinter den Kulissen treffen die beiden engagierten Truppen ihre Vorbereitungen: die eine soll das Erstlingswerk eines jungen Komponisten, die Oper Ariadne auf Naxos, zur Wiedergabe bringen, die andere eine Tanzmaskerade in italienischer Buffo-Manier. Schon die gegenseitige Eifersucht zwischen den Mitgliedern der beiden Truppen lässt die Emotionen hochgehen. Wie viel mehr erst die unerwartete und unfassbare angeordnete Programmänderung, die der Hausherr, vertreten durch seinen Haushofmeister, mitteilen lässt: Auf seinen Wunsch hin sollen die beiden Bühnenstücke nicht eines nach dem anderen, sondern gleichzeitig den geladenen Gästen präsentiert werden. Bis ins Tiefste getroffen, möchte der Komponist, dem es um die wahrhafte Umsetzung seiner künstlerischen Weltanschauung geht, seine Schöpfung zurückziehen und auf die erste öffentliche Darbietung verzichten. Doch der praxisorientierte Musiklehrer und vor allem die in allen Verführungskünsten bewanderte Zerbinetta, die den lebensunerfahrenen jungen Komponisten im Nu zu bestricken weiß, erwirken bei ihm einen Sinneswandel: Mit einem emphatische Hymnus auf das Wesen der Musik beugt sich der Komponist der Realität und den Anweisungen des Auftraggebers. Die Oper Ariadne auf Naxos wird somit in der gewünschten Form, mit Einlagen einer italienischen Komödiantentruppe, aufgeführt.

Oper
Vor einer Höhle an den Gestaden der Insel Naxos wartet Ariadne auf den Tod, da sie von Theseus, ihrem Retter und Geliebten, verlassen wurde. Und so hört und achtet sie auf nichts mehr um sie herum: nicht auf die drei Nymphen, nicht auf die Komödianten, die sie aufheitern wollen, auch nicht auf Zerbinetta, die einer halsbrecherischen Arie der Trauernden aus reicher Erfahrung rät, dem Entschwundenen keine Träne nachzuweinen und offen für neue Liebe zu sein.
Da naht aus der Ferne ein strahlender Jüngling, Bacchus, der Gott der ewigen Erneuerung. Er kommt aus den Armen der Zauberin Circe, wo er nicht finden konnte, was er suchte. Ariadne, ihn für den Todesboten haltend, geht ihm entgegen und entbrennt sogleich, ohne es sofort zu merken, in ekstatischer Hingabe, die vom Gott erwidert wird. Durch den jeweils anderen verwandelt und wie neu geschaffen können Ariadne und Bacchus als geradezu mystisch vereintes Paar die Oper beschließen.