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Do. 20.06.2019, 16:00 - 19:00 Wien

Giuseppe Verdi

Otello

Dirigent: Myung-Whun Chung, Regie: Adrian Noble
Mit Aleksandrs Antonenko, Olga Bezsmertna, Vladislav Sulimsky

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Giuseppe Verdi  |  Musik
  • Myung-Whun Chung  |  Dirigent
  • Adrian Noble  |  Regie
  • Dick Bird  |  Ausstattung
  • Jean Kalman  |  Licht
  • Basil Twist  |  Bühneneffekte
  • Malcolm Ranson  |  Kampfmeister
  • Joanne Pearce  |  Regieassistenz

Myung-Whun Chung | Dirigent

Myung-Whun Chung begann seine musikalische Laufbahn als Pianist. 1979 wurde er nach einem Dirigierstudium in New York Assistent von Carlo Maria Giulini. 1984-1990 war er Musikdirektor des Radio-Symphonie-Orchesters in Saarbrücken, 1987-1992 1. Gastdirigent am Teatro Comunale in Florenz, 1989-1994 Musikdirektor der Opéra Bastille. 2000 kam er als Musikdirektor des Orchestre Philharmonique de Radio France zurück nach Paris.1997-2005 war er der 1. Gastdirigent des Orchesters von Santa Cecilia in Rom. 2012/2013 wurde er 1. Gastdirigent der Staatskapelle Dresden. Außerhalb von Europa war er u. a. Music Advisor des Tokyo Philharmonic Orchestra und ist seit 2006 Music des Seoul Philharmonic Orchestra. Myung-Whun Chung leitete die wichtigsten Klangköroer der Welt (u. a. Wiener und Berliner Philharmoniker, Concertgebouworkest, New York Philharmonic, Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, Orchesdter des Bayerischen Rundfunks, Boston und Chicago Symphony Orchestra). Er ist u. a. Commandeur dans l'ordre des Arts et des Lettres, 2008 wurde er Goodwill Ambassador von UNICEF. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 mit Simon Boccanegra.

 

Aleksandrs Antonenko | Otello

ALEKSANDRS ANTONENKO weist als einer der aufstrebenden Spintotenöre der jüngeren Generation eine enorme internationale Karriereentwicklung in kürzester Zeit auf. Auftritte führ- ten ihn bald an die Dresdner Semperoper, die Deutsche Oper Berlin, nach Monte Carlo, Stockholm, Baden-Baden. 2007/2008 sang er u.a. in Frankfurt und an der Bayerischen Staatsoper, 2008 debütierte er als Otello bei den Salzburger Festspielen. 2009 debütierte er an der New Yorker Met als Prinz in Rusalka. Seither ist er praktisch an allen wichtigen Bühnen regelmäßig zu hören – 2012 etwa als Cavaradossi an der Mailänder Scala oder als Otello am ROH Covent Garden. Jüngste Engagements beinhalten Radames (Aida) am Zürcher Opernhaus, Manrico an der Berliner Staatsoper, eine Aida-Neuproduktion in Rom sowie eine Neuproduktion von Turandot (Kalaf) an der Mailänder Scala. Geplant sind ferner eine Otello-Neuproduktion an der New Yorker Met und eine Neuproduktion von Cavalleria rusticana und Pagliacci an der ROH Covent Garden, wo er sowohl Turiddu als auch Canio singen wird. An der Wiener Staatsoper sang er bisher Des Grieux (Manon Lescaut), Hermann (Pique Dame), Otello, Cavaradossi.

 

Olga Bezsmertna | Desdemona

OLGA BEZSMERTNA absolvierte ihr Studium an der Kiev National Academy of Music in der Ukraine im Jahr 2010. Sie war unter den Finalisten des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien 2010 und 2011. Beim Debut Gesangswettbewerb 2008 in Deutschland wurde sie sowohl mit dem Ersten Preis, als auch mit dem Publikums- und dem Puccini- Preis ausgezeichnet. 2007 war sie beim Oper Oder-Spree Festival engagiert. Im Jahr 2006 erhielt sie eine Auszeichnung beim Internationalen Rimsky-Korsakow-Gesangswettbewerb in St. Petersburg. Die Sopranistin erhielt weiters den 1. Preis des Internationalen Gesangswettbewerbs der Bertelsmann Stiftung. Im Sommer 2011 war sie Teilnehmerin des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele. Ihr Repertoire umfasst u. a. Contessa d’Almaviva, Pamina, Donna Elvira, Fiordiligi, Micaëla, Marguerite, Nedda, Marfa (Die Zarenbraut), Tatjana. Sie ist Ensemblemit- glied an der Wiener Staatsoper, an der sie 2012 debütierte und u.a. Dame (Cardillac), Pamina, 3. Norn, Contessa d’Almaviva und Rosalinde sang. Aktuelle Auftritte umfassen ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen.   

Margarita Gritskova | Emilia

MARGARITA GRITSKOVA wurde 1987 in St. Petersburg gebo­ren. Sie lernte neben Gesang auch Klavier in ihrer Heimat­stadt, später studierte sie am St. Petersburger Konservatori­um. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, u. a. beim Luciano Pavarotti-Wettbewerb in Modena und beim Concurso Internacional de Canto Villa de Colmenar in Spanien. 2010 war sie Finalistin beim Operalia-Wettbewerb. Margerita Gritskova war u. a. als Carmen unter der Leitung von Mariss Jansons in St. Petersburg zu hören; darüber hinaus sang sie beim Festival de Ópera de Tenerife in Salome und gestaltete Cherubino beim Sommerfestival in St. Moritz, Rosina an der Ungarischen Staatsoper, Olga an der Opera de Quebec. 2009/2010 wurde Mar­garita Gritskova Ensemblemitglied am Nationaltheater Weimar, wo sie Partien wie Cherubino, Flora, Maddalena, Ottone, Bradamante, Marthe, Carmen und Olga übernahm. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, debütierte sie 2012 als Tebaldo (Don Carlo) und sang hier seither u. a. noch Fjodor, Cherubino (Japan-Gastspiel der Wiener Staatsoper), Dry­ade, Tisbe, Bersi, Rosina, Dorabella, Angelina. 

 

Portrait Margarita Gritskova

Jinxu Xiahou | Cassio

JINXU XIAHOU wurde in Zibo, in der östlichen chinesischen Provinz Shadong, geboren. Der Tenor studierte ab dem Jahr 2008 am Zentralkonservatorium für Musik in Peking (China) und schloss als Bachelor ab. Sein Bühnendebüt gab Jinxu Xiahou als Basilio in Le nozze di Figaro. Sein Europa-Debüt gab er im Jahr 2010, als er bei der Classic Night in Zürich auftrat. Mit dem Macao Philharmonic Orchestra sang er in einer konzertanten Aufführung von Così fan tutte die Partie des Ferrando. Er war im Jahr 2011 Finalist des Gesangswettbewerbs Neue Stimmen der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh und gewann den dritten Preis. 2012 gab Jinxu Xiahou sein Debüt an der Wiener Staatsoper und sang hier bisher unter anderem Don Ottavio, Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Nemorino, Don Ramiro, Ernesto, Sänger (Der Rosenkavalier), Rodolfo (La Bohème), Stimme des Seemanns (Tristan und Isolde), Cassio (Otello), Fenton (Falstaff), Pang, Fetodik (Drei Schwestern), Macduff (Macbeth). Er ist Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Leonardo Navarro | Roderigo

Der Tenor LEONARDO NAVARRO stammt aus Concepción (Chile). Seine sängerische Laufbahn begann er im Chor des Enrique Molina Garmendia Lizeums. 2003 besuchte er Meisterkurse bei Maria Elena Guiñez und Rodrigo Navarrete. Seine eigentliche Karriere begann 2011 mit seinem Debüt am Teatro Universidad de Concepción in Rossinis Il Signor Bruschino, dem Auftritte in Boris Godunow, in Aida (Bote), in der Zauberflöte (Monostatos) am Teatro Municipal of Santiago folgten. 2012 konnte man in Lucrezia Borgia und in De Fallas El Retablo de Maese Pedro erleben. Im selben Jahr nahm er an einer Meisterklasse Plácido Domingos am Teatro Municipal of Santiago teil. 2013 war er Semifinalist im Linzer Opernwettbewerb, darüber hinaus sang er Tybalt in Romeo et Juliette in Santiago de Chile und beim Castleton Festival in Virginia (USA). 2014 wurde er eingeladen als Solist in Beethovens 9. Symphonie am Teatro Universidad de Concepción mitzuwirken, außerdem interpretierte er Cassio und Goro in Las Condes und am Teatro Municipal in Antofagasta. 2015 kehrte er als Remendado an das Teatro Universidad de Concepción zurück, wenig später sang er Conte d’Almaviva im chilenischen San Pedro de La Paz. Seine Engagaments im Jahr 2016 umfassten Pong am Teatro Nacional de Lima, Gaston und Cassio am Teatro Regional del Maule. Er ist PORR AG-Stipendiat und Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, an der er im April 2017 als Tichon (Kátja Kabanová) debütierte und auch als Don Curzio zu hören.

Jongmin Park | Lodovico

Der Bass JONGMIN PARK studierte in seiner Heimatstadt Seoul Gesang und war Mitglied der Mailänder Accademia Teatro alla Scala. Zum Beginn der Spielzeit 2010/2011 wurde er ins Ensem­ble der Hamburgischen Staatsoper engagiert. Hier übernahm er u. a. die Partien König (Aida), Sparafucile, Masetto. Als Kon­zertsolist tritt er ebenfalls weltweit auf. Beim Weihnachtskon­zert in der Mailänder Scala sang er unter Myung-Whun Chung in Mozarts Vesperae solennes de Confessore. Außerdem trat er regelmäßig in Korea auf sowie im Moskauer Bolschoi-Theater und im Mariinsky-Theater. 2010 gab er seinen ersten Soloabend in München, kurz darauf in Frankfurt. Er wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Er gewann den Interna­tionalen Tschaikowsky-Wettbewerb, den Birgit Nilsson-Preis bei Plácido Domingos Operalia- Wettbewerb und den Wagner-Award. 2009 erhielt er sowohl den ersten Preis als auch den Publikumspreis beim Gesangswettbewerb Stella Maris an Bord der MS Europa. 2014 debütiert er am ROH Covent Garden. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 als Colline und sang hier weiters u.a. Zuniga, Basilio, Billy Jackrabbit, Quinault, Gremin, Sir Giorgio. 

Manuel Walser | Montano

Der Schweizer Bariton MANUEL WALSER studiert seit Oktober 2008 Gesang bei Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Zu seinen wichtigsten Mentoren und Lehrern gehören neben Thomas Quasthoff Brigitte
Fassbaender, Frédéric Gindraux und Wolfram Rieger. Beim International Song Competition Das Lied in Berlin wurde er 2013 mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Des Weiteren ist er Preisträger der Stella Maris International Song Competition und im Mai 2014 wurde ihm der Preis der Armin Weltner Stiftung zuerkannt. Manuel Walser geht einer regen Konzerttätigkeit nach. Auf der Bühne war Manuel Walser 2011 in Wolf-Ferraris Aschenputtel an der Berliner Staatsoper zu erleben. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2013 als Fiorello und sang noch Marullo. Ab der Saison 2015/2016 ist er Ensemblemitglied. Im Sommer 2014 gab er als Teilnehmer des Young Singers Projects als Brutamonte in Schuberts Fierrabras sein Debüt bei den Salzburger Festspielen.

Gut 15 Jahre hatte Verdi geschwiegen und – bis auf Überarbeitungen älterer Opern – kein Musiktheaterwerk herausgebracht. Doch dann: 1887 legte er, nach langer Arbeit, seinen Otello vor. Auf Shakespeares bedrohliches Drama basierend war nicht nur eines der packendsten Opernwerke entstanden, sondern auch ein ungemein modernes. Eines, das virtuos mit Seelenzuständen von Unschuld und Liebe über Eifersucht bis Neid und Wut spielt. In Gegensatz zu anderen populären Verdi-Opern wurde Otello fast unmittelbar nach seiner Uraufführung – 1888 – ins Repertoire der Wiener Oper übernommen. Fast 500mal in sieben unterschiedlichen Produktionen spielte die Staatsoper Verdis vorletzte Oper bisher – in Adrian Nobles Regie – er inszenierte im Haus am Ring Hänsel und Gretel und Alcina – ist nun eine weitere Interpretation des düsteren Dramas zu erleben.