Archiv Detail

Zurück zur Übersicht

So. 02.11.2014, 18:00 - 22:00 Wien

Richard Wagner

Tannhäuser

Dirigent: Peter Schneider | Regie: Claus Guth | Mit: Kwangchul Youn, Robert Dean Smith, Christian Gerhaher, Camilla Nylund, Iréne Theorin

 
Diese Produktion wird ermöglicht mit Unterstützung von
UHD
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Wagner  |  Musik
  • Claus Guth  |  Regie
  • Christian Schmidt  |  Ausstattung
  • Olaf Freese  |  Licht
  • Konrad Kuhn  |  Dramaturgie
  • Peter Schneider  |  Dirigent

Peter Schneider | Dirigent

Peter Schneider stammt aus Wien und kam mit acht Jahren zu den Wiener Sängerknaben, später studierte er an der Wiener Musikakademie (Komposition und Dirigieren). Zunächst war er Korrepetitor, Studienleiter und Kapellmeister in Salzburg und Heidelberg, dann 1. Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein, wo er sich fast das gesamte Opernrepertoire erarbeitete. 1978 wurde er Generalmusikdirektor in Bremen. In Bayreuth dirigiert er seit 1981 regelmäßig. Nach Bremen kam eine zweijährige Tätigkeit in Mannheim als Opern- und Generalmusikdirektor. 1993/1994 wurde er Chefdirigent der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsorchesters. Nach fünfjähriger Tätigkeit gehört er der Bayerischen Staatsoper weiterhin als 1. Gastdirigent an. 1995 debütierte er an der Met. An der Wiener Staatsoper, deren Ehrenmitglied er ist, debütierte er 1984 mit Der Rosenkavalier. Seitdem hat er hier u. a. Capriccio, Salome, Don Giovanni, Nozze di Figaro, Fidelio, Zauberflöte, Fliegender Holländer, Meistersinger von Nürnberg, Ring des Nibelungen, Parsifal, Tristan und Isolde, Frau ohne Schatten, Palestrina dirigiert.

 
 

Kwangchul Youn | Hermann

KWANGCHUL YOUN wurde in Korea geboren und erhielt seine Ausbildung an der Chong-Ju Universität sowie in Sofia und Berlin und wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet. 1988 gab er sein Debüt in Seoul, sang 1989/1990 an der Koreanischen Staatsoper und kam dann nach Europa. 1994 bis 2004 war er festes Ensem­blemitglied der Staatsoper Unter den Linden, mit der er auch weiterhin verbunden ist und wo er unter anderem in Aida, La Bohème, Don Carlo, Don Giovanni, Elektra, Fidelio, Nozze di Figaro, Die Meistersinger von Nürnberg, Parsifal, Tannhäuser, Tristan und Isolde und Die Zauberflöte zu erleben war. Einladungen folgte er unter anderem an die Opéra National de Paris und das Pariser Théâtre du Châtelet, zur RuhrTriennale, zu den Dresd­ner Musikfestspielen, nach Barcelona, Valencia, zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen, zum Ravinia Festival, an die Met. Auch als Konzertsänger ist er international erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte Kwangchul Youn 2002 als Figaro in Le nozze di Figaro und war hier außerdem auch als als Leporello, Ramfis, König Heinrich, Gurnemanz (Parsifal), Philippe II., Mé­phistophélès und Sarastro zu erleben.

Rolle an der Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2014/2015: Landgraf.

Robert Dean Smith | Tannhäuser

Seit seinem erfolgreichen Debüt bei den Bayreuther Festspielen 1997 ist der aus den USA stammende Tenor Robert Dean Smith an allen führenden internationalen Opernhäusern und Konzertsälen wie Wien, München, Berlin, Dresden, Barcelona, Madrid, Brüssel, Amsterdam, Paris, London, Mailand, San Francisco, Los Angeles oder an der der New Yorker Metropolitan Opera zu hören. Sein Repertoire umfasst unter anderem Rollen wie Siegmund, Parsifal, Lohengrin, Tristan, Stolzing, Bacchus (Ariadne auf Naxos), Manrico (Il trovatore), Alvaro (La forza del destino), Don Carlo, Cavaradossi, Des Grieux (Manon Lescaut), Don José, Enzo (La gioconda), Canio, Florestan, Hermann, Hoffmann und Max. Dabei arbeitete Robert Dean Smith regelmäßig mit bedeutenden Dirigenten wie Daniel Barenboim, Wolfgang Sawallisch, Sir Colin Davis, Christian Thielemann, Antonio Pappano, Bernard Haitink, Gerd Albrecht, Marcello Viotti und Peter Schneider.

An der Wiener Staatsoper debütierte Robert Dean Smith 1998 als Stolzing und sang hier seither auch noch Partien wie Erik, Lohengrin, Des Grieux (Manon Lescaut), Tristan, Lohengrin, Siegmund, Florestan, Kaiser (Frau ohne Schatten).
 

Christian Gerhaher | Wolfram von Eschenbach

Während seiner Studienzeit bei Paul Kuen und Raimund Grum­bach besuchte CHRISTIAN GERHAHER an der Münchner Hoch­schule für Musik die Opernschule und studierte dort Liedgesang bei Friedemann Berger. Neben einem Medizinstudium rundete er seine stimmliche Ausbildung in Meisterkursen bei Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf und Inge Borkh ab. Inzwischen ist er selbst passionierter Lehrer. Obwohl er sein Hauptaugenmerk auf den Lied- und Konzertgesang richtet, ist er schon lange auch auf der Opernbühne ein gesuchter Darstel­ler. Unter Riccardo Muti sang er den Papageno bei den Salzburger Festspielen. Als Prinz von Homburg gastierte er in Henzes gleichnamiger Oper am Theater an der Wien, als Wolfram am Teatro Real in Madrid, in München und am ROH Covent Garden, wofür ihm 2011 der berühmte Laurence Olivier Award verliehen wurde. Partien wie Don Giovanni – wieder in Frankfurt, wo er auch schon als Orfeo, Wolfram, Eisenstein und Pelléas zu hören war – der Posa in Toulouse oder konzertant der Olivier am ROH Covent Garden zeigen seine Bandbreite, der Wolfram bleibt eine Konstante in seinem Kalender an den Häusern von Berlin, London und München. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2010 als Wolfram.  

 

Camilla Nylund | Elisabeth

Camilla Nylund wurde in Vaasa (Finnland) geboren. Sie stu­dierte am Salzburger Mozarteum. Die mit zahlreichen Wettbe­werbspreisen ausgezeichnete Künstlerin war 1995-1999 Ensem­blemitglied der Staatsoper Hannover und gehörte 1999-2001 dem Ensemble der Sächsischen Staatsoper in Dresden an. Im Jahr 2008 wurde sie zur Sächsischen Kammersängerin genannt. Gastverträge führten sie u. a. an die Scala, Bayerische Staatsoper, Finnische Nationaloper, das Teatro La Fenice, das New National Theatre in Tokio, die Vlaamse Opera, die Deutsche Oper Berlin, die Staatsoper Hamburg, die Königliche Oper Kopenhagen, die Nederlandse Opera, das ROH Co­vent Garden, Bayreuth und zu den Salzburger Festspielen. Ihre wichtigsten Rollen sind: Salome, Leonore (Fidelio), Figaro- und Capriccio-Gräfin, Fiordiligi, Antonia, Marie (Die verkaufte Braut), Eva (Meistersinger von Nürnberg), Rosalinde (Fledermaus), Lisa (Land des Lächelns), Marschal­lin (Rosenkavalier), Elisabeth (Tannhäuser), Salome, Rusalka, Elisabetta (Don Carlo), Marietta/ Marie (Die Tote Stadt), Sieglinde, Ariadne und Arabella. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2005 als Salome und sang hier seither auch noch Ariadne, Elsa, Feldmarschallin, Rosalinde, Sieg­linde.

Iréne Theorin | Venus

IRÉNE THEORIN ist regelmäßiger Gast an allen großen Opern­häusern. Nach ihrem Debüt als Brünnhilde in Kopenhagen gas­tierte sie mit der Partie u.a. in London, Peking, Budapest, Berlin und Dresden und gab mit dieser Rolle 2009 ihr USA-Debüt an der Met sowie in Washington, gefolgt von Tokio 2010. In der Spielzeit 2012/2013 war sie die Brünnhilde im Barenboim-Ring an der Staatsoper Berlin und der Scala, beim Wagner-Festival in Budapest und in Barcelona. 2005 gab sie ihr Debüt als Turan­dot in Kopenhagen. Auftritte in dieser Partie folgten in Tokio, Tel Aviv, Guanzghou, Dresden und am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Met und der Bayerischen Staatsoper. 2006 sang sie ihre erste Isolde in Brüssel, danach in Rotterdam, Washington, Kopenhagen, Tokio und Berlin. Von 2008 bis 2012 war sie Isolde bei den Bayreuther Festspielen. 2007 und 2008 trat sie in Kopenhagen als Elisabetta (Don Carlo), Tosca und Elisabeth (Tannhäuser) auf. Ihr Debüt als Santuzza folgte 2012. Bei den Salzburger Festspielen gab sie 2010 ihr Debüt als Elektra, diese Rolle gestaltete sie auch an der Pariser Oper. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2011 als Venus. Rolle an der Wiener Staatsoper 2011/2012: Venus (Tannhäuser).  

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: Venus, Isolde.

Norbert Ernst | Walther von der Vogelweide

NORBERT ERNST studierte in Wiener Neustadt bei Gerd Fussi und in Wien bei KS Robert Holl. Wichtige Impulse erhielt er au­ßerdem durch Meisterkurse bei Kurt Equiluz und Walter Berry. Sein erstes Engagement führte ihn 2002 als Ensemblemitglied an die Deutsche Oper am Rhein-Düsseldorf, wo er u. a. sein erfolgreiches Debüt als David gab. Gastspiele führten den jungen österreichischen Tenor u.a. an die Wiener Volksoper, nach Genf, an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Bay­erische Staatsoper, nach Monte Carlo, an die Opéra National Paris, an die Nederlandse Opera in Amsterdam, an das Liceu in Barcelona. Seit 2004 erhält er regelmäßig Einladungen zu den Bayreuther Festspielen. 2013 wirkte er dort u.a. in einer Neuproduktion im Ring des Nibelungen als Loge mit. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2008 als David. Seit 2010 ist er Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper und sang hier u.a. Steuermann, Kudrjáš, Tamino, Elemér, Jack O’Brien, Triquet, Tanzmeister, Narraboth, Aegisth, Alfred, Jaquino, Andres, Loge.

 

Sorin Coliban | Biterolf

SORIN COLIBAN wurde in Bukarest geboren und studierte dort an der Musikakademie. Er sang unter anderem am ROH Covent Garden, an drei der Pariser Opernh.user, in Athen, San Francisco, Santiago de Chile, Tel Aviv, beim Rossini Festival in Pesaro, an der Bayerischen Staatsoper, in Amsterdam (Concertgebouw), an der Deutschen Oper am Rhein, bei den Wiener Festwochen, den Bregenzer Festspielen und der Wiener Volksoper. Im Sommer 2013 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen und im Jahr 2014 wird er sein Debüt an der Oper in Lausanne geben. Sein Repertoire umfasst Partien wie Philipp II., Fiesco, Procida, Ramfis, Ferrando, Banquo, Don Giovanni, Leporello und Commendatore, Sarastro, Guglielmo, Lord Sidney, Holl.nder, Timur. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2004 als Monterone (Rigoletto) und sang hier unter anderem den Grand Inquisiteur (Don Carlos), Landgraf (Tannhäuser), Basilio (Il barbiere di Siviglia), Capulet (Romeo et Juliette), Fra Melitone (La forza del destino), Fasolt (Das Rheingold), Bartolo (Le nozze di Figaro), Colline (La Bohème). 

 

James Kryshak | Heinrich der Schreiber

Der junge Tenor JAMES KRYSHAK ist mehrfacher internationa­ler Wettbewerbspreisträger und ist ab der Spielzeit 2013/2014 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Bisherige Auftrit­te führten James Kryshak unter anderem an die New Yorker Metropolitan Opera, zum Glyndebourne Festival. Unter der Leitung von Franz Welser-Möst sang er mit dem Cleveland Or­chestra in Richard Strauss’ Salome. Sein Repertoire umfasst so unterschiedliche Partien wie Monostatos und 1. Priester in Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte, Sellem in Igor Strawinskis The Rake’s Progress, Joe in Giacomo Puccinis La fanciulla del West, Snout in Ben­jamin Brittens A Midsummer Night’s Dream, Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni, Borsa in Giuseppe Verdis Rigoletto, Scaramuccio in Strauss’ Ariadne auf Naxos, Ernesto in Gaetano Donizettis Don Pasquale, Pelléas in Claude Debussys Pelléas et Mélisande, Camille in Franz Lehárs Die lustige Witwe). An der Wiener Staatsoper sang er bislang unter anderem Hirt (Tris­tan und Isolde), Missail (Boris Godunow), 3. Jude (Salome), Spoletta (Tosca), Borsa (Rigo­letto), Scaramuccio (Ariadne auf Naxos), Schulmeister (Schlaues Füchslein).

 

Rollen an der Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2013/2014: unter anderem 1. Priester in Mozarts Die Zauberflöte (Premierenproduktion), Missail in Modest MussorgskisBoris Godunow, Borsa in Rigoletto, Scaramuccio in Ariadne auf Naxos, Schulmeister in Leoš Janáceks Das schlaue Füchslein (Premierenproduktion).

 

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: Heinrich der Schreiber, Schulmeister, Abbé (Andrea Chénier).

Dan Paul Dumitrescu | Reinmar von Zweter

Dan Paul Dumitrescu wurde 1966 in Bukarest (Rumänien) geboren. Er studierte zunächst Klarinette, dann Gesang an der Musikhochschule in Bukarest. 1996 besuchte er die Internationale Akademie für Oper in Verona. Unmittelbar nach dem Abschluss seines Gesangsstudiums an der Musikhochschule folgte 1997 ein Engagement an die Bukarester Oper. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe.

Dan Paul Dumitrescu war Gast wichtiger Bühnen wie etwa der Royal Albert Hall, der Arena di Verona, der Mailänder Scala, der New Israeli Opera, dem Teatre del Liceu in Barcelona, dem Wiener Musikverein, weiters trat er in München, Budapest, Berlin, Paris, Tokio und bei den Salzburger Festspielen auf. 2000 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und ist seit September 2001 Ensemblemitglied des Hauses. Sein Repertoire umfasst mehr als 50 Bass-Rollen, etwa Sarastro, Pimen, Gremin, Procida, Enrico VIII., Ramfis, Pistola, Sparafucile, Banquo, Raimondo, Oroveso, Graf Des Grieux, Balthazar, Colline, Timur, Pietro, Grenvil, Graf Rodolfo, Mönch und Großinquisitor (Don Carlos ital. und frz. Version).

Annika Gerhards | Ein junger Hirt

Die Sopranistin ANNIKA GERHARDS absolvierte ihr Gesangs­studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und vervollkommnete ihre Studien in Meisterkursen unter anderem bei KS Brigitte Fassbaender, Kle­sie Kelly-Moog, Helen Donath und Eva Marton. Sie ist Preis­trägerin verschiedener Wettbewerbe, wie zum Beispiel des Bruno Fry-Musikpreises und des Bundeswettbewerbs Gesang. Weiterhin wurde sie mehrfach mit dem Händel-Preis der Stadt Karlsruhe und 2013 beim Wettbewerb „Das Lied“ mit dem För­derpreis ausgezeichnet. Annika Gerhards sang bisher Partien wie unter anderem Zaide, Valen­cienne, Frasquita und war am Staatstheater Darmstadt, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe und beim Rheingau Musik Festival zu Gast. Im Dezember 2014 singt sie unter Jonathan Nott in Mahlers achter Symphonie in Japan. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Annika Gerhards Ensemb­lemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie als Giannetta in Gaetano Donizettis L‘elisir d‘amore debütierte.   

 

1. Aufzug 
Tannhäuser hat die Runde der Sänger, die Landgraf Hermann von Thüringen auf der Wartburg versammelt hat, verlassen und ist in das Traumreich des Venusberges eingetaucht. Dort verliert er das Gefühl für Raum und Zeit. Was ihm begegnet, lässt in ihm die Sehnsucht nach der Rückkehr in die reale Welt übermächtig werden. Vergeblich versucht Venus ihn zu bewegen, bei ihr zu bleiben. Zwar besingt er die Wunder, die er bei ihr erlebt hat, und schwört, als ihr Streiter in die Welt hinauszuziehen; er will sie jedoch für immer verlassen. Ihrer Warnung, er werde von den "kalten Menschen" enttäuscht werden und reumütig zu ihr zurückkehren, setzt er den Vorsatz entgegen, Buße zu tun und sein Heil bei Maria zu finden. Daraufhin bricht er zusammen; der Venusberg versinkt. Ein Knabe besingt die Göttin Hulda und damit den nahenden Frühling. Durch den Hirtengesang des Knaben und die Klänge einer Schalmei kommt Tannhäuser zu sich. Eine Schar von Büßern zieht an ihm vorüber. Der Knabe wünscht ihnen Glück auf ihrem Weg nach Rom. Die Pilger beklagen die Last ihrer Sünden und beten singend zur Jungfrau Maria. Tannhäuser stimmt in ihre Selbstanklage ein und hofft auf die Gnade Gottes. Hörnerklang kündigt die Gesellschaft des Landgrafen an, der mit den Sängern auf der Jagd ist. Die Ritter erkennen Tannhäuser. Sie sprechen ihn darauf an, dass er im Streit von ihnen geschieden ist. Tannhäuser erklärt den Zwist für beendet, will jedoch nicht in ihren Kreis zurückkehren. Sein Freund Wolfram von Eschenbach erzählt ihm, aufgefordert von Hermann, dass Elisabeth, die Nichte des Landgrafen, seit seinem Weggang in Schwermut verfallen ist - offenbar aus enttäuschter Liebe. Daraufhin beschließt Tannhäuser, sich den Rittern anzuschließen, um Elisabeth wieder zu sehen.

 

2. Aufzug 
Elisabeth kehrt erstmals an den festlichen Ort zurück, wo sie Tannhäuser und seine Lieder lieben gelernt hat. In ihre Freude über das bevorstehende Wiedersehen mischt sich die Erinnerung daran, was Tannhäusers plötzlicher Weggang in ihr ausgelöst hatte. Als Wolfram Tannhäuser zu ihr führt, spricht Elisabeth von der Kränkung, die er ihr durch sein rätselhaftes Verschwinden zugefügt hat. Ihrer Frage, wo er gewesen ist, weicht Tannhäuser aus; stattdessen preist er den "Gott der Liebe", dem er das Wunder seiner Rückkehr zuschreibt. Beide fühlen sich zu neuem Leben erwacht, während Wolfram, der Elisabeth heimlich liebt, für sich alle Hoffnung schwinden sieht. Hermann fordert seine Nichte Elisabeth auf, ihm ihr Herz zu eröffnen. Nur mit einem Blick gibt sie ihm zu verstehen, dass sie Tannhäuser liebt. Er erklärt sie zur Fürstin des bevorstehenden Festes, zu dem er die Edlen seines Landes aus Anlass von Tannhäusers Rückkehr eingeladen hat. Nachdem die Gäste eingezogen sind, erscheinen auch die Sänger, die der Landgraf zum Wettstreit aufgerufen hat. In ihren Liedern sollen sie das Wesen der Liebe ergründen; der Sieger darf den Preis selbst bestimmen, den er aus Elisabeths Hand erhalten soll. Wolfram preist die Liebe als geistigen Wert, dem man nur durch Entsagung gerecht werden kann. Auch Walther von der Vogelweide und Biterolf besingen dieses Ideal, dem ihr Leben zu opfern sie bereit sind. Tannhäuser entgegnet, dass die Liebe erst durch sinnlichen Genuss ihre Wunder wirken kann. Als der Streit sich zuspitzt, bricht er in ein Preislied auf Venus aus und bekennt, im Venusberg gewesen zu sein. Entrüstet drohen die selbsternannten Femerichter, Tannhäuser zu töten; da stellt sich Elisabeth schützend vor ihn. Sie erklärt öffentlich, wie tief Tannhäusers Verrat an ihr sie getroffen hat. Dennoch verlangt sie, ihm die Möglichkeit zur Buße zuzugestehen. Der Landgraf verbannt Tannhäuser und fordert ihn auf, mit den Pilgern nach Rom zu gehen und beim Papst um Vergebung seiner Sünden zu bitten. Tannhäuser hat erkannt, was er Elisabeth angetan hat. Als ferner Gesang vom Aufbruch der jüngeren Pilger kündet, die dem Zug der älteren Pilger folgen, will er sich ihnen anschließen.

 

3. Aufzug 
Wolfram trifft auf Elisabeth, die auf die Rückkehr Tannhäusers wartet. Es ist Herbst geworden: Die älteren Pilger kehren aus Rom zurück und singen von der Gnade, die ihnen zuteil geworden ist; doch Tannhäuser ist nicht unter ihnen. Elisabeth fleht die Muttergottes an, sie sterben zu lassen, damit sie im Himmel für Tannhäuser um Gnade bitten kann. Als Wolfram sie begleiten will, weist sie ihn ab. Er richtet die Bitte an den Abendstern, Elisabeth auf ihrem letzten Weg zu grüßen. Gebrochen erscheint Tannhäuser. Er erzählt Wolfram von seiner vergeblichen Pilgerreise: Trotzdem er sich die härteste Buße auferlegt hat, hat der Papst ihm die Absolution verweigert und ihn wegen seines Aufenthaltes im Venusberg verflucht. Nun will er sich erneut Venus zuwenden, die ihm verzeihend entgegentritt. Doch Wolfram gemahnt Tannhäuser an Elisabeth, die sich für ihn geopfert hat. An ihrer Leiche bricht auch Tannhäuser tot zusammen, während die Wartburggesellschaft das Wunder seiner Erlösung preist, von dem die jüngeren Pilger künden.

Tannhäuser

Trailer