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Fr. 05.04.2019, 19:30 - 20:45 Wien

Manfred Trojahn

Orest

Dirigent: Michael Boder, Regie, Bühne und Licht: Marco Arturo Marelli
Mit Thomas Johannes Mayer, Thomas Ebenstein, Daniel Johansson, Audrey Luna, Laura Aikin, Evelyn Herlitzius

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Michael Boder  |  Dirigent
  • Marco Arturo Marelli  |  Regie, Bühne und Licht
  • Falk Bauer  |  Kostüme
  • Manfred Trojahn  |  Musik
  • Steven Whiting  |  Regieassistenz
  • Mario Ferrara  |  Bühnenbildassistenz

Michael Boder | Dirigent

MICHAEL BODER war GMD am Gran Teatro del Liceu in Barcelona von 2008 bis 2012. Seit September 2012 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Berater am Königlich dänischen Theater und des Königlich dänischen Orchesters. Nach seiner Ausbildung an der Musikhochschule Hamburg und in Florenz übernahm er noch nicht 30jährig als Chefdirigent die musikalische Leitung der Oper Basel. Bereits in dieser Zeit gastierte er in Hamburg, München, Berlin und an der Royal Opera Covent Garden. Mittlerweile ist er regelmäßiger Gast an den Staatsopern in Berlin, Dresden, Hamburg und Wien, darüber hinaus dirigierte er unter anderem an der Oper in Frankfurt, San Francisco, an der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, dem New National Theatre in Tokio und der Oper Zürich. Eine Reihe von erfolgreiche Uraufführungen belegen seinen großen Einsatz für die zeitgenössische Musik, unter anderem Cerhas Der Riese vom Steinfeld, Pendereckis Ubu Rex, Trojahns Was Ihr wollt, Aribert Reimanns Das Schloss und Medea sowie Henzes Phädra. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1995 mit Wozzeck und leitete hier weiters Elektra, Frau ohne Schatten, Ariadne auf Naxos, Gianni Schicchi, Jakobsleiter, Lulu, Meistersinger, Oedipe, Cardillac, Der Riese vom Steinfeld und Medea.

Thomas Johannes Mayer | Orest

Der deutsche Bariton THOMAS JOHANNES MAYER absolvierte nach einem Studium der Geschichte, Germanistik, Musikpädagogik und Philosophie eine Gesangsausbildung an der Kölner Musikhochschule bei Liselotte Hammes und Kurt
Moll. Nach ersten Engagements in Regensburg, Darmstadt, Karlsruhe wechselte er an die Hamburgische Staatsoper. Seine internationale Karriere begann 2007/2008 als Wozzeck an der Mailänder Scala. Seither gastiert er an Opernhäusern wie an
der Hamburgischen Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München, an der Pariser Oper, in Valencia, am New National Theatre Tokyo, am Opernhaus Zürich, am Aalto Theater in Essen, in Leipzig, Berlin sowie bei den Salzburger Festspielen, in Bregenz und in Bayreuth. Zu seinen Partien zählen unter anderem Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen), Posa (Don Carlo), Scarpia (Tosca), Titelrolle in Mathis der Maler, vier Bösewichter (Les Contes d’Hoffmann), Mandryka (Arabella), Kaspar (Der Freischütz), Jochanaan (Salome), Titelpartie in Rigoletto, Barak (Die Frau ohne Schatten), Titelpartie in Der fliegende Holländer.

Thomas Ebenstein | Menelaos

THOMAS EBENSTEIN wurde 1979 in Kärnten geboren und erhielt seine Gesangsausbildung an der Wiener Musikuniversität bei Helena Lazarska. Von 2003 bis 2012 war der Tenor Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, seit der Spielzeit 2012/2013 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Gastengagements führten ihn u.a. an die Staatsoper Unter den Lin den, die Semperoper Dresden, an die Deutsche Oper am Rhein, das Grand Théâtre de Genève, an das Theater an der Wien, an die Volksoper Wien, die Carnegie Hall in New York, die Philharmonie Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, das Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, zur Ruhrtriennale Bochum, zu den Wiener Festwochen, den Osterfestspielen Salzburg, den Salzburger Festspielen, zum Bergen International Festival und zum Hong Kong Arts Festival. Sein Repertoire umfasst Partien wie Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) – u.a. bei den Salzburger Festspielen, DVD bei Arthaus, Vašek (Die verkaufte Braut), Truffaldino (Die Liebe zu den drei Orangen), David (Die Meistersinger von Nürnberg), Narraboth (Salome) und Alfred (Die Fledermaus). An der Wiener Staatsoper debütierte er 2012 und sang u.a. Tanzmeister, Andres, Valzacchi, Monostatos, Jack O’Brien, Incroyable, Andrès / Cochenille / Frantz / Pitichinaccio, Guillot de Morfontaine.  

 

Audrey Luna | Hermione

Die Sopranistin AUDREY LUNA sang in der Spielzeit 2013/2014 an der New Yorker Metropolitan Opera die Fiakermilli in Strauss’ Arabella und an der Pittsburgh Opera die Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte. An der Opéra de Montréal sang sie die Titelrolle in Lakmé, in San Francisco Szenen aus The Tempest, an der Irischen Wide Open Opera sang sie Madame Mao in Nixon in China. Zuvor sang sie an der Metropolitan Opera Ariel in The Tempest, Zerbinetta in Ariadne auf Naxos an der Fort Worth Opera, die Königin der Nacht an der Utah Opera, an der Lyric Opera Chicago, an der Metropolitan Opera und an der Oper in Rom. Ariel sang sie auch mit dem Orchestra Dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und beim Festival Opéra de Québec. Sie sang auch weiters Najade, Venus in Le Grand Macabre, Rosina in  Il barbiere di Siviglia und die Titelrolle in Lucia di Lammermoor. Audrey Luna ist auch als Konzertsängerin erfolgreich, so sang sie etwa in Carl Orffs Carmina Burana. Weitere Auftritte führten sie an die Santa Fe Opera, die Pittsburgh Opera und die Opera Ontario, zum Tanglewood Music Festival, an die Toledo Opera, zum Spoleto Festival, an die Lyric Opera Kansas City.

Rolle an der Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2014/2015: Ariel.

Laura Aikin | Helena

LAURA AIKIN begann ihre Karriere an der Berliner Staatsoper, und setzte sie an allen führenden Opernhäusern Europas und
den USA fort. Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie 1995 und war hier seither u.a. als Königin der Nacht, Blondchen, Konstanze, Badi’at in der Uraufführung von Henzes L’Upupa, Marie in Zimmermanns Soldaten sowie in Birtwistles Gawain zu erleben. Zu den jüngsten Höhepunkten gehörten Marguerite (Les Huguenots) in Straßburg, Aithra an der Deutschen Oper Berlin, Lulu in Paris sowie in Lyon, Mailand, Marilyn Monroe in der Uraufführung Waiting for Miss Monroe an der Nederlandse Opera, Feldmans Neither bei der Ruhrtriennale, Zimmermanns Die Soldaten an der Scala, Donna Anna an der Deutschen Oper Berlin und Konstanze in Hamburg. 2017/2018 ist sie als Donna Anna in Budapest,
beim Festival in Edinburgh und beim Mostly Mozart Festival in New York zu hören, sowie in einer Uraufführung von Salvatore Sicarrino an der Mailänder Scala und der Berliner Staatsoper. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1995 als Olympia und sang hier noch Zerbinetta, Sophie (Rosenkavalier), Aminta, Königin der Nacht, Adele, Emilia Marty.

Evelyn Herlitzius | Elektra

EVELYN HERLITZIUS erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. An der Sächsischen Staatsoper Dresden debütierte Evelyn Herlitzius 1997 als Leonore (Fidelio). An diesem Haus erarbeitete sie sich wichtige Partien ihres Faches etwa Elisabeth und Venus, Brünn­hilde, Kundry, Sieglinde, Salome, Färberin, Jeanne, Turandot. Evelyn Herlitzius ist ein gern gesehener Gast internationaler Bühnen, so zum Beispiel der Staatsopern Berlin, Hamburg und München, an der Deutschen Oper Berlin, an der Nederlandse Opera, am Teatro alla Scala in Mailand, am Gran Teatre del Liceu, bei den Bayreuther und Salz­burger Festspielen. Evelyn Herlitzius ist Sächsische Kammersängerin. An der Wiener Staats­oper debütierte Evelyn Herlitzius im Jahre 2000 als Leonore und sang hier auch noch Sieglinde (Die Walküre), Isolde (Tristan und Isolde) sowie Färberin (Frau ohne Schatten) und Kundry (Parsifal). Sie tritt weiters mit bedeutenden Klangkörpern wie den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern auf. 

Rollen an der Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2014/2015: Brünnhilde (Walküre, Siegfried, Götterdämmerung).

„…brennend intensiv“ schrieb die Zeit nach der Uraufführung von Manfred Trojahns Orest, von „außerordentlicher Dichte und Farbigkeit“ sprach die FAZ. 2011 in Amsterdam zur Uraufführung gelangt, erzählt Trojahns Orest – das Libretto stammt vom Komponisten – den Mythos des Muttermörders neu. Es geht um den Umgang mit Schuld und Erinnerung, um die Bewältigung der Tat, um Verfolgung und Befreiung. Trojahn packt das äußere Geschehen wie die inneren Bilder Orests in eine ausdrucksstarke Klangwelt, die die Zerklüftetheit seines Daseins eindrucksvoll beschreibt. So ist Orest ein Fliehender und Suchender, der – so Trojahn – nur einen Fehler macht: „Er meint, er könne die Schuld hinter sich lassen – und er wird erst spät bemerken, dass er mit der Schuld zu leben hat, um sie zu überwinden.“