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Mi. 07.05.2014, 19:00 - 21:30 Wien

Giuseppe Verdi

Nabucco

Erleben Sie KS Plácido Domingo in der Titelrolle – weltweit erstmals in UHD (Ultra High Definition)!

 
UHD
Besetzung
Inhaltsangabe
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Jesús López Cobos | Dirigent

Der in Spanien geborene Dirigent Jesús López-Cobos studierte Philosophie in Madrid und Dirigieren bei Franco Ferrara und bei Hans Swarowsky. Er war bei Festivals wie Edinburgh, Salzburg, Berlin, Prag, Luzern, Montreux, Tanglewood, Ravinia sowie an den wichtigsten Opernbühnen wie Scala, dem ROH Covent Garden, in Paris, an der Met oder in Japan zu hören. 

1981-1990 war er GMD der Deutschen Oper Berlin, 1984-1988 Musikdirektor des Spanischen Nationalorchesters, 1981-1986 Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra, 1986-2001 Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra, 1990-2000 Chefdirigent des Lausanner Kammerorchesters, 2003-2010 Musikdirektor des Teatro Real, ab 2011 ist er Erster Gastdirigent des Orquesta Sinfónica de Galicia. Er hat mit den wichtigsten Orchestern der Welt zusammengearbeitet, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Concertgebouw-Orchester, die Münchner Philharmoniker, das Cleveland-Orchestra. 

An der Wiener Staatsoper debütierte Jesús López-Cobos 1980 mit L’elisir d’amore und leitete hier auch La Bohème, Tosca, Nabucco, Manon, La forza del destino.

Plácido Domingo | Nabucco

KS PLÁCIDO DOMINGO ist einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und setzt seit Jahrzehnten internationale Inter­pretationsmaßstäbe. Sein Gesangsrepertoire, das er zuletzt um Partien wie Simon Boccanegra und Rigoletto erweiterte, umfasst 134 verschiedene Rollen – eine Anzahl, die bislang von keinem Tenor je erreicht worden ist. Als Dirigent leitete Plácido Domin­go weltweit über 450 Opern- und Konzertaufführungen. Auch als Operndirektor (Los Angeles Opera und Washington National Opera) machte er sich einen Namen. An der Wiener Staatsoper – deren Ehrenmitglied er ist – trat er seit seinem Debüt 1967 (Don Carlo) an mehr als 220 Aben­den auf (davon 34 Mal als Dirigent). Er sang hier u. a. Radames, Don José, Don Carlo, Gustaf III., Stiffelio, Otello, Canio, Rigoletto-Herzog, Cavaradossi, Manrico, Siegmund, Idomeneo, Lohen­grin, Rodolfo, Dick Johnson, Hoffmann, Turiddu, Faust, Loris, Samson, Enzo Grimaldo, Parsifal, Hermann, Simon Boccanegra. Außerdem dirigierte Plácido Domingo am Haus am Ring bislang Vorstellungen von Aida, Carmen, Die Fledermaus, Macbeth, I puritani, Tosca, La traviata, Il trovatore, Nabucco, Madama Butterfly.

Zoryana Kushpler | Fenena

Zoryana Kushpler ist im ukrainischen Lviv (Lemberg) geboren. Mit fünf Jahren lernte sie bei ihrer Mutter Klavier, wechselte aber später zur Violine. Ab 1993 studierte sie in der Klasse ihres Vaters an der Musik Hochschule in Lviv Gesang. 1998 wechselte sie an die Musikhochschule Hamburg.



Auftritte führten sie unter anderem nach Zürich, Genf, Venedig, Mailand, Florenz, Hamburg, Berlin, London und nach Bern, wo sie in 2004 -2006 Ensemblemitglied des Stadttheaters war. Sie gestaltete dort u. a. Rollen wie Sesto (Giulio Cesare) oder Preziosilla (Forza del destino). Sie sang Adelaide (Arabella) an der Oper Graz und Carmen, Giulietta (Contes d’Hoffmann), Maddalena (Rigoletto) und Prinz Orlofsky an der Volksoper.



An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2007 als Adelaide. Sie war hier weiters unter anderem als Polina und Daphnis (Pique Dame), Olga (Eugen Onegin), Giulietta (Les Contes d'Hoffmann), Fenena (Nabucco), Suzuki (Madama Butterfly), Ulrica (Un ballo in maschera), Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) und Preziosilla (La forza del destino) zu erleben.


Rollen an der Wiener Staatsoper 2013/ 2014: u. a. Smeton, Orlofsky, Lola, Marthe, Fenena.

Anna Smirnova | Abigaille

Anna Smirnova wurde in Moskau geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau, bevor sie Meisterkurse bei Elisabeth Schwarzkopf und Thomas Hampson in Zürich besuchte. Engagements führten sie unter anderem als Amneris (Aida) an die Berliner Staatsoper, an die Arena von Verona, nach Salerno, Rom und Tel Aviv, als Azucena (Il trovatore) nach Florenz und Rovigo, als Eboli (Don Carlos) nach Valencia, in der Titelpartie von Cassandra an die Deutsche Oper Berlin. Anna Smirnovas Repertoire umfasst außerdem Rollen wie die Giulietta (Les Contes d’Hoffmann), Elisabetta (Maria Stuarda), Olga (Eugen Onegin). An der Mailänder Scala sang sie die Alte Nonne (Sancta Susanna), die Princess of Buillon (Adriana Lecouvreur), Zeyno Kari (Teneke), die Amneris und Eboli. 2008 debütierte Anna Smirnova als Giovanna di Seymour (Anna Bolena) in Palermo. Gegenwärtige und zukünftige Auftritte führen die junge russische Sängerin unter anderem als Santuzza (Cavalleria rusticana) nach Valencia, als Eboli an die New Yorker Metropolitan Opera sowie als Amneris an das Royal Opera House Covent Garden in London. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2011 als Amneris.

Dmitry Belosselskiy | Zaccaria

DMITRY BELOSSELSKIY studierte an der Russischen Musikakademie. Auftritte führten ihn sehr bald an führende Bühne wie unter anderem zu den Salzburger Festspielen, an die Mailänder Scala, an das Teatro dell’Opera in Rom, zum Maggio Musicale Fiorentino, an die New Yorker Metropolitan Opera, die Bayerische Staatsoper, an die Lyric Opera of Chicago, an das Bolschoi-Theater, die Zürcher Oper, nach Tel Aviv, zum Festival Choregies d’Orange, zu den Bregenzer Festspielen. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Ferrando in Giuseppe Verdis Il trovatore, Fiesco in Giuseppe Verdis Simon Boccanegra, Zaccaria in Giuseppe Verdis Nabucco, Philipp II. in Giuseppe Verdis Don Carlo, die Titelrolle in Modest Mussorgskis Boris Godunow, Malatesta in Francesca da Rimini, Banquo in Giuseppe Verdis Macbeth, die Titelrolle in Giuseppe Verdis Attila, Escamillo in Georges Bizets Carmen, Oroveso in Vincenzo Bellinis Norma. Zuletzt trat er u.a. als Ramfis in Aida und als Silva in Ernani (an der Met) auf, weitere Auftritte führten ihn an die Scala und nach Chicago. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2014 als Zaccaria in Nabucco.

Marian Talaba | Ismaele

Marian Talaba wurde 1977 in Cupka/ Chernivtsy geboren und studierte in Chernivtsy sowie an der Ukrainischen Musikakademie. 2002 gewann er den ersten Preis des International M. Lysenko Music Competition. Noch während seines Studiums gab er sein Debüt an der Nationaloper von Kiew. Er sang dort
seit 2001 Partien wie Lïkov (Die Zarenbraut), Prinz (Die Liebe zu den drei Orangen), Tybalt (Roméo et Juliette), Beppe (Pagliacci), Pierre Bezukhov (Krieg und Frieden), Kalaf (Turandot), Duca (Rigoletto), Enzo Grimaldi (La gioconda). Als Konzertsänger tritt er regelmäßig mit dem Kiev Symphony Orchestra auf. Gastauftritte führten ihn in die USA, die Schweiz und nach Deutschland, aktuell war er etwa als Pinkerton beim Savonlinna Opernfestival zu erleben. Seit 2004/2005 ist Marian Talaba Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er als Gaston in La traviata debütierte und seither unter anderem als Pinkerton, Sinowi (Lady Macbeth von Mzensk), Narraboth (Salome), Arturo (Lucia di Lammermoor), Cassio (Otello), Ismaele (Nabucco), Tybalt, Grigori (Boris Godunow), Štewa (Jenufa), Flavio (Norma), Hermann (Pique Dame) und Tichon (Kátja Kabanová) zu erleben war.
 

1. Akt

Jerusalem: Krieg herrscht zwischen Assyrien und Israel. Nabucco, König der Assyrer, hat Jerusalem besetzt, und die letzten Überlebenden der Israeliten - Leviten und Tempelvolk - sind in den Altarraum des Tempels geflüchtet. Der Prophet Zaccaria nimmt eine Geisel: Fenena, die Tochter Nabuccos, die einst dem Juden Ismaele geholfen hat, aus Babylon zu entkommen; Fenenas Schwester Abigaille hat ihn damals aus Eifersucht festgehalten. Ismaele will Fenena zur Flucht verhelfen, da werden beide von Abigaille überrascht. Sie erpreßt Ismaele: Nur seine Liebe zu ihr könne die Juden noch retten. Ismaele entscheidet sich für Fenena. Als Nabucco in den Tempel eindringt, will Zaccaria seine Geisel töten, doch Ismaele fällt ihm in den Arm und rettet Fenena. Sein Volk verflucht ihn. Alle Hebräer gehen in die Gefangenschaft.

 

 

2. Akt

Der Frevler: Ismaele lebt fluchbeladen in Freiheit. Nabucco hat Fenena für die Zeit seiner Abwesenheit die Krone übergeben. Der Oberpriester der Babylonier läßt Abigaille ein geheimes Dokument zukommen, das die Gründe ihrer Benachteiligung nennt: sie ist die Tochter einer Sklavin. Somit ist Abigaille erpreßbar und für die Machtansprüche des Oberpriesters benützbar. Er bietet ihr die Krone an; von der Priesterschaft ist das Gerücht vom Tod Nabuccos schon verbreitet worden. Um den Bann von Ismaele zu lösen, hat Fenena die Juden befreit, doch diese bleiben unbarmherzig. Mit dem Übertritt zum jüdischen Glauben macht sich Fenena des Hochverrats schuldig - ganz nach Plan des Oberpriesters. Beide Schwestern sind nun Rivalinnen der Macht, doch den entscheidenden Kampf führen im Hintergrund Zaccaria und der Oberpriester. Der zurückgekehrte Nabucco sieht sich von allen Seiten verraten und verflucht sowohl den babylonischen als auch den jüdischen Glauben. Als neue Instanz setzt er sich selbst einem Gott gleich - dessen erstes Opfer Fenena werden soll. Diese Anmaßung und der Mißbrauch seiner Macht lassen Nabucco zusammenbrechen.

 

 

3. Akt

Die Prophezeiung: Abigaille kann nun den Ruhm einer Königin genießen: Alle Hebräer sind wieder in Gefangenschaft - auch der geliebte Ismaele. Der Oberpriester fordert die Vernichtung aller. Der durch Wahnsinn hellsichtige Nabucco durchschaut Abigailles Absichten. Vater und Tochter erpressen sich nun gegenseitig: Er nennt sie eine Sklavin, sie provoziert ihn mit seiner Schwäche als König. Noch ist Nabucco nicht soweit, das Schicksal eines ganzen Volkes zu begreifen, er bittet nur um Gnade für Fenena. Vergebens. Nachdem er das Todesurteil unterschrieben hat, wird er selbst zum Gefangenen. Im Kerker warten die Juden auf den Tod. Zaccaria prophezeit in einer blutigen Vision Untergang und Vernichtung für alle Feinde Israels.

 

 

4. Akt

Das zerbrochene Götzenbild: Nabucco ist durch die schrecklichen Ereignisse gezeichnet. Er beweint sein ganzes Leben, das Leben eines Völker- und Tochtermörders. Plötzlich stehen die Türen des Kerkers offen. Nabucco kann mit seinen Soldaten die Hinrichtung der Juden verhindern und Fenena befreien. Für Abigaille kommt er zu spät. Sie hat ihrem Lehen ein Ende gesetzt. Der König der Assyrer schenkt allen die Freiheit. Frieden könnte sein zwischen Assyrien und Israel...

Nabucco

Trailer

Plácido Domingos Video-Einladung

zum weltweit ersten UHD Stream am 7. Mai 2014