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Di. 16.04.2019, 19:30 - 22:00 Wien

Giacomo Puccini

Turandot

Dirigent: Domingo Hindoyan, Regie: Marco Arturo Marelli
Mit Anna Smirnova, Alfred Kim, Dinara Alieva

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Giacomo Puccini  |  Musik
  • Domingo Hindoyan  |  Dirigent
  • Marco Arturo Marelli  |  Regie
  • Marco Arturo Marelli  |  Ausstattung
  • Dagmar Niefind  |  Kostüme
  • Aron Kitzig  |  Video

Domingo Hindoyan | Dirigent

Der Dirigent DOMINGO HINDOYAN wurde in Caracas in Venezuela geboren. Er begann sein Musikstudium im Rahmen des El Sistema-Programms als Geiger und studierte später dirigieren an der Haute Ecole de Musique de Genève. 2013 bis 2016 war er erster Assistent von Daniel Barenboim an der Deutschen Staatsoper Berlin und leitete dort eine große Anzahl an Repertoire-Vorstellungen. Inzwischen hat der junge Dirigent Abende an der Metropolitan Opera in New York, am Mariinskij-Theater in St. Petersburg, am Opernhaus Zürich, an der Semperoper in Dresden, der Oper Stuttgart, der Opéra de Monte-Carlo, der Bergen National Opera und der Opéra national de Lorraine geleitet. Zu seinem Repertoire zählen Opern wie unter anderem La traviata, Tosca, Il barbiere di Siviglia, The Rake’s Progress, L’elisir d’amore, La Bohème, Semiramide, Il turco in Italia, I puritani, Aida, Turandot. Auch als Konzertdirigent hat der Dirigent sich international inzwischen einen Namen gemacht. Aktuelle und künftige Opern-­Projekte umfassen unter anderem La Bohème an der Lyric Opera of Chicago, Aida in Stockholm, Tosca an der Lindenoper und Luisa Miller am Gran Teatre del Liceu, Barcelona.

Paolo Rumetz | Mandarin

PAOLO RUMETZ begann sein Gesangsstudium in seiner Geburts­stadt Triest und vervollkommnete sich in München bei Josef Met­ternich und in Rom bei Renato Guelfi. Sein Debüt gab Paolo Rú­metz in Cimarosas Il Maestro di Cappella in Spoleto. 1988 folgte sein erster Auftritt am Teatro Verdi in Triest in Strauss’ Ariadne auf Naxos. Seither erhielt Paolo Rúmetz regelmäßig Engagements nach London, Pisa, Lucca, Prag, Macerata, Venedig, Ravenna, Vero­na, Turin, Tokio, an die Mailänder Scala, nach Barcelona, Zürich, Leipzig, Florenz. Unter anderem sang er Barnaba in La Gioconda in St. Gallen und die Titelpartie von Simon Boccanegra in Tokio. Zu Paolo Rúmetz’ Repertoire zählen weiters Partien wie Enrico in Donizettis Lucia di Lammermoor, Sharpless in Puccinis Madama Butterfly, Alberich in Wagners Das Rheingold, Doktor Dulcamara in Donizettis L’elisir d’amore, Sulpice in Donizettis La Fille du régiment, David in Mascagnis L’amico Fritz, Don Geronio in Rossinis Il turco in Italia, die Titelpartie in Verdis Falstaff, Don Bartolo in Rossinis Il barbiere di Siviglia, Jago in Verdis Otello, Graf Gil in Ermanno Wolf-Ferraris Il segreto di Susanna, Fra Melitone in Verdis La forza del destino, Taddeo in Rossinis L’italiana in Algeri. Er sang im Haus am Ring bisher Dulcamara, Ashby (La fanciulla del West), Bartolo, Don Magnifico.

Dan Paul Dumitrescu | Timur

Dan Paul Dumitrescu wurde 1966 in Bukarest (Rumänien) geboren. Er studierte zunächst Klarinette, dann Gesang an der Musikhochschule in Bukarest. 1996 besuchte er die Internationale Akademie für Oper in Verona. Unmittelbar nach dem Abschluss seines Gesangsstudiums an der Musikhochschule folgte 1997 ein Engagement an die Bukarester Oper. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe.

Dan Paul Dumitrescu war Gast wichtiger Bühnen wie etwa der Royal Albert Hall, der Arena di Verona, der Mailänder Scala, der New Israeli Opera, dem Teatre del Liceu in Barcelona, dem Wiener Musikverein, weiters trat er in München, Budapest, Berlin, Paris, Tokio und bei den Salzburger Festspielen auf. 2000 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und ist seit September 2001 Ensemblemitglied des Hauses. Sein Repertoire umfasst mehr als 50 Bass-Rollen, etwa Sarastro, Pimen, Gremin, Procida, Enrico VIII., Ramfis, Pistola, Sparafucile, Banquo, Raimondo, Oroveso, Graf Des Grieux, Balthazar, Colline, Timur, Pietro, Grenvil, Graf Rodolfo, Mönch und Großinquisitor (Don Carlos ital. und frz. Version).

Anna Smirnova | Turandot

Anna Smirnova wurde in Moskau geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau, bevor sie Meisterkurse bei Elisabeth Schwarzkopf und Thomas Hampson in Zürich besuchte. Engagements führten sie unter anderem als Amneris (Aida) an die Berliner Staatsoper, an die Arena von Verona, nach Salerno, Rom und Tel Aviv, als Azucena (Il trovatore) nach Florenz und Rovigo, als Eboli (Don Carlos) nach Valencia, in der Titelpartie von Cassandra an die Deutsche Oper Berlin. Anna Smirnovas Repertoire umfasst außerdem Rollen wie die Giulietta (Les Contes d’Hoffmann), Elisabetta (Maria Stuarda), Olga (Eugen Onegin). An der Mailänder Scala sang sie die Alte Nonne (Sancta Susanna), die Princess of Buillon (Adriana Lecouvreur), Zeyno Kari (Teneke), die Amneris und Eboli. 2008 debütierte Anna Smirnova als Giovanna di Seymour (Anna Bolena) in Palermo. Gegenwärtige und zukünftige Auftritte führen die junge russische Sängerin unter anderem als Santuzza (Cavalleria rusticana) nach Valencia, als Eboli an die New Yorker Metropolitan Opera sowie als Amneris an das Royal Opera House Covent Garden in London. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2011 als Amneris.

Alfred Kim | Calaf

ALFRED KIM wurde in Seoul geboren und studierte Gesang in seiner Heimat sowie in Frankfurt und Karlsruhe. Er ist mehrfacher Preisträger wichtiger Gesangswettbewerbe (etwa Belvedere in Wien und Operalia in Paris). Sein Weg führte ihn zunächst über Ensemblemitgliedschaften in Kassel, Wiesbaden und Frankfurt; seit längerem ist er international tätig. Auftritte führten ihn zuletzt unter anderem an das Teatro Municipal de Santiago (Calaf, Jacopo Foscari, Enzo Grimaldo, Radames), die Opéra Nice Côte d’Azur (Calaf), das Théâtre du Capitole Toulouse (Calaf), die Deutsche Oper Berlin (Radames, Enzo Grimaldo), die Israeli Opera Tel Aviv (Manrico), das Teatro Real de Madrid (Otello), das Seoul Arts Center (Cavaradossi), die Oper Frankfurt (Ernani, Manrico), das ROH Covent Garden (Calaf), das Teatro dell’Opera di Roma (Turiddu), das Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia (Cavaradossi). Aktuelle und zukünftige Auftritte umfassen unter anderem Calaf (Opera Hong Kong) und Andrea Chénier (Teatro de la Maestranza, Sevilla). An der Wiener Staatsoper debütierte Alfred Kim 2009 als Don Carlo und sang hier noch Gabriele Adorno und Cavaradossi.

Dinara Alieva | Liù

Die Sopranistin DINARA ALIEVA wurde in Baku, Aserbaidschan, geboren und studierte an der dortigen Musikakademie Gesang. Zunächst war sie Solistin an der Oper ihrer Heimatstadt und wechselte später in das Ensemble des Moskauer Bolschoi-Theaters. 2010 begann ihre internationale Karriere: So war sie Preisträgerin wichtiger internationaler Wettbewerbe, wie Domingos Operalia-Wettbewerb und des Francisco Viñas Wettbewerbs. Seither erhält die Sängerin Engagements an wichtige Bühnen auf denen sie Rollen wie Violetta in Verdis La traviata, Nedda in Leoncavallos Pagliacci oder Liù in Puccinis Turandot interpretiert. Aktuelle Engagements der Sopranistin umfassen unter anderem Violetta, Mimì, Magda in Giacomo Puccinis La rondine, Micaëla, Rusalka, Trovatore-Leonora, Elvira (Ernani), Desdemona, Amelia. Sie sang zuletzt u.a. an der Oper Frankfurt, am Bolschoi, an der Israeli Opera, an der Deutschen Oper Berlin, in Peking, an der Hamburgischen Staatsoper, in Oviedo und Brüssel und Riga. 2013 erschien ihre Solo-CD mit russischen Arien beim Label Naxos. An der Wiener Staatsoper debütierte Dinara Alieva 2011 als Donna Elvira und sang noch Tatjana und Mimì.

Benedikt Kobel | Altoum

BENEDIKT KOBEL stammt aus Wien und studierte an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gastspiele führten ihn an die Semperoper, nach Leipzig, Köln, Frankfurt, an das Gärtnerplatztheater, die Zürcher Oper, die Grazer Oper, zum Festival dei Due Mondi in Spoleto, an die Arena di Verona und die Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debütier­te Benedikt Kobel 1986 als 1. Gondoliere (La gioconda). Es folgten hier u. a. Arturo (Lucia di Lammermoor), Kunz Vogel­gesang (Die Meistersinger von Nürnberg), Raffaele (Stiffelio), Narraboth (Salome), Steuermann (Fliegender Holländer), Malcolm (Macbeth), Don Curzio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Henry (Die schweigsame Frau), Don Gaspar (La Favorite), Oloferno (Lucrezia Borgia), Spoletta (Tosca), Andres (Wozzeck), Dr. Blind (Die Fledermaus), Abdallo (Nabucco), Monostatos und 1. Priester (Zauberflöte), Goro (Madama Butterfly), Rodrigo (Otello), Tschaplitzki (Pique Dame), Jaquino (Fidelio), Ed­mondo (Manon Lescaut), Missail (Boris Godunow), Cajus (Falstaff) und Schmidt (Werther). 

Carlos Osuna | Pang

CARLOS OSUNA was born in Mazatlán (Mexico) and studied vocal arts in his home country and at the Cardiff International Academy of Voice. In 2009 he became member of the opera studio of the Basel Theatre and took master classes with Grace Bumbry and Francisco Araiza as well as with Mirella Freni, Kiri Te Kanawa, Ileana Cotrubas, José Carreras and Sherril Milnes. The tenor for example received invitations to the Verbier Festival, the Welsh National Opera, the Opéra National de Lorraine in Nancy, the Festival Internacional de Santander. He celebrated great triumphs as (excerpt) Nemorino, Rodolfo, Pinkerton, in the title role Werther, as Beppe in Pagliacci and in Aus einem Totenhaus. Furthermore, Carlos Osuna is also very successful on the world´s concert stages. At the Wiener Staatsoper he for example sang Abdallo (Nabucco), Hauptmann (Simon Boccanegra), Gaston (La traviata), Aladdin (Aladdin und die Wunder­lampe, Kinderoper), Der große Sträfling (Aus einem Totenhaus), Beppe, Tebaldo (I vespri siciliani), Scaramuccio, (Ariadne auf Naxos), Narraboth (Salome), Hirt (Tristan und Isolde), Sir Hervey (Anna Bolena).

 

 

Leonardo Navarro | Pong

Der Tenor LEONARDO NAVARRO stammt aus Concepción (Chile). Seine sängerische Laufbahn begann er im Chor des Enrique Molina Garmendia Lizeums. 2003 besuchte er Meisterkurse bei Maria Elena Guiñez und Rodrigo Navarrete. Seine eigentliche Karriere begann 2011 mit seinem Debüt am Teatro Universidad de Concepción in Rossinis Il Signor Bruschino, dem Auftritte in Boris Godunow, in Aida (Bote), in der Zauberflöte (Monostatos) am Teatro Municipal of Santiago folgten. 2012 konnte man in Lucrezia Borgia und in De Fallas El Retablo de Maese Pedro erleben. Im selben Jahr nahm er an einer Meisterklasse Plácido Domingos am Teatro Municipal of Santiago teil. 2013 war er Semifinalist im Linzer Opernwettbewerb, darüber hinaus sang er Tybalt in Romeo et Juliette in Santiago de Chile und beim Castleton Festival in Virginia (USA). 2014 wurde er eingeladen als Solist in Beethovens 9. Symphonie am Teatro Universidad de Concepción mitzuwirken, außerdem interpretierte er Cassio und Goro in Las Condes und am Teatro Municipal in Antofagasta. 2015 kehrte er als Remendado an das Teatro Universidad de Concepción zurück, wenig später sang er Conte d’Almaviva im chilenischen San Pedro de La Paz. Seine Engagaments im Jahr 2016 umfassten Pong am Teatro Nacional de Lima, Gaston und Cassio am Teatro Regional del Maule. Er ist PORR AG-Stipendiat und Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, an der er im April 2017 als Tichon (Kátja Kabanová) debütierte und auch als Don Curzio zu hören.

Der Mandarin verkündet das Gesetz: Turandot wird nur dessen Gemahlin, der die drei Rätsel lösen kann, die sie stellt. Wer aber versagt, muss sterben. Ein Schicksal, das, wie eben einen persischen Prinzen, schon viele ereilt hat. Auch der „unbekannte“ Prinz Calaf, der die schöne, aber grausame Prinzessin Turandot zu Gesicht bekommt, ist von ihr verzaubert – und beschließt, die Probe zu wagen. Zuvor aber trifft er auf seinen Vater, den vertriebenen tatarischen König Timur, der von Liù, einer Sklavin, begleitet wird. Diese wiederum liebt Calaf …
Ping, Pang und Pong berichten über das Leben in China und beklagen sich: Seit Turandot ihre Rätsel stellt, sind sie zu „Ministern des Henkers“ reduziert worden. Calaf stellt sich, entgegen aller Empfehlungen, den Frage Turandots. Und er erfährt den Grund für ihre Unmenschlichkeit: Einst, in grauer Vorzeit, sei ihre Ahnin Lou-Ling geraubt und vergewaltigt worden – und dies müsse nun gerächt und gesühnt werden. Calaf kann die Rätsel beantworten, Turandot muss nun, auch gegen ihren Willen, seine Frau werden. Doch möchte Calaf ihre Zuneigung erobern und gibt sich in ihre Hand – nun stellt er ihr ein Rätsel, das, sollte sie es lösen können, seinen Tod (und ihre Freiheit) bedeutet: Wie ist sein Name?
Trotz aller Bemühungen ist der Name des Prinzen nicht zu ermitteln. Da werden Liù und Timur, die man mit Calaf gemeinsam gesehen hat, gebracht. Um Timur zu schützen und aus Liebe zu Calaf, tötet sich Liù, die vorgibt, als Einzige den Namen des Prinzen zu kennen. Schließlich siegt die Liebe. Turandot, obgleich ihr Calaf seinen wahren Namen verraten und sich ihr so ausgeliefert hat, verkündet, dass der Name des Fremdlings „Liebe“ sei …