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Mo. 29.01.2018, 19:00 - 22:30 Wien

Georges Bizet

Carmen

Dirigent: Jean-Christophe Spinosi, Regie: Franco Zeffirelli
Mit Margarita Gritskova, Piotr Beczala, Carlos Álvarez, Olga Bezsmertna

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Georges Bizet  |  Musik
  • Jean-Christophe Spinosi  |  Dirigent
  • Franco Zeffirelli  |  Regie
  • Leo Bei  |  Kostüme
  • Franco Zeffirelli  |  Bühne

Margarita Gritskova | Carmen

MARGARITA GRITSKOVA wurde 1987 in St. Petersburg gebo­ren. Sie lernte neben Gesang auch Klavier in ihrer Heimat­stadt, später studierte sie am St. Petersburger Konservatori­um. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, u. a. beim Luciano Pavarotti-Wettbewerb in Modena und beim Concurso Internacional de Canto Villa de Colmenar in Spanien. 2010 war sie Finalistin beim Operalia-Wettbewerb. Margerita Gritskova war u. a. als Carmen unter der Leitung von Mariss Jansons in St. Petersburg zu hören; darüber hinaus sang sie beim Festival de Ópera de Tenerife in Salome und gestaltete Cherubino beim Sommerfestival in St. Moritz, Rosina an der Ungarischen Staatsoper, Olga an der Opera de Quebec. 2009/2010 wurde Mar­garita Gritskova Ensemblemitglied am Nationaltheater Weimar, wo sie Partien wie Cherubino, Flora, Maddalena, Ottone, Bradamante, Marthe, Carmen und Olga übernahm. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, debütierte sie 2012 als Tebaldo (Don Carlo) und sang hier seither u. a. noch Fjodor, Cherubino (Japan-Gastspiel der Wiener Staatsoper), Dry­ade, Tisbe, Bersi, Rosina, Dorabella, Angelina. 

 

Portrait Margarita Gritskova

Piotr Beczala | Don José

 

PIOTR BECZALA ist einer der Hauptrepräsentanten im lyrischen Tenorfach; er feierte Erfolge an der New Yorker Met, in Chicago und San Francisco, an der Münchner Staatsoper, am Londoner Covent Garden, an der Pariser Opéra National, der Mailänder Sca- la, der Berliner Staatsoper sowie bei den Festspielen in Salzburg, Baden- Baden und Montpellier. In Südpolen geboren und ausgebildet war er zunächst Ensemblemitglied am Landestheater Linz und anschließend an der Oper Zürich. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1996 mit Anton Bruckners Te Deum und war hier in der Folge auch als Tamino, Belmonte, Alfredo, Faust, Rodolfo, Roméo und Edgardo zu hören. Zu seinem zentralen aktuellen Repertoire zählen weiters Verdis Duca und Riccardo, Massenets Werther, Gounods Roméo, Tschaikowskijs Lenski und Vaudémont, Smetanas Jenik sowie seit kur- zem auch Massenets Des Grieux. Engagaments in letzter Zeit umfassen u.a. Duca, Faust, Prinz in Rusalka, Rodolfo, Alfredo, Lenski; er gastierte u.a. in München, der Met, der Scala, in Salzburg und in Baden-Baden. Er ist auch ein gefragter Konzertsänger und arbeitet regelmäßig mit führenden Dirigenten.

Carlos Álvarez | Escamillo, Toreador

KS CARLOS ÁLVAREZ wurde in Málaga geboren und studier­te am Konservatorium seiner Heimatstadt. Sein Sängerdebüt erfolgte 1990. Seither führte ihn seine internationale Karrie­re unter anderem an die Mailänder Scala, an das Royal Opera House Covent Garden in London, nach Paris, Amsterdam, San Francisco, an die Hamburgische und Bayerische Staatsoper, an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an die Arena di Verona, an die Zürcher Oper, an das Opernhaus Bonn, nach Brüssel, Valencia, zu den Salzburger Festspielen und an die New Yorker Metropolitan Opera. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1995 als Figaro (Il barbiere di Siviglia). Weitere Rollen im Haus am Ring waren unter anderem Giorgio Germont (La travi­ata), Sir Riccardo Forth (I puritani), Posa (Don Carlo), Sulpice (La Fille du régiment), Carlo Gérard (Andrea Chénier), Don Carlo (Ernani), Don Carlos (La forza del destino), Stankar (Stiffelio), Herzog von Nottingham (Roberto Devereux), Alphonse XI. (La Favorite), Escamillo (Carmen), Ford (Falstaff) sowie die Titelpartien in Don Giovanni und Le nozze di Figaro. 2007 wurde der international oft ausgezeichnete Carlos Álvarez zum Österreichischen Kam­mersänger ernannt. 

 

Olga Bezsmertna | Micaela

OLGA BEZSMERTNA absolvierte ihr Studium an der Kiev National Academy of Music in der Ukraine im Jahr 2010. Sie war unter den Finalisten des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien 2010 und 2011. Beim Debut Gesangswettbewerb 2008 in Deutschland wurde sie sowohl mit dem Ersten Preis, als auch mit dem Publikums- und dem Puccini- Preis ausgezeichnet. 2007 war sie beim Oper Oder-Spree Festival engagiert. Im Jahr 2006 erhielt sie eine Auszeichnung beim Internationalen Rimsky-Korsakow-Gesangswettbewerb in St. Petersburg. Die Sopranistin erhielt weiters den 1. Preis des Internationalen Gesangswettbewerbs der Bertelsmann Stiftung. Im Sommer 2011 war sie Teilnehmerin des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele. Ihr Repertoire umfasst u. a. Contessa d’Almaviva, Pamina, Donna Elvira, Fiordiligi, Micaëla, Marguerite, Nedda, Marfa (Die Zarenbraut), Tatjana. Sie ist Ensemblemit- glied an der Wiener Staatsoper, an der sie 2012 debütierte und u.a. Dame (Cardillac), Pamina, 3. Norn, Contessa d’Almaviva und Rosalinde sang. Aktuelle Auftritte umfassen ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen.   

Carmen, eine junge und wunderschöne Arbeiterin der Zigarettenfabrik von Sevilla wird von allen Männern umschwärmt. Doch es reizt sie, den für sich zu gewinnen, der sich gar nicht um sie kümmert: Don José, einen Sergeant der Militärwache. Bevor Carmen in die Fabrik zurückkehrt, wirft sie ihm eine Blume zu. Doch Don José ist eigentlich schon vergeben: Micaëla, die den jungen Soldaten besucht, erinnert ihn an die schöne Zeit ihrer Liebe. Von seiner Mutter bringt das Mädchen einen Brief, etwas Geld und einen Kuss. Plötzlich ertönt aus der Fabrik Geschrei. Carmen hat im Streit eine Kameradin mit dem Messer verwundet. José erhält von Leutnant Zuniga den Befehl, die Beschuldigte zu holen und nach dem Verhör ins Gefängnis abzuführen. Aber schnell erliegt er ihren Verführungskünsten und lässt sie entfliehen.
Wenig später treffen sich Carmen und der nunmehr degradierte Don José in der Schmuggler-Schenke bei Lillas Pastia. Als Don José es verabsäumt, beim Ertönen des Zapfenstreiches in die Kaserne zurückzukehren und er zusätzlich den Befehlen des eintretenden Zuniga Widerstand leistet, ist sein Schicksal besiegelt: Er muss sich den Schmugglern anschließen. Doch schon nach kurzer Zeit verliert Carmen das Interesse an Don José. Sie hat ihre Augen auf den Torero Escamillo geworfen. Dieser lädt alle Schmuggler zu seinem nächsten Stierkampf ein. Micaëla, die den Aufenthaltsort Don Josés herausgefunden hat, ruft ihn zurück in die Heimat, an das Sterbebett seiner Mutter. Diesmal gibt Don José nach und folgt Micaëla - allerdings nur, um von seiner Mutter Abschied zu nehmen.
Beim angekündigten Stierkampf Escamillos lauert er bereits vor dem Eingang der Arena auf Carmen. Noch einmal versucht er, sie zu einem gemeinsamen Leben umzustimmen, doch sie weist ihn entschieden zurück: Da ersticht er in seiner Verzweiflung jene Frau, die er über alles geliebt hat.