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Fr. 18.03.2016, 19:00 - 21:00 Wien

Péter Eötvös

Tri Sestri (Drei Schwestern)

Dirigenten: Peter Eötvös / Jonathan Stockhammer | Regie: Yuval Sharon | Mit: Aida Garifullina, Margarita Gritskova, Ilseyar Khayrullova, Eric Jurenas, Boaz Daniel, Clemens Unterreiner

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Péter Eötvös  |  Musik
  • Yuval Sharon  |  Regie
  • Esther Bialas  |  Ausstattung
  • Jason H. Thompson  |  Licht und Video
  • Péter Eötvös  |  Dirigent (Ensemble im Orchestergraben)
  • Jonathan Stockhammer  |  Dirigent (Orchester auf der Bühne)

Aida Garifullina | Irina

Die Sopranistin AIDA GARIFULLINA wurde in Russland geboren. Sie studierte Gesang unter anderem an der Musikuniversität in Wien und debütierte bei einer Studioproduktion als Despina in Wolfgang Amadeus Mozarts Così fan tutte. 2012 debütierte Aida Garifullina an der Arena di Verona in Italien. Im August dieses Jahres gewann sie Plácido Domingos renommierten Operalia-Wettbewerb. Mit diesem ersten Preis begann die steile Karriere der Sängerin. Erste Einladungen erhielt Aida Garifullina nach Peking und ans Moskauer Bolschoi Theater. In London war sie als Susanna in Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro zu hören, in derselben Rolle trat sie am St. Petersburger Mariinski-Theater auf. Dort sang sie auch noch die Adina in Gaetano Donizettis L’elisir d’amore. Im Juli 2013 trat Aida Garifullina bei einer Gala in Kazan mit dem Orchester des Mariinski-Theaters unter Valery Gergiev auf. Ihr wurde bereits in jungen Jahren der Titel Honoured Artist of the Republic of Tatarstan verliehen. Zuletzt war sie am Marinskii-Theater als Nannetta in Giuseppe Verdis Falstaff zu hören, eine Rolle, die sie auch in Buenos Aires gestaltete. Ab der Spielzeit 2014/2015 ist sie Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper.

Margarita Gritskova | Mascha

MARGARITA GRITSKOVA wurde 1987 in St. Petersburg gebo­ren. Sie lernte neben Gesang auch Klavier in ihrer Heimat­stadt, später studierte sie am St. Petersburger Konservatori­um. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, u. a. beim Luciano Pavarotti-Wettbewerb in Modena und beim Concurso Internacional de Canto Villa de Colmenar in Spanien. 2010 war sie Finalistin beim Operalia-Wettbewerb. Margerita Gritskova war u. a. als Carmen unter der Leitung von Mariss Jansons in St. Petersburg zu hören; darüber hinaus sang sie beim Festival de Ópera de Tenerife in Salome und gestaltete Cherubino beim Sommerfestival in St. Moritz, Rosina an der Ungarischen Staatsoper, Olga an der Opera de Quebec. 2009/2010 wurde Mar­garita Gritskova Ensemblemitglied am Nationaltheater Weimar, wo sie Partien wie Cherubino, Flora, Maddalena, Ottone, Bradamante, Marthe, Carmen und Olga übernahm. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, debütierte sie 2012 als Tebaldo (Don Carlo) und sang hier seither u. a. noch Fjodor, Cherubino (Japan-Gastspiel der Wiener Staatsoper), Dry­ade, Tisbe, Bersi, Rosina, Dorabella, Angelina. 

 

Portrait Margarita Gritskova

Jinxu Xiahou | Fedotik

JINXU XIAHOU wurde in Zibo, in der östlichen chinesischen Provinz Shadong, geboren. Der Tenor studierte ab dem Jahr 2008 am Zentralkonservatorium für Musik in Peking (China) und schloss als Bachelor ab. Sein Bühnendebüt gab Jinxu Xiahou als Basilio in Le nozze di Figaro. Sein Europa-Debüt gab er im Jahr 2010, als er bei der Classic Night in Zürich auftrat. Mit dem Macao Philharmonic Orchestra sang er in einer konzertanten Aufführung von Così fan tutte die Partie des Ferrando. Er war im Jahr 2011 Finalist des Gesangswettbewerbs Neue Stimmen der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh und gewann den dritten Preis. 2012 gab Jinxu Xiahou sein Debüt an der Wiener Staatsoper und sang hier bisher unter anderem Don Ottavio, Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Nemorino, Don Ramiro, Ernesto, Sänger (Der Rosenkavalier), Rodolfo (La Bohème), Stimme des Seemanns (Tristan und Isolde), Cassio (Otello), Fenton (Falstaff), Pang, Fetodik (Drei Schwestern), Macduff (Macbeth). Er ist Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Ilseyar Khayrullova | Olga

Die junge Mezzosopranistin ILSEYAR KHAYRULLOVA wurde im Jahr 1987 in Tatarstan in Russland geboren. 2006 graduierte sie am Tatarstan Music College und studierte am staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg, wo sie im Jahr 2012 graduierte. Ilseyar Khayrullova ist Preisträgerin des internationalen Wettbewerbs Playing Slonimsky 2012 in St. Petersburg. Ab 2010 war Ilseyar Khayrullova in unterschiedlichen
Studioproduktionen des St. Petersburger Konservatoriums zu sehen, darunter unter anderem als Cherubino in Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro, Clarisse in Sergei Prokofiews Die Liebe zu den drei Orangen, Olga in Peter Iljitsch Tschaikowskis Eugen Onegin und Martha in Tschaikowskis Iolanta. Weitere Partien Ilseyar Khayrullovas umfassen Azucena in Giuseppe Verdis Il trovatore, Kontschakowna in Alexander Borodins Prinz Igor, Orfeo in Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice, Polina in Peter Iljitsch Tschaikowskis Pique Dame. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Ilseyar Khayrullo Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper, wo sie als Dritte Elfe in Rusalka debütierte.

Boaz Daniel | Tusenbach

BOAZ DANIEL wurde in Tel Aviv geboren, studierte an der dor­tigen Universität und setzte sein Gesangsstudium von 1996 bis 1999 am Konservatorium der Stadt Wien fort. 1999 erhielt er den Förderungspreis der Eberhard Waechter-Medaille in Wien. 1998 wurde er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er ein breites Repertoire singt, u. a. Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Sharpless (Madama Butterfly), Belcore (L’elisir d’amore), Paolo (Simon Boccanegra), Marcello (La Bohème), Enrico (Lucia di Lammermoor), Kurwenal (Tristan und Isol­de), Lescaut (Manon Lescaut), Ford (Falstaff), Klingsor (Parsifal), Rangoni (Boris Godunow), Valentin (Faust), Rodrigo (Don Carlo), Jeletzki (Pique Dame), Sonora (La fanciulla del West), Heerrufer (Lohengrin) und Gunther (Götterdämmerung). Einladungen erhält er wiederholt an das Royal Opera House Covent Garden, die Deutsche Oper Berlin, die New Israeli Opera, die Dresdner Semperoper, nach Chicago, Turin, Salzburg, San Francisco, Frankfurt, Barcelona. Zuletzt feierte er u.a. an der Lyric Opera of Chicago in Ernani sowie in Don Giovanni in Graz, in Tel Aviv in Un ballo in maschera, und in Tristan und Isolde in Hamburg, Berlin und London Erfolge. 

Gabriel Bermúdez | Andrei

In Madrid geboren, absolvierte GABRIEL BERMÚDEZ seine musikalische Ausbildung Carmen Rodriguez Aragón, seiner Mutter. Ferner studierte er ein Jahr bei Teresa Berganza. Seit Beginn der Spielzeit 2002/2003 bis 2011 gehörte er zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u. a. als Figaro (Il barbiere di Siviglia), Marcello (La Bohème), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Nardo (La finta giardiniera),Ping (Turandot), Borilée (Les Boréades), Dr. Falke (Die Fledermaus), Plistene (La grotta di Trofonio), Silvio (Pagliacci), Belcore (L’elisir d’amore) zu erleben war. Zuletzt sang er Papageno am Teatro Real Madrid und Figaro an der Staatsoper Hannover, Papageno in Jerez, Oreste (Iphigénie en Tauride) in Oviedo, Ping, Le Mari (Les mammelles de Tirésias) und Silvio am Liceu Barcelona, Almaviva (Le nozze di Figaro) in St. Moritz Opera Festi- va, Marcello in Valladolid, Harlekin an der Opéra de Paris, Schaunard in Barcelona und Danilo in Dortmund. Einen großen Erfolg hatte der Künstler als Harlekin bei den Salzburger Festspielen 2012, wohin er 2014 mit einer neuen Aufgabe zurückkehren wird. Seit 2013 ist er Ensemblemit- glied der Wiener Staatsoper und sang hier u.a. Melot, Sharpless, Marcello, Figaro, Belcore, Heger (Rusalka).

Clemens Unterreiner | Verschinin

CLEMENS UNTERREINER was born in Vienna. In 1998 he began his vocal art studies with Hilde Rössel-Majdan, Gottfried Hornik, Helena Lazarska and Wicus Slabbert. Numerous national and international opera and operetta productions as well as lied evenings, oratories and church concerts. Guest soloist in the Große Saal of the Wiener Musikverein, at the Wiener Konzerthaus, Palau de la Musica and other international concert halls. Member of the ensemble of the Wiener Staatsoper since 2005, where Clemens Unterreiner for example sang Sharpless, Faninal, Donner, Harlekin, Melot, Brétigny, Schtschelkalow, Oberpriester des Apollon(Alceste), Happy (La fanciulla del West), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos),Schaunard. Also as guest soloist at the Volksoper Wien he very successfully performed as Papageno or Sharpless. Further engagements led him to the New York Carnegie Hall, the Royal Opera House Copenhagen, to the Strasbourgh Opera, the Salzburger Festspiele, Opera de Nice, Linzer Landestheater, the Oper Chur, the Sommerfestspiele Heidenheim as well as to the Richard Wagner Festival Budapest.

 

Portrait Clemens Unterreiner

Benedikt Kobel | Doktor

BENEDIKT KOBEL stammt aus Wien und studierte an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gastspiele führten ihn an die Semperoper, nach Leipzig, Köln, Frankfurt, an das Gärtnerplatztheater, die Zürcher Oper, die Grazer Oper, zum Festival dei Due Mondi in Spoleto, an die Arena di Verona und die Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debütier­te Benedikt Kobel 1986 als 1. Gondoliere (La gioconda). Es folgten hier u. a. Arturo (Lucia di Lammermoor), Kunz Vogel­gesang (Die Meistersinger von Nürnberg), Raffaele (Stiffelio), Narraboth (Salome), Steuermann (Fliegender Holländer), Malcolm (Macbeth), Don Curzio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Henry (Die schweigsame Frau), Don Gaspar (La Favorite), Oloferno (Lucrezia Borgia), Spoletta (Tosca), Andres (Wozzeck), Dr. Blind (Die Fledermaus), Abdallo (Nabucco), Monostatos und 1. Priester (Zauberflöte), Goro (Madama Butterfly), Rodrigo (Otello), Tschaplitzki (Pique Dame), Jaquino (Fidelio), Ed­mondo (Manon Lescaut), Missail (Boris Godunow), Cajus (Falstaff) und Schmidt (Werther). 

Marcus Pelz | Anfissa

MARCUS PELZ wurde in Stuttgart geboren, studierte Sologe­sang, Lied und Oratorium, klassische Operette sowie das Fach Alte Musik am Konservatorium der Stadt Wien und absolvierte die Opernschule der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Erste Engagements am Landestheater St. Pöl­ten, an der Wiener Kammeroper (1995-1997) und der Neuen Oper Wien legten den Grundstein für seine Verpflichtung an die Wiener Staatsoper (seit 1999 als Ensemblemitglied). Gas­tengagements führten ihn u.a. in der Titelpartie von Wozzeck an das Teatro Avenida in Buenos Aires und zu dem Maggio Musicale in Florenz mit dem Rosen­kavalier. Sein Repertoire im Haus am Ring umfasst mehr als achtzig Partien u. a. Hermann, Gregorio, Schaunard, Notar u. Polizeikommissar, Kothner und Konrad Nachtigall, Sprecher u. 2. Priester, Antonio, Phorbas, Angelotti, Donald, Gualtiero Raleigh, Alessio, Masetto, Haly, Johann, 1. Schäfer, Albert, Altgesell und Saretzki. Sehr beliebt beim jungen Publikum sind sei­ne Auftritte im Rahmen der Kinderoper-Vorstellungen auf dem Dach der Wiener Staatsoper.

Dan Paul Dumitrescu | Kulygin

Dan Paul Dumitrescu wurde 1966 in Bukarest (Rumänien) geboren. Er studierte zunächst Klarinette, dann Gesang an der Musikhochschule in Bukarest. 1996 besuchte er die Internationale Akademie für Oper in Verona. Unmittelbar nach dem Abschluss seines Gesangsstudiums an der Musikhochschule folgte 1997 ein Engagement an die Bukarester Oper. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe.

Dan Paul Dumitrescu war Gast wichtiger Bühnen wie etwa der Royal Albert Hall, der Arena di Verona, der Mailänder Scala, der New Israeli Opera, dem Teatre del Liceu in Barcelona, dem Wiener Musikverein, weiters trat er in München, Budapest, Berlin, Paris, Tokio und bei den Salzburger Festspielen auf. 2000 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und ist seit September 2001 Ensemblemitglied des Hauses. Sein Repertoire umfasst mehr als 50 Bass-Rollen, etwa Sarastro, Pimen, Gremin, Procida, Enrico VIII., Ramfis, Pistola, Sparafucile, Banquo, Raimondo, Oroveso, Graf Des Grieux, Balthazar, Colline, Timur, Pietro, Grenvil, Graf Rodolfo, Mönch und Großinquisitor (Don Carlos ital. und frz. Version).

Irina, Mascha und Olga, die drei Töchter des verstorbenen Generals Prozorow leben gemeinsam mit ihrem verheirateten Bruder Andrei in einer russischen Provinzstadt und hoffen sehnsuchtsvoll auf eine bessere Zukunft, auf wahre Liebe und ein erfülltes Leben.

Prolog
Die drei Schwestern beklagen das Abschiednehmen, das einsame Zurückbleiben und das damit verbundene Leiden. Für sie wurde alles zur Erinnerung:

 

Erste Sequenz: Irina 
Irina verzweifelt an ihrem Dasein in der Provinz, das Leben scheint für sie ohne Sinn zu entfliehen. Einst hoffte sie, dass sie nach Moskau ziehen und sie dort den Traummann findet. Ihre ältere Schwester Olga versucht Irina zu überreden, Leutnant Tusenbach zu heiraten, obwohl Irina ihn nicht liebt. Mascha beobachtet die ungeliebte Schwägerin Natascha, die mit einer brennenden Kerze vorbeizieht. Einige Offiziere, die einen Brand in der Stadt gelöscht haben betreten den Salon der Schwestern – unter ihnen Tusenbach und Soljony, die beide um Irinas Liebe buhlen. Während sich Kommandant Verschinin angeregt mit der verheirateten Mascha unterhält, zerbricht der Doktor eine alte Glasuhr. Tusenbach gesteht Irina seine Liebe, doch diese verhält sich zögerlich, macht ihm bewusst weder Hoffnungen noch weist sie ihn ab. Das Gespräch der beiden wird schließlich vom Doktor und von Soljony unterbrochen. Soljony beteuert Irina seinerseits die große Liebe und droht, den Nebenbuhler Tusenbach zu beseitigen. Als Soljony die hinzugetretene Natascha bemerkt, geht er. Natascha wünscht, dass Irina ihr Zimmer aufgibt und es Bobik, dem kleinen Sohn von Natascha und Andrei übergibt. Wenig später verlässt Natascha das Haus, um sich mit ihrem Geliebten Protopopow zu treffen. Die Soldaten verabschieden sich von den drei Schwestern – und zwar für immer, da das Regiment aus der Stadt nach Polen verlegt wird. Irina beschließt Tusenbach zu heiraten und mit ihm die Stadt zu verlassen, aber Soljony tötet Tusenbach bei einem Duell.

 

Zweite Sequenz: Andrei 
Die drei Schwestern klagen darüber, dass Andrei seinen Anlagen nicht gerecht wird und zum willenlosen Werkzeug in den Händen seiner Frau Natascha mutierte, die die Herrschaft im Hause an sich zu ziehen trachtet. Irina verzweifelt an ihrem Dasein in der Provinz, das Leben scheint für sie ohne Sinn zu entfliehen. Mascha beobachtet die ungeliebte Schwägerin Natascha, die mit einer brennenden Kerze vorbeizieht. Andrei verteidigt Natascha gegenüber seinen Schwestern und hebt deren seelischen Adel hervor – dieser geschönten Zeichnung seiner Frau widerspricht allerdings Nataschas grob-unerbittlicher Umgang mit der alten Amme Anfissa, die sie aus dem Haus ekeln möchte. Einige Offiziere, die einen Brand in der Stadt gelöscht haben betreten den Salon der Schwestern. Im Lauf des nun folgenden allgemeinen Salongespräches hebt der Doktor resigniert seine medizinische Inkompetenz hervor und zerbricht eine alte Glasuhr – die Uhr der verstorbenen Mutter der drei Schwestern.

Nachdenklich sinniert er daraufhin vor sich hin und stellt die Möglichkeit in den Raum, dass er die Uhr womöglich doch nicht zerbrochen hat und es nur danach aussehe. Der Doktor geht in seinen Gedanken sogar noch weiter und fragt sich, ob die Existenz als solche nicht bloße Einbildung wäre. Andrei tritt auf ihn zu gesteht ihm, die einstige Liebe zu Natascha verloren zu haben. Seiner Lage schmerzlich bewusst und auf eine bessere Zukunft hoffend verlässt Andrei gemeinsam mit dem Doktor das Haus. Natascha freut sich auf ein Treffen mit ihrem Geliebten Protopopow.

 

Dritte Sequenz: Mascha 
Die drei Schwestern feiern Irinas Namenstag und trinken gemeinsam mit einigen Offizieren Tee. Kommandant Verschinin kommt hinzu, stellt sich vor, erzählt von seiner Vergangenheit in Moskau und seinen Erinnerungen an die Familie Prozorow. Der Doktor schwärmt von der verstorbenen Mutter der drei Schwestern. Mascha ist ihres Gatten Kulygin überdrüssig, etwas später gestehen sich der verheiratete Verschinin und Mascha ihre gegenseitige Liebe, eine Liebe, die Mascha später ihrer Schwester Olga beichtet. Olga stellt sich mit aller Vehemenz gegen diese Liebe, worauf Mascha resigniert. Die Tatsache, dass Verschinin kurz darauf für immer Abschied nimmt, da sein Regiment aus der Stadt verlegt wird, stößt Mascha zusätzlich in tiefste Trauer.