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Fr. 02.11.2018, 18:00 - 22:30 Wien

Richard Wagner

Lohengrin

Dirigentin: Simone Young, Regie: Andreas Homoki
Mit Kwangchul Youn, Andreas Schager, Elza van den Heever, Evgeny Nikitin, Petra Lang

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Wagner  |  Musik
  • Simone Young  |  Dirigentin
  • Andreas Homoki  |  Regie
  • Wolfgang Gussmann  |  Ausstattung
  • Franck Evin  |  Licht
  • Werner Hintze  |  Dramaturgie

Simone Young | Dirigentin

Seit 2005 ist die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Simone Young Intendantin der Staatsoper Hamburg und Generalmusikdirektorin der Philharmoniker Hamburg. Hier dirigiert sie ein breites musikalisches Spektrum von Premieren und Repertoirevorstellungen von Mozart über Verdi, Puccini, Wagner, Strauss bis zu Hindemith, Britten, Henze. An der Hamburgischen Staatsoper und bei den Philharmonikern Hamburg konnte sie mit Uraufführungen und deutschen Erstaufführungen große Erfolge verbuchen. Engagements führten die in Sydney geborene Dirigentin an alle führenden Opernhäuser der Welt, u. a. in Paris, London, München, New York, Los Angeles. Neben ihrer Operntätigkeit machte sie sich auch auf dem Konzertpodium einen Namen. 1999-2002 leitete sie als Chefdirigentin das Bergen Philharmonic Orchestra, 2001-2003 war sie Künstlerische Leiterin und Chefdirigentin der Australian Opera in Sydney/Melbourne. Seit 2007 ist sie auch Erste Gastdirigentin des Lissabonner Gulbenkian Orchesters. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1993 mit La Bohème und leitete hier seither 25 Werke an rund 130 Abenden, darunter die Premieren von La Juive, Osud und Le villi.

Kwangchul Youn | Heinrich der Vogler, deutscher König

KWANGCHUL YOUN wurde in Korea geboren und erhielt seine Ausbildung an der Chong-Ju Universität sowie in Sofia und Berlin und wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet. 1988 gab er sein Debüt in Seoul, sang 1989/1990 an der Koreanischen Staatsoper und kam dann nach Europa. 1994 bis 2004 war er festes Ensem­blemitglied der Staatsoper Unter den Linden, mit der er auch weiterhin verbunden ist und wo er unter anderem in Aida, La Bohème, Don Carlo, Don Giovanni, Elektra, Fidelio, Nozze di Figaro, Die Meistersinger von Nürnberg, Parsifal, Tannhäuser, Tristan und Isolde und Die Zauberflöte zu erleben war. Einladungen folgte er unter anderem an die Opéra National de Paris und das Pariser Théâtre du Châtelet, zur RuhrTriennale, zu den Dresd­ner Musikfestspielen, nach Barcelona, Valencia, zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen, zum Ravinia Festival, an die Met. Auch als Konzertsänger ist er international erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte Kwangchul Youn 2002 als Figaro in Le nozze di Figaro und war hier außerdem auch als als Leporello, Ramfis, König Heinrich, Gurnemanz (Parsifal), Philippe II., Mé­phistophélès und Sarastro zu erleben.

Rolle an der Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2014/2015: Landgraf.

Andreas Schager | Lohengrin

ANDREAS SCHAGER studierte an der Universität für Musik in Wien. 2009 gab er sein Debüt bei den Tiroler Festspielen Erl als David in Die Meistersinger von Nürnberg. Seitdem sang er die Partien des Florestan (Fidelio), Max (Der Freischütz), Rienzi (Rienzi), Tristan (Tristan und Isolde) sowie die Rolle des Siegfried sowohl in der Götterdämmerung als auch in Siegfried. Verträge führten ihn an Häuser wie die Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Berlin, Teatro Real Madrid, Hamburgische Staatsoper, die Oper in Rom und die Mailänder Scala. Zu den Höhepunkten der jüngsten Vergangenheit gehören Apollo in Daphne in Cleveland und der Carnegie Hall in New York, Tristan in Rom, Gurrelieder in Paris, Erik (Fliegender Holländer) an der Hamburgischen und Berliner Staatsoper sowie bei den Bayreuther Festspielen 2016, Tannhäuser in Antwerpen, Siegmund in Leipzig und die Neuinszenierung von Fidelio an der Staatsoper Berlin. Laufende Projekte beinhalten u.a. Tamino sowie die Neuinszenierung von Parsifal an der Staatsoper Berlin, Tristan in Rom und Siegfried in Toronto, Leipzig und Wiesbaden. In den Spielzeiten 2017-2019 wird Andreas Schager bei den Bayreuther Festspielen die Titelpartie des Parsifal übernehmen.

 

Evgeny Nikitin | Friedrich von Telramund, brabantischer Graf

EVGENY NIKITIN wurde in Murmansk geboren und studierte ab 1992 am Konservatorium in St. Petersburg. Noch während seines Studiums debütierte er am Mariinski-Theater und wurde bald an wichtige Häuser und zu namhaften Festivals auf der ganzen Welt eingeladen. Im Jahr 2002 debütierte er an der Metropolitan
Opera in Krieg und Frieden und sang dort auch noch Colline, Pogner, Fasolt, Orest, Wanderer, Rangoni und Klingsor. An der Pariser Oper debütierte er 2005 im Der Dämon und sang bzw. singt dort auch noch Boris Godunow, Jochanaan, Klingsor,
Tomski, Gunther, Orest. Als Jochanaan debütierte er 2008 an der Bayerischen Staatsoper und gestaltete dort u.a. auch Telramund. Weiters sang er die Titelrolle inDer fliegende Holländer und Philipp II. (Baden-Baden), Amfortas (Berlin), Jochanaan (Zürich und Verbier), Boris Godunow, Amfortas, Wotan, Wanderer, Don Giovanni (Markiinski), Don Pizarro (Valencia). Zu seinen aktuellen Auftritten zählen unter anderem sein Debüt als Telramund in Amsterdam und als Scarpia in Chicago.
 

Petra Lang | Ortrud, seine Gemahlin

PETRA LANG wurde in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte nach abgeschlossenem Violinstudium Gesang bei Gertie Charlent und Ingrid Bjoner und arbeitete ihre Wagner-Partien auch mit Astrid Varnay. Aktuell studiert sie mit dem italieni­schen Tenor Angelo Loforese. Nach Anfängen im lyrischen Mez­zofach ist sie bekannt für die Darstellung ihrer Wagner-Rollen (Ortrud, Kundry, Sieglinde, Venus, Brangäne, Waltraute), Judith (Blaubarts Burg), Cassandre (Les Troyens), Marie (Wozzeck) und Ariadne (Ariadne auf Naxos). Die Sängerin sang an den großen Häusern diesseits und jenseits des Atlantiks, so zuletzt unter anderem am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Lyric Opera Chicago, an der Deutschen Oper Berlin, an der Budapester Staatsoper, der Münchner Staatsoper, der San Francisco Opera, der Pariser Oper, in Luzern, Bayreuth, Santiago, Salzburg, Edinburgh, Sevilla und Amsterdam. Sie ist auch als Lied- und Konzertsängerin erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte sie im Jahr 2002 als Fricka (Walküre) und sang hier weiters noch Fricka (Rheingold), Waltraute (Götter­dämmerung), Ortud, Kundry und Brangäne.

Das Werk um den gralgesandten Schwanenritter entstand nicht in einem Arbeitsgang, sondern im Zuge eines intensiven Ringens: 1846 war ein erster, 1847 ein zweiter Gesamtentwurf und erst 1848 die letztgültige Partitur vollendet – eine Partitur in der, laut Adorno, der Orchesterklang erstmals bei Wagner als Träger des Bühnengeschehens hervortritt.

Da die Ungarn nach einem neunjährigen Waffenstillstand das Ostfrankenreich erneut bedrohen, zieht König Heinrich I. durch all seine Herzogtümer und Grafschaften um ein großes Heer auszuheben. So kommt er auch nach Brabant, wo sich allerdings die Begeisterung, an einem Feldzug fern der Heimat teilzunehmen, in Grenzen hält. Darüber hinaus muss der König einen Streit um die brabantische Erbfolge schlichten: Elsa, die Tochter des verstorbenen Herzogs von Brabant wird von Friedrich von Telramund verklagt, ihren Bruder Gottfried ermordet zu haben. Unterstützt wird Telramund in seiner Anklage von seiner Ehefrau Ortrud, die aus jenem alten Geschlecht stammt, das früher einmal über Brabant geherrscht hatte. Ortrud, die in Wahrheit die Schuld an Gottfrieds Verschwinden hat, will einerseits die Herrschaft über Brabant für sich beziehungsweise ihre Familie zurückgewinnen und außerdem die alte heidnische Religion, sowie die ehemaligen Sitten und Gebräuche wieder ins Leben rufen.
Elsa, die von König Heinrich aufgefordert wird zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen, erzählt statt einer Verteidigung einen Traum, in dem ihr ein Ritter erschienen ist, um sie zu verteidigen. Als ein Gottesgericht ausgerufen wird, erscheint, von einem Schwan gezogen, tatsächlich jener von Elsa erträumte Ritter. Er bietet Elsa Schutz und Ehe an, unter der Bedingung, dass sie nie nach seinem Namen und seiner Herkunft fragt. Elsa gelobt dies und der fremde Ritter besiegt Telramund im gottesgerichtlichen Zweikampf, womit Elsas Unschuld erwiesen ist.
Ortrud, die sich mit dem Ausgang des Gottesgerichtes nicht abfinden möchte, kann Telramund noch einmal von Elsas vermeintlicher Schuld überzeugen. Außerdem versucht sie Zweifel hinsichtlich des zauberhaften Wesens des fremden Ritters in Elsas Herz zu säen. 
Als Elsa am Tag ihrer Hochzeit mit dem fremden Ritter zum Traualtar schreitet, macht ihr Ortrud den Vortritt streitig, da Elsa ja nicht einmal den Namen ihres zukünftigen Gatten nennen könne. Telramund bezichtigt seinerseits den fremden Ritter der Zauberei. Obwohl Ortrud und Telramund zurückgewiesen werden, keimen nun erste Zweifel in Elsas Brust.
Nach der Hochzeit werden Elsa und ihr Mann ins Brautgemach geführt, wo sie einander zum ersten Mal alleine gegenüberstehen. Von immer größerem Zweifel geplagt, stellt Elsa schließlich genau in jenem Moment die verbotene Frage, in dem Telramund ins Gemach eindringt um den fremden Ritter zu töten. Im nun folgenden kurzen Kampf wird Telramund zwar getötet, doch nutzt dieser Sieg Elsa nichts mehr: Als sich die Soldaten am nächsten Morgen versammeln, um an der Seite König Heinrichs und unter der Führung des von allen bewunderten fremden Ritters in den Krieg zu ziehen, enthüllt dieser sein Geheimnis – er ist Lohengrin, der Sohn des Gralskönigs Parzival. Da seine Identität nun aufgedeckt ist, muss er Elsa und Brabant wieder verlassen. Als Ortrud daraufhin triumphierend erklärt, dass sie selbst Elsas Bruder Gottfried in den Schwan Lohengrins verwandelt hat, löst Lohengrin, ehe er entschwindet, den Zauber durch ein Gebet und gibt dadurch Gottfried die menschliche Gestalt wieder.