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Fr. 22.02.2019, 19:00 - 22:30 Wien

Wolfgang Amadeus Mozart

Idomeneo, rè di Creta

Dirigent: Tomáš Netopil, Regie: Kasper Holten
Mit Bernard Richter, Rachel Frenkel, Irina Lungu, Valentina Naforniţa

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Tomáš Netopil  |  Dirigent
  • Wolfgang Amadeus Mozart  |  Musik von
  • Kasper Holten  |  Regie
  • Mia Stensgaard  |  Bühne
  • Anja Vang Kragh  |  Kostüme
  • Jesper Kongshaug  |  Licht
  • Adrian Mourby  |  Dramaturgie
  • Signe Fabricius  |  Bewegungsregie

Tomáš Netopil | Dirigent

TOMÁŠ NETOPIL studierte Violine und Dirigieren u.a. in Prag, Stockholm und im amerikanischen Aspen. 2002 gewann er den internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti in Frankfurt. 2009-2012 war er Chefdirigent des Orchesters des Nationaltheaters in Prag. In der Saison 2012/2013 studierte er

Les Contes d‘Hoffmann an der Opéra National de Paris ein, die Zauberflöte an der Vlaamse Opera, Prokofjews Liebe zu den drei Orangen in Amsterdam und eine neue Produktion von La Juive in Dresden.Auf dem Konzertpodium stellte er sich – neben den Orchestern, mit denen er regelmäßig auftritt – erstmals mit dem Orchestre de

Paris, dem Orchestre National de Lyon, dem Beethoven Orchester Bonn und den Wiener Symphonikern vor. Als Dirigent symphonischer Werke präsentierte er sich bereits mit zahlreichen tschechischen und nicht-tschechischen Orchestern: u.a. Tschechische Philharmonie, Berliner Philharmoniker, Staatskapelle Dresden, Gewandhausorchester Leipzig, Tonhalle Orchester Zürich, Filharmonica della Scala Als Operndirigent war er u.a. in Salzburg, München, Berlin, Genua, Neapel, Turin, Venedig und Tokio erfolgreich. Seit 2013/2014 ist er GMD der Essener Philharmoniker.

Pavel Kolgatin | Arbace

PAVEL KOLGATIN wurde 1987 in Balaschow (Russland) geboren. Nach seinem Studium in Moskau gewann er mehrere Wettbewer­be. Er trat unter anderem bei Festivals wie Moscow December Nights Festival, Festival de Colmar in Frankreich, beim Rheingau Musik Festival und bei der Oldenburger Promenade auf. Er arbei­tete unter anderem mit Dirigenten wie Louis Langrée, Vladimir Spivakov, Viktor Popov und Nikolai Nekrasov zusammen und ab­solvierte als Solist der Accademy of Choral Art Auftritte in Russ­land, der Schweiz, Holland, Japan, Deutschland und Frankreich. 2009 wurde er Mitglied des Bolshoi Young Artist Program. Weiters war er als Nemorino in L’elisir d’amore an Salzburger Landestheater und als Ferrando in Così fan tutte am Teatro de San Carlo in Neapel zu erleben. Aktuelle Projekte umfassen Engagements als Tamino (Die Zauberflöte), Fen­ton (Falstaff), Elvino (La sonnambula) am Bolschoi-Theater und als Tamino an der Oper in Rom. Seit 2012 ist er Ensemblemitglied im Haus am Ring, wo Pavel Kolgatin in den Meistersingern von Nürnberg debütierte und außerdem unter anderem Brighella, Don Basilio (Le nozze di Figaro) und Gottesnarr (Boris Godunw) sang.  

 

 

 

Bernard Richter | Idomeneo

Der Tenor BERNARD RICHTER wurde in Biel (Schweiz) geboren, studierte in Neuchâtel und war Mitglied des Opernstudios
von Biel. Als Opernsänger war er unter anderem in der Titelpartie von Lullys Atys, als Belmonte, Don Ottavio, Ferrando,
Lucio Silla, Idomeneo, Tamino, Jaquino, Froh, Erik, Pelléas an Bühnen wie Opéra Bastille, Opéra de Lyon, Bayerische Staatsoper, Zürcher Oper, Théâtre des Champs-Elysées, Grand Théâtre de Genève, bei den Salzburger Festspielen, beim Verbier Festival, im Theater an der Wien, in Lausanne, Nancy zu erleben. Zu den kommenden Auftritten zählen unter anderem Des Grieux (Manon) in Genf, die Titelrolle in La clemenza di Tito am Teatro Real in Madrid, Don Ottavio an der Scala und am Opernhaus Zürich, Tamino mit dem Budapest Festival Orchestra in London, Berlin, Amsterdam und Baden-Baden, in der Matthäus-Passion im Wiener Konzerthaus, an der Hamburgischen Staatsoper. Als Konzertsänger trat er u.a. gemeinsam mit dem Gewandhausorchester, den Berliner Symphonikern, bei den Salzburger Pfingstfestspielen, in der Tonhalle Zürich, bei der styriarte Graz, an der Accademia di Santa Cecilia, in Paris, Straßburg auf.

Rachel Frenkel | Idamante

RACHEL FRENKEL wurde in Israel geboren und war nach ihrem Studium Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, wo sie unter anderem als Rosina (Il barbiere di Siviglia) zu hören war. 2011 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen in Die Frau ohne Schatten und trat im selben Jahr dem Ensemble der Wiener Staatsoper bei, wo sie bislang u.a. Komponist, Siébel, Rosina, Zulma, Cherubino, Angelina und Fenena gesungen hat. Zu weiteren Engagments gehören Komponist an der Hamburgischen Staatsoper, Dorabella und Rosina an der Semperoper, Ramiro beim Glyndebourne Festival, Niklausse/Muse bei den Bregenzer Festspielen, Dryade und Panthalis bei den Festpielen in Baden-Baden, Cherubino beim Edinburgh International Festival, an der Opéra National de Montpellier und an der Lyric Opera of Chicago, Sesto am Théâtre du Capitole Toulouse, Gemma in Dante an der Opéra Royal de Versailles sowie Konzerte mit dem Tonhalleorchester Zürich, dem Orchestre National de Lyon und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Valentina Naforniţa | Ilia

VALENTINA NAFORNITA wurde in Glodeni (Moldawien) ge­boren und studierte unter anderem am Stefan Neaga Music College in Chisinau und an der Bukarester Musikuniversität. Sie ist Gewinnerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, unter anderem ist sie Preisträgerin beim Young Opera Sin­gers of Europe-Wettbewerb, beim rumänischen Orange Preis für junge Musiker und beim Hariclea Darclée-Wettbewerb. 2011 gewann die junge Sängerin den renommierten BBC Cardiff Singer of the World-Wettbewerb – sie erhielt nicht nur den Hauptpreis, sondern auch den Dame Joan Sutherland Publikumspreis und war Finalis­tin beim Lied-Preis. Engagements führten sie unter anderem an die Mailänder Scala, nach Amsterdam, Edinburgh, an die Staatsoper Berlin, an die Bayerische Staatsoper in München und nach China. Sie ist seit 2011 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und war hier unter anderem als Susanna, Oscar, Lisa, Clorina, Musetta, junger Hirt, Najade, Marzelline, Stimme vom Himmel, Musetta und Elfe (Rusalka) zu hören.


 

Irina Lungu | Elettra

Die Sopranistin IRINA LUNGU lernte zunächst Klavier und Chorleitung und später Gesang und schloss ihre Studien in Russland im Jahr 2003 ab. Sie ist Preisträgerin mehrerer bedeutender internationaler Wettbewerbe, wie etwa des Tschaikowski-Wettbewerbs, des Operalia Wettbewerbs von Plácido Domingo, des Belvedere Wettbewerbs in Wien und des Voci Verdiane Wettbewerbs. 2003 bis 2005 war Irina Lungu Mitglied der Accademia del Teatro alla Scala in Mailand. Sie sang unter anderem an Häusern wie der Mailänder Scala (Nannetta, Adina, Violetta, Maria Stuarda, Marguerite), dem Royal Opera House Covent Garden in London (Musetta), der Metropolitan Opera in New York (Gilda, Musetta), der Bayerischen Staatsoper München (Liù), dem Opernhaus Zürich (Violetta),  an der Arena di Verona (Micaëla, Juliette, Donna Anna), in der Deutschen Oper Berlin (Violetta), am La Fenice in Venedig (Violetta), im Teatro Real in Madrid (Violetta), in Muscat (Liù), in Aix-en-provence (Gilda), an der Oper in Rom (Gilda), an der Opéra National de Paris (Gilda, Violetta), an der Hamburgischen Staatsoper (Violetta), am Teatro Regio in Turin (Marguerite), in Amsterdam (Marguerite). An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2015 als Violetta.

Carlos Osuna | Oberpriester Poseidons

CARLOS OSUNA was born in Mazatlán (Mexico) and studied vocal arts in his home country and at the Cardiff International Academy of Voice. In 2009 he became member of the opera studio of the Basel Theatre and took master classes with Grace Bumbry and Francisco Araiza as well as with Mirella Freni, Kiri Te Kanawa, Ileana Cotrubas, José Carreras and Sherril Milnes. The tenor for example received invitations to the Verbier Festival, the Welsh National Opera, the Opéra National de Lorraine in Nancy, the Festival Internacional de Santander. He celebrated great triumphs as (excerpt) Nemorino, Rodolfo, Pinkerton, in the title role Werther, as Beppe in Pagliacci and in Aus einem Totenhaus. Furthermore, Carlos Osuna is also very successful on the world´s concert stages. At the Wiener Staatsoper he for example sang Abdallo (Nabucco), Hauptmann (Simon Boccanegra), Gaston (La traviata), Aladdin (Aladdin und die Wunder­lampe, Kinderoper), Der große Sträfling (Aus einem Totenhaus), Beppe, Tebaldo (I vespri siciliani), Scaramuccio, (Ariadne auf Naxos), Narraboth (Salome), Hirt (Tristan und Isolde), Sir Hervey (Anna Bolena).

 

 

Idomeneo ist die erste Blüte des zur vollkommenen musikdramatischen Reife gelangten mozartschen Genies.
Ilia, die Tochter des letzten trojanischen Königs Priamos, lebt als Kriegsgefangene auf Kreta. Obwohl sie die Vernichtung ihrer Heimat durch die griechischen Verbündeten nicht vergessen kann, fühlt sie sich zu Idamante, dem Sohn des kretischen Königs Idomeneo, in Liebe hingezogen. Doch auch Elettra, die nach der Ermordung ihrer Mutter auf Kreta Zuflucht gefunden hat, liebt Idamante. Als dieser allen Trojanern die Freiheit schenkt, da die Schiffe seines heimkehrenden Vaters endlich gesichtet wurden, und überdies Ilia seine Liebe bekennt, stürzt Elettra in tiefste Verzweiflung. Idomeneo kann allerdings nur unter Mühen dem Seesturm, in den seine Schiffe geraten sind, entkommen. Erst sein Schwur, den ersten Menschen, der ihm nach der Landung begegnet, zu opfern, besänftigt den Meeresgott Neptun. Als Idomeneo feststellen muss, dass es niemand anderer als sein Sohn Idamante ist, dem er zuerst am Strand begegnet, sucht er nach einem Ausweg. Auf den Rat Arbaces sollen daher Elettra und Idamante Kreta verlassen und als neues Königspaar den Thron von Argos besteigen. Doch ein von Neptun entsandtes Ungeheuer, das während eines Gewitters aus dem Meer aufsteigt, verhindert die Abreise. Da Idamante von Ilia immer noch kein Liebesgeständnis erhalten hat und er die Härte seines Vaters ihm gegenüber nicht begreift, beschließt er, den Tod im Kampf mit dem Ungeheuer zu suchen. 
Als Idomeneo bekennt, dass nur die Opferung seines Sohnes Neptun versöhnen könne, breitet sich im Volk Bestürzung aus. Nun ist der König bereit, seinen Sohn darzubringen - und das, obwohl Idamante das Ungeheuer im Zweikampf besiegt hat. Als er zur Opferung des todesbereiten Idamante ansetzt, erklärt sich Ilia bereit, an seiner Stelle sterben zu wollen. Da verkündet eine Stimme, dass Idomeneo zurücktreten solle und Idamante und Ilia als König und Königin den Thron auf Kreta einzunehmen haben. Das Volk huldigt dem neuen Paar, nur Elettra verflucht ihr Schicksal.