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Fr. 24.11.2017, 19:00 - 21:45 Wien

Beginn in:

Giacomo Puccini

Madama Butterfly

Dirigent: Jonathan Darlington, Regie: Josef Gielen
Mit Maria José Siri, Zoryana Kushpler, Murat Karahan, Gabriel Bermúdez

 

Preisinformation

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Der Kauf erfolgt in der Währung Euro. Die angeführten Währungsberechnungen dienen nur als Information.
Sobald ein Stream läuft ist er nicht mehr die ganze Spielzeit lang zum Kauf erhältlich, sondern nach etwa einem Drittel der Spielzeit wird der Kauf geschlossen.

€ 14,00*

D: € 15,15 - US: $ 16,51 - UK: £ 13,66 *

Programmheft

Untertitel

Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Jonathan Darlington  |  Dirigent
  • Giacomo Puccini  |  Musik
  • Josef Gielen  |  Regie
  • Tsugouharu Foujita  |  Ausstattung

Maria José Siri | Cio-cio-san, genannt Butterfly

MARIA JOSÉ SIRI wurde in Uruguay geboren und studierte Klavier und Gesang. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, so erhielt sie etwa den ersten Preis und den Publikumspreis beim Wettbewerb der Semperoper in Dresden.
Sie sang Leonora in Il trovatore am Teatro Carlo Felice in Genua, Mimì in La Bohème an der Semperoper in Dresden, in
Barcelona und Neapel, Requiem von Verdi in Berlin (mit den Berliner Philharmonikern). An der Staatsoper Stuttgart war sie
als Aida zu hören, eine Rolle, die zu ihren wichtigsten zählt. In dieser Partie war sie auch an der Mailänder Scala, am Teatro Massimo in Palermo, in Tel Aviv, Hamburg, Moskau, Florenz und Tokio zu erleben. Darüber hinaus sang sie Nedda (Pagliacci) beim Maggio Musicale Fiorentino, Rachel in La Juive in St. Petersburg, Tosca in Savonlinna, Turin, Palermo, Berlin, Stuttgart, Tatjana (Eugen Onegin) an der Staatsoper Unter den Linden, Maddalena (Andrea Chénier) in Bregenz, Stockholm, Turin, Tokio, Berlin, die Cio-Cio-San (Madama Butterfly) an der Mailänder Scala. An der Wiener Staatsoper sang sie Maddalena und Tosca.

Zoryana Kushpler | Suzuki

Zoryana Kushpler ist im ukrainischen Lviv (Lemberg) geboren. Mit fünf Jahren lernte sie bei ihrer Mutter Klavier, wechselte aber später zur Violine. Ab 1993 studierte sie in der Klasse ihres Vaters an der Musik Hochschule in Lviv Gesang. 1998 wechselte sie an die Musikhochschule Hamburg.



Auftritte führten sie unter anderem nach Zürich, Genf, Venedig, Mailand, Florenz, Hamburg, Berlin, London und nach Bern, wo sie in 2004 -2006 Ensemblemitglied des Stadttheaters war. Sie gestaltete dort u. a. Rollen wie Sesto (Giulio Cesare) oder Preziosilla (Forza del destino). Sie sang Adelaide (Arabella) an der Oper Graz und Carmen, Giulietta (Contes d’Hoffmann), Maddalena (Rigoletto) und Prinz Orlofsky an der Volksoper.



An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2007 als Adelaide. Sie war hier weiters unter anderem als Polina und Daphnis (Pique Dame), Olga (Eugen Onegin), Giulietta (Les Contes d'Hoffmann), Fenena (Nabucco), Suzuki (Madama Butterfly), Ulrica (Un ballo in maschera), Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) und Preziosilla (La forza del destino) zu erleben.


Rollen an der Wiener Staatsoper 2013/ 2014: u. a. Smeton, Orlofsky, Lola, Marthe, Fenena.

Murat Karahan | B.F.Pinkerton

Der türkische Tenor MURAT KARAHAN studierte an der Universität von Bilkent Gesang. Noch während seines Studiums debütierte er 2003 an der Staatsoper in Ankara, deren Ensemblemitglied er zwei Jahre später wurde. 2009/2010 besuchte er Meisterklassen bei Renata Scotto, Anna Vandi und Cesare Scarton an der Academia di Santa Cecilia, wo er außerdem bei Professor Bruno Cagli seine Ausbildung perfektionierte. Seit 2012 ist er regelmäßiger Gast an der Lettischen Nationaloper in Riga, an der er Partien wie Edgardo, Rodolfo, Alfredo, Manrico und Rigoletto-Herzog singt. 2013 debütierte er als Edgardo am Bolschoi-Theater in Moskau, wohin er in den darauffolgenden Spielzeiten als Alfredo, Rodolfo und Don José zurückkehrte. Weitere Auftritte führten ihn als Manrico nach Reims und Limoges, als Alfredo an die Deutsche Oper Berlin und an die Staatsoper von Istanbul. In den nächsten Monaten wird er als Ismaele bei den Münchner Opernfestspielen, als Des Grieux (Manon Lescaut) am Teatro di San Carlo in Neapel und als Manrico in Parma zu hören sein. Murat Karahan ist darüber hinaus auch als Konzertsänger aktiv.

Gabriel Bermúdez | Sharpless

In Madrid geboren, absolvierte GABRIEL BERMÚDEZ seine musikalische Ausbildung Carmen Rodriguez Aragón, seiner Mutter. Ferner studierte er ein Jahr bei Teresa Berganza. Seit Beginn der Spielzeit 2002/2003 bis 2011 gehörte er zum Ensemble des Opernhauses Zürich, wo er u. a. als Figaro (Il barbiere di Siviglia), Marcello (La Bohème), Harlekin (Ariadne auf Naxos), Nardo (La finta giardiniera),Ping (Turandot), Borilée (Les Boréades), Dr. Falke (Die Fledermaus), Plistene (La grotta di Trofonio), Silvio (Pagliacci), Belcore (L’elisir d’amore) zu erleben war. Zuletzt sang er Papageno am Teatro Real Madrid und Figaro an der Staatsoper Hannover, Papageno in Jerez, Oreste (Iphigénie en Tauride) in Oviedo, Ping, Le Mari (Les mammelles de Tirésias) und Silvio am Liceu Barcelona, Almaviva (Le nozze di Figaro) in St. Moritz Opera Festi- va, Marcello in Valladolid, Harlekin an der Opéra de Paris, Schaunard in Barcelona und Danilo in Dortmund. Einen großen Erfolg hatte der Künstler als Harlekin bei den Salzburger Festspielen 2012, wohin er 2014 mit einer neuen Aufgabe zurückkehren wird. Seit 2013 ist er Ensemblemit- glied der Wiener Staatsoper und sang hier u.a. Melot, Sharpless, Marcello, Figaro, Belcore, Heger (Rusalka).

1. Akt
In der Nähe von Nagasaki besichtigt der Leutnant der amerikanischen Marine Pinkerton ein Häuschen, das er von dessen Eigentümer Goro mieten will. Hier will er seine Flitterwochen mit der japanischen Geisha Cio-cio-San verbringen, mit jenem Mädchen, das er mit einem Schmetterling vergleicht und das er nach der damals tolerierten Sitte in temporärer Ehe zur Gattin zu nehmen gedenkt. Was Suzuki, Butterflys Dienerin, und Goro ihm von seiner Braut erzählen, kann seinen Leichtsinn nicht ändern, ebensowenig das Mitleid, das der amerikanische Konsul Sharpless zum Ausdruck bringt. Sie stoßen miteinander an, aber der Toast Pinkertons gilt Amerika und allem, was ihn an Amerika bindet.
Cio-cio-San erscheint, begleitet von ihren Freundinnen. Während die Hochzeitszeremonie vorbereitet wird, erzählt sie von ihrem Leben, ihrer Familie. Die Familie verarmte durch den Selbstmord ihres Vaters. Sie erzählt Pinkerton auch davon, dass sie seinen Glauben angenommen hat.
Dieses Zeichen der Liebe führt sofort nach der Zeremonie zu einem Zwischenfall: Ihr Onkel, ein buddhistischer Priester, kommt, um sie wegen ihres Abfalls vom Glauben zu verfluchen. Doch mehr als das würde Butterfly opfern, um ihrem Gemahl gefällig zu sein. Und im Zauber der hereinbrechenden Nacht fühlt auch der Fremde für Augenblicke die Größe des Herzens, das ihm entgegenschlägt.

2. Akt
Drei Jahre wartet Cio-cio-San bereits auf ihren Gatten, dem sie ein Söhnchen geboren hat. Pinkerton hat ihr vor seiner Abreise versprochen, zurückzukommen. In Gedanken sieht sie sein Schiff, aber auch die Gebete Suzukis, ihrer Dienerin, vermögen den Ersehnten nicht herbeizubringen. Sharpless tritt ein; aber seine Mission geht über seine Kraft: Er soll Cio-cio-San mitteilen, dass Pinkerton in Amerika geheiratet habe, dass die Geisha wieder frei sei. Cio-cio-San lässt den Konsul kaum lesen, was in Pinkertons Brief steht, außer sich vor Freude, endlich etwas von ihrem Geliebten zu hören, bestürmt sie ihn mit Fragen. Goro hat von der Heirat Pinkertons erfahren und bringt den reichen Yamadori als Freier mit. In der Meinung, Sharpless habe Butterfly bereits unterrichtet, unterbreiten sie ihren Vorschlag und werden von der Ahnungslosen entrüstet zurückgewiesen. Goro hat aber eine Neuigkeit: Pinkertons Schiff werde im Hafen erwartet. Butterflys Freude ist so groß, dass Sharpless noch immer nicht den Mut findet, ihr die Wahrheit zu sagen. Sein Rat, Yamadori zu heiraten, findet nur Unverständnis. Sieht er denn nicht, dass sie und Pinkerton zusammengehören, sieht er es nicht in den Augen ihres Kindes? In ihrem geschmückten Haus wartet Butterfly mit ihrer Dienerin eine Nacht lang, eine letzte Nacht noch, auf ihren Gatten.

3. Akt
Erst gegen Morgen ist Cio-cio-San vom Schlaf überwältigt worden. Als Pinkerton in Begleitung des Konsuls kommt, wird er von Suzuki empfangen. Ihre Schilderung von Butterflys Treue greift ihm ans Herz. Doch Suzuki muss sehen, dass das Verhängnis nicht mehr aufzuhalten ist: Im Garten erblickt sie die Gattin Pinkertons, die Frau, die er aus Amerika mitgebracht hat. Von Reue gepackt flieht Pinkerton, Kate und der Konsul sind erschüttert. Madame Butterfly erfasst mit einem Blick die Situation. Ihre freudige Erregung weicht einer beängstigenden Ruhe: Sie gibt dem Drängen nach, ihr Kind dem Vater zu übergeben, er selbst möge es in kurzer Zeit abholen. Allein geblieben nimmt Butterfly Abschied von ihrem Kind. Dann tötet sie sich nach der Sitte ihrer Väter. "Ehrenvoll zu sterben, wer nicht länger in Ehren leben kann."