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Do. 24.05.2018, 19:00 - 21:30 Wien

Richard Strauss

Capriccio

Dirigent: Michael Boder, Inszenierung: Marco Arturo Marelli
Mit Anna Gabler, Markus Eiche, Michael Schade, Adrian Eröd, Wolfgang Bankl, Angelika Kirchschlager

 

Preisinformation

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Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 17,34 - UK: £ 13,28 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Strauss  |  Musik
  • Michael Boder  |  Dirigent
  • Marco Arturo Marelli  |  Inszenierung
  • Marco Arturo Marelli  |  Bühnenbild und Licht
  • Dagmar Niefind  |  Kostüme
  • Lukas Gaudernak  |  Choreographie

Michael Boder | Dirigent

MICHAEL BODER war GMD am Gran Teatro del Liceu in Barcelona von 2008 bis 2012. Seit September 2012 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Berater am Königlich dänischen Theater und des Königlich dänischen Orchesters. Nach seiner Ausbildung an der Musikhochschule Hamburg und in Florenz übernahm er noch nicht 30jährig als Chefdirigent die musikalische Leitung der Oper Basel. Bereits in dieser Zeit gastierte er in Hamburg, München, Berlin und an der Royal Opera Covent Garden. Mittlerweile ist er regelmäßiger Gast an den Staatsopern in Berlin, Dresden, Hamburg und Wien, darüber hinaus dirigierte er unter anderem an der Oper in Frankfurt, San Francisco, an der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, dem New National Theatre in Tokio und der Oper Zürich. Eine Reihe von erfolgreiche Uraufführungen belegen seinen großen Einsatz für die zeitgenössische Musik, unter anderem Cerhas Der Riese vom Steinfeld, Pendereckis Ubu Rex, Trojahns Was Ihr wollt, Aribert Reimanns Das Schloss und Medea sowie Henzes Phädra. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1995 mit Wozzeck und leitete hier weiters Elektra, Frau ohne Schatten, Ariadne auf Naxos, Gianni Schicchi, Jakobsleiter, Lulu, Meistersinger, Oedipe, Cardillac, Der Riese vom Steinfeld und Medea.

Anna Gabler | Die Gräfin

ANNA GABLER wurde in München geboren und studierte an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. Noch während
ihres Studiums wurde sie Mitglied des Jungen Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Es folgten Festengagements an die
Deutsche Oper am Rhein und an das Staatstheater Nürnberg. Daneben sang sie an die Bayerischen Staatsoper und der Semperoper. In Bayreuth sang sie ab 2007 Ortlinde in Die Walküre. Weitere internationale Gastspiele führten sie ans Théâtre de la Monnaie in Brüssel, das Théâtre du Chatelet in Paris, die Hamburgische Staatsoper, als Eva zum Glyndebourne Festival und als Rosalinde an das New National Theatre in Tokio, wo sie auch im Frühling 2014 ihr Rollendebüt als Arabella gegeben hat. 2013 gab sie ihr Rollendebüt als Senta in Bologna. Im Sommer 2013 sang sie auch erstmals bei den Salzburger Festspielen die Eva. In Bologna gab sie ihr Debüt als Chrysothemis, daraufhin führte sie ein Engagement in derselben Rolle an die Staatsoper Prag und im 2017 an das Aalto-Theater in Essen, 2016 sang sie am Stadttheater Klagenfurt die Salome. Sie ist Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper.

Markus Eiche | Der Graf,ihr Bruder

MARKUS EICHE wurde in St. Georgen im Schwarzwald geboren, er studierte in Karlsruhe und Stuttgart und ist Preisträger einiger nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe. Am Natio­naltheater Mannheim begann er seine Karriere und war dort un­ter anderem als Marcello (La Bohème), Wolfram (Tannhäuser), Papageno (Zauberflöte), Guglielmo (Così fan tutte) sowie in den Titelpartien von Wozzeck oder Don Giovanni zu erleben. In der Spielzeit 2007/2008 wurde er Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper und sang hier u. a. Marcello, Jeletzki, Belcore (L’elisir d’amore), Albert (Werther), Lescaut (Manon), Fritz/Frank, Valentin (Faust), Donner (Das Rhein­gold), Gunther (Götterdämmerung), Eugen Onegin, Don Juan (Aus einem Totenhaus), Dr. Fal­ke (Die Fledermaus). Darüber hinaus gastierte der Künstler u. a. bei den Salzburger Festspie­len, an der Mailänder Scala, der Nederlandse Opera Amsterdam, der Semperoper Dresden, der Deutschen Staatsoper Berlin, der Finnish National Opera, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, an der Münchner Staatsoper und bei den Bayreuther Festspielen. Seit Herbst 2012 unterrichtet Markus Eiche an der Züricher Hochschule der Künste.

 

Michael Schade | Flamand,ein Musiker

Als einer der führenden Tenöre unserer Zeit gastiert der Deutsch- Kanadier MICHAEL SCHADE regelmäßig an den wichtigsten Opernhäusern sowie Konzert- und Liedbühnen. Eine enge Zusam­menarbeit verbindet ihn mit der Wiener Staatsoper, wo er 1992 als Almaviva (Barbiere di Siviglia) debütierte und seither Ferrando (Così fan tutte), Don Ottavio (Don Giovanni), Belmonte (Entfüh­rung), Nemorino (L’elisir d’amore), David (Meistersinger), Henry (Schweigsame Frau), Tamino (Zauberflöte), Leukippos (Daphne), Alfred (Fledermaus), Matteo (Arabella), Alfredo (Traviata), Fla­mand (Capriccio), Tito (Clemenza di Tito), Prinz (Rusalka) und die Titelpartie in der Staatsopern­produktion von Idomeneo im Theater an der Wien sang. Außerdem ist er seit vielen Jahren regelmä­ßiger Gast bei den Salzburger Festspielen, an der Hamburgischen Staatsoper, der Met, der Canadian Opera Company und war u.a. an der Scala, im Liceu Barcelona, am ROH Covent Garden, an der Pariser Oper und in Amsterdam zu hören. Neben seiner Operntätigkeit widmet er sich intensiv der Konzertliteratur und dem Liedgesang. 2007 wurde ihm der Titel „Österreichischer Kammersänger“ verliehen. Von 2014 bis 2016 übernimmt er die künstlerische Leitung der Internationalen Barockta­ge Stift Melk.

 

Adrian Eröd | Olivier,ein Dichter

Nach seiner Ausbildung an der Musikhochschule in Wien, wo er unter anderem bei Walter Berry studierte, führte ADRIAN ERÖDs Weg von der Wiener Kammeroper über das Landes­theater Linz an die Wiener Volksoper und schließlich an die Wiener Staatsoper, die neben seinen internationalen Engage­ments auch weiter einen zentralen Platz in seiner künstleri­schen Zukunft einnehmen wird. Seit seinem Debüt 2001 an der Wiener Staatsoper als Mercutio in Roméo et Juliette singt Adrian Eröd hier Partien wie Guglielmo, Beckmesser, Loge, Conte d’Almaviva, Figaro (Il barbiere di Siviglia), Dr. Falke, Albert, die Titelrolle in Benjamin Brittens Billy Budd, Olivier (Capriccio) und die für ihn komponierte männliche Hauptpar­tie des Jason in Aribert Reimanns Medea. Er sang weiters unter anderem auch am Teatro La Fenice in Venedig (Harlekin), an der Hamburgischen Staatsoper (Pelléas), an der Oper Frank­furt (Prospero in Adès’ The Tempest), bei den Bayreuther Festspielen und an der Oper Zürich (Beckmesser). Zuletzt sang er z. B. an der Tokyo National Opera, der Opéra de Paris und bei den Bayreuther Festspielen. 

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: Prospero, Eisenstein.

Wolfgang Bankl | La Roche,ein Theaterdirektor

KS WOLFGANG BANKL stammt aus Wien, erhielt eine Violinausbildung und studierte am Konservatorium der Stadt Wien Gesang, Lied und Oratorium sowie Oper. Erste Engagements erhielt er an die Wiener Kammeroper, ans Opernhaus Kiel und ans Tiroler Landestheater. Gastverträge führten ihn u. a. nach Zürich, Hamburg, Köln, Barcelona, Salzburg, Strasbourg, an die Mailänder Scala, zu den Wiener Festwochen, nach Bregenz, Tokio, Tel Aviv, Rom und Paris. Aktuell debütierte er als Baron Ochs auf Lerchenau in Dresden unter Christian Thielemann. Gemeinsam mit Norbert Pfafflmeyer, Harald Kollegger und Schmerzhelm v. Solchgemut gründete er das fahrende Kleinfestival Giro d’Arte. Seit 1993 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und singt hier u. a. Papageno, Alberich (Rheingold), Doktor (Wozzeck), Klingsor, Figaro (Le nozze di Figaro), Harašta (Schlaues Füchslein), Frank, Graf Waldner, Bartolo (Il barbiere di Siviglia), Hauptmann (Boris Godunow), Ochs, Geisterbote (Die Frau ohne Schatten), Tierbändiger/Athlet (Lulu), Ringender (Die Jakobsleiter), Zirkusdirektor (Der Riese vom Steinfeld), La Roche, Leporello, Dreieinigkeitsmoses (Mahagonny), Swallow (Peter Grimes). Er ist Österreichischer Kammersänger.

Angelika Kirchschlager | Die Schauspielerin Clairon

KS ANGELIKA KIRCHSCHLAGER wurde in Salzburg geboren. Sie studierte Gesang an der Wiener Musikakademie bei Walter Berry und Gerhard Kahry. Sie ist gleichermaßen auf der Opern- wie auf der Konzertbühne erfolgreich und kann auf eine große Zahl an preisgekrönten Aufnahmen verweisen. Auftritte absolvierte die Sängerin an den wichtigsten Opern- und Konzerthäusern der Welt, u.a. an der Scala, dem ROH Covent Garden, der Met, der Opéra Bastille in Paris, der Bayerischen Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, an der Deutschen Oper sowie an der Philharmonie Berlin, der San Francisco Opera. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1994 als Cherubino (Le Nozze di Figaro). Weiters war sie hier u.a. als Orlofsky, Jenny Hill, Rosina, Nicklausse, Octavian, Komponist, Valencienne, Silla (Palestrina), Lauretta (Gianni Schicchi), Stéphano (Roméo et Juliette), Dorabella, Clairon (Capriccio), Zerlina. Großen Erfolg hatte sie sowohl bei der Uraufführung in London als auch an der Volksoper in der Titelrolle von Sophie’s Choice. 2007 erhielt sie den Titel Österreichische Kammersängerin.

Die Oper Capriccio schildert die Entstehung einer Oper. Die Handlung beschreibt einen Tag im Salon der jungen und kunstsinnigen verwitweten Gräfin Madeleine, die im Zentrum des Geschehens steht. Madeleine inspiriert gleichsam als Muse die sie umgebenden Künstler. Allen voran den Dichter Olivier und den Komponisten Flamand, die beide in sie verliebt sind, und hoffen mit ihrem jeweiligen künstlerischen Schaffen das Herz der schönen Gräfin zu erobern, die sich jedoch für keinen der beiden entscheiden kann. Rivalität herrscht zwischen Flamand und Olivier auch in der Frage hinsichtlich der Bedeutung von Dichtung und Musik: Gebührt dem Wort oder doch dem Ton der Vorrang - prima la musica dopo le parole oder doch umgekehrt prima le parole dopo la musica? Eine diesbezügliche Entscheidung erwarten die beiden vom Urteil der Gräfin, die aber erkennt, dass erst das Zusammentreffen von Dichtung und Komposition zum künstlerischen Ideal führt: "Eins ist im andern und will zum andern". Eine gänzlich andere Position nimmt der praktisch veranlagte Theaterdirektor La Roche ein. Für ihn zählt nur das publikumswirksame Theater mit einprägsamer Musik. Dementsprechend will er zum Geburtstag der Gräfin ein großes Huldigungsspiel vorbereiten. Die Gräfin wünscht sich indessen statt des veralteten Festspiels eine neu zu schaffende Oper. Der Graf, ihr Bruder, regt "etwas boshaft" an, die Vorkommnisse des "heutigen", eben erlebten Tages, unter anderem die hitzig geführte Diskussionenum die Vorrangstellung von Wort und Ton, als Handlung zu wählen. Diese Idee findet die allgemeine Zustimmung und die Gesellschaft löst sich auf. Der allein zurückgebliebenen Gräfin meldet ihr Haushofmeister, dass Olivier sie am nächsten Morgen in der Bibliothek aufsuchen wird, um von ihr das Ende der geplanten neuen Oper zu erfahren, also das endgültige Urteil über die Vorrangstellung von Wort und Ton. Und damit auch ihre Wahl: Olivier oder Flamand. Da Olivier in der Bibliothek zur gleichen Stunde erscheinen wird, wie Flamand, dem die Gräfin ebendort bereits ein Treffen zugesagt hat, wird es allerdings abermals keine Entscheidung geben. Der Schluss der Oper bleibt offen. Und fragend wendet sich Madeleine, um eine Antwort zu erhalten, ihrem Spiegelbild zu: "Gibt es einen Schluss, der nicht trivial ist"?

Capriccio

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