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Sa. 20.10.2018, 20:00 - 22:15 Wien

Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa

Giselle

Dirigent: Paul Connelly, Choreographie: Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa  |  Choreographie
  • Paul Connelly  |  Dirigent
  • Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa  |  Choreographie und Inszenierung
  • Ingolf Bruun  |  Bühnenbild
  • Clarisse Praun-Maylunas  |  Kostüme

Paul Connelly | Dirigent

Paul Connelly, ausgebildet am New England Conservatory of Music in Boston, ist weltweit als einer der renommiertesten Ballettdirigenten anerkannt. Er war Erster Kapellmeister des American Ballet Theatre, Dirigent des New York City Ballet, von „Nureyev and Friends“, „Baryshnikov and Co.“, des National Ballet of Canada, The Royal Ballet London, The Birmingham Royal Ballet, Het Nationale Ballet Amsterdam, der Mailänder Scala, der Pariser Oper und des Staatsballett Berlin, um nur einige seiner zahlreichen Verpflichtungen zu nennen. Ebenso gefragt ist er als Dirigent von Opern und überdies ist er Ständiger Gastdirigent des Orchestre Colonne in Paris. Sein Debüt an der Wiener Staatsoper feierte Paul Connelly 1991 als Dirigent einer Ballett-Gala, sein Debüt als Operndirigent im Haus am Ring folgte 1992 mit Il barbiere di Siviglia. Seine weiteren Ballettdirigate an der Wiener Staatsoper galten Nussknacker, Romeo und Julia und Dornröschen.

Maria Yakovleva | Giselle

Geboren in St. Petersburg (Russland). Von 1996 bis 2004 absolvierte sie ihr Studium an der St. Petersburger Waganowa-Akademie des Russischen Balletts. In der Saison 2004/2005 war sie Mitglied des Balletts des Mariinski-Theaters, wo sie mit Solopartien des klassischen Repertoires betraut wurde. 2005 wurde sie als Solotänzerin an das Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper engagiert, 2010 erfolgte ihre Ernennung zur Ersten Solotänzerin des Wiener Staatsballetts.

Zu ihren Rollen zählen die Titelrolle in Pierre Lacottes "La Sylphide", Bauernpaar und Zulma in Elena Tschernischovas „Giselle“, Kitri in Rudolf Nurejews „Don Quixote“, Odette/Odile und Gefährtin des Prinzen in Rudolf Nurejews „Schwanensee“, Prinzessin Aurora, Verzauberte Prinzessin und Fee der Lebensfreude in Peter Wrights "Dornröschen", Lise in Frederick Ashtons „La Fille mal gardée“, Swanilda in „Coppélia“ von Gyula Harangozó sen., Clara in Rudolf Nurejews "Der Nussknacker", Prinzessin Maria in Gyula Harangozós „Der Nussknacker“, Bella in Roland Petits „Die Fledermaus“, Ada in Maurice Béjarts „Le Concours“, Julia in John Crankos „Romeo und Julia“, die Titelrolle in Kenneth MacMillans „Manon“, Baronesse Mary Vetsera in Kenneth MacMillans „Mayerling“, Hamsatti und Solo-Schatten in Vladimir Malakhovs „Die Bajadere“, Olga in John Crankos „Onegin“, Hermia in Jorma Elos „Ein Sommernachtstraum“, Verlobte des Jungen Dichters in „Platzkonzert“ von Gyula Harangozó sen., "Études" von Harald Lander, Vivette in Roland Petits "L´Arlésienne", Partien in Ben van Cauwenberghs „Tanzhommage an Queen“, George Balanchines „Rubies“, Serge Lifars "Suite en blanc", Jerome Robbins’ „In the Night“ und „Glass Pieces“, Rudi van Dantzigs „Vier letzte Lieder“, John Neumeiers "Bach Suite III", Twyla Tharps „Variationen über ein Thema von Haydn“, Nils Christes "Before Nightfall", William Forsythes „The Second Detail“, Myriam Naisys „Ederlezi“, Jorma Elos „Glow – Stop“ und David Dawsons "A Million Kisses to my Skin", Ausschnitte aus Marius Petipas "Die Bajadere" (3. Akt) sowie Pas de six aus Rudolf Nurejews „Raymonda“, Pas de deux „Le Corsaire“ und Variation in Marius Petipas Grand Pas aus „Paquita“ sowie Wassili Wainonens "Moszkowski-Walzer". In Patrick de Banas „Ludwig II – The Swan King“ kreierte sie die Partie der Kaiserin Elisabeth.

Gastspiele führten sie in zahlreiche europäische Länder und nach Übersee. Auszeichnung: Für ihre Auftritte in George Balanchines „Rubies“ wurde sie für den Prix Benois de la Danse 2011 nominiert.

Masayu Kimoto | Herzog Albrecht

Geboren in Hyogo (Japan). Seine Ausbildung erfolgte am Nakata Ballett Theater in Himeji, an der Ecole Supérieure de Danse de Cannes Rosella Hightower und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris. Sein erstes Engagement trat er 2006 im Semper Oper Ballett Dresden an, 2008 wurde er Mitglied des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper. Seine Ernennung zum Halbsolisten des Wiener Staatsballetts erfolgte 2011. 2013 avancierte er zum Solotänzer.
Wichtigste Rollen: James in Pierre Lacottes „La Sylphide“, Basil in Rudolf Nurejews „Don Quixote“, Bauernpaar in Elena Tschernischovas „Giselle“, Gefährte des Prinzen und Polnischer Tanz in Rudolf Nurejews „Schwanensee“, Pastorale in Rudolf Nurejews „Der Nussknacker“, Prinz in Peter Wrights "Dornröschen", Spiderman und Chinesischer Tanz in Gyula Harangozós „Der Nussknacker“, Csárdás-Solist in Roland Petits „Die Fledermaus“, Freund und Variationstänzer in Maurice Béjarts „Le Concours“, Ungarischer Offizier in Kenneth MacMillans „Mayerling“, Partien in George Balanchines „Thema und Variationen“, Serge Lifars „Suite en blanc“, Harald Landers „Études“, Jerome Robbins’ „In the Night“ und „Glass Pieces“, Rudi van Dantzigs "Vier letzte Lieder", Twyla Tharps „Variationen über ein Thema von Haydn“, John Neumeiers „Bach Suite III“ und "Vaslaw", Nils Christes „Before Nightfall“, William Forsythes „The Vertiginous Thrill of Exactitude“, „The Second Detail“, „Skew-Whiff“ von Paul Lightfoot und Sol León, Patrick de Banas „Windspiele“, David Dawsons „A Million Kisses to my Skin“, Jiří Bubeníčeks „Le Souffle de l’ esprit“, Thierry Malandains „Mozart à 2“, András Lukács’ „Duo“, Marco Goeckes „Mopey“ und José Martinez’ „Delibes Suite“.
Gastspiele führten ihn in zahlreiche europäische Länder und nach Übersee.
Auszeichnung: Förderpreis des Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper (2011).

Kiyoka Hashimoto | Myrtha

Geboren in Hyogo (Japan). Ausgebildet im Izumi Ballet in Japan und im Cannes Jeune Ballet, wurde sie 2004 an das Dresden Semperoper Ballett engagiert. 2008 wurde sie Mitglied des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper, 2010 erfolgte ihre Ernennung zur Halbsolistin des Wiener Staatsballetts, 2012 avancierte sie zur Solotänzerin.
Zu ihren wichtigsten Rollen zählen Odette/Odile, Gefährtin des Prinzen und Kleiner Schwan in Rudolf Nurejews "Schwanensee", Kitri/Dulcinea in Rudolf Nurejews "Don Quixote", Clara und Pastorale in Rudolf Nurejews "Der Nussknacker", Effie und Pas de deux in Pierre Lacottes "La Sylphide", Kitris Freundin, Amor und Erste Brautjungfer in Rudolf Nurejews „Don Quixote“, Manu-Tanz und Solo-Schatten in Vladimir Malakhovs „Die Bajadere“, Verzauberte Prinzessin, Fee der Lebhaftigkeit und Pas de quatre in Peter Wrights "Dornröschen", Kronprinzessin Stephanie in Kenneth MacMillans „Mayerling“, Solo-Schneeflocke und Chinesischer Tanz in Gyula Harangozós „Der Nussknacker“ sowie Partien in Harald Landers "Ètudes", Rudi van Dantzigs "Vier letzte Lieder", Stephan Thoss' "Blaubarts Geheimnis", George Balanchines „Who Cares?“, Serge Lifars "Suite en blanc", Wachtang Tschabukianis Pas de six aus „Laurencia“, Jerome Robbins’ „Glass Pieces“ und "Other Dances", John Neumeiers „Bach Suite III“ und "Vaslaw", Nils Christes "Before Nightfall", William Forsythes „The Vertiginous Thrill of Exactitude“, Jean-Christophe Maillots "Vers un Pays Sage", Agrippina Waganowas Pas de deux "Diana und Aktäon", Manuel Legris’ „Donizetti Pas de deux“, "Skew-Whiff" von Paul Lightfoot und Sol León, Helen Picketts "Eventide", David Dawsons "A Million Kisses to my Skin", Jiří Bubeníčeks „Le Souffle de l’esprit“, Thierry Malandains „Mozart à 2“.
Gastspiele führten sie in zahlreiche europäische Länder und nach Übersee.

AKT I
In einem Dorf in einer Weingegend zeigt sich Herzog Albrecht, nachdem er Mantel und Degen, die Zeichen seiner höfischen Herkunft, in einer Hütte versteckt hat, in Verkleidung eines Bauernburschen. Er ist gekommen, um dem Bauernmädchen Giselle den Hof zu machen; beide gestehen einander ihre Liebe. Eifersüchtig beobachtet der Wildhüter Hilarion, der meint, Rechte auf Giselle zu haben, die Szene. Giselle fordert vorbeikommende Winzerinnen zum gemeinsamen Tanz auf, auch Albrecht wird in diesen Tanz miteinbezogen. Die Mutter versucht Giselle zu zügeln und erzählt warnend vom Schicksal der Wilis, jener noch vor der Hochzeit gestorbenen Mädchen, die dazu verurteilt sind, jede Nacht zu tanzen. Giselle verwirft diese dunklen Ahnungen. Der Herzog von Kurland macht mit seiner Tochter Bathilde, der Verlobten Albrechts, auf einer Jagd bei Giselles Haus halt. Dem Herzog ist dieser Ort nicht fremd: Ein Liebesabenteuer, dem Giselle entsprossen war, hatte ihn einst hierhergeführt. Der Herzog, der das Geheimnis um Giselles adlige Abkunft nur mit ihrer Mutter teilt, gestattet seiner legitimen Tochter, die vom Charme Giselles entzückt ist, dieser ihre Kette zu schenken. Während der Herzog und Bathilde im Haus Rast halten, feiern die Winzer eine reiche Ernte. Giselle wird zur Königin der Weinlese gekrönt. Gemeinsam mit Albrecht, der sich vor der Jagdgesellschaft verborgen gehalten hatte, schließt sie sich dem Tanz eines Bauernpaares an. Hilarion, der Albrechts Degen gefunden hatte, beschließt, den Rivalen öffentlich bloßzustellen. Sein Plan glückt. Verwundert fragt Bathilde ihren Verlobten, was ihn denn in dieser Verkleidung hierherführe; eine plötzliche Laune, antwortet Albrecht. Da muss Giselle erkennen, dass sie getäuscht wurde, dass die Liebe Albrechts nur vorgegeben und bloßes Spiel war. Giselles Verstand beginnt sich zu verwirren, sie beginnt zu rasen und sinkt schließlich tot zu Boden. Albrecht ist zutiefst erschüttert.
AKT II
Hilarion sucht im Wald Giselles Grab auf. Die Mitternachtsstunde ist gekommen. Da blitzen plötzlich Irrlichter auf. Entsetzt flieht Hilarion. Myrtha, die Königin der Wilis, erscheint. Kraft ihres Zauberzweiges holt sie die Wilis aus ihren Gräbern. Schließlich folgt auch Giselle diesem magischen Ruf. Sie wird in die Gemeinschaft der Wilis aufgenommen. Auch Albrecht hat sich an Giselles Grab eingefunden und will daran trauern. Immer wieder erscheint ihm Giselle; es gelingt ihm jedoch nicht, sie festzuhalten. Währenddessen wird Hilarion von den Wilis verfolgt. Sie zwingen ihn, sich zu Tode zu tanzen. Ihr nächstes Opfer soll Albrecht sein. Giselle fleht bei Myrtha um Gnade. Vergebens: Die Königin der Wilis befiehlt Giselle, zu tanzen, um Albrecht vom schützenden Kreuz wegzulocken. Die List gelingt. Albrecht vermag Giselles Tanz nicht zu widerstehen und folgt ihr. Schon beginnen seine Kräfte zu erlahmen. Da läuten die Morgenglocken, und die aufgehende Sonne bannt die Zaubermacht der Wilis. – Giselle entschwindet, gebrochenen Herzens sinkt Albrecht zu Boden ...