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Fr. 28.09.2018, 19:00 - 21:30 Wien

Jules Massenet

Werther

Dirigent: Frédéric Chaslin, Regie: Andrei Serban
Mit Dmitry Korchak, Clemens Unterreiner, Sophie Koch

 
Diese Produktion wird ermöglicht mit Unterstützung von
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer

Frédéric Chaslin | Dirigent

Der Dirigent, Pianist, Komponist und Autor FRÉDÉRIC CHASLIN wurde in Paris geboren und erhielt seine Ausbildung am Konser­vatorium seiner Heimatstadt sowie am Salzburger Mozarteum. 1989 begann er seine Karriere als Assistent von Daniel Baren­boim in Paris und bei den Bayreuther Festspielen. 1991 wurde er Assistent von Pierre Boulez beim Ensemble Intercontemporain. Sein internationales Debüt als Dirigent gab Frédéric Chaslin im Jahr 1993 bei den Bregenzer Festspielen. Er war drei Jahre lang Musikdirektor der Opéra de Rouen. Von 1999 bis 2002 war er Chefdirigent des Jerusalem Symphony Orchestra. 2002 debütierte er an der New Yorker Metro­politan Opera. Seine Auftritte führten ihn weiters unter anderem nach Berlin, München, Leipzig, Madrid, Barcelona, Rom, Venedig, Paris, London, Los Angeles und Tokio. An der Wiener Staats­oper debütierte er im Jahr 1997 und leitete hier eine große Anzahl an Aufführungen, etwa Il bar­biere di Siviglia, La Bohème, Les Contes d’Hoffmann, L’elisir d’amore, Guillaume Tell, Lucia di Lammermoor, Macbeth, Tosca, La traviata, I puritani, Roberto Devereux, Stiffelio, Mefistofele, Werther und La Juive.

 

 

Dmitry Korchak | Werther

Seit der Tenor DMITRY KORCHAK 2004 einen Preis beim Fran­cisco Viñas-Wettbewerb in Barcelona sowie zwei Preise bei Plá­cido Domingos Operalia-Wettbewerb in Los Angeles gewonnen hatte, gehört er zu den gefragtesten Sängern seines Faches. Er wurde 1979 in Russland geboren und studierte Gesang und Di­rigieren in Moskau. Zu seinen jüngsten Engagements gehören Elvino (La sonnambula) in Rom, Verona, Sevilla und an der Carnegie Hall; Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia) in Los Angeles, an der Berliner Staatsoper, in Toulouse, Nemorino in Paris, am ROH Covent Garden, an der Nederlandse Opera, Bayerischen Staatsoper, die Titel­partie in Dom Sébastien in Pesaro, Japan, an der Scala, Tonio (La Fille du régiment) in Ham­burg, Lenski und Don Ramiro in Valencia, Ferrando in Tokio, Fernand (La Favorite) in Dresden, Don Ottavio in Valencia, Osiride (Mosè in Egitto) in Pesaro. Aktuelle Auftritte führen ihn unter anderem als Duca (Rigoletto) nach Köln oder als Nadir (Les pêcheurs de perles) nach Paris und Neapel. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2008 als Nemorino und sang hier seither auch noch Don Ottavio, Conte d’Almaviva, Ramiro und Lenski.

Clemens Unterreiner | Albert

CLEMENS UNTERREINER was born in Vienna. In 1998 he began his vocal art studies with Hilde Rössel-Majdan, Gottfried Hornik, Helena Lazarska and Wicus Slabbert. Numerous national and international opera and operetta productions as well as lied evenings, oratories and church concerts. Guest soloist in the Große Saal of the Wiener Musikverein, at the Wiener Konzerthaus, Palau de la Musica and other international concert halls. Member of the ensemble of the Wiener Staatsoper since 2005, where Clemens Unterreiner for example sang Sharpless, Faninal, Donner, Harlekin, Melot, Brétigny, Schtschelkalow, Oberpriester des Apollon(Alceste), Happy (La fanciulla del West), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos),Schaunard. Also as guest soloist at the Volksoper Wien he very successfully performed as Papageno or Sharpless. Further engagements led him to the New York Carnegie Hall, the Royal Opera House Copenhagen, to the Strasbourgh Opera, the Salzburger Festspiele, Opera de Nice, Linzer Landestheater, the Oper Chur, the Sommerfestspiele Heidenheim as well as to the Richard Wagner Festival Budapest.

 

Portrait Clemens Unterreiner

Sophie Koch | Charlotte

SOPHIE KOCH studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und gewann den ersten Preis beim renommierten niederländischen Hertogenbosch-Wettbewerb. Ihre ersten großen Erfolge feierte sie am Royal Opera House Covent Garden in London (in Il barbiere di Siviglia und Così fan tutte) und an der Semperoper in Dresden (in Ariadne auf Naxos). Weitere Auftritte führten sie bald an die Bayerische Staatsoper München, nach Wien, Berlin, Mailand, Paris, Toulouse, Brüssel, Madrid, Genf sowie zu den Salzburger Festspielen. Aktuelle Auftritte umfassen Marie (Dialogues des Carmélites) in Nizza, Komponist (Ariadne auf Naxos), Waltraute (Götterdämmerung) und Venus (Tannhäuser) in Paris, Charlotte (Werther) in Madrid und London, die Titelpartie in Mignon in Genf. Sophie Koch ist auch als Lied- und Konzertsängerin international erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte sie im Jahr 1999 als Octavian im Rosenkavalier und sang hier außerdem Komponist, Rosina (Il barbiere di Siviglia), Nicklausse (Les Contes d’Hoffmann), Dorabella (Così fan tutte), Zerlina (Don Giovanni), Cherubino (Le nozze di Figaro), Charlotte und Silla (Palestrina).

 

Benedikt Kobel | Schmidt

BENEDIKT KOBEL stammt aus Wien und studierte an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gastspiele führten ihn an die Semperoper, nach Leipzig, Köln, Frankfurt, an das Gärtnerplatztheater, die Zürcher Oper, die Grazer Oper, zum Festival dei Due Mondi in Spoleto, an die Arena di Verona und die Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debütier­te Benedikt Kobel 1986 als 1. Gondoliere (La gioconda). Es folgten hier u. a. Arturo (Lucia di Lammermoor), Kunz Vogel­gesang (Die Meistersinger von Nürnberg), Raffaele (Stiffelio), Narraboth (Salome), Steuermann (Fliegender Holländer), Malcolm (Macbeth), Don Curzio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Henry (Die schweigsame Frau), Don Gaspar (La Favorite), Oloferno (Lucrezia Borgia), Spoletta (Tosca), Andres (Wozzeck), Dr. Blind (Die Fledermaus), Abdallo (Nabucco), Monostatos und 1. Priester (Zauberflöte), Goro (Madama Butterfly), Rodrigo (Otello), Tschaplitzki (Pique Dame), Jaquino (Fidelio), Ed­mondo (Manon Lescaut), Missail (Boris Godunow), Cajus (Falstaff) und Schmidt (Werther). 

Hans Peter Kammerer | Le Bailli

HANS PETER KAMMERER wurde in Südtirol geboren und stu­dierte unter anderem bei KS Walter Berry an der Musikhoch­schule Wien. Erste Engagements führten ihn an die Wiener Kammeroper und zu den Bregenzer Festspielen. Weiters sang er an der Staatsoper Berlin, am Brüsseler La Monnaie und bei den Pfingstfestspielen in Salzburg, beim Festival Mozart in Schönbrunn, an der Opéra Bastille, am Staatstheater Stuttgart, in Genf und an den Opernhäusern von Barcelona und Lyon so­wie an der Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debü­tierte er 1995 als Dancaïro (Carmen). Es folgten u. a. Ascanio (Gesualdo), Marullo (Rigoletto), Barbier (Schweigsame Frau), Achter Stammesfürst (Moses und Aron), Graf Dominik (Arabel­la), Spalanzani (Les Contes d’Hoffmann), Hauptmann (Eugen Onegin), Haly (L’italiana in Algeri), Masetto (Don Giovanni), Haushofmeister (Ariadne auf Naxos), Papageno, Dr. Falke, Gubetta (Lucrezia Borgia), Kleiner Sträfling (Aus einem Totenhaus), Wagner (Faust), Mitjuch (Boris Godunow). Außerdem wirkte er in Kinderopern sowie in Zimmermanns Weiße Rose im Parlament mit. 

Maria Nazarova | Sophie

Die russische Koloratursopranistin MARIA NAZAROVA wurde in Dnepropetrovsk (Ukraine) geboren. Ihre Gesang- und Schauspielausbildung erhielt sie an der Russischen Akademie für Theaterkunst im Fach Musiktheater in Moskau. Nach Abschluss ihres Diplomstudiums mit Auszeichnung absolvierte sie 2011 am Mozarteum Salzburg ein Masterstudium im Fach Gesang mit dem Schwerpunkt Barockmusik. Maria Nazarova konzertierte als Solistin in Europa, in Russland sowie in Großbritannien und ist mehrfache Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe. Sie war Finalistin des International Hans Gabor Belvedere Singing Competition 2014 in Düsseldorf und wurde mit dem Ersten Preis beim International Opera Singing Competition 2015 in Portofino (Italien) ausgezeichnet. Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied der Opernklasse an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. 2015/2016 erhielt sie einen Stipendiatenvertrag an der Wiener Staatsoper und sang dort u. a. Despina, Clorinda, Oscar und Barbarina. Außerdem war sie als Taumännchen (Hänsel und Gretel) an der Wiener Volksoper zu erleben, als Lisa (La Sonnambula) am Staatstheater am Gärtnerplatz München, als Despina am Bolschoi-Theater Moskau und als Gretel mit dem Staatlichen Symphonieorchester Vilnius zu hören. Ab der Spielzeit 2016/2017 gehört sie zum festen Solistenensemble der Staatsoper Wien.

Ayk Martirossian | Johann

AYK MARTIROSSIAN wurde in Armenien geboren und studierte an der Russischen Gnessin Akademie. 1994-1996 war er Solist am Moskauer Neuen Opern Theater, 1996-2004 Solist am Bolschoi- Theater. Auftritte führten ihn an die Bayerische Staatsoper, die Met, das Teatro Massimo di Palermo, das Teatro La Fenice, an die Tokio Opera, an das Teatro Lirico di Trieste, nach San Francisco, an die Canadian Opera, nach Las Palmas, Tel Aviv, nach Florenz, Turin, Lissabon, Hamburg. Zu seinem Repertoire zählen Zaccaria, Fiesco, Lord Sidney, Balthasar, Basilio, Ferrando, Boris, Pimen, Gremin, Colline, Fafner, Geronte, Padre Guardiano, Raimondo, Alvise, Oroveso, Sparafucile, Timur, Il Grande Inquisitore, Filippo II, Don Ruy Gomez de Silva. Er arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Renato Polumbo, Marcelo Viotti, Seiji Ozawa, Paolo Carigniani, Fabio Luisi, Michael Tilson Thomas, Asher Fisch und Simone Young zusammen. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied er ist, debütierte er 1998 und war hier zuletzt u.a. als König (Aida), alter Zwangsarbeiter (Lady Macbeth von Mzensk), Oberpriester des Baal (Nabucco) zu hören.

Mitten im Hochsommer probt der verwitwete Amtmann mit seinen noch minderjährigen Kindern Weihnachtslieder. Werther, der zu Besuch kommt, gerät über die wunderbare Natur ins Schwärmen. Als er die Liebe sieht, die die Kinder ihrer Schwester Charlotte, der einzigen erwachsenen Tochter des Amtmannes, entgegenbringen, ist er tief beeindruckt. Mit Charlotte allein geblieben gesteht er ihr seine Liebe. Doch Charlotte weicht ihm aus und weist ihn auf einen Schwur hin, den sie ihrer sterbenden Mutter geleistet hatte: Albert, ihren Verlobten, zu heiraten. Da trifft die Nachricht ein, dass Albert zurückgekehrt ist. Werther bleibt verzweifelt zurück. Einige Monate nach der Hochzeit von Albert und Charlotte kommt es zu einer Aussprache zwischen den beiden Rivalen. Albert scheint Werther die frühere Leidenschaft zu verzeihen. Kaum sind Charlotte und Werther allein, beteuert er ihr gegenüber allerdings erneut seine Liebe. Charlotte weist ihn abermals zurück und erlaubt ihm erst zu Weihnachten das nächste Wiedersehen. Werther flieht und lässt Sophie, die 15-jährige Schwester Charlottes, weinend zurück. Sie hat sich unglücklich in ihn verliebt. Am Weihnachtstag liest Charlotte, die nun ebenfalls Werther zugetan ist, seine Briefe. Eine darin enthaltene Selbstmorddrohung lässt sie erschrecken. Als Sophie hinzukommt und von Werther spricht, bricht Charlotte in Tränen aus. Kaum ist sie wieder allein, kommt Werther ganz unerwartet zu ihr. Er fordert einen Kuss, den ihm Charlotte aber verweigert. Daraufhin verlässt Werther Charlotte und schickt Albert einen Brief, in dem er ihn um seine Pistole bittet, die dieser ihm auch schicken lässt. Da werden Charlotte die Selbstmordabsichten Werthers bewusst und sie begibt sich auf die Suche nach ihm. Doch trifft Charlotte ihn nur mehr sterbend an. Jetzt, wo alles zu spät ist, bekennt sie ihm ihre Liebe. Im Hintergrund singen die Kinder jenes Weihnachtslied, das sie im Sommer einstudiert haben.