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So. 18.03.2018, 18:30 - 21:30 Wien

Giuseppe Verdi

Otello

Dirigent: Graeme Jenkins, Regie: Christine Mielitz
Mit Roberto Alagna, Dalibor Jenis, Alexandru Moisiuc, Aleksandra Kurzak

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Giuseppe Verdi  |  Musik
  • Graeme Jenkins  |  Dirigent
  • Christine Mielitz  |  Regie
  • Christine Mielitz  |  nach einer Inszenierung von
  • Christian Floeren  |  Bühne
  • Christian Floeren  |  Kostüme

Graeme Jenkins | Dirigent

Der englische Dirigent GRAEME JENKINS studierte am Royal College of Music und an der University of Cambridge. Im Lau­fe seiner Karriere erhielt er zahlreiche Engagements, unter anderem nach Glyndebourne, an das ROH Covent Garden, an die English National Opera, die Scottish Opera, die Opera North, die Australian Opera, die Canadian Opera, die Deutsche Oper Berlin, sowie die Pariser Oper. An der Dallas Oper, deren langjähriger Musikdirektor er ist, feierte er unter anderem mit dem Ring des Nibelungen, mit Wozzeck, Jenu˚fa, Ariodante, Lohengrin, Pique Dame, Macbeth, Fledermaus und Roberto Devereux Erfolge. Als Orches­terdirigent steht und stand er unter anderem am Pult des Dänischen National Radio Sympho­nieorchesters, des Melbourne und des West Australian Symphony Orchestras, des Orchestre Philharmonique de Radio France, des Orchestre Philharmonique de Monte Carlo sowie zahl­reicher US-amerikanischer Orchester. Mit der musikalischen Leitung von Billy Budd stellte sich Graeme Jenkins am 27. Oktober 2005 dem Publikum der Wiener Staatsoper vor und lei­tete hier auch noch Jenu˚fa, Cavalleria rusticana, Pagliacci sowie Der fliegende Holländer.

Roberto Alagna | Otello, Befehlshaber der venezianischen Flotte

ROBERTO ALAGNA gewann 1988 als 24-jähriger den Pavarotti-Gesangswettbewerb in Philadelphia. Innerhalb kürzester Zeit folgten Engagements nach Glyndebourne, Monte Carlo und an die Mailänder Scala, wo der Tenor unter der Leitung von Riccardo Muti zunächst als Alfredo in Verdis La traviata triumphierte und wenig später auch als Herzog in Rigoletto sowie als Rodolfo in Puccinis La Bohèmebegeisterte. Seither ist Roberto Alagna praktisch an allen wichtigen Opernbühnen der Welt, so zum Beispiel in New York, Paris, London, Wien regelmäßig zu Gast. Erfolgreich war er weiters unter anderem als Roméo in Gounods Roméo et Juliette, als Don Carlos in der französischen Version von Verdis Don Carlos, als Des Grieux (Manon), Faust, Don José oder als Edgar in der französischen Fassung von Donizettis Lucie de Lammermoor, als Manrico (Il trovatore), Canio (Pagliacci), Radames (Aida), Cavaradossi (Tosca), Werther. An der Wiener Staatsoper debütierte Roberto Alagna 1992 als Nemorino (L’elisir d’amore). Am Haus am Ring sang er seither außerdem noch Rodolfo, Des Grieux, Herzog, Alfredo und die Titelpartie von Charles Gounods Faust.

 

Alexandru Moisiuc | Lodovico, Gesandter der Republik Venedig

ALEXANDRU MOISIUC was born in Bucharest and completed his violin studies at the Enescu University of Music. In 1980 he began his opera singing studies at the Porumbescu Music Academy. In 1984 he made his debut at the Bucharest National Opera in Werther, where he was engaged as soloist. In 1991 he was engaged at the Wiener Kammeroper as Don Giovanni, and went on a tour to Japan and South Korea with the Kammeroper. In 1992 he became 1st soloist at the National Opera in Temesvar, two years later his collaboration with the Wiener Staatsoper began, where he has been a soloist ever since. In 1990 he started working as singing teacher at the Bucharest Music Academy. Performances have led the artist to La Scala in Milan, the Semperoper, the Alte Oper Frankfurt, the Palais des Beaux-Artes in Brussels, the Herodes Atticus in Athens. His repertoire includes more than 50 of the most important roles of his fach, spanning four centuries and ranging from Monteverdi to Schönberg. 
 

Aleksandra Kurzak | Desdemona, Otellos Gemahlin

Schon mit sieben Jahren begann die musikalische Ausbildung von ALEKSANDRA KURZAK mit Geigen- und Klavierunterricht. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie am Konservatorium in Breslau, später am Konservatorium in Hamburg. Mit 21 Jahren debütierte die mehrfache Preisträgerin internatonaler Wettbewerbe als Susanna in Le nozze di Figaro an der Staatsoper Breslau. Von 2001 bis 2007 war sie Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. 2004 debütierte sie an der New Yorker Met als Olympia und am Royal Opera House Covent Garden in London als Aspasia in Mitridate. 2010 debütierte sie an der Scala als Gilda. Auftritte führten sie u.a. nach Berlin, Chicago, Salzburg, Valencia, Venedig, Madrid und Los Angeles.
Ihr Repertoire umfasst Partien wie Königin der Nacht, Blondchen, Susanna, Elvira (Puritani), Juliette, Nannetta, Maria Stuarda, Gilda, Adele, Gretel, Musetta, Marie (La Fille du régiment), Norina, Adina, Violetta, Rosina, Lucia di Lammermoor, Fiorilla (Il Turco in Italia). In den letzten Jahren sang sie u.a. Maria Stuardo in Théâtre des Champs-Élysées, Rachel in München, Nedda in Zürich.
Kommende Engagements umfassen Konstanze (Die Entführung aus dem Serail)  in Zürich, Micaëla (Carmen) in der Bastille Oper in Paris, Adina und Mimì in Berlin sowie Adina und Liù in London.
An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2008 als Rosina und sang auch noch Adina, Susanna, Marie, Violetta, Gilda. Aleksandra Kurzak hat einen Exklusiv-Vertrag mit Decca.



 

Gut 15 Jahre hatte Verdi geschwiegen und – bis auf Überarbeitungen älterer Opern – kein Musiktheaterwerk herausgebracht. Doch dann: 1887 legte er, nach langer Arbeit, seinen Otello vor. Auf Shakespeares bedrohliches Drama basierend war nicht nur eines der packendsten Opernwerke entstanden, sondern auch ein ungemein modernes. Eines, das virtuos mit Seelenzuständen von Unschuld und Liebe über Eifersucht bis Neid und Wut spielt. In Gegensatz zu anderen populären Verdi-Opern wurde Otello fast unmittelbar nach seiner Uraufführung – 1888 – ins Repertoire der Wiener Oper übernommen. Fast 500mal in sieben unterschiedlichen Produktionen spielte die Staatsoper Verdis vorletzte Oper bisher – in Adrian Nobles Regie – er inszenierte im Haus am Ring Hänsel und Gretel und Alcina – ist nun eine weitere Interpretation des düsteren Dramas zu erleben.