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So. 29.04.2018, 19:00 - 22:00 Wien

Umberto Giordano

Andrea Chénier

Dirigent: Marco Armiliato, Regie: Otto Schenk
Mit Jonas Kaufmann, Roberto Frontali, Anja Harteros

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
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Otto Schenk | Regie

KSCH Otto Schenk wurde 1930 in Wien geboren und erlebte eine von den Schrecken des Naziregimes geprägte Kindheit. Nach der Ausbildung am Max Reinhardt Seminar debütierte er in Wien als Schauspieler. Die ersten Stationen seiner Laufbahn waren das Theater an der Josefstadt und das Wiener Volkstheater. Ab 1953 war er auch als Schauspielregisseur, ab 1957 als Opernregisseur tätig. Sehr bald führte ihn sein Weg an die wichtigsten Bühnen, wie etwa an das Wiener Burgtheater, an die Münchner Kammerspiele, die New Yorker Met, die Mailänder Scala, das ROH Covent Garden, die Bayerische und Hamburgische Staatsoper oder die Deutsche Oper Berlin. 1965-1990 war er Oberregisseur an der Wiener Staatsoper, 1986-1988 Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele, 1988-1997 Direktor des Theaters in der Josefstadt. Weiters war er in zahlreichen Fernsehspielen zu erleben. An der Wiener Staatsoper inszenierte er rund 30 unterschiedliche Opern und war hier außerdem als Frosch zu erleben.

Interview Otto Schenk zum "Rosenkavalier"

Marco Armiliato | Dirigent

MARCO ARMILIATO studierte Klavier am Paganini-Konservatorium seiner Heimatstadt Genua. In den 90er Jahren begann eine rege Tätigkeit an den großen Opernhäusern der Welt. So dirigierte er an der New Yorker Met Il trovatore, La Bohème, Stiffelio, Madama Butterfly, Sly, Aida, Turandot, La Fille du régiment und Rigoletto, an der San Francisco Opera La Bohème, Turandot, La traviata, Tosca, Aida und Cavalleria rusticana, an der Wiener Staatsoper, an der er am 2. November 1996 mit Andrea Chénier debütierte, u. a. Il barbiere di Siviglia, Cavalleria rusticana, Pagliacci, Fedora, Stiffelio, Tosca, La traviata, Turandot, Manon Lescaut, Carmen, Werther, La Bohème, Simon Boccanegra, Falstaff, Don Carlo, La forza del destino. Weitere internationale Engagements erhielt er an die Opernhäuser von Barcelona, Madrid, Toronto, Pittsburgh, Baltimore, Turin, Rom, an die Deutsche Oper Berlin, die Bayerische Staatsoper München, an das Londoner Royal Opera House Covent Garden, an das Théâtre du Châtelet und die Opéra Bastille in Paris und die Hamburgische Staatsoper. Marco Armiliato ist international auch als Konzertdirigent höchst erfolgreich.

Jonas Kaufmann | Andrea Chénier

Jonas Kaufmann wurde in München geboren und zählt zu den gefragtesten Tenören der Gegenwart. Er studierte Gesang in München und absolvierte Meisterklassen bei James King, Hans Hotter und Josef Metternich. Er begann seine Laufbahn 1994 am Staatstheater Saarbrücken und erhielt sehr bald Einladungen an die Hamburgische Staatsoper, nach Stuttgart, Chicago, Paris, an die Scala, die Metropolitan Opera in New York, an die Bayerische und Berliner Staatsoper, nach Edinburgh, Tokio, London, Luzern, Venedig, Zürich und Brüssel. 1999 debütierte Jonas Kaufmann bei den Salzburger Festspielen in Busonis Doktor Faustus.

Erfolgreich war er außer in der bereits genannten Partie unter anderem auch als Alfredo (La traviata), Tamino (Die Zauberflöte), Faust (La Damnation de Faust), Parsifal, Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg), Max (Der Freischütz), Don José (Carmen), Rodolfo (La Bohème), Cavaradossi (Tosca), Don Carlo, Roméo (Roméo et Juliette), Florestan (Fidelio), Des Grieux (Manon).


 

Roberto Frontali | Carlo Gérard

ROBERTO FRONTALI gehört zu den führenden Baritonen seiner Generation. Im Zuge seiner Laufbahn sang er zahlreiche Rollen von Bellini, Donizetti und Rossini sowie die großen Rollen in den Verdi-Opern Don Carlo, Falstaff, Ernani, Il trovatore, Simon Boccanegra, Un ballo in maschera, Luisa Miller, Attila, Rigoletto und I vespri siciliani. Zuletzt war Roberto Frontali außerdem in Werken wie Eugen Onegin, Andrea Chénier, Fanciulla del West, Adriana Lecouvreur, Cavalleria rusticana, Pagliacci, Falstaff, Stiffelio, Il tabarro und Gianni Schicchi zu erleben. Auftritte führen ihn regelmäßig an die New Yorker Metropolitan Opera, an die Mailänder Scala, zum Rossini-Festival nach Pesaro, an das ROH Covent Garden, an das Teatro La fenice in Venedig, nach Tokio, Rom, Genf, Dresden, San Francisco, Moskau, Buenos Aires. An der Wiener Staatsoper debütierte Roberto Frontali 1992 als Figaro (Il barbiere di Siviglia) und sang hier seither noch Rollen wie Enrico (Lucia di Lammermoor), Belcore (L’elisir d’amore), Posa (Don Carlo), Sir Riccardo Forth (I puritani), Nottingham (Roberto Devereux) und Giorgio Germont (La traviata). 

 

Anja Harteros | Maddalena di Coigny

Die internationale Karriere von ANJA HARTEROS begann 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbes und brachte die Künstlerin binnen kürzester Zeit an alle bedeutenden Bühnen der Welt: die Metropolitan Opera, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Staatsopern in Mün­chen, Wien, Berlin, Hamburg und Dresden, an die Opernhäuser in Florenz, Amsterdam, Paris, Genf, Tokio sowie zu den Salzburger Festspielen. Ihr vielseitiges Opernrepertoire umfasst Partien wie Mimì (La Bohème), Elisabetta (Don Carlos), Desdemona (Otello), Violetta (La traviata), Amelia (Simon Boccanegra), Alice (Falstaff), Micaëla (Carmen), Fiordiligi (Così fan tutte), Contessa d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Donna Anna (Don Giovanni), Elettra (Idomeneo), Agathe (Der Freischütz), Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Elisabeth (Tann­häuser), Elsa (Lohengrin) sowie die Titelpartien in Alcina, Arabella, Traviata. In Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen wurde ihr im Juli 2007 der Titel der Bayerischen Kammersängerin verliehen. An der Wiener Staatsoper debütierte Anja Harteros im Jahr 1999 als Mimì und sang u.a. Micaëla, Donna Anna, Contessa d’Almaviva, Eva, Feldmarschallin, Desdemona und Alcina.

 

Donna Ellen | Gräfin di Coigny

DONNA ELLEN stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Wilfrid Laurier University ihrer Heimat. Zwei Saisonen sang sie an der Canada Opera Piccola unter der Obhut von Leopold Simoneau und Pierrette Alarie, bevor sie an das Opernstudio Zürich wechselte. 1987 wurde sie an das Landestheater Linz en­gagiert, wo sie Partien wie die Königin der Nacht, Blonde, Zer­lina gestaltete oder in der Uraufführung von Balduin Sulzers Proteus sang. Auftritte absolvierte sie u. a. in Stuttgart, Genf, Berlin, Bad Ischl, im Musikverein und Konzerthaus. 2004 debü­tierte sie an der Volksoper. Ihr Debüt an der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, gab sie 2003 als Helmwige. Seither sang sie hier u. a. die Marzellina (Barbiere di Siviglia), Axinja (Lady Macbeth von Mzensk), Leitmetzerin (Rosenkavalier), Annina (Traviata), Curra (Forza del destino), Brünnhilde (Nibelungenring für Kinder), Königin (Traumfresserchen), Berta (Pünktchen und Anton), Marcellina (Nozze di Figaro), Fekluša (Kátja Kabanová), Kar­tenaufschlägerin (Arabella), Aufseherin (Elektra), Dirne (Aus einem Totenhaus), Giovanna (Rigoletto). 
 

Zoryana Kushpler | Madelon

Zoryana Kushpler ist im ukrainischen Lviv (Lemberg) geboren. Mit fünf Jahren lernte sie bei ihrer Mutter Klavier, wechselte aber später zur Violine. Ab 1993 studierte sie in der Klasse ihres Vaters an der Musik Hochschule in Lviv Gesang. 1998 wechselte sie an die Musikhochschule Hamburg.



Auftritte führten sie unter anderem nach Zürich, Genf, Venedig, Mailand, Florenz, Hamburg, Berlin, London und nach Bern, wo sie in 2004 -2006 Ensemblemitglied des Stadttheaters war. Sie gestaltete dort u. a. Rollen wie Sesto (Giulio Cesare) oder Preziosilla (Forza del destino). Sie sang Adelaide (Arabella) an der Oper Graz und Carmen, Giulietta (Contes d’Hoffmann), Maddalena (Rigoletto) und Prinz Orlofsky an der Volksoper.



An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2007 als Adelaide. Sie war hier weiters unter anderem als Polina und Daphnis (Pique Dame), Olga (Eugen Onegin), Giulietta (Les Contes d'Hoffmann), Fenena (Nabucco), Suzuki (Madama Butterfly), Ulrica (Un ballo in maschera), Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) und Preziosilla (La forza del destino) zu erleben.


Rollen an der Wiener Staatsoper 2013/ 2014: u. a. Smeton, Orlofsky, Lola, Marthe, Fenena.

Manuel Walser | Pietro Fléville

Der Schweizer Bariton MANUEL WALSER studiert seit Oktober 2008 Gesang bei Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Zu seinen wichtigsten Mentoren und Lehrern gehören neben Thomas Quasthoff Brigitte
Fassbaender, Frédéric Gindraux und Wolfram Rieger. Beim International Song Competition Das Lied in Berlin wurde er 2013 mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Des Weiteren ist er Preisträger der Stella Maris International Song Competition und im Mai 2014 wurde ihm der Preis der Armin Weltner Stiftung zuerkannt. Manuel Walser geht einer regen Konzerttätigkeit nach. Auf der Bühne war Manuel Walser 2011 in Wolf-Ferraris Aschenputtel an der Berliner Staatsoper zu erleben. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2013 als Fiorello und sang noch Marullo. Ab der Saison 2015/2016 ist er Ensemblemitglied. Im Sommer 2014 gab er als Teilnehmer des Young Singers Projects als Brutamonte in Schuberts Fierrabras sein Debüt bei den Salzburger Festspielen.

Alexandru Moisiuc | Fouquier Tinville

ALEXANDRU MOISIUC was born in Bucharest and completed his violin studies at the Enescu University of Music. In 1980 he began his opera singing studies at the Porumbescu Music Academy. In 1984 he made his debut at the Bucharest National Opera in Werther, where he was engaged as soloist. In 1991 he was engaged at the Wiener Kammeroper as Don Giovanni, and went on a tour to Japan and South Korea with the Kammeroper. In 1992 he became 1st soloist at the National Opera in Temesvar, two years later his collaboration with the Wiener Staatsoper began, where he has been a soloist ever since. In 1990 he started working as singing teacher at the Bucharest Music Academy. Performances have led the artist to La Scala in Milan, the Semperoper, the Alte Oper Frankfurt, the Palais des Beaux-Artes in Brussels, the Herodes Atticus in Athens. His repertoire includes more than 50 of the most important roles of his fach, spanning four centuries and ranging from Monteverdi to Schönberg. 
 

Wolfgang Bankl | Mathieu

KS WOLFGANG BANKL stammt aus Wien, erhielt eine Violinausbildung und studierte am Konservatorium der Stadt Wien Gesang, Lied und Oratorium sowie Oper. Erste Engagements erhielt er an die Wiener Kammeroper, ans Opernhaus Kiel und ans Tiroler Landestheater. Gastverträge führten ihn u. a. nach Zürich, Hamburg, Köln, Barcelona, Salzburg, Strasbourg, an die Mailänder Scala, zu den Wiener Festwochen, nach Bregenz, Tokio, Tel Aviv, Rom und Paris. Aktuell debütierte er als Baron Ochs auf Lerchenau in Dresden unter Christian Thielemann. Gemeinsam mit Norbert Pfafflmeyer, Harald Kollegger und Schmerzhelm v. Solchgemut gründete er das fahrende Kleinfestival Giro d’Arte. Seit 1993 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und singt hier u. a. Papageno, Alberich (Rheingold), Doktor (Wozzeck), Klingsor, Figaro (Le nozze di Figaro), Harašta (Schlaues Füchslein), Frank, Graf Waldner, Bartolo (Il barbiere di Siviglia), Hauptmann (Boris Godunow), Ochs, Geisterbote (Die Frau ohne Schatten), Tierbändiger/Athlet (Lulu), Ringender (Die Jakobsleiter), Zirkusdirektor (Der Riese vom Steinfeld), La Roche, Leporello, Dreieinigkeitsmoses (Mahagonny), Swallow (Peter Grimes). Er ist Österreichischer Kammersänger.

Benedikt Kobel | Abbé

BENEDIKT KOBEL stammt aus Wien und studierte an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gastspiele führten ihn an die Semperoper, nach Leipzig, Köln, Frankfurt, an das Gärtnerplatztheater, die Zürcher Oper, die Grazer Oper, zum Festival dei Due Mondi in Spoleto, an die Arena di Verona und die Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debütier­te Benedikt Kobel 1986 als 1. Gondoliere (La gioconda). Es folgten hier u. a. Arturo (Lucia di Lammermoor), Kunz Vogel­gesang (Die Meistersinger von Nürnberg), Raffaele (Stiffelio), Narraboth (Salome), Steuermann (Fliegender Holländer), Malcolm (Macbeth), Don Curzio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Henry (Die schweigsame Frau), Don Gaspar (La Favorite), Oloferno (Lucrezia Borgia), Spoletta (Tosca), Andres (Wozzeck), Dr. Blind (Die Fledermaus), Abdallo (Nabucco), Monostatos und 1. Priester (Zauberflöte), Goro (Madama Butterfly), Rodrigo (Otello), Tschaplitzki (Pique Dame), Jaquino (Fidelio), Ed­mondo (Manon Lescaut), Missail (Boris Godunow), Cajus (Falstaff) und Schmidt (Werther). 

Carlos Osuna | Incroyable

CARLOS OSUNA was born in Mazatlán (Mexico) and studied vocal arts in his home country and at the Cardiff International Academy of Voice. In 2009 he became member of the opera studio of the Basel Theatre and took master classes with Grace Bumbry and Francisco Araiza as well as with Mirella Freni, Kiri Te Kanawa, Ileana Cotrubas, José Carreras and Sherril Milnes. The tenor for example received invitations to the Verbier Festival, the Welsh National Opera, the Opéra National de Lorraine in Nancy, the Festival Internacional de Santander. He celebrated great triumphs as (excerpt) Nemorino, Rodolfo, Pinkerton, in the title role Werther, as Beppe in Pagliacci and in Aus einem Totenhaus. Furthermore, Carlos Osuna is also very successful on the world´s concert stages. At the Wiener Staatsoper he for example sang Abdallo (Nabucco), Hauptmann (Simon Boccanegra), Gaston (La traviata), Aladdin (Aladdin und die Wunder­lampe, Kinderoper), Der große Sträfling (Aus einem Totenhaus), Beppe, Tebaldo (I vespri siciliani), Scaramuccio, (Ariadne auf Naxos), Narraboth (Salome), Hirt (Tristan und Isolde), Sir Hervey (Anna Bolena).

 

 

Marcus Pelz | Haushofmeister

MARCUS PELZ wurde in Stuttgart geboren, studierte Sologe­sang, Lied und Oratorium, klassische Operette sowie das Fach Alte Musik am Konservatorium der Stadt Wien und absolvierte die Opernschule der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Erste Engagements am Landestheater St. Pöl­ten, an der Wiener Kammeroper (1995-1997) und der Neuen Oper Wien legten den Grundstein für seine Verpflichtung an die Wiener Staatsoper (seit 1999 als Ensemblemitglied). Gas­tengagements führten ihn u.a. in der Titelpartie von Wozzeck an das Teatro Avenida in Buenos Aires und zu dem Maggio Musicale in Florenz mit dem Rosen­kavalier. Sein Repertoire im Haus am Ring umfasst mehr als achtzig Partien u. a. Hermann, Gregorio, Schaunard, Notar u. Polizeikommissar, Kothner und Konrad Nachtigall, Sprecher u. 2. Priester, Antonio, Phorbas, Angelotti, Donald, Gualtiero Raleigh, Alessio, Masetto, Haly, Johann, 1. Schäfer, Albert, Altgesell und Saretzki. Sehr beliebt beim jungen Publikum sind sei­ne Auftritte im Rahmen der Kinderoper-Vorstellungen auf dem Dach der Wiener Staatsoper.

Dan Paul Dumitrescu | Dumas

Dan Paul Dumitrescu wurde 1966 in Bukarest (Rumänien) geboren. Er studierte zunächst Klarinette, dann Gesang an der Musikhochschule in Bukarest. 1996 besuchte er die Internationale Akademie für Oper in Verona. Unmittelbar nach dem Abschluss seines Gesangsstudiums an der Musikhochschule folgte 1997 ein Engagement an die Bukarester Oper. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe.

Dan Paul Dumitrescu war Gast wichtiger Bühnen wie etwa der Royal Albert Hall, der Arena di Verona, der Mailänder Scala, der New Israeli Opera, dem Teatre del Liceu in Barcelona, dem Wiener Musikverein, weiters trat er in München, Budapest, Berlin, Paris, Tokio und bei den Salzburger Festspielen auf. 2000 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und ist seit September 2001 Ensemblemitglied des Hauses. Sein Repertoire umfasst mehr als 50 Bass-Rollen, etwa Sarastro, Pimen, Gremin, Procida, Enrico VIII., Ramfis, Pistola, Sparafucile, Banquo, Raimondo, Oroveso, Graf Des Grieux, Balthazar, Colline, Timur, Pietro, Grenvil, Graf Rodolfo, Mönch und Großinquisitor (Don Carlos ital. und frz. Version).

Ayk Martirossian | Schmidt

AYK MARTIROSSIAN wurde in Armenien geboren und studierte an der Russischen Gnessin Akademie. 1994-1996 war er Solist am Moskauer Neuen Opern Theater, 1996-2004 Solist am Bolschoi- Theater. Auftritte führten ihn an die Bayerische Staatsoper, die Met, das Teatro Massimo di Palermo, das Teatro La Fenice, an die Tokio Opera, an das Teatro Lirico di Trieste, nach San Francisco, an die Canadian Opera, nach Las Palmas, Tel Aviv, nach Florenz, Turin, Lissabon, Hamburg. Zu seinem Repertoire zählen Zaccaria, Fiesco, Lord Sidney, Balthasar, Basilio, Ferrando, Boris, Pimen, Gremin, Colline, Fafner, Geronte, Padre Guardiano, Raimondo, Alvise, Oroveso, Sparafucile, Timur, Il Grande Inquisitore, Filippo II, Don Ruy Gomez de Silva. Er arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Renato Polumbo, Marcelo Viotti, Seiji Ozawa, Paolo Carigniani, Fabio Luisi, Michael Tilson Thomas, Asher Fisch und Simone Young zusammen. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied er ist, debütierte er 1998 und war hier zuletzt u.a. als König (Aida), alter Zwangsarbeiter (Lady Macbeth von Mzensk), Oberpriester des Baal (Nabucco) zu hören.

Ilseyar Khayrullova | Bersi

Die junge Mezzosopranistin ILSEYAR KHAYRULLOVA wurde im Jahr 1987 in Tatarstan in Russland geboren. 2006 graduierte sie am Tatarstan Music College und studierte am staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg, wo sie im Jahr 2012 graduierte. Ilseyar Khayrullova ist Preisträgerin des internationalen Wettbewerbs Playing Slonimsky 2012 in St. Petersburg. Ab 2010 war Ilseyar Khayrullova in unterschiedlichen
Studioproduktionen des St. Petersburger Konservatoriums zu sehen, darunter unter anderem als Cherubino in Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro, Clarisse in Sergei Prokofiews Die Liebe zu den drei Orangen, Olga in Peter Iljitsch Tschaikowskis Eugen Onegin und Martha in Tschaikowskis Iolanta. Weitere Partien Ilseyar Khayrullovas umfassen Azucena in Giuseppe Verdis Il trovatore, Kontschakowna in Alexander Borodins Prinz Igor, Orfeo in Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice, Polina in Peter Iljitsch Tschaikowskis Pique Dame. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Ilseyar Khayrullo Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper, wo sie als Dritte Elfe in Rusalka debütierte.

Boaz Daniel | Roucher

BOAZ DANIEL wurde in Tel Aviv geboren, studierte an der dor­tigen Universität und setzte sein Gesangsstudium von 1996 bis 1999 am Konservatorium der Stadt Wien fort. 1999 erhielt er den Förderungspreis der Eberhard Waechter-Medaille in Wien. 1998 wurde er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er ein breites Repertoire singt, u. a. Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Sharpless (Madama Butterfly), Belcore (L’elisir d’amore), Paolo (Simon Boccanegra), Marcello (La Bohème), Enrico (Lucia di Lammermoor), Kurwenal (Tristan und Isol­de), Lescaut (Manon Lescaut), Ford (Falstaff), Klingsor (Parsifal), Rangoni (Boris Godunow), Valentin (Faust), Rodrigo (Don Carlo), Jeletzki (Pique Dame), Sonora (La fanciulla del West), Heerrufer (Lohengrin) und Gunther (Götterdämmerung). Einladungen erhält er wiederholt an das Royal Opera House Covent Garden, die Deutsche Oper Berlin, die New Israeli Opera, die Dresdner Semperoper, nach Chicago, Turin, Salzburg, San Francisco, Frankfurt, Barcelona. Zuletzt feierte er u.a. an der Lyric Opera of Chicago in Ernani sowie in Don Giovanni in Graz, in Tel Aviv in Un ballo in maschera, und in Tristan und Isolde in Hamburg, Berlin und London Erfolge. 

Dem jungen Dichter Andrea Chénier gelingt es, durch seinen ehrlichen Einsatz für Freiheit und Humanität, sich in jedem politischen System verdächtig zu machen: Bei einem Fest am Vorabend der Revolution im Schloss der Gräfin von Coigny entsetzt er alle Anwesenden durch seinen Lobpreis auf die Ideale der Freiheit. Nur Madeleine, die Tochter der Gräfin und der in sie hoffnungslos verliebte Gérard teilen seine Einstellung. In der nachfolgenden Schreckensherrschaft Robespierres wird Chénier hingegen konterrevolutionärer Umtriebe verdächtigt. Er muss sich ebenso verbergen wie die adelige Madeleine. Über Bersi, der ehemaligen Kammerzofe der Gräfin, gelingt es ihm, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Beide schwören einander ewige Liebe. Aber auch Gérard, der inzwischen Deputierter der Kammer geworden ist, lässt Madeleine, die er ebenfalls noch liebt, suchen. Gerade in dem Moment, als sich Chénier und Madeleine zu einer gemeinsamen Flucht entschließen, trifft er auf die beiden. Von seiner Liebe zu Madeleine und seinen früheren Sympathien für Chénier getrieben, verhilft er ihm aber zur Flucht. Trotzdem wird Chénier wenig später verhaftet. Als daraufhin Madeleine bei Gérard auftaucht und diesem als Preis für die Errettung Chéniers sogar ihren Körper anbietet, entschließt sich Gérard, der erkennt, dass die Revolution die propagierten Ideale verraten hat, bei Robespierre vorstellig zu werden, um Chénier zu retten. Leider misslingt dieser Versuch. Madeleine, die mit ihrem Geliebten gemeinsam sterben möchte, erreicht beim Schließer des Gefängnisses, gegen eine ebenfalls zum Tod verurteilte Gefangene ausgetauscht zu werden. So gehen Chénier und Madeleine ihren letzten Weg zur Guillotine gemeinsam - in der Hoffnung, im neuen Leben für immer vereint zu sein.