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So. 01.06.2014, 16:00 - 19:30 Wien

Jacques Offenbach

Les contes d'Hoffmann

Erleben Sie Offenbachs populäre Opéra Fantastique "Les contes d'Hoffmann" in Andrei Serbans umjubelter märchenhaft-phantastischer Inszenierung.

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer

Marko Letonja | Dirigent

Der Slowene MARKO LETONJA ist seit 1991 als Konzert- wie als Operndirigent international tätig. Er begann sein Studium als Pianist und Dirigent an der Musikakademie von Ljubljana und schloss es 1989 als Schüler von Otmar Suitner an der Akademie für Musik und Theater in Wien ab. Schon zwei Jahre später wur­de er Musikdirektor der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana, die er bis 2003 leitete. In dieser Zeit begann auch Marko Letonjas internationale Laufbahn. Mit der Berufung zum Chefdirigenten und Musikdirektor des Sinfonieorchesters und des Theaters Ba­sel im Jahr 2003 verlagerte sich der Schwerpunkt von Marko Letonjas Tätigkeit auf das Musik­theater. Er gastierte unter anderem am Grand Théâtre von Genf, am Teatro dell’Opera in Rom, an der Dresdner Semperoper, der Mailänder Scala, der Staatsoper Berlin, der Deutschen Oper Berlin, der Opéra National du Rhin in Straßburg, am Teatro Lirico in Cagliari und am Teatro San Carlos Lissabon. Marko Letonja ist seit September 2012 Chefdirigent des Orchèstre Philharmo­nique de Strasbourg sowie seit 2012 Chefdirigent und Artistic Director des Tasmanian Symphony Orchestra. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2013 mit Pique Dame und leitete hier auch noch Les Contes d‘Hoffmann.

 

 

Daniela Fally | Olympia

Die in Niederösterreich geborene Sopranistin DANIELA FALLY beendete ihr Gesangsstudium an der Wiener Musikuniversität nachdem sie zuvor ein Theaterwissenschaftsstudium, eine Musi­calausbildung und eine private Schauspielausbildung absolviert hatte. Seit der Saison 2009/2010 ist Ensemblemitglied an der Wie­ner Staatsoper, davor war sie vier Jahre lang Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. Gastengagements führten sie u. a. zu den Salzburger Festspielen, den Bregenzer Festspielen, den Opern­festspielen München (Zerbinetta 2011 und 2013), an die Bayri­sche Staatsoper München (Adele, Zerbinetta), die Staatsoper Hamburg (Fiakermilli, Marie/Fille du régiment 2012 und 2013, Zerbinetta), die Semperoper Dresden (Blonde, Sophie/Rosenkavalier unter Christian Thielemann 2012 und 2013), an die Opernhäuser in Zürich (Adele), Düsseldorf (Adele), Liège (Zerbinetta), und Strassburg (Blonde, Sophie/Rosenkavalier), Köln (Zerbinetta), zu den Seefestspielen Mörbisch (Adele) und an die Lyric Opera in Chicago (Adele). An der Wiener Staatsoper sang sie unter anderem Sophie (Rosenkavalier und Werther), Rosina, Fiakermilli, Ade­le, Oscar, Zerbinetta, italienische Sängerin (Capriccio), Oscar.

 

Marina Rebeka | Antonia

MARINA REBEKA wurde im lettischen Riga geboren. Im Okto­ber 2007 gewann sie den Ersten Preis beim renommierten Ge­sangswettbewerb Neue Stimmen in Gütersloh. Am Royal Opera House Covent Garden in London sang sie die Violetta in La tra­viata, bei den Salzburger Festspielen war sie in Moïse et Pha­raon zu hören, an der Deutschen Oper Berlin als Donna Anna in Don Giovanni, beim Rossini Opera Festival in Pesaro gestal­tete sie die Contessa di Folleville und die Madama Cortese in Il viaggio a Reims, weiters die Anna in Maometto II., an der New Yorker Metropolitan Opera die Donna Anna, eine Partie, die sie auch an der Zürcher Oper und an der Lyric Opera Chicago interpretiert. An der Mailänder Scala debütierte Marina Rebeka als Contessa di Folleville und an der lettischen Nationaloper Riga als Adina in L’elisir d’amore. Auftritte führten sie darüber hinaus an die Komische Oper Berlin und die Opéra National de Lorraine in Nancy. Aktuelle Auftritte umfassen u.a. in La traviata in München, Chicago, Zürich und New York, in Lucia di Lammermoor in Amsterdam und Zürich, in Così fan tutte und L’elisir d’amore in Zürich auftreten. An der Wiener Staatsoper debütierte sie als Donna Anna und sang hier weiters die Antonia.

Nadia Krasteva | Giulietta

NADIA KRASTEVA wurde in Sofia geboren. Ihre Gesangsaus­bildung erhielt sie an der Staatlichen Musikakademie in Sofia und in Rom an der Akademie Boris Christoff. In der Saison 2001/2002 sang sie an den Opernhäusern in Sofia, Plovdiv, Var­na, Burgas und Stara Zagora und ist seit 2002 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie als Fenena in Nabucco debütier­te. Seither hat sie in Wien mehr als 30 Partien gesungen wie zum Beispiel Carmen, Adalgisa (Norma), Maria Gesualdo, Lé­onor (La Favorite), Olga, Giulietta (Contes d’Hoffmann), Ma­rina Mnischek (Boris Godunow), Meg Page (Falstaff), Ulrica (Ballo in maschera), Eboli (Don Carlos), Flosshilde (Rheingold, Götterdämmerung), Erste Norn (Götterdämmerung), Polina und Daphnis (Pique Dame), Maddalena (Rigoletto), Sonjetka (Lady Macbeth von Mzensk), Preziosilla. Weiters trat bzw. tritt sie unter anderem an der Deutschen Oper Berlin, der Scala, der Bayerischen Staatsoper, in Hamburg, Sofia, Bratislava, Savonlinna, Riga sowie im Parma, an der Lyric Opera Chicago, in Valencia, an der De Nederlandse Opera und am Bolschoi Theater Moskau auf. Zukünftige Auftritte führen sie u. a. an die Met und München.

Stephanie Houtzeel | Niklausse

Die Mezzosopranistin Stephanie Houtzeel erhielt ihren „Master of Music“ an der Juilliard School in New York und ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe. Sie war in führenden Rollen an der Opéra National de Paris, der Oper Zürich, der Semperoper, dem Washington Kennedy Center, der New York City Opera, dem Theater an der Wien, der Opéra de Lyon, der Opéra National du Rhin, der Royal Danish Opera, dem Teatro Nacional de São Carlos, der New Israeli Opera, der Oper Graz und bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Seit der Saison 2010/2011 ist sie Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper, wo sie als Komponist, Octavian, Dorabella, Siébel, Varvara, Nicklausse, Kreusa, Orlofsky oder Jenny Hill zu sehen war. Neben den großen Strauss- und Mozart-Rollen ihres Stimmfachs umfasst ihr Repertoire u.a. Charlotte, Glucks Orfeo, Händels Ariodante, Ottavia, Valencienne oder Amando in Grand Macabre. Künftige Engagements führen die Mezzosopranistin u.a. nach Graz (Titelrolle Xerxes), an die Komische Oper Berlin, zu den Bayreuther Festspielen. 2015 erscheint ihre neue CD Nostalgia.

Yosep Kang | Hoffmann

Der Tenor YOSEP KANG studierte in Seoul, Salzburg und Berlin. Er ist mehrfacher Preisträger von Gesangswettbewerben. 2002 sang er Conte d‘Almaviva mit dem Wiener Kammerorchester. Diese Partie sang er weiters an der Berliner Staatsoper, in Stuttgart, Essen, Hannover, Köln, Wiesbaden. Andere Engagements führten ihn u.a. als Nemorino nach Görlitz, als Tamino nach Stuttgart, Graz, als Alfredo nach Stuttgart, Mannheim, Wiesbaden, als Edgardo nach Hannover, Wiesbaden, als Rosenkavalier-Sänger an die Komische Oper Berlin, nach München, Dresden und Köln, als Don Ottavio nach Klagenfurt, als Rodolfo nach Lyon und Wien. An der Wiener Staatsoper sang er bislang Rodolfo.

Thomas Ebenstein | Andrès/Cochenille/Frantz/Pitichinaccio

THOMAS EBENSTEIN wurde 1979 in Kärnten geboren und erhielt seine Gesangsausbildung an der Wiener Musikuniversität bei Helena Lazarska. Von 2003 bis 2012 war der Tenor Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, seit der Spielzeit 2012/2013 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Gastengagements führten ihn u.a. an die Staatsoper Unter den Lin den, die Semperoper Dresden, an die Deutsche Oper am Rhein, das Grand Théâtre de Genève, an das Theater an der Wien, an die Volksoper Wien, die Carnegie Hall in New York, die Philharmonie Berlin, die Laeiszhalle Hamburg, das Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, zur Ruhrtriennale Bochum, zu den Wiener Festwochen, den Osterfestspielen Salzburg, den Salzburger Festspielen, zum Bergen International Festival und zum Hong Kong Arts Festival. Sein Repertoire umfasst Partien wie Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail) – u.a. bei den Salzburger Festspielen, DVD bei Arthaus, Vašek (Die verkaufte Braut), Truffaldino (Die Liebe zu den drei Orangen), David (Die Meistersinger von Nürnberg), Narraboth (Salome) und Alfred (Die Fledermaus). An der Wiener Staatsoper debütierte er 2012 und sang u.a. Tanzmeister, Andres, Valzacchi, Monostatos, Jack O’Brien, Incroyable, Andrès / Cochenille / Frantz / Pitichinaccio, Guillot de Morfontaine.  

 

Ildar Abdrazakov | Lindorf/Coppélius/Miracel/Dapertutto

Der 1976 in Ufa (Russland) geborene Bass Ildar Abdrazakov studierte am Staatlichen Institut der Künste seiner Heimatstadt und ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe (u. a. Maria Callas-Wettbewerb 2000). Einen großen Erfolg feierte er mit der Titelpartie in Rossinis Moise et Pharaon an der Mailänder Scala unter Riccardo Muti sowie bei einem Konzert zur Wiedereröffnung der Scala im Jahre 2004. Regelmäßige Engagements führen ihn u. a. an die New Yorker Met, zu den Salzburger Festspielen, nach Washington, San Francisco, Los Angeles, Berlin, Madrid, an das mariinskij-Theater, nach Rom und an das Royal Opera House Covent Garden. Sein Repertoire umfasst Partien wie Méphistphélès in Faust undDamnation de Faust, Mustafà in L’italiana in Algeri, Enrico VII. (Anna Bolena), die vier Bösewichter in Les Contes d’Hoffmann, Don Basilio (Il barbiere di Sivglia), Figaro (Le nozze di Figaro), Attila, Leporello, Giovanni da Procida (I vespri siciliani), Raimondo (Lucia di Lammermoor). Ildar Abdrazakov ist auch auf dem Konzertpodium ein gern gesehner Gast und ist mit allen wesentlichen internationalen großen Orchestern aufgetreten. An der Wiener Staatsoper debütierte Ildar Abdrazakov 2003 als Escamillo. 

 

 

Donna Ellen | Stimme der Mutter

DONNA ELLEN stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Wilfrid Laurier University ihrer Heimat. Zwei Saisonen sang sie an der Canada Opera Piccola unter der Obhut von Leopold Simoneau und Pierrette Alarie, bevor sie an das Opernstudio Zürich wechselte. 1987 wurde sie an das Landestheater Linz en­gagiert, wo sie Partien wie die Königin der Nacht, Blonde, Zer­lina gestaltete oder in der Uraufführung von Balduin Sulzers Proteus sang. Auftritte absolvierte sie u. a. in Stuttgart, Genf, Berlin, Bad Ischl, im Musikverein und Konzerthaus. 2004 debü­tierte sie an der Volksoper. Ihr Debüt an der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, gab sie 2003 als Helmwige. Seither sang sie hier u. a. die Marzellina (Barbiere di Siviglia), Axinja (Lady Macbeth von Mzensk), Leitmetzerin (Rosenkavalier), Annina (Traviata), Curra (Forza del destino), Brünnhilde (Nibelungenring für Kinder), Königin (Traumfresserchen), Berta (Pünktchen und Anton), Marcellina (Nozze di Figaro), Fekluša (Kátja Kabanová), Kar­tenaufschlägerin (Arabella), Aufseherin (Elektra), Dirne (Aus einem Totenhaus), Giovanna (Rigoletto). 
 

Michael Roider | Spalanzani

Michael Roider stammt aus Salzburg und studierte am Mozarteum Violine und Gesang. Zunächst als Geiger tätig, entschloss er sich 1978 für die Sängerlaufbahn. Erste Engagements hatte er in Basel, Luzern sowie in Graz, wo er u. a. Kudrjáš (Kátja Kabanová), Max (Freischütz), Eisenstein (Fledermaus) und die Titelpartie in Der Graf von Luxemburg verkörperte. Weitere Auftritte führten ihn nach Berlin, Tokio, Budapest, Salzburg, Karlsruhe, Bern, Zürich, Leipzig und an die Volksoper. 1995 debütierte er als Offizier (Ariadne auf Naxos) an der Wiener Staatsoper, wo er seither u. a. als Idomeneo, Triquet, Hirt (Oedipe), Valzacchi (Rosenkavalier), Herodes (Salome), Hauptmann (Wozzeck), Maler (Lulu), Loge (Rheingold), Basilio (Nozze di Figaro), Vere (Billy Budd), Spalanzani (Contes d’Hoffmann), Bob Boles (Peter Grimes), Cajus (Falstaff), Aegisth (Elektra), Laca (Jenufa), Guillot (Manon), Altoum (Turandot), Schäbiger (Lady Macbeth von Mzensk), Kreon (Medea), Incroyable (Andrea Chénier), Trabuco (Forza del destino), Albert (Tote Stadt) und Eisenstein zu hören war. 2008 und 2009 sang er den Mime in Budapest.

 

Carlos Osuna | Nathanael

CARLOS OSUNA was born in Mazatlán (Mexico) and studied vocal arts in his home country and at the Cardiff International Academy of Voice. In 2009 he became member of the opera studio of the Basel Theatre and took master classes with Grace Bumbry and Francisco Araiza as well as with Mirella Freni, Kiri Te Kanawa, Ileana Cotrubas, José Carreras and Sherril Milnes. The tenor for example received invitations to the Verbier Festival, the Welsh National Opera, the Opéra National de Lorraine in Nancy, the Festival Internacional de Santander. He celebrated great triumphs as (excerpt) Nemorino, Rodolfo, Pinkerton, in the title role Werther, as Beppe in Pagliacci and in Aus einem Totenhaus. Furthermore, Carlos Osuna is also very successful on the world´s concert stages. At the Wiener Staatsoper he for example sang Abdallo (Nabucco), Hauptmann (Simon Boccanegra), Gaston (La traviata), Aladdin (Aladdin und die Wunder­lampe, Kinderoper), Der große Sträfling (Aus einem Totenhaus), Beppe, Tebaldo (I vespri siciliani), Scaramuccio, (Ariadne auf Naxos), Narraboth (Salome), Hirt (Tristan und Isolde), Sir Hervey (Anna Bolena).

 

 

Walter Fink | Crespel

KS Walter Fink wurde in Bregenz geboren und absolvierte in Wien sein Gesangsstudium sowie ein Studium der Altphilologie. 1977 wurde er in das Opernstudio der Wiener Staatsoper aufgenommen und ein Jahr später ins Ensemble übernommen.

In den Jahren 1982-1991 war er in Bremen engagiert, bis er 1991 wieder an die Wiener Staatsoper zurückkehrte, wo er seitdem Ensemblemitglied ist und im ersten Fach (seriöser Bass und Charakterbass) auftritt. Engagements führten ihn unter anderem nach Berlin, Lyon, Toulouse, an die Met und zu den Bregenzer Festspielen. An der Wiener Staatsoper hat er etwa 70 verschiedene Partien gesungen, unter anderem Sarastro (Die Zauberflöte), Osmin (Entführung aus dem Serail), Rocco (Fidelio), Colline (La Bohème), Kaspar (Freischütz), Doktor (Wozzeck), Warlaam (Boris Godunow), König Heinrich (Lohengrin), Veit Pogner (Meistersinger von Nürnberg), Titurel (Parsifal), Daland (Der fliegende Holländer), Grand Inquisiteur (Don Carlos), Fafner (Siegfried), Melcthal (Guillaume Tell) und Kardinal Brogni (La Juive). 2001 wurde er Österreichischer Kammersänger.

Rollen an der Wiener Staatsoper 2012/2013: u. a. Schließer (Tosca), Schmidt (Andrea Chénier).

Janusz Monarcha | Luther

JANUSZ MONARCHA wurde in Polen geboren, studierte an der Musikhochschule in Breslau, war Preisträger mehrerer Wettbe­werbe und erhielt sein erstes Engagement am Breslauer Opern­haus. 1986 kam er an die Wiener Kammeroper, ein Jahr später war Janusz Monarcha bereits Ensemblemitglied der Volksoper. Gastspiele führten ihn nach Frankreich, Monte Carlo, Ungarn und in die USA. Seit 1991 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und sang hier u. a. Fasolt (Das Rheingold), Ober­priester (Hérodiade), König (Aida), Pope (Lady Macbeth von Mzensk), Lord Valton (I puritani), Il Commendatore (Don Giovanni), Albert (La Juive), Da­land (Fliegende Holländer), Geronte (Manon Lescaut), Colas (Bastien und Bastienne), Colline, Basilio (Il barbiere di Siviglia), Kardinal Alfonso (Gesualdo), Oberpriester (Nabucco), Dorf­richter (Jenu˚fa), Bailli (Werther), Angelotti (Tosca), Reinmar von Zweter (Tannhäuser), Vanuzzi (Schweigsame Frau), Warlaam (Boris Godunow), Mönch (Don Carlo), Rocco (Fidelio), Pistola (Falstaff).

 

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015 u. a.: Pfarrer/Dachs (Schlaues Füchslein), Schmidt (Andrea Chénier), Albert (La Juive), Pope (Lady Macbeth von Mzensk), Pfleger des Orest, 2. Gralsritter, Oberpriester des Baal.

Mihail Dogotari | Hermann

MIHAIL DOGOTARI wurde 1986 in Glodeni (Moldawien) ge­boren. Er studierte unter anderem am Music College Stefan Neaga und der National Music Academy in Bukarest und absol­vierte eine große Anzahl an Meisterkursen. Darüber hinaus ist er Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wett­bewerbe. Zu seinem Repertoire gehören unter anderem Alido­ro (La cenerentola), Aeneas (Dido and Aeneas), Alessio (La sonnambula), Gasparo (Rita), Mercutio (Roméo et Juliette), Malatesta (Don Pasquale) und Figaro (Il barbiere di Siviglia). Auftritte absolvierte Mihail Dogotari in Ravenna, Mailand, Mantua, Bozen, Bukarest, Bergamo. Er ist ab Beginn der Spielzeit 2012/2013 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und war in dieser Spielzeit Stipendiat von Novomatic. Mihail Dogotari debütierte im September 2012 im Haus am Ring als kaiserlicher Kommissär in Puccinis Madama Butterfly, und sang u.a. auch Dancairo in Carmen, Hauptmann und Saretzki in Eugen Onegin, Antonio in Le nozze di Figaro, Montano in Otello, Paris in Roméo et Juliette, Jäger in Rusalka, Sciaronne in Tosca, Christian in Un ballo in maschera.

Tae-Joong Yang | Schlémil

Der Bariton TAE-JOONG YANG wurde im südkoreanischen Buye geboren und absolvierte sein Gesangsstudium in Seoul. 2003 kam er nach Deutschland, wo er seine musikalische Aus­bildung in Berlin fortsetzte. Unter seinen zahlreichen Preisen sei der 1. Preis bei Domingos Operalia-Wettbewerb zu erwäh­nen. Regelmäßige Opern- und Konzertauftritte führen Tae- Joong Yang unter anderem nach Korea, Japan, Italien, Frank­reich und Österreich. Im Dezember 2008 gab Tae Joong Yang sein erfolgreiches Debüt als Figaro (Il barbiere di Siviglia) an der Wiener Staatsoper. Als Ensemblemitglied dieses Hauses singt Tae Joong Yang hier seit der Spielzeit 2009/2010 außerdem unter anderem Silvio, Lescaut (in Manon Lescaut sowie in Manon), Alessio (La sonnambula), Albert (Werther), Schaunard, Der junge Sträfling (Aus einem Totenhaus), Harlekin, Masetto, Mercutio (Roméo et Juliette), Marullo (Rigoletto), Ro­berto (I vespri siciliani), Bello (Fanciulla del West) und Belcore (L’elisir d’amore). Konzert­projekte umfassten zuletzt u. a. sein USA-Debüt mit der LA Symphony sowie Opern-Galas in der Alten Oper Frankfurt und dem Königin Elisabeth Zaal Antwerpen.     

Rollen an der Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2014/2015: u.a. Masetto, Dandini, Bello.  

VORSPIEL

Der Dichter Hoffmann sitzt an seinem Schreibtisch. Die Geister von Wein und Bier erscheinen und lösen sich auf. Hoffmanns  Muse tritt auf und schwört, dass sie ihn vor den Gefahren der Liebe beschützen will. Sie wird sich in Nicklausse verwandeln, einen jungen Studenten, der Hoffmann begleiten soll. Stadtrat Lindorf fängt Andreas ab, den Abgesandten der schönen Opernsängerin Stella, die an diesem Abend in Don Giovanni aufritt. Lindorf besticht Andreas, damit ihm dieser ein an Hoffmann gerichtetes Billett Stellas überlässt. Der Brief ist eine Liebeserklärung an den Dichter und enthält außerdem den Schlüssel zu ihrer Garderobe. Der alte, aber mächtige Lindorf hat vor, Hoffmann an diesem Abend seine Geliebte abspenstig zu machen.

In Luthers Weinstube richten die Kellner schon die Tische her. Ungestüme Studenten rufen nach Wein, beschimpfen Luther, trinken auf Stella und warten ungeduldig auf Hoffmann. Hoffmann erscheint mit Nicklausse. Er wirkt gequält, düster, schwermütig, aber die Studenten drängen ihn, das lustige Lied vom Zwerg Klein-Zack zu singen Während des Gesanges gleiten seine Gedanken ab und er beschreibt plötzlich eine schöne Frau. Die Studenten bringen ihn wieder in die Wirklichkeit zurück. Die Kellner entflammen den Punsch. Hoffmann erblickt Lindorf und erkennt in ihm seinen Nebenbuhler und ewigen Widersacher in Glück und Liebe. Die Studenten werden von Neugier erfasst und möchten von Hoffmann den Namen seiner Geliebten hören. Es gibt drei, antwortet er: das Mädchen Olympia, die Künstlerin Antonia und die Kurtisane Giulietta. Die Studenten beschließen, nicht zur Opernaufführung zurückzukehren, sondern ihre Pfeifen zu rauchen und Hoffmanns Erzählungen von seinen drei Lieben zu hören.

 

1. AKT - OLYMPIA

Der leidenschaftliche Physiker und verschrobene Erfinder Spalanzani hat einen vollkommenen Automaten mit so menschlichen Zügen konstruiert, dass er die Puppe als seine Tochter Olympia ausgibt. Heute abend wird er Olympia in die Gesellschaft einführen. Er zählt darauf, dass seine neueste Schöpfung ihm helfen wird, 500 Dukaten wiederzugewinnen, die er beim Bankrott seines Bankiers Elias verloren hatte. Der erste Gast erscheint früh: Es ist Spalanzanis Schüler Hoffmann, der Olympia von ferne verehrt. Hoffmann bleibt einen Moment lang mit ihr allein, und ein Blick genügt, dass er sich in Olympia verliebt. Nicklausse warnt ihn vor der Liebe zu einer Puppe mit Emailaugen. Hat er eine Vorahnung? Coppélius kommt herein und stellt sich als Spalanzanis Freund vor. Tatsächlich will er jedoch die Augen, die er für Olympia hergestellt hat, zurückfordern, wenn Spalanzani ihn nicht bezahlen kann. Vorher versucht Coppélius, Hoffmann seine seltsamen Erfindungen aufzuschwatzen - Barometer, Hygrometer und schöne Augen. Nicklausse ist misstrauisch, aber Hoffmann erwirbt eifrig eine Zauberbrille, durch die er Olympia als verklärtes Traumbild sieht. Coppélius fordert von Spalanzani seinen Anteil am Gewinn, doch dieser schickt ihn mit einem ungedeckten, auf den bankrotten Elias ausgestellten Scheck weg.
Die eingetroffenen Gäste bestaunen die reizende Olympia, die eine Arie vorträgt und dabei von Cochenille auf der Harfe begleitet wird. Ihr vorzüglicher Gesang wird gelegentlich von seltsamen mechanischen Geräuschen unterbrochen, doch Hoffmann, geblendet von seiner Zauberbrille, lauscht hingebungsvoll. Im Tête-à-tête mit Olympia erklärt er ihr seine Liebe und wähnt sich wiedergeliebt. Doch der ersten Umarmung entzieht sie sich. Nicklausse stürzt herein und berichtet von bedenklichen Gerüchten über Olympia, die in der Gesellschah die Runde machen. Hoffmann verwirft die Warnung und läuft hinter seiner Geliebten her. Coppélius schwört Rache gegen Spalanzani, der ihn mit einem wertlosen Scheck betrügen wollte. Die Gäste kehren zurück. Hoffmann tanzt einen Walzer mit Olympia, die ihre Schritte zu rasendem Tempo steigert. Hoffmann stürzt und zerbricht seine Zauberbrille. Olympia muss hinausgeführt werden. Coppélius wartet bereits und zertrümmert die Puppe. Hoffmann erkennt seinen Wahn: Er hatte sich in einen Automaten verliebt.

 

2. AKT - ANTONIA

Ein junges Mädchen singt ein wehmütiges Lied von seiner verlorenen Liebe. Antonia Crespel träumt davon, eine so berühmte
Diva zu werden, wie ihre verstorbene Mutter es war. Aber sie weiß nicht, dass sie nicht nur die herrliche Stimme, sondern auch   die tödliche Krankheit ihrer Mutter geerbt hat. Um das Leben Antonias zu retten, muss ihr Vater alle Aufregung und Anstrengung von ihr fernhalten. Er verbietet ihr den Gesang und auch jeglichen Umgang mit ihrem Bräutigam Hoffmann. Crespel weist den alten tauben Diener Franz an, niemandem Zutritt zu gewähren. Franz ist gerne allein, wo er sich seinen Ärger von der Seele singt. Hoffmann stürzt herein, auf der Suche nach Antonia, die herbeieilt, als sie seine Stimme vernimmt. Die
beiden erklären einander ihre Liebe und tauschen ein Eheversprechen aus. Hoffmann bittet sie um ein Lied. Sie ist ihm gerne
gefällig, doch ein Schwächeanfall lässt sie kaum das Lied beenden. Als Crespel zurückkommt, läuft Antonia weg, während sich
Hoffmann versteckt. Franz meldet Doktor Miracle, den Hausarzt der Familie. Crespel beschimpft den Doktor und nennt ihn einen Mörder, der seine Tochter vernichten wird, so wie er ihre Mutter auf dem Gewissen hat. Miracle stellt seine hypnotischen Kräfte unter Beweis. Hoffmann erkennt, dass Antonia in Gefahr schwebt: Wenn sie singt, wird sie sterben. Auf sein Drängen hin verspricht Antonia zögernd, ihren Gesang und ihren Traum von Ruhm aufzugeben. Miracle kehrt wieder und bedrängt Antonia, ihr Talent nicht für ein biederes Bürgerglück zu opfern. Zunächst widersteht sie der Versuchung, doch als Miracle das Bildnis ihrer Mutter sprechen lässt, kann sie sich nicht mehr länger zurückhalten - sie muss singen. Angestachelt vom dämonischen Doktor singt sich Antonia zu Tode. Verzweifelt stürzt sich Crespel auf Hoffmann, doch Nicklausse hält den gramverzehrten Vater zurück. Es ist zu spät: Der Teufel hat wieder den Sieg davongetragen, unter Beihilfe seines Dieners Franz.

 

3. AKT - GIULlETTA

Die schöne Kurtisane Giulietta und Nicklausse singen eine Barkarole auf die Liebesnacht. Aus Liebeskummer ist Hoffmann zum Zyniker geworden, der dem Trinken und Spielen den Vorzug vor Frauen gibt. Schlemil und Pitichinaccio buhlen um Giuliettas Zuneigung. Nicklausse verspricht Hoffmann, dass er ihn beim ersten Anzeichen einer Verliebtheit mit Gewalt wegschleppen würde. Hoffmann spottet: Nur ein Narr verliert sein Herz an eine Kurtisane. Nach dem Abgang der beiden Freunde erscheint Dapertutto und schwört, dass Hoffmann sein Herz verlieren würde - an die berückende Giulietta. Eine Frau verkauft ihre Seele für ein glitzerndes Schmuckstück, sagt Dapertutto und lockt Giulietta mit einem Diamanten. Um ihn zu bekommen, muss Giulietta ihm versprechen, Hoffmann sein Spiegelbild abzulisten - so wie sie Schlemil den Kopf verdreht hat, um seinen Schatten zu bekommen. Giulietta setzt alle ihre Künste ein, um Hoffmann zu erobern. Seine Ehrlichkeit berührt sie - einen Moment lang scheint es, als ob sie ihn retten möchte. Doch Hoffmann unterliegt ihrem Bann und bietet ihr nicht nur sein Spiegelbild, sondern auch sein Leben und seine Seele dazu. Schlemil findet die beiden in trauter Zweisamkeit und wird von rasender Eifersucht gepackt. Nicklausse versucht vergeblich, Hoffmann zur Abreise zu bewegen. Dieser ist über den Verlust seines Spiegelbildes bestürzt, fühlt sich aber zugleich an die Geliebte gebunden.

Die Gondeln tragen Giulietta fort. Hoffmann fordert von Schlemil den Schlüssel zu ihrem Gemach. Für das Duell der
beiden leiht Dapertutto Hoffmann seinen Degen. Schlemil wird tödlich verwundet. Hoffmann nimmt den Schlüssel, doch er sucht Giulietta vergebens: Vor die Wahl gestellt, hat sie der Liebe den Diamanten vorgezogen.

 

NACHSPIEL

So enden Hoffmanns Erzählungen, die Geschichte seiner drei Lieben. Als Nicklausse meint, dass Stella die Verkörperung seiner drei Geliebten sei, greift Hoffmann seinen Mentor in trunkener Wut an. Bis Stella kommt, hat sich Hoffmann bereits sinnlos betrunken. Andreas, der jetzt in Lindorfs Diensten steht, stellt Stella dem Stadtrat vor, der sie triumphierend zu seinem Wagen führt. Die Muse kehrt zu ihrer wahren Gestalt zurück. Sie verspricht, Hoffmanns Leiden zu lindern und erklärt ihm, dass die Liebe im Leben nur ein Trugbild sei: Die wahre Liebe gibt es nur in der Kunst. Das ganze Ensemble stimmt in das Finale ein: "On est grand par I'amour et plus grand par les pleurs." Der leidende Dichter kehrt an den Schreibtisch zurück, um seine Suche in der Kunst fortzusetzen.