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So. 13.05.2018, 19:00 - 22:00 Wien

Giuseppe Verdi

Simon Boccanegra

Dirigent: Evelino Pidò, Regie: Peter Stein
Mit Thomas Hampson, Dmitry Belosselskiy, Francesco Meli, Marina Rebeka

 
Diese Produktion wird ermöglicht mit Unterstützung von
Besetzung
Inhaltsangabe
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Evelino Pidò | Dirigent

Evelino Pidò recieved his musical training at the Conservatoire in Turin and took courses for orchestral conducting at the Musikhochschule in Vienna. His international career began with the opening of the Three Worlds Festival in Melbourne with Madama Butterfly; it was followed by conducting engagements at the Sydney Opera House. In 1993 Evelino Pidò gave his debuts at the Santa Fe Festival in America, at the Los Angeles Opera and the Royal Opera House in London. Other engagements have taken him to the festival in Aix-en-Provence, at the Opéra Bastille in Paris, the Metropolitan Opera in New York, at the Théâtre des Champs-Elysées in Paris, the Opéra National de Lyon and the Grand Théâtre in Geneva. At the Royal Opera House, he conducted La cenerentola and Lucia di Lammermoor, at the Teatro Real La gioconda and at the Met La sonnambula. He collaborates with numerous renowned orchestras including the Royal Philharmonic Orchestra in London, the Orchestre de la Suisse Romande and many others. In 2011, he gave his debut at the Vienna State Opera with La Sonnambula. Further performances at the house on the ring include Anna Bolena, Roberto Devereux, Simon Boccanegra and Adriana Lecouvreur.

Thomas Hampson | Simon Boccanegra

Als einer der bedeutendsten und gefragtesten Opern-, Konzert-und Liedsänger der Gegenwart ist KS THOMAS HAMPSON regelmäßig auf den führenden internationalen Opern- und Konzertbühnen zu Gast und hat mit den angesehensten Sängern, Pianisten, Dirigenten und Orchestern unserer Zeit gearbeitet. Knapp 200 Aufnahmen spiegeln nicht nur seine  außergewöhnliche stilistische Spannweite wider, sondern erhielten auch renommierte Preise. Breite Anerkennung genießt der Künstler darüber hinaus für seine sorgfältig erforschten und außergewöhnlich zusammengestellten Programme, sowie für seine aktive Lehrtätigkeit und die Erkundung des schier unendlichen Liedrepertoires. Sein breit gespanntes Repertoire umfasst alle großen Partien des italienischen, deutschen, russischen und französischen Fachs. An der Wiener Staatsoper debütierte er im März 1987 als Guglielmo (Cosí fan tutte). Es folgten Auftritte als Figaro (Il barbiere di Siviglia), Posa (Don Carlo), Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Mandryka (Arabella), Roland (Fierrabras), Eugen Onegin, Antonio (Linda di Chamounix), die Titelfigur in der Uraufführungsproduktion des Riesen vom Steinfeld, in Simon Boccanegra, Don Giovanni und Guillaume Tell, Amfortas.

Dmitry Belosselskiy | Fiesco

DMITRY BELOSSELSKIY studierte an der Russischen Musikakademie. Auftritte führten ihn sehr bald an führende Bühne wie unter anderem zu den Salzburger Festspielen, an die Mailänder Scala, an das Teatro dell’Opera in Rom, zum Maggio Musicale Fiorentino, an die New Yorker Metropolitan Opera, die Bayerische Staatsoper, an die Lyric Opera of Chicago, an das Bolschoi-Theater, die Zürcher Oper, nach Tel Aviv, zum Festival Choregies d’Orange, zu den Bregenzer Festspielen. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Ferrando in Giuseppe Verdis Il trovatore, Fiesco in Giuseppe Verdis Simon Boccanegra, Zaccaria in Giuseppe Verdis Nabucco, Philipp II. in Giuseppe Verdis Don Carlo, die Titelrolle in Modest Mussorgskis Boris Godunow, Malatesta in Francesca da Rimini, Banquo in Giuseppe Verdis Macbeth, die Titelrolle in Giuseppe Verdis Attila, Escamillo in Georges Bizets Carmen, Oroveso in Vincenzo Bellinis Norma. Zuletzt trat er u.a. als Ramfis in Aida und als Silva in Ernani (an der Met) auf, weitere Auftritte führten ihn an die Scala und nach Chicago. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2014 als Zaccaria in Nabucco.

Francesco Meli | Gabriele Adorno

Francesco Meli wurde 1980 in Genua geboren und studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Gesang. 2002 debütierte er beim Festival dei Due Mondi in Spoleto. Einladungen erhielt der junge Tenor unter anderem nach Lissabon, Bologna, an die Mailänder Scala, die New Yorker Met, nach Genua, Florenz, zum Rossini-Festival in Pesaro, an die Zürcher Oper, nach Paris, Lyon, Bilbao, Turin, London, Valencia, Madrid, Verona. Zu den Rollen die er verkörperte, zählen Edmondo (Manon Lescaut), Nemorino (L’elisir d’amore), Don Ottavio (Don Giovanni), Ferrando (Così fan tutte), Elvino (La sonnambula), Jaquino (Fidelio), Duca (Rigoletto), Alfredo (La traviata), Contareno (Bianca e Falliero), Nadir (Les pêcheurs de perles), Chevalier (Dialogues des Carmélites), Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Torvaldo (Torvaldo e Dorliska), Ernesto (Don Pasquale), Idomeneo, Werther und Arbace (Idomeneo), Fenton (Falstaff) sowie Argirio (Tancredi). Zu den Dirigenten mit denen er zusammenarbeitet, gehören u. a. Riccardo Muti und Lorin Maazel. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2008 als Ferrando und sang hier auch Riccardo Percy (Anna Bolena), Gabriele Adorno (Simon Boccanegra).

Rolle an der Wiener Staatsoper 2013/2014: Duca di Mantova.

Marina Rebeka | Amelia

MARINA REBEKA wurde im lettischen Riga geboren. Im Okto­ber 2007 gewann sie den Ersten Preis beim renommierten Ge­sangswettbewerb Neue Stimmen in Gütersloh. Am Royal Opera House Covent Garden in London sang sie die Violetta in La tra­viata, bei den Salzburger Festspielen war sie in Moïse et Pha­raon zu hören, an der Deutschen Oper Berlin als Donna Anna in Don Giovanni, beim Rossini Opera Festival in Pesaro gestal­tete sie die Contessa di Folleville und die Madama Cortese in Il viaggio a Reims, weiters die Anna in Maometto II., an der New Yorker Metropolitan Opera die Donna Anna, eine Partie, die sie auch an der Zürcher Oper und an der Lyric Opera Chicago interpretiert. An der Mailänder Scala debütierte Marina Rebeka als Contessa di Folleville und an der lettischen Nationaloper Riga als Adina in L’elisir d’amore. Auftritte führten sie darüber hinaus an die Komische Oper Berlin und die Opéra National de Lorraine in Nancy. Aktuelle Auftritte umfassen u.a. in La traviata in München, Chicago, Zürich und New York, in Lucia di Lammermoor in Amsterdam und Zürich, in Così fan tutte und L’elisir d’amore in Zürich auftreten. An der Wiener Staatsoper debütierte sie als Donna Anna und sang hier weiters die Antonia.

Prolog
Simon Boccanegra, ein ehemaliger Pirat und siegreicher Admiral der genuesischen Flotte, hatte Maria, die Tochter des angesehenen Patriziers Fiesco, verführt. Die aus dieser Verbindung stammende Tochter wurde einer alten Frau in Obhut gegeben, die das Mädchen an einem verlassenen Meeresstrand in einer armseligen Hütte aufzieht. Fiesco, der die Verbindung Simon Boccanegra-Maria ablehnt, hat die junge Mutter, die ihren Verführer widerliebt, in seinen Palast eingesperrt. Der Anführer der Volkspartei, der populistische Paolo, möchte seinen politischen Einfluss erweitern: Simon Boccanegra, der seine Geliebte nur aus den Händen ihres Vaters befreien kann, wenn er genügend Macht besitzt, lässt sich von Paolo überreden, für das Amt des Dogen von Genua zu kandidieren. Paolo, der im Gegenzug zum Vertrauensmann Boccanegras aufsteigt, hetzt die Volksmenge auf, für Boccanegra zu stimmen. Doch knapp bevor Simon tatsächlich zum Dogen gekürt wird, trifft er auf Fiesco: Dieser ist nur bereit, die Verführung seiner Tochter zu entschuldigen, wenn Simon ihm das aus dieser Verbindung stammende Kind überlässt. Da das Kind aber seit einiger Zeit unauffindbar verschwunden ist, kann dieser Wunsch nicht erfüllt werden. Fiesco verweigert daher die Vergebung. Zusätzlich muss Simon erfahren, dass Maria in ihrer Haft gestorben ist.

1. Akt 
20 Jahre später: Die schöne Amelia Grimaldi und der junge Patrizier Gabriele Adorno sind ineinander verliebt. Aber auch Paolo begehrt das junge Mädchen und vor allem den Reichtum ihrer Familie. Er verlangt von Simon Boccanegra, der nach wie vor Doge von Genua ist, dass er sie miteinander verheiratet. Als Simon Paolos Wunsch Amelia unterbreitet, gesteht sie ihm, in Wahrheit eine Waise zu sein, die nach dem Tod der wahren Amelia Grimaldi an die Stelle der Toten getreten ist. Zu seiner großen Freude erkennt Simon in der jungen Frau seine vor 20 Jahren verschwundene Tochter. Da er ihre Abneigung gegen Paolo erkennt, verweigert Simon seinem Günstling die Heirat. Nun sinnt Paolo auf Rache: Er lässt Amelia entführen und in das Haus des schwachen und rückgratlosen Lorenzino bringen. Doch Amelia gelingt es, Lorenzino durch Drohungen einzuschüchtern und von ihm freigelassen zu werden. Als Gabriele von der Entführung erfährt, dringt er zu Lorenzino vor und ersticht ihn. Da er in Simon den Drahtzieher der Entführung zu sehen glaubt, versucht er ihn in einer Ratsversammlung ebenfalls zu töten. Doch Amelia wirft sich zwischen ihren Vater und ihren Geliebten. Zwar nennt sie den Namen Paolos nicht, doch errät Simon aus ihrer Erzählung, wer der Hintermann dieses Verbrechens war. Auch der Doge nennt Paolos Name nicht, doch zwingt er ihn, ihm bei Sühnung der Entführung behilflich zu sein: Paolo muss öffentlich den - offiziell nicht bekannten Verbrecher - verfluchen.

2. Akt 
Paolo plant, Simon Boccanegra zu ermorden. Um sicher zu gehen, wählt er zwei Wege, um sein Vorhaben auszuführen: Er träufelt Gift in das Trinkgefäß des Dogen und stachelt Gabriele Adorno auf, Simon Boccanegra im Schlaf zu erdolchen (er macht ihm weis, dass Simon ein Geliebter Amelias wäre). Er schließt Gabriele in das Zimmer des Dogen ein und entfernt sich. Amelia tritt ein. Sie wird von Gabriele zur Rede gestellt, möchte aber das Geheimnis um ihr Verhältnis zum Dogen noch nicht lüften. Als die beiden den sich nahenden Dogen hören, versteckt sie ihren Geliebten. In ihrem Gespräch mit ihrem Vater nennt sie den Namen ihres Geliebten: Gabriele Adorno. Obwohl dieser gerade einen Aufstand gegen den Dogen vorbereitet, ist Simon bereit, ihn zu begnadigen. Er trinkt aus dem vergifteten Becher und schläft ein. Amelia, die kurz das Zimmer verlässt, kommt gerade in dem Moment herein, als Gabriele mit dem Dolch ausholt, um Simon zu erstechen. Sie verhindert die Bluttat und der erwachende Doge verrät dem jungen Mann, dass er der Vater Amelias ist. Da hören sie den Lärm der Aufständischen. Gabriele bekennt sich nun zu Simon und ist bereit, mit ihm zu kämpfen.

3. Akt 
Die Aufständischen sind besiegt. Paolo, der auf der Seite der Rebellen gekämpft hatte, ist erkannt worden und wird zum Tod verurteilt. Auf dem Weg zur Hinrichtung trifft er auf Fiesco und enthüllt ihm den Giftanschlag auf den Dogen. Daraufhin tritt Fiesco dem sterbenden Dogen entgegen. Da erinnert ihn Simon daran, dass Fiesco versprochen hatte, ihm zu vergeben, wenn Simon ihm die Enkeltochter übergeben würde: Er enthüllt nun die wahre Identität Amelias. Fiesco ist gebrochen und bereit, den letzten Willen des Sterbenden zu vollstrecken: Er verkündet der bewegten Menge den Tod Boccanegras und erklärt Gabriele Adorno zum neuen Dogen.

Simon Boccanegra

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