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Do. 13.09.2018, 19:30 - 22:00 Wien

Richard Strauss

Ariadne auf Naxos

Dirigent: Patrick Lange, Regie: Sven-Eric Bechtolf
Mit Peter Matić, Jochen Schmeckenbecher, Sophie Koch, Charles Workman, Hila Fahima, Adrianne Pieczonka

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Strauss  |  Musik
  • Patrick Lange  |  Dirigent
  • Sven-Eric Bechtolf  |  Regie
  • Rolf Glittenberg  |  Bühne
  • Marianne Glittenberg  |  Kostüme
  • Jürgen Hoffmann  |  Licht

Patrick Lange | Dirigent

Der 1981 in der Nähe von Nürnberg geborene Patrick Lange zählt zu den vielversprechenden Talenten der jungen Dirigentengeneration. Als Assistent Abbados arbeitete er mit den Berliner Philharmonikern, mit der Orchestra Mozart Bologna und mit dem Lucerne Festival Orchestra. 2009 war er mit Così fan tutte mit der Glyndebourne Opera in England auf Tournee. 2011 dirigierte er die Academy of St. Martin in the Fields auf einer Deutschland-Tour. Seine Laufbahn als Operndirigent begann er in Luzern (Falstaff, Don Giovanni). Mit Le nozze di Figaro debütierte er 2007 an der Komischen Oper. Seit 2008 wirkte er dort als 1. Kapellmeister, 2010 erfolgte seine Ernennung zum Chefdirigenten des Hauses (bis 2012). 2010/2011 eröffnete er mit den Meistersingern, später folgten Rigoletto, Rusalka und Idomeneo. 2011/2012 leitete er u. a. Freischütz, Der Rosenkavalier und Meistersinger an der Komischen Oper Berlin und La traviata am Covent Garden London. In der laufenden und nächsten Spielzeit folgen Die Entführung aus dem Serail an der Bayerischen Staatsoper, in Zürich Die Entführung aus dem Serail, Jenufa und Faust. 2010 debütierte er mit Madama Butterfly an der Wiener Staatsoper, wo er seither u. a. Don Giovanni, Così fan tutte, Die Zauberflöte für Kinder, Eugen Onegin und Die Fledermaus dirigierte.

Marcus Pelz | Lakai

MARCUS PELZ wurde in Stuttgart geboren, studierte Sologe­sang, Lied und Oratorium, klassische Operette sowie das Fach Alte Musik am Konservatorium der Stadt Wien und absolvierte die Opernschule der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Erste Engagements am Landestheater St. Pöl­ten, an der Wiener Kammeroper (1995-1997) und der Neuen Oper Wien legten den Grundstein für seine Verpflichtung an die Wiener Staatsoper (seit 1999 als Ensemblemitglied). Gas­tengagements führten ihn u.a. in der Titelpartie von Wozzeck an das Teatro Avenida in Buenos Aires und zu dem Maggio Musicale in Florenz mit dem Rosen­kavalier. Sein Repertoire im Haus am Ring umfasst mehr als achtzig Partien u. a. Hermann, Gregorio, Schaunard, Notar u. Polizeikommissar, Kothner und Konrad Nachtigall, Sprecher u. 2. Priester, Antonio, Phorbas, Angelotti, Donald, Gualtiero Raleigh, Alessio, Masetto, Haly, Johann, 1. Schäfer, Albert, Altgesell und Saretzki. Sehr beliebt beim jungen Publikum sind sei­ne Auftritte im Rahmen der Kinderoper-Vorstellungen auf dem Dach der Wiener Staatsoper.

Peter Matić | Der Haushofmeister

Peter Matic wrude 1937 in Wien geboren. Hier absolvierte er seine Schauspielausbildung und war von 1960 bis 1968 am Theater an der Josefstadt engagiert. Es folgten Engagements in Basel und an den Münchner Kammerspielen, bis er ans Berliner Schillertheater wechselte, wo er 22 Jahre lang tätig war. 1993 spielte er erstmalig am Burgtheater, wo er seither in einer großen Anzahl an Rollen zu erleben war, u. a. Hofrat Winkler in Professor Bernhardi, der Mann in der Uraufführung Die letzte Nacht im September, Mars in Orpheus in der Unterwelt, Chargen- und Frauendarsteller in Die Riesen vom Berge, König Peter in Leonce und Lena, 1. Totengräber in Hamlet, Lysias in Die Tochter der Luft, Pandarus in Troilus und Cressida, General in Der Unbestechliche, Kardinal in Immanuel Kant, mehrere Rollen in Der Narr und seine Frau heute Abend in Pancomedia, Onkel Gustav in Feuerwerk, Patriach von Jerusalem in Nathan der Weise, Mason/Phipps in Der ideale Mann. Peter Matic war an der Volksoper in mehreren Rollen, etwa als Oberst Pickering in My Fair Lady zu erleben. 2001 erhielt er den Albin-Skoda-Ring. 2006 wurde er zum Kammerschauspieler ernannt. An der Wiener Staatsoper war er als Haushofmeister zu erleben.

Jochen Schmeckenbecher | Ein Musiklehrer

JOCHEN SCHMECKENBECHER stammt aus Hockenheim und studierte in Köln und New York. Nach ersten Festengagements im Hagen und der Komischen Oper Berlin ist er freischaffend tätig. Zuletzt sang er u.a. Dr. Kolenatý (Die Sache Makropulos) und Kurwenal an der Pariser Bastille. Kommende Pläne beinhalten Produktionen am Liceu, an der Oper Leipzig, am ROH Covent Garden, am Palais Garnier in Paris sowie Konzerte. Wesentliche Projekte der letzten Zeit waren seine Debüts an der Bayerischen Staatsoper als Marquis de la Force (Dialogues des Carmelites) und am ROH Covent Garden als Alberich (Siegfried) sowie Alberich im gesamten Ring-Zyklus an der Oper Frankfurt und konzertant in der Berliner Philharmonie. Darüber hinaus folgte er Einladungen als Amfortas nach Frankfurt und Turin, Dr. Kolenatý zu den Salzburger Festspielen, Kurwenal nach Lyon, Pizarro an die Semperoper, vier Bösewichte (Contes d‘Hoffmann) an die Wiener Volkoper, Klingsor, Frank, Beckmesser, Faninal, Papageno an die Berliner Staatsoper, als Musiklehrer u.a. an die Met und die Scala, als Wozzeck ans Liceu, nach Madrid und Hamburg. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 als Musiklehrer und sang hier noch Kurwenal.

 

Sophie Koch | Der Komponist

SOPHIE KOCH studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und gewann den ersten Preis beim renommierten niederländischen Hertogenbosch-Wettbewerb. Ihre ersten großen Erfolge feierte sie am Royal Opera House Covent Garden in London (in Il barbiere di Siviglia und Così fan tutte) und an der Semperoper in Dresden (in Ariadne auf Naxos). Weitere Auftritte führten sie bald an die Bayerische Staatsoper München, nach Wien, Berlin, Mailand, Paris, Toulouse, Brüssel, Madrid, Genf sowie zu den Salzburger Festspielen. Aktuelle Auftritte umfassen Marie (Dialogues des Carmélites) in Nizza, Komponist (Ariadne auf Naxos), Waltraute (Götterdämmerung) und Venus (Tannhäuser) in Paris, Charlotte (Werther) in Madrid und London, die Titelpartie in Mignon in Genf. Sophie Koch ist auch als Lied- und Konzertsängerin international erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte sie im Jahr 1999 als Octavian im Rosenkavalier und sang hier außerdem Komponist, Rosina (Il barbiere di Siviglia), Nicklausse (Les Contes d’Hoffmann), Dorabella (Così fan tutte), Zerlina (Don Giovanni), Cherubino (Le nozze di Figaro), Charlotte und Silla (Palestrina).

 

Adrianne Pieczonka | Die Primadonna (Ariadne)

Die kanadische Sopranistin ADRIANNE PIECZONKA wurde zu Beginn ihrer Karriere an die Wiener Volksoper engagiert und wurde dann Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Dort begann sie ihre internationale Karriere, die sie in alle großen Opernhäuser und Musikzentren der Welt führte. Am ROH Co­vent Garden in London sang sie Donna Anna, an der Mailänder Scala in Otello, Rosenkavalier und Tannhäuser, an der Metro­politan Opera in Pique Dame, Walküre und Simon Boccaneg­ra, bei den Münchner Opernfestspielen in Ariadne auf Naxos, beim Maggio Musicale in Florenz in Die Frau ohne Schatten. An der Pariser Oper Bastille war sie als Senta zu erleben und an der Canadian Opera Toronto sang sie ihre erste Leonore. Bei den Salzburger Festspielen sang sie in Don Carlo und im Rosenkavalier, bei den Bayreuther Fest­spielen Sieglinde und Senta. In Aix en Provence debütierte sie als Chrysothemis. An der Wiener Staatsoper sang sie u. a. Contessa d’Almaviva, Antonia, Tatjana, Donna Anna und Donna Elvira, Senta, Marschallin, Elsa, Eva, Desdemona, Arabella und Ariadne. Adrianne Pieczonka ist Österrei­chische Kammersängerin, „Officer of the Order of Canada“ und seit 2010 Mitglied der Royal So­ciety of Canada.

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: Tosca, Elisabeth (Don Carlos ital.).

Hila Fahima | Zerbinetta

HILA FAHIMA graduierte an der Jerusalem Rubin Academy for Music, wo sie bei Agnes Massini gelernt hatte. Bereits während ihres Studiums trat sie in mehreren Produktionen auf, darunter als Adele in der Fledermaus, als Belinda in Dido and Aeneas, als Susanna in Le nozze di Figaro und als Frasquita in Carmen. 2010 debütierte sie an der New Israeli Opera in der Titelrolle der neuen Oper Alice in Wonderland von David Sebba. 2010 gewann sie den ersten Preis des Europäischen Gesangswettbe­werbs Debut und 2013 den ersten Preis des Stella Maris-Wettbe­werbs. 2010 trat sie dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin bei, wo sie unter anderem Kö­nigin der Nacht in der Zauberflöte, Nannetta in Falstaff, Najade inAriadne auf Naxos, Ninetta in Die Liebe zu den drei Orangen, Demele in Die Liebe der Danae, Ruggiero in Tancredi sang. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, an der sie als Frasquita debütierte und noch u.a. Papagena und Oscar sang. Zuletzt sang sie Amore in Orfeo et Euridicesowie Oscar in Un ballo in maschera an der New Israeli Opera sowie Die Königin der Nacht an der Oper Graz. Sie ist auch als Konzertsängerin erfolgreich.

Thomas Ebenstein | Tanzmeister

THOMAS EBENSTEIN wurde 1979 in Kärnten geboren und erhielt seine Gesangsausbildung an der Wiener Musikuniversität bei Helena Lazarska. Von 2003 bis 2012 war der Tenor Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, seit der Spielzeit 2012/2013 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Gastengagements führten ihn u.a. an die Staatsoper Unter den Lin den, die Semperoper Dresden, an die Deutsche Oper am Rhein, das Grand Théâtre de Genève, an das Theater an der Wien, an die Volksoper Wien, die Carnegie Hall in New York, die Philharmonie Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, das Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, zur Ruhrtriennale Bochum, zu den Wiener Festwochen, den Osterfestspielen Salzburg, den Salzburger Festspielen, zum Bergen International Festival und zum Hong Kong Arts Festival. Sein Repertoire umfasst Partien wie Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) – u.a. bei den Salzburger Festspielen, DVD bei Arthaus, Vašek (Die verkaufte Braut), Truffaldino (Die Liebe zu den drei Orangen), David (Die Meistersinger von Nürnberg), Narraboth (Salome) und Alfred (Die Fledermaus). An der Wiener Staatsoper debütierte er 2012 und sang u.a. Tanzmeister, Andres, Valzacchi, Monostatos, Jack O’Brien, Incroyable, Andrès / Cochenille / Frantz / Pitichinaccio, Guillot de Morfontaine.  

 

Rafael Fingerlos | Harlekin

RAFAEL FINGERLOS wurde in Tamsweg (Salzburg) geboren und schloss 2013 sein Sologesangsstudium am Konservatorium Wien Privatuniversität mit Auszeichnung ab. Der Bariton ist weiters Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Im Sommer 2012 sang er im Rahmen der Teatro Barocco Festspiele in Altenburg die Titelpartie in Michael Haydns Der Bassgeiger zu Wörgl. 2015 war er Teilnehmer des Young Singers Project bei den Salzburger Festspielen, im Sommer 2016 wirkte er bei den Salzburger Festspielen in der Uraufführung von Thomas Adès‘ The exterminating angel mit. Im Februar 2016 debütierte er als Papageno an der Dresdner Semperoper, im Herbst 2016 wird er als Harlekin (Ariadne auf Naxos) mit der Nationale Reisopera durch die Niederlande touren. 2017 debütiert er bei den Bregenzer Festspielen als Moralès (Carmen), 2018 in Zimmermanns Soldaten am Teatro Real in Madrid. Lied und Konzert nehmen in seiner künstlerischen Tätigkeit eine zentrale Stelle ein. Ab der Saison 2016/2017 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Jinxu Xiahou | Scaramuccio

JINXU XIAHOU wurde in Zibo in der östlichen chinesischen Provinz Shadong im Dezember 1990 geboren. Der Tenor stu­dierte ab dem Jahr 2008 bei Prof. Wang Xianlin am Zentral­konservatorium fur Musik in Peking (China) und schloss als Bachelor ab. Sein Bühnendebüt gab Jinxu Xiahou als Basilio in Le nozze di Figaro. Im Jahr 2009 gestaltete Jinxu Xiahou die Partie des Triquet in Eugen Onegin an der Tianqiao Oper in Peking. Sein Europa-Debüt gab er im Jahr 2010, als er bei der jährlichen Classic Night in Zürich auftrat. Er war im Jahr 2011 Finalist des renommierten internationalen Gesangswettbewerbs Neue Stim­men der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh und gewann den dritten Preis. Im Jahr 2012 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und sang bisher u. a. Conte di Lerma/Un areldo reale (Don Carlo ital.), Gaston (La traviata), Sänger (Rosenkavalier), Stimme des Seemanns (Tristan und Isolde), Rodrigo (Otello), Abdallo (Nabucco), Zweiter Jude (Salome), Bote (Aida), Comte de Lerme/Herold (Don Carlos franz.). Er ist Ensemblemit­glied der Wiener Staatsoper. 

 

Wolfgang Bankl | Truffaldin

KS WOLFGANG BANKL stammt aus Wien, erhielt eine Violinausbildung und studierte am Konservatorium der Stadt Wien Gesang, Lied und Oratorium sowie Oper. Erste Engagements erhielt er an die Wiener Kammeroper, ans Opernhaus Kiel und ans Tiroler Landestheater. Gastverträge führten ihn u. a. nach Zürich, Hamburg, Köln, Barcelona, Salzburg, Strasbourg, an die Mailänder Scala, zu den Wiener Festwochen, nach Bregenz, Tokio, Tel Aviv, Rom und Paris. Aktuell debütierte er als Baron Ochs auf Lerchenau in Dresden unter Christian Thielemann. Gemeinsam mit Norbert Pfafflmeyer, Harald Kollegger und Schmerzhelm v. Solchgemut gründete er das fahrende Kleinfestival Giro d’Arte. Seit 1993 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und singt hier u. a. Papageno, Alberich (Rheingold), Doktor (Wozzeck), Klingsor, Figaro (Le nozze di Figaro), Harašta (Schlaues Füchslein), Frank, Graf Waldner, Bartolo (Il barbiere di Siviglia), Hauptmann (Boris Godunow), Ochs, Geisterbote (Die Frau ohne Schatten), Tierbändiger/Athlet (Lulu), Ringender (Die Jakobsleiter), Zirkusdirektor (Der Riese vom Steinfeld), La Roche, Leporello, Dreieinigkeitsmoses (Mahagonny), Swallow (Peter Grimes). Er ist Österreichischer Kammersänger.

Pavel Kolgatin | Brighella

PAVEL KOLGATIN wurde 1987 in Balaschow (Russland) geboren. Nach seinem Studium in Moskau gewann er mehrere Wettbewer­be. Er trat unter anderem bei Festivals wie Moscow December Nights Festival, Festival de Colmar in Frankreich, beim Rheingau Musik Festival und bei der Oldenburger Promenade auf. Er arbei­tete unter anderem mit Dirigenten wie Louis Langrée, Vladimir Spivakov, Viktor Popov und Nikolai Nekrasov zusammen und ab­solvierte als Solist der Accademy of Choral Art Auftritte in Russ­land, der Schweiz, Holland, Japan, Deutschland und Frankreich. 2009 wurde er Mitglied des Bolshoi Young Artist Program. Weiters war er als Nemorino in L’elisir d’amore an Salzburger Landestheater und als Ferrando in Così fan tutte am Teatro de San Carlo in Neapel zu erleben. Aktuelle Projekte umfassen Engagements als Tamino (Die Zauberflöte), Fen­ton (Falstaff), Elvino (La sonnambula) am Bolschoi-Theater und als Tamino an der Oper in Rom. Seit 2012 ist er Ensemblemitglied im Haus am Ring, wo Pavel Kolgatin in den Meistersingern von Nürnberg debütierte und außerdem unter anderem Brighella, Don Basilio (Le nozze di Figaro) und Gottesnarr (Boris Godunw) sang.  

 

 

 

Maria Nazarova | Najade

Die russische Koloratursopranistin MARIA NAZAROVA wurde in Dnepropetrovsk (Ukraine) geboren. Ihre Gesang- und Schauspielausbildung erhielt sie an der Russischen Akademie für Theaterkunst im Fach Musiktheater in Moskau. Nach Abschluss ihres Diplomstudiums mit Auszeichnung absolvierte sie 2011 am Mozarteum Salzburg ein Masterstudium im Fach Gesang mit dem Schwerpunkt Barockmusik. Maria Nazarova konzertierte als Solistin in Europa, in Russland sowie in Großbritannien und ist mehrfache Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe. Sie war Finalistin des International Hans Gabor Belvedere Singing Competition 2014 in Düsseldorf und wurde mit dem Ersten Preis beim International Opera Singing Competition 2015 in Portofino (Italien) ausgezeichnet. Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied der Opernklasse an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. 2015/2016 erhielt sie einen Stipendiatenvertrag an der Wiener Staatsoper und sang dort u. a. Despina, Clorinda, Oscar und Barbarina. Außerdem war sie als Taumännchen (Hänsel und Gretel) an der Wiener Volksoper zu erleben, als Lisa (La Sonnambula) am Staatstheater am Gärtnerplatz München, als Despina am Bolschoi-Theater Moskau und als Gretel mit dem Staatlichen Symphonieorchester Vilnius zu hören. Ab der Spielzeit 2016/2017 gehört sie zum festen Solistenensemble der Staatsoper Wien.

Olga Bezsmertna | Echo

OLGA BEZSMERTNA absolvierte ihr Studium an der Kiev National Academy of Music in der Ukraine im Jahr 2010. Sie war unter den Finalisten des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien 2010 und 2011. Beim Debut Gesangswettbewerb 2008 in Deutschland wurde sie sowohl mit dem Ersten Preis, als auch mit dem Publikums- und dem Puccini- Preis ausgezeichnet. 2007 war sie beim Oper Oder-Spree Festival engagiert. Im Jahr 2006 erhielt sie eine Auszeichnung beim Internationalen Rimsky-Korsakow-Gesangswettbewerb in St. Petersburg. Die Sopranistin erhielt weiters den 1. Preis des Internationalen Gesangswettbewerbs der Bertelsmann Stiftung. Im Sommer 2011 war sie Teilnehmerin des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele. Ihr Repertoire umfasst u. a. Contessa d’Almaviva, Pamina, Donna Elvira, Fiordiligi, Micaëla, Marguerite, Nedda, Marfa (Die Zarenbraut), Tatjana. Sie ist Ensemblemit- glied an der Wiener Staatsoper, an der sie 2012 debütierte und u.a. Dame (Cardillac), Pamina, 3. Norn, Contessa d’Almaviva und Rosalinde sang. Aktuelle Auftritte umfassen ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen.   

Vorspiel
Die Livree des reichsten Mannes von Wien ist damit beschäftigt, die Bühne für eine geplante Vorstellung im Palais ihres Herrn herzurichten. Hinter den Kulissen treffen die beiden engagierten Truppen ihre Vorbereitungen: die eine soll das Erstlingswerk eines jungen Komponisten, die Oper Ariadne auf Naxos, zur Wiedergabe bringen, die andere eine Tanzmaskerade in italienischer Buffo-Manier. Schon die gegenseitige Eifersucht zwischen den Mitgliedern der beiden Truppen lässt die Emotionen hochgehen. Wie viel mehr erst die unerwartete und unfassbare angeordnete Programmänderung, die der Hausherr, vertreten durch seinen Haushofmeister, mitteilen lässt: Auf seinen Wunsch hin sollen die beiden Bühnenstücke nicht eines nach dem anderen, sondern gleichzeitig den geladenen Gästen präsentiert werden. Bis ins Tiefste getroffen, möchte der Komponist, dem es um die wahrhafte Umsetzung seiner künstlerischen Weltanschauung geht, seine Schöpfung zurückziehen und auf die erste öffentliche Darbietung verzichten. Doch der praxisorientierte Musiklehrer und vor allem die in allen Verführungskünsten bewanderte Zerbinetta, die den lebensunerfahrenen jungen Komponisten im Nu zu bestricken weiß, erwirken bei ihm einen Sinneswandel: Mit einem emphatische Hymnus auf das Wesen der Musik beugt sich der Komponist der Realität und den Anweisungen des Auftraggebers. Die Oper Ariadne auf Naxos wird somit in der gewünschten Form, mit Einlagen einer italienischen Komödiantentruppe, aufgeführt.

Oper
Vor einer Höhle an den Gestaden der Insel Naxos wartet Ariadne auf den Tod, da sie von Theseus, ihrem Retter und Geliebten, verlassen wurde. Und so hört und achtet sie auf nichts mehr um sie herum: nicht auf die drei Nymphen, nicht auf die Komödianten, die sie aufheitern wollen, auch nicht auf Zerbinetta, die einer halsbrecherischen Arie der Trauernden aus reicher Erfahrung rät, dem Entschwundenen keine Träne nachzuweinen und offen für neue Liebe zu sein.
Da naht aus der Ferne ein strahlender Jüngling, Bacchus, der Gott der ewigen Erneuerung. Er kommt aus den Armen der Zauberin Circe, wo er nicht finden konnte, was er suchte. Ariadne, ihn für den Todesboten haltend, geht ihm entgegen und entbrennt sogleich, ohne es sofort zu merken, in ekstatischer Hingabe, die vom Gott erwidert wird. Durch den jeweils anderen verwandelt und wie neu geschaffen können Ariadne und Bacchus als geradezu mystisch vereintes Paar die Oper beschließen.