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Di. 11.09.2018, 19:00 - 22:00 Wien

Carl Maria von Weber

Der Freischütz

Dirigent: Sebastian Weigle, Regie: Christian Räth
Mit Anna Gabler, Tomasz Konieczny, Christopher Ventris, Falk Struckmann, Hans Peter Kammerer

 

Preisinformation

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Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 16,41 - UK: £ 13,48 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Carl Maria von Weber  |  Musik
  • Sebastian Weigle  |  Dirigent
  • Christian Räth  |  Regie
  • Gary McCann  |  Ausstattung
  • Thomas Hase  |  Licht
  • Nina Dunn  |  Video
  • Vesna Orlic  |  Choreographie

Anna Gabler | Agathe

ANNA GABLER wurde in München geboren und studierte an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. Noch während
ihres Studiums wurde sie Mitglied des Jungen Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Es folgten Festengagements an die
Deutsche Oper am Rhein und an das Staatstheater Nürnberg. Daneben sang sie an die Bayerischen Staatsoper und der Semperoper. In Bayreuth sang sie ab 2007 Ortlinde in Die Walküre. Weitere internationale Gastspiele führten sie ans Théâtre de la Monnaie in Brüssel, das Théâtre du Chatelet in Paris, die Hamburgische Staatsoper, als Eva zum Glyndebourne Festival und als Rosalinde an das New National Theatre in Tokio, wo sie auch im Frühling 2014 ihr Rollendebüt als Arabella gegeben hat. 2013 gab sie ihr Rollendebüt als Senta in Bologna. Im Sommer 2013 sang sie auch erstmals bei den Salzburger Festspielen die Eva. In Bologna gab sie ihr Debüt als Chrysothemis, daraufhin führte sie ein Engagement in derselben Rolle an die Staatsoper Prag und im 2017 an das Aalto-Theater in Essen, 2016 sang sie am Stadttheater Klagenfurt die Salome. Sie ist Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper.

Tomasz Konieczny | Caspar

TOMASZ KONIECZNY wurde 1972 in Lodz/Polen geboren. An der dortigen Filmakademie studierte er Schauspiel sowie Gesang in Warschau und Dresden. 1997 debütierte er in Po­sen als Figaro (Nozze di Figaro), zwei Jahre später in Leipzig, 2000/2001 wechselte er an das Lübecker Theater. Während dieser Zeit wurde er nach St. Gallen, Halle, Chemnitz und Mannheim verpflichtet. Ab 2002/2003 war er Ensemblemitglied in Mannheim. 2005 debütierte er an der Deutschen Oper am Rhein. Weitere Engagements umfassen Auftritte an der Scala, an der Pariser Oper, der Semperoper, Teatro Real, Warschau, an der Bayerischen Staatsoper, Tokio, Berlin und Salzburger Festspiele. Zu seinen Partien zählen unter anderem: Kezal, Orest, Procida, Ramfis, Wotan Wanderer, Pizarro, Großinquisitor, Jochanaan, Osmin, Golaud, Saras­tro, Mandryka, Amfortas, Alberich, Pimen, Marke, Colline, Melitone, Wozzeck. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2008 als Alberich und sang hier seither auch Fra Melitone, Alberich (kompletter Ring), Amfortas, Goldhändler, Jochanaan, Wotan, Wanderer, Mandryka, Jack Rance, Don Pizarro und Dreieinigkeitsmoses.  

Christopher Ventris | Max

CHRISTOPHER VENTRIS gehört seit seinen Debüts in Glynde­bourne, an der Opera North und an der English National Opera zu den führenden Tenören seines Faches. In den letzten Jahren lag der Fokus seiner Karriere vor allem auf Wagner-Partien wie Parsifal, Siegmund, Lohengrin und Erik. So gab er mit Parsifal sein erfolgreiches Debüt bei den Bayreuther Festspielen und begeisterte mit derselben Partie unter Bernard Haitink an der Zürcher Oper, unter Christian Thielemann an der Wiener Staats­oper, unter Kent Nagano an der Bayerischen Staatsoper, unter Lorin Maazel in Valencia, sowie an der Nederlandse Opera, am ROH Covent Garden, in Paris, in San Francisco, Seattle und Barcelona. Andere wichtige Engagements der letzten Zeit umfassen Erik in San Francisco, Max an der Deutschen Oper Berlin und an der Mailänder Scala, Sergei (Lady Mabeth von Mzensk) in Genf, Brüssel, Madrid, Barcelona, Amsterdam und London. Als Števa debütierte er an der New Yorker Met, als Tannhäuser an der Pariser Oper. Außerdem sang er die Titelrolle in Palestrina (München) und Dmitri in Boris Godunow (London). An der Wiener Staatsoper sang er neben Parsifal noch Siegmund, Jim Mahoney (Mahagonny).

Falk Struckmann | Ein Eremit

KS FALK STRUCKMANN zählt seit vielen Jahren zu einem der gefragtesten Sängern seines Fachs. Er ist Gast an allen großen Opernhäusern und Festivals wie den Staatsopern in Berlin, Ham­burg, München und Wien, am Gran Teatre del Liceu in Barcelo­na, der Royal Opera Covent Garden, der Mailänder Scala, der Met, der Opéra National Paris und den Bayreuther und Salzbur­ger Festspielen. Nach seinem Debüt in Kiel 1985 führten ihn Gastverträge bereits 1990 an die Wiener und 1992 an die Berli­ner Staatsoper, die in den folgenden Jahren die Zentren seiner künstlerischen Tätigkeit werden sollten und wo er alle großen Partien seines Fachs sang. Der internationale Durchbruch erfolgte 1993 bei den Bayreuther Festspielen als Kurwenal, wo er später auch als Amfortas und Wotan zu erleben war. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1991 als Orest (Elektra). Es folgten hier Scarpia (Tosca), Escamillo (Carmen), Kurwenal (Tristan und Isolde), Wozzeck, Don Pizarro (Fidelio), Telramund (Lohengrin), Wotan/ Wanderer (Ring), Barak (Frau ohne Schatten), Holländer, Jago (Otello), Rangoni (Boris Godunow), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Hans Sachs (Meistersinger von Nürnberg). 


 

Hans Peter Kammerer | Samiel

HANS PETER KAMMERER wurde in Südtirol geboren und stu­dierte unter anderem bei KS Walter Berry an der Musikhoch­schule Wien. Erste Engagements führten ihn an die Wiener Kammeroper und zu den Bregenzer Festspielen. Weiters sang er an der Staatsoper Berlin, am Brüsseler La Monnaie und bei den Pfingstfestspielen in Salzburg, beim Festival Mozart in Schönbrunn, an der Opéra Bastille, am Staatstheater Stuttgart, in Genf und an den Opernhäusern von Barcelona und Lyon so­wie an der Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debü­tierte er 1995 als Dancaïro (Carmen). Es folgten u. a. Ascanio (Gesualdo), Marullo (Rigoletto), Barbier (Schweigsame Frau), Achter Stammesfürst (Moses und Aron), Graf Dominik (Arabel­la), Spalanzani (Les Contes d’Hoffmann), Hauptmann (Eugen Onegin), Haly (L’italiana in Algeri), Masetto (Don Giovanni), Haushofmeister (Ariadne auf Naxos), Papageno, Dr. Falke, Gubetta (Lucrezia Borgia), Kleiner Sträfling (Aus einem Totenhaus), Wagner (Faust), Mitjuch (Boris Godunow). Außerdem wirkte er in Kinderopern sowie in Zimmermanns Weiße Rose im Parlament mit. 

Inhaltsangabe von Carl-Maria von Weber
Ein alter fürstlicher Förster will seinem braven Jägerburschen Max seine Tochter und Dienst geben, und der Fürst ist es zufrieden, nur besteht ein altes Gesetz, dass jeder einen schweren Probeschuss ausführen muss. Ein anderer boshafter liederlicher Jägersbursche, Caspar, hat auch ein Auge auf das Mädel, ist aber dem Teufel halb und halb ergeben. Max, sonst ein trefflicher Schütze, fehlt in der letzten Zeit vor dem Probeschusse alles, ist in Verzweiflung darüber und wird endlich dadurch von Caspar dahin verführt, sogenannte Freikugeln zu gießen, wovon sechs unfehlbar treffen, dafür aber die siebte dem Teufel gehört. Diese soll das arme Mädchen treffen, dadurch Max zur Verzweiflung und Selbstmord geleitet werden. Der Himmel beschließt es aber anders. Beim Probeschuss fällt zwar Agathe, aber auch Caspar, und zwar wirklich als Opfer des Satans, erstere nur aus Schrecken – warum, ist im Stück entwickelt. Das Ganze schließt freudig.

Der junge Komponist Max steht vor der Hochzeit mit Agathe, soll aber noch vor der Heirat seine Oper vollenden, an der er schon seit geraumer Zeit arbeitet. Doch trotz größten Ringens kommt der von Versagensängsten geplagte Max mit dem Werk so gut wie nicht vom Fleck. Visionen und Halluzinationen suchen ihn heim, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit scheinen zu verschwimmen, sich zu überlappen. Caspars Verführungsversuche, sich endlich auch einmal auf die verborgenen und dunklen kreativen Kräfte seines Ichs einzulassen, und auf diese Weise die Schreibhemmung zu überwinden, fruchten schließlich. Max reißt sich zunächst von der Welt Agathes los, sucht die alptraumhafte Wolfsschlucht auf und öffnet sich, unter Anrufung Samiels, in einer Art schöpferischen Ekstase seinem dunklen Kreativpotenzial, aus dem er nun begierig schöpft. Agathe wird ihrerseits von Zweifeln hinsichtlich einer gemeinsamen Zukunft mit Max geplagt. Mit dem Ännchen durchlebt sie gemeinsam Hoffnungen, Sehnsüchte aber auch Angstvisionen. Doch als der von allen bedrängte Max, den letzten Schritt wagt und die siebente in der Wolfsschlucht gewonnene Inspiration ausspielt, bleibt sie wie durch ein Wunder unversehrt. Max gesteht schlussendlich, vor dem gesamten Publikum, sein Verweilen in der Wolfsschlucht, aber die daraufhin von Ottokar verhängte Strafe wird vom übermächtig scheinenden Eremiten in ein Probejahr abgemildert, in dem Max die Komposition seiner Oper fortzusetzen hat. Damit ist Max abermals aufgespannt zwischen den in ihm wirkenden hellen und dunklen Kräften…