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So. 09.06.2019, 19:00 - 22:15 Wien

Jules Massenet

Manon

Dirigent: Frédéric Chaslin, Inszenierung: Andrei Serban
Mit Nino Machaidze, Juan Diego Flórez, Dan Paul Dumitrescu, Adrian Eröd

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer

Clemens Unterreiner | Brétigny

CLEMENS UNTERREINER was born in Vienna. In 1998 he began his vocal art studies with Hilde Rössel-Majdan, Gottfried Hornik, Helena Lazarska and Wicus Slabbert. Numerous national and international opera and operetta productions as well as lied evenings, oratories and church concerts. Guest soloist in the Große Saal of the Wiener Musikverein, at the Wiener Konzerthaus, Palau de la Musica and other international concert halls. Member of the ensemble of the Wiener Staatsoper since 2005, where Clemens Unterreiner for example sang Sharpless, Faninal, Donner, Harlekin, Melot, Brétigny, Schtschelkalow, Oberpriester des Apollon(Alceste), Happy (La fanciulla del West), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos),Schaunard. Also as guest soloist at the Volksoper Wien he very successfully performed as Papageno or Sharpless. Further engagements led him to the New York Carnegie Hall, the Royal Opera House Copenhagen, to the Strasbourgh Opera, the Salzburger Festspiele, Opera de Nice, Linzer Landestheater, the Oper Chur, the Sommerfestspiele Heidenheim as well as to the Richard Wagner Festival Budapest.

 

Portrait Clemens Unterreiner

Frédéric Chaslin | Dirigent

Der Dirigent, Pianist, Komponist und Autor FRÉDÉRIC CHASLIN wurde in Paris geboren und erhielt seine Ausbildung am Konser­vatorium seiner Heimatstadt sowie am Salzburger Mozarteum. 1989 begann er seine Karriere als Assistent von Daniel Baren­boim in Paris und bei den Bayreuther Festspielen. 1991 wurde er Assistent von Pierre Boulez beim Ensemble Intercontemporain. Sein internationales Debüt als Dirigent gab Frédéric Chaslin im Jahr 1993 bei den Bregenzer Festspielen. Er war drei Jahre lang Musikdirektor der Opéra de Rouen. Von 1999 bis 2002 war er Chefdirigent des Jerusalem Symphony Orchestra. 2002 debütierte er an der New Yorker Metro­politan Opera. Seine Auftritte führten ihn weiters unter anderem nach Berlin, München, Leipzig, Madrid, Barcelona, Rom, Venedig, Paris, London, Los Angeles und Tokio. An der Wiener Staats­oper debütierte er im Jahr 1997 und leitete hier eine große Anzahl an Aufführungen, etwa Il bar­biere di Siviglia, La Bohème, Les Contes d’Hoffmann, L’elisir d’amore, Guillaume Tell, Lucia di Lammermoor, Macbeth, Tosca, La traviata, I puritani, Roberto Devereux, Stiffelio, Mefistofele, Werther und La Juive.

 

 

Juan Diego Flórez | Chevalier Des Grieux

JUAN DIEGO FLÓREZ wurde in Lima (Peru) geboren und studier­te in seiner Heimatstadt sowie am Curtis Institute in Philadelphia. 1996 gab er sein Operndebüt in Matilde di Shabran beim Rossi­ni-Festival in Pesaro. Seither gehört der Tenor weltweit zu den gefragtesten Sängern seines Faches. Triumphe feierte er in den letzten Jahren unter anderem an der Mailänder Scala, an der New Yorker Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House Covent Garden, weiters in Musikzentren wie Paris, Florenz, Bologna, Genua, Turin, Rom, San Francisco, Los Angeles, Chica­go, Washington, München, Barcelona, Madrid sowie bei den Salzburger Festspielen. Seit 2001 hat Juan Diego Flórez einen Exklusiv-Vertrag mit DECCA. Viele seiner Aufnahmen wurden mehr­fach preisgekrönt, darüber hinaus erhielt Juan Diego Flórez zahlreiche offizielle Auszeichnungen. An der Wiener Staatsoper debütierte Juan Diego Flórez 1999 als Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia) und sang hier seither außerdem noch Rinuccio (Gianni Schicchi), Lindoro (L’italiana in Algeri), Arturo (I puritani), Elvino (La sonnambula), Tonio (La Fille du régiment) sowie Ne­morino (L’elisir d’amore). Er ist Österreichischer Kammersänger.

Dan Paul Dumitrescu | Graf Des Grieux

Dan Paul Dumitrescu wurde 1966 in Bukarest (Rumänien) geboren. Er studierte zunächst Klarinette, dann Gesang an der Musikhochschule in Bukarest. 1996 besuchte er die Internationale Akademie für Oper in Verona. Unmittelbar nach dem Abschluss seines Gesangsstudiums an der Musikhochschule folgte 1997 ein Engagement an die Bukarester Oper. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe.

Dan Paul Dumitrescu war Gast wichtiger Bühnen wie etwa der Royal Albert Hall, der Arena di Verona, der Mailänder Scala, der New Israeli Opera, dem Teatre del Liceu in Barcelona, dem Wiener Musikverein, weiters trat er in München, Budapest, Berlin, Paris, Tokio und bei den Salzburger Festspielen auf. 2000 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und ist seit September 2001 Ensemblemitglied des Hauses. Sein Repertoire umfasst mehr als 50 Bass-Rollen, etwa Sarastro, Pimen, Gremin, Procida, Enrico VIII., Ramfis, Pistola, Sparafucile, Banquo, Raimondo, Oroveso, Graf Des Grieux, Balthazar, Colline, Timur, Pietro, Grenvil, Graf Rodolfo, Mönch und Großinquisitor (Don Carlos ital. und frz. Version).

Adrian Eröd | Lescaut

Nach seiner Ausbildung an der Musikhochschule in Wien, wo er unter anderem bei Walter Berry studierte, führte ADRIAN ERÖDs Weg von der Wiener Kammeroper über das Landes­theater Linz an die Wiener Volksoper und schließlich an die Wiener Staatsoper, die neben seinen internationalen Engage­ments auch weiter einen zentralen Platz in seiner künstleri­schen Zukunft einnehmen wird. Seit seinem Debüt 2001 an der Wiener Staatsoper als Mercutio in Roméo et Juliette singt Adrian Eröd hier Partien wie Guglielmo, Beckmesser, Loge, Conte d’Almaviva, Figaro (Il barbiere di Siviglia), Dr. Falke, Albert, die Titelrolle in Benjamin Brittens Billy Budd, Olivier (Capriccio) und die für ihn komponierte männliche Hauptpar­tie des Jason in Aribert Reimanns Medea. Er sang weiters unter anderem auch am Teatro La Fenice in Venedig (Harlekin), an der Hamburgischen Staatsoper (Pelléas), an der Oper Frank­furt (Prospero in Adès’ The Tempest), bei den Bayreuther Festspielen und an der Oper Zürich (Beckmesser). Zuletzt sang er z. B. an der Tokyo National Opera, der Opéra de Paris und bei den Bayreuther Festspielen. 

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: Prospero, Eisenstein.

Michael Laurenz | Guillot de Morfontaine

MICHAEL LAURENZ stammt aus Halle an der Saale und begann seine musikalische Laufbahn als Trompeter, u.a. im Gustav Mahler Jugendorchester und später als Erster Trompeter bei den Berliner Symphonikern. Ab 2006 verlagerte er seine musikalische Tätigkeit zum Gesang hin. Zunächst war er Mitglied des Opernstudios in Zürich, 2010 wurde er Ensemblemitglied in Zürich. 2010 gastierte er erstmals bei den Bregenzer Festspielen, zu denen er 2014 zurückkehrte. Seit 2010 ist er immer wieder Gast an der Pariser Oper, 2012 konnte er sein Salzburger Festspieldebüt feiern. Weitere Debüts führten ihn an die Bayerische Staatsoper, zum Stuttgarter Musikfest, an die Berliner Staatsoper und an die Vlaamse Opera. 2015 kamen wichtige Stationen der Opernwelt hinzu, z.B. Amsterdam, Mailand und das Theater an der Wien. Sein Konzertrepertoire reicht von Bach bis zu Werken des 20. Jahrhunderts. Geplant sind Engagements beim Brechtfestival Augsburg/Kurt Weill-Fest Dessau, in Glyndebourne, Lyon, Zürich, Antwerpen und an der Mailänder Scala. Mit Beginn der Spielzeit gehört er zum Ensemble der Wiener Staatsoper.

Ileana Tonca | Poussette

ILEANA TONCA stammt aus Rumänien und studierte an der Musikakademie in Bukarest. Sie war Preisträgerin mehrerer Gesangswettbewerbe, trat in Bukarest, Brasov und Timisoara sowie auf Tourneen in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich auf. Seit 1999 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie als Jemmy (Guillaume Tell) debütierte. Sie sang hier weiters u. a. Woglinde (Das Rheingold, Götterdämme­rung), Waldvogel (Siegfried), Echo (Ariadne auf Naxos), Lisa (La sonnambula), Xenia (Boris Godunow), Mädchen (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), Elvira (L’italiana in Algeri), Nannetta (Falstaff), Barbarina (Nozze di Figaro), Oscar, Papagena, Zerlina, Sophie (Rosenkavalier, Werther), Stimme vom Himmel und Tebaldo (Don Carlo), Zdenka (Arabella), Adele (Fledermaus), Servilia, Musetta, Adina, Susanna. Außerdem wirkte sie in Kinderoper-Produktionen mit (Traumfresserchen, Peter Pan, Bastien und Bastienne, 35. Mai, Pinocchio, Pünktchen und Anton). 1999/2000 erhielt sie im Rahmen der Vergabe der Waechter-Medaille einen Förderungspreis. 2004 erhielt sie den österreichischen frauen.kunst.preis. 

Zoryana Kushpler | Rosette

Zoryana Kushpler ist im ukrainischen Lviv (Lemberg) geboren. Mit fünf Jahren lernte sie bei ihrer Mutter Klavier, wechselte aber später zur Violine. Ab 1993 studierte sie in der Klasse ihres Vaters an der Musik Hochschule in Lviv Gesang. 1998 wechselte sie an die Musikhochschule Hamburg.



Auftritte führten sie unter anderem nach Zürich, Genf, Venedig, Mailand, Florenz, Hamburg, Berlin, London und nach Bern, wo sie in 2004 -2006 Ensemblemitglied des Stadttheaters war. Sie gestaltete dort u. a. Rollen wie Sesto (Giulio Cesare) oder Preziosilla (Forza del destino). Sie sang Adelaide (Arabella) an der Oper Graz und Carmen, Giulietta (Contes d’Hoffmann), Maddalena (Rigoletto) und Prinz Orlofsky an der Volksoper.



An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2007 als Adelaide. Sie war hier weiters unter anderem als Polina und Daphnis (Pique Dame), Olga (Eugen Onegin), Giulietta (Les Contes d'Hoffmann), Fenena (Nabucco), Suzuki (Madama Butterfly), Ulrica (Un ballo in maschera), Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) und Preziosilla (La forza del destino) zu erleben.


Rollen an der Wiener Staatsoper 2013/ 2014: u. a. Smeton, Orlofsky, Lola, Marthe, Fenena.

In einer Gastwirtschaft auf einer Durchzugsstation in Amiens vergnügen sich der reiche Guillot de Morfontaine sowie der Steuerpächter Brétigny mit den drei Freundinnen Pousette, Javotte und Rosette. Als das Nahen einer Gruppe Reisender angekündigt wird, versammeln sich die Neugierigen der nächsten Umgebung, unter ihnen der Gardist Lescaut, der seine Cousine Manon abholen und ins Kloster geleiten soll. Tatsächlich befindet sich die junge Manon unter den Angekommenen und bezaubert durch ihre Schönheit alle Umstehenden, so auch Guillot, der dem Mädchen gegen eine Liebschaft ein Leben in Luxus anbietet. Manon weist das Angebot zwar ab, fühlt sich aber vom Reichtum unwiderstehlich angezogen. Da erscheint der Chevalier Des Grieux. Kaum erblickt der junge Adelige das Mädchen, ist er auch schon unsterblich in sie verliebt. Manon, die an ihm ebenfalls Gefallen findet, flieht mit ihm nach Paris. Die Zeit, die die jungen Liebenden miteinander verbringen, ist jedoch sehr kurz, da Manon dem Werben des reichen Brétigny schließlich nachgibt. Der Chevalier Des Grieux wird darüber hinaus auf Befehl seines Vaters, des alten Grafen Des Grieux, gewaltsam entführt, um wieder auf den rechten Weg gebracht zu werden. Einige Zeit später erfährt Manon zufällig, dass der junge Des Grieux knapp davor ist, in den Priesterstand zu treten. Sie sucht ihn daraufhin im Kloster Saint-Sulpice auf. Nach nur wenigen verführerischen Worten ist er Manon abermals erlegen und flieht mit ihr. Da Manon den Luxus nach wie vor nicht missen möchte, ist Des Grieux bereit, im zwielichtigen Hotel Transsylvanie seine finanzielle Lage im Glücksspiel aufzubessern. Der dort anwesende Guillot inszeniert einen Skandal, bezichtigt Des Grieux des Falschspiels und holt die Polizei, die Manon und Des Grieux verhaftet. Letzterer wird zwar durch seinen Vater wieder in Freiheit gesetzt, Manon aber soll nach Amerika verbannt werden. Doch die Strapazen im Gefängnis haben sie gebrochen. Sie stirbt auf dem Weg zum Hafen in den Armen Des Grieux'.