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Do. 31.12.2015, 19:00 - 22:30 Wien

Johann Strauß

Die Fledermaus

Dirigent: Stefan Soltesz | Regie: Otto Schenk | Mit: Adrian Eröd, Ildikó Raimondi, Jochen Schmeckenbecher, Zoryana Kushpler, Norbert Ernst, Clemens Unterreiner, Annika Gerhards, Peter Simonischek

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Johann Strauß  |  Musik
  • Otto Schenk  |  Regie
  • Milena Canonero  |  Kostüme
  • Günther Schneider-Siemssen  |  Bühnenbild
  • Gerlinde Dill  |  Choreographie im 2. Akt "Unter Donner und Blitz"
  • Stefan Soltesz  |  Dirigent

Otto Schenk | Regie

KSCH Otto Schenk wurde 1930 in Wien geboren und erlebte eine von den Schrecken des Naziregimes geprägte Kindheit. Nach der Ausbildung am Max Reinhardt Seminar debütierte er in Wien als Schauspieler. Die ersten Stationen seiner Laufbahn waren das Theater an der Josefstadt und das Wiener Volkstheater. Ab 1953 war er auch als Schauspielregisseur, ab 1957 als Opernregisseur tätig. Sehr bald führte ihn sein Weg an die wichtigsten Bühnen, wie etwa an das Wiener Burgtheater, an die Münchner Kammerspiele, die New Yorker Met, die Mailänder Scala, das ROH Covent Garden, die Bayerische und Hamburgische Staatsoper oder die Deutsche Oper Berlin. 1965-1990 war er Oberregisseur an der Wiener Staatsoper, 1986-1988 Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele, 1988-1997 Direktor des Theaters in der Josefstadt. Weiters war er in zahlreichen Fernsehspielen zu erleben. An der Wiener Staatsoper inszenierte er rund 30 unterschiedliche Opern und war hier außerdem als Frosch zu erleben.

Interview Otto Schenk zum "Rosenkavalier"

Zoryana Kushpler | Prinz Orlofsky

Zoryana Kushpler ist im ukrainischen Lviv (Lemberg) geboren. Mit fünf Jahren lernte sie bei ihrer Mutter Klavier, wechselte aber später zur Violine. Ab 1993 studierte sie in der Klasse ihres Vaters an der Musik Hochschule in Lviv Gesang. 1998 wechselte sie an die Musikhochschule Hamburg.



Auftritte führten sie unter anderem nach Zürich, Genf, Venedig, Mailand, Florenz, Hamburg, Berlin, London und nach Bern, wo sie in 2004 -2006 Ensemblemitglied des Stadttheaters war. Sie gestaltete dort u. a. Rollen wie Sesto (Giulio Cesare) oder Preziosilla (Forza del destino). Sie sang Adelaide (Arabella) an der Oper Graz und Carmen, Giulietta (Contes d’Hoffmann), Maddalena (Rigoletto) und Prinz Orlofsky an der Volksoper.



An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2007 als Adelaide. Sie war hier weiters unter anderem als Polina und Daphnis (Pique Dame), Olga (Eugen Onegin), Giulietta (Les Contes d'Hoffmann), Fenena (Nabucco), Suzuki (Madama Butterfly), Ulrica (Un ballo in maschera), Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) und Preziosilla (La forza del destino) zu erleben.


Rollen an der Wiener Staatsoper 2013/ 2014: u. a. Smeton, Orlofsky, Lola, Marthe, Fenena.

Adrian Eröd | Gabriel von Eisenstein

Nach seiner Ausbildung an der Musikhochschule in Wien, wo er unter anderem bei Walter Berry studierte, führte ADRIAN ERÖDs Weg von der Wiener Kammeroper über das Landes­theater Linz an die Wiener Volksoper und schließlich an die Wiener Staatsoper, die neben seinen internationalen Engage­ments auch weiter einen zentralen Platz in seiner künstleri­schen Zukunft einnehmen wird. Seit seinem Debüt 2001 an der Wiener Staatsoper als Mercutio in Roméo et Juliette singt Adrian Eröd hier Partien wie Guglielmo, Beckmesser, Loge, Conte d’Almaviva, Figaro (Il barbiere di Siviglia), Dr. Falke, Albert, die Titelrolle in Benjamin Brittens Billy Budd, Olivier (Capriccio) und die für ihn komponierte männliche Hauptpar­tie des Jason in Aribert Reimanns Medea. Er sang weiters unter anderem auch am Teatro La Fenice in Venedig (Harlekin), an der Hamburgischen Staatsoper (Pelléas), an der Oper Frank­furt (Prospero in Adès’ The Tempest), bei den Bayreuther Festspielen und an der Oper Zürich (Beckmesser). Zuletzt sang er z. B. an der Tokyo National Opera, der Opéra de Paris und bei den Bayreuther Festspielen. 

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: Prospero, Eisenstein.

Ildikó Raimondi | Rosalinde

KS ILDIKÓ RAIMONDI stammt aus Arad, Rumänien, erhielt dort ihre musikalische Ausbildung und schloss ihr Gesangs­studium in Italien bei Flaviano Labo und Carlo Bergonzi ab. Auftritte absolvierte und absolviert sie in Dresden, München, Berlin, Valencia, Zürich, Helsinki sowie bei den Festspielen in Salzburg, Edinburgh, Ludwigsburg, Bregenz und den Wiener Festwochen. Seit 1991 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Sie debütierte hier im November 1991 als Sophie (Rosenkavalier). Es folgten unter anderem Marzelline (Fide­lio), Zdenka (Arabella), Pamina (Zauberflöte), Antonia (Contes d’Hoffmann), Micaëla (Car­men), Susanna (Nozze di Figaro), Adele und Rosalinde (Fledermaus), Hanna Glawari (Lustige Witwe), Nedda (Pagliacci), Lauretta (Gianni Schicchi), Mimì und Musetta (Bohème), Alice (Falstaff), Dame (Cardillac), Donna Elvira (Don Giovanni). Sie wirkte 2005 beim Festkonzert 50 Jahre Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper wie auch bei den Gastspielen nach Asien (2007), Japan (2008), Garmisch- Partenkirchen (2009) mit. 2004 wurde ihr der Titel Österrei­chische Kammersängerin verliehen. 

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: u.a. Rosalinde, 3. Norn, Gerhilde.

Jochen Schmeckenbecher | Frank

JOCHEN SCHMECKENBECHER stammt aus Hockenheim und studierte in Köln und New York. Nach ersten Festengagements im Hagen und der Komischen Oper Berlin ist er freischaffend tätig. Zuletzt sang er u.a. Dr. Kolenatý (Die Sache Makropulos) und Kurwenal an der Pariser Bastille. Kommende Pläne beinhalten Produktionen am Liceu, an der Oper Leipzig, am ROH Covent Garden, am Palais Garnier in Paris sowie Konzerte. Wesentliche Projekte der letzten Zeit waren seine Debüts an der Bayerischen Staatsoper als Marquis de la Force (Dialogues des Carmelites) und am ROH Covent Garden als Alberich (Siegfried) sowie Alberich im gesamten Ring-Zyklus an der Oper Frankfurt und konzertant in der Berliner Philharmonie. Darüber hinaus folgte er Einladungen als Amfortas nach Frankfurt und Turin, Dr. Kolenatý zu den Salzburger Festspielen, Kurwenal nach Lyon, Pizarro an die Semperoper, vier Bösewichte (Contes d‘Hoffmann) an die Wiener Volkoper, Klingsor, Frank, Beckmesser, Faninal, Papageno an die Berliner Staatsoper, als Musiklehrer u.a. an die Met und die Scala, als Wozzeck ans Liceu, nach Madrid und Hamburg. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 als Musiklehrer und sang hier noch Kurwenal.

 

Clemens Unterreiner | Dr. Falke

CLEMENS UNTERREINER was born in Vienna. In 1998 he began his vocal art studies with Hilde Rössel-Majdan, Gottfried Hornik, Helena Lazarska and Wicus Slabbert. Numerous national and international opera and operetta productions as well as lied evenings, oratories and church concerts. Guest soloist in the Große Saal of the Wiener Musikverein, at the Wiener Konzerthaus, Palau de la Musica and other international concert halls. Member of the ensemble of the Wiener Staatsoper since 2005, where Clemens Unterreiner for example sang Sharpless, Faninal, Donner, Harlekin, Melot, Brétigny, Schtschelkalow, Oberpriester des Apollon(Alceste), Happy (La fanciulla del West), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos),Schaunard. Also as guest soloist at the Volksoper Wien he very successfully performed as Papageno or Sharpless. Further engagements led him to the New York Carnegie Hall, the Royal Opera House Copenhagen, to the Strasbourgh Opera, the Salzburger Festspiele, Opera de Nice, Linzer Landestheater, the Oper Chur, the Sommerfestspiele Heidenheim as well as to the Richard Wagner Festival Budapest.

 

Portrait Clemens Unterreiner

Annika Gerhards | Adele

Die Sopranistin ANNIKA GERHARDS absolvierte ihr Gesangs­studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und vervollkommnete ihre Studien in Meisterkursen unter anderem bei KS Brigitte Fassbaender, Kle­sie Kelly-Moog, Helen Donath und Eva Marton. Sie ist Preis­trägerin verschiedener Wettbewerbe, wie zum Beispiel des Bruno Fry-Musikpreises und des Bundeswettbewerbs Gesang. Weiterhin wurde sie mehrfach mit dem Händel-Preis der Stadt Karlsruhe und 2013 beim Wettbewerb „Das Lied“ mit dem För­derpreis ausgezeichnet. Annika Gerhards sang bisher Partien wie unter anderem Zaide, Valen­cienne, Frasquita und war am Staatstheater Darmstadt, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe und beim Rheingau Musik Festival zu Gast. Im Dezember 2014 singt sie unter Jonathan Nott in Mahlers achter Symphonie in Japan. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Annika Gerhards Ensemb­lemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie als Giannetta in Gaetano Donizettis L‘elisir d‘amore debütierte.   

 

Peter Simonischek | Frosch

PETER SIMONISCHEK wurde an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in seiner Geburtsstadt Graz ausgebildet. Bereits während seiner Studienzeit trat er am Schauspielhaus Graz auf, danach folgten Engagements am Stadttheater St. Gal­len sowie in Bern, Darmstadt und am Düsseldorfer Schauspiel­haus. Ab 1979 gehörte er 20 Jahre lang dem Ensemble der Ber­liner Schaubühne an. Bei den Salzburger Festspielen war Peter Simonischek 1982 in der Titelrolle von Torquato Tasso und als Okeanos in Prometheus, gefesselt von Peter Handke nach Ais­chylos, 1988 als Horch in Canettis Hochzeit sowie 1995 als Leonid in Tschechows Kirschgarten zu erleben. 2002-2009 spielte Peter Simonischek dort in Jedermann die Titelrolle. Mit Beginn der Saison 1999/2000 wurde Peter Simonischek ins Ensemble des Wiener Burgtheaters en­gagiert, wo er in zahlreichen Rollen in Stücken so unterschiedlicher Autoren wie Friedrich Schiller, Heinrich von Kleist oder auch Henrik Ibsen, Ödön von Horváth, Jon Fosse und Albert Ostermaier zu sehen ist. Seit Ende der 70er-Jahre ist Peter Simonischek auch regelmäßig im Kino zu sehen. An der Wiener Staatsoper war er als Frosch zu erleben. 

Die Handlung rankt sich um den Ball beim Prinzen Orlowsky.
Zu ihm werden im 1. Akt alle handelnden Personen, mit Ausnahme Alfreds, des in Rosalinde verliebten Tenors, der kometengleich am Rande des Geschehens dahinwandelt, magnetisch hingezogen: Das Stubenmädchen Adele wird, wie sie glaubt, durch ihre Schwester Ida dorthin eingeladen und muss eine rührende Geschichte von einer kranken Tante erfinden, um nach einigem Hin und Her Ausgang zu bekommen, und ihr Brotherr, der Rentier Eisenstein, wird durch seinen Freund Dr. Falke überredet, sich mit ihm bei Orlowsky zu amüsieren, statt eine Gefängnisstrafe anzutreten, die ihm wegen einer Amtsehrenbeleidigung zugemessen wurde - freilich verfolgt Dr. Falke damit seinen eigenen Plan, denn Eisenstein hat ihn einmal vor der ganzen Stadt blamiert, als er ihn nach einem Maskenball betrunken und als Fledermaus verkleidet durch die Straßen nach Hause gehen ließ. Nun sieht Falke die Gelegenheit zur Rache gekommen. Darum lädt er zum Schluss auch Eisensteins Gattin Rosalinde zum Ball ein. Diese gerät vorher noch in beträchtliche Verwirrung, als nach Eisensteins vermeintlichem Abgang in den Arrest ihr früherer Verehrer Alfred auftaucht, ihr Herz bedrängt, aber vom Gefängnisdirektor Frank an Eisensteins Stelle verhaftet wird. Frank begibt sich nach dieser Amtshandlung befriedigt zum Ball bei Orlowsky.
Dort geraten im 2. Akt alle von Dr. Falke arrangierten Verwicklungen aufs beste. Eisenstein begegnet zu seiner Verblüffung seinem Stubenmädchen Adele, die ihre Identität frech leugnet, schließt Freundschaft mit dem Gefängnisdirektor und verliebt sich schließlich in seine eigene, als ungarische Gräfin kostümierte und maskierte Gattin.
Der 3. Akt löst die Knoten wieder. Er spielt im Gefängnis, das eine dubiose Note durch den niemals nüchternen Gerichtsdiener Frosch erhält. Alle finden sich dort nach und nach ein: Nach dem äußerst verkaterten Direktor Frank zunächst Adele, die einen Mäzen zur Ausbildung ihres dramatischen Talents sucht, nebst ihrer Schwester Ida, dann Eisenstein, der zu seinem Erstaunen erfährt, dass er ja bereits die ganze Nacht eingesperrt war; als auch Rosalinde erscheint und gemeinsam mit dem verhafteten Alfred eine Unterredung mit einem Notar fordert, setzt Eisenstein sich verkleidet an die Stelle des Notars Dr. Blind und kommt so hinter die Ereignisse des vergangenen Abends. Zum Glück lässt er sich schließlich überzeugen, dass auch diese ein Teil von Dr. Falkes Racheplan waren, und so geht alles gut aus, umso mehr, als Adele im Prinzen Orlowsky tatsächlich ihren Mäzen findet.
 

Interview KSCH Peter Simonischek

Die Fledermaus

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