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Sa. 20.01.2018, 19:00 - 22:30 Wien

Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni

Dirigent: Sascha Goetzel, Regie: Jean-Louis Martinoty
Mit Ludovic Tézier, Ekaterina Siurina, Jinxu Xiahou, Annette Dasch, Luca Pisaroni

 
Diese Produktion wird ermöglicht mit Unterstützung von
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Sascha Goetzel  |  Dirigent
  • Wolfgang Amadeus Mozart  |  Musik
  • Jean-Louis Martinoty  |  Regie
  • Yan Tax  |  Kostüme
  • Fabrice Kebour  |  Licht
  • Hans Schavernoch  |  Bühne

Sascha Goetzel | Dirigent

Ursprünglich zum Geiger ausgebildet, begann SASCHA GOETZEL seine Orchesterkarriere in engem Kontakt mit großen Dirigenten wie Zubin Mehta, Riccardo Muti und Seiji Ozawa. Nach seinen Debüts mit mehreren österreichischen Orchestern absolvierte er überaus erfolgreich Gastdirigate mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Berliner Symphonie Orchester, Luxembourg Philharmonic, den philharmonischen Orchestern von Tokio, Sapporo und Nagoya, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz u.v.a. Bis 2013 war er Chefdirigent des finnischen Kuopio Symphonie Orchesters und ist Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Borusan Istanbul Orchestra. Ab 2012/2013 wurde er zusätzlich zum 1. Gastdirigenten des Orchestre Symphonique de Bretagne und des Philharmonischen Orchesters Kanagawa berufen. Sascha Goetzel ist ein erfahrener Operndirigent und leitete u.a. einen Da Ponte-Zyklus und La Bohème am Tiroler Landestheater. Am Mariinsky Theater leitete er Don Giovanni und beim Festival Attersee Klassik Così fan tutte, Nussknacker an der Wiener Staatsoper sowie zahlreiche Opern- und Operettenvorstellungen an der Wiener Volksoper.

 

Ludovic Tézier | Don Giovanni

Nach seinem Debüt in Luzern kam LUDOVIC TÉZIER an die Oper von Lyon. Zunächst sang er bedeutende Rollen in Mozart- Opern (unter anderem Conte d’Almaviva in Le nozze di Figaro und die Titelpartie in Don Giovanni) und Belcanto-Rollen (un­ter anderem Belcore in L’elisir d’amore und Malatesta in Don Pasquale) später Marcello (La Bohème) und Ford (Falstaff). Sehr bald folgten Engagements an Bühnen wie die New Yorker Metropolitan Opera, die Pariser Oper, die Mailänder Scala, die Bayerische Staatsoper, das Gran Teatre del Liceu, nach Toulouse, Marseille, Monte Carlo, Aix-en-Procence, Bilbao, Turin, zu den Salzburger Festspielen. Außer in den genannten Rollen feierte er außerdem noch Erfolge als Renato (Un ballo in maschera), Gorgio Germont, Jeletzki, in der Titelrolle von Eugen Onegin, als Posa, Hamlet, Wolfram, Valen­tin, Werther (in der Baritonfassung), Alphonse XI (La Favorite), Don Carlo (Forza del destino), Enrico (Lucia di Lammermoor), Escamillo, Valdeburgo (La Straniera). An der Wiener Staats­oper debütierte er 2005 als Conte d’Almaviva und sang hier seither auch noch Wolfram, Werther (in der Baritonfassung), Posa (Don Carlos frz. und ital.), Escamillo.

Ekaterina Siurina | Donna Anna

Die russische Sopranistin EKATERINA SIURINA studierte in Moskau und ist mehrfache Preisträgerin internationaler Gesangswettbewerbe. Noch als Studentin, debütierte sie 1999 als Gilda. Es folgten kurz darauf umjubelte Auftritte u.a. beim
Savonlinna Festival, an der Berliner und Hamburgischen Staatsoper, in Monte Carlo und Montpellier. Bald erhielt die Sängerin
auch Einladungen an das ROH Covent Garden in London, die Deutsche Oper Berlin und die Pariser Opéra Garnier.
Ihr Italien-Debüt gab Ekaterina Siurina als Susanna (Le nozze di Figaro) an der Mailänder Scala. Diesem Debüt folgten Engagements bei den Salzburger Festspielen und der Pariser Opéra Bastille. 2006 debütierte sie mit großem Erfolg an der Met wohin sie bereits ein Jahr später zurückkehrte. Heute ist sie ein gern gesehener Gast an allen wesentlichen Opernbühnen der Welt. Künftige Engagements umfassen unter anderem Mimì (La Bohème) in London und Adina in München und Pittsburgh. An der Wiener Staatsoper debütierte Ekaterina Siurina 2003 als Olympia in Les Contes d’Hoffmann und sang hier seither auch noch Adina (L’elisir d’amore), Amina (La sonnambula) und Gilda.

Jinxu Xiahou | Don Ottavio

JINXU XIAHOU wurde in Zibo in der östlichen chinesischen Provinz Shadong im Dezember 1990 geboren. Der Tenor stu­dierte ab dem Jahr 2008 bei Prof. Wang Xianlin am Zentral­konservatorium fur Musik in Peking (China) und schloss als Bachelor ab. Sein Bühnendebüt gab Jinxu Xiahou als Basilio in Le nozze di Figaro. Im Jahr 2009 gestaltete Jinxu Xiahou die Partie des Triquet in Eugen Onegin an der Tianqiao Oper in Peking. Sein Europa-Debüt gab er im Jahr 2010, als er bei der jährlichen Classic Night in Zürich auftrat. Er war im Jahr 2011 Finalist des renommierten internationalen Gesangswettbewerbs Neue Stim­men der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh und gewann den dritten Preis. Im Jahr 2012 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und sang bisher u. a. Conte di Lerma/Un areldo reale (Don Carlo ital.), Gaston (La traviata), Sänger (Rosenkavalier), Stimme des Seemanns (Tristan und Isolde), Rodrigo (Otello), Abdallo (Nabucco), Zweiter Jude (Salome), Bote (Aida), Comte de Lerme/Herold (Don Carlos franz.). Er ist Ensemblemit­glied der Wiener Staatsoper. 

 

Annette Dasch | Donna Elvira

Die Berlinerin ANNETTE DASCH zählt zu den führenden Sopranistinnen unserer Zeit. Sie ist Gast der wichtigsten Opernhäuser und Festivals weltweit. Zu ihren Verpflichtungen der letzten Zeit zählte unter anderem Elsa (Lohengrin) an der Oper Frankfurt sowie an der Deutschen Oper Berlin. Zu ihren wichtigsten Partien zählen derzeit Donna Elvira (Mailänder Scala, Berliner Staatsoper, Bayerische Staatsoper in München), Contessa in Mozarts Le nozze di Figaro (Royal Opera House Covent Garden London, Teatro Real Madrid, Théâtre des Champs-Elysées in Paris, Metropolitan Opera in New York, Oper Frankfurt), Fiordiligi in Così fan tutte (Bayerische Staatsoper München, Salzburger Osterfestspiele), Armida (Salzburger Festspiele), Antonia (Opéra National de Paris), Elisabeth (Oper Frankfurt), Elsa (Bayreuther Festspiele, Mailänder Scala, Bayerische Staatsoper München, Gran Teatre del Liceu Barcelona), Eva (Budapest Festival, Metropolitan Opera New York), Martinus Juliette (Opernhaus Zürich) und Cordelia (Opéra de Paris). Annette Dasch wurde 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Luca Pisaroni | Leporello

LUCA PISARONI wuchs in Busseto auf und studierte am Verdi- Konservatorium in Mailand, in Buenos Aires und in New York. Sein Operndebüt gab er 2001 als Figaro (Le nozze di Figaro) in Klagenfurt. Zahlreiche Engagements führten ihn u. a. zu den Salzburger Festspielen, wo er Figaro Douglas D’Angus (La don­na del lago) und Hercules (Alceste) sang, an die New Yorker Metropolitan Opera (Figaro, Leporello, Caliban, Alidoro), nach Baden Baden (Leporello), an das Théâtre des Champs-Ely­sées (Figaro, Papageno, Guglielmo), nach Houston als Conte d’Almaviva, an die Pariser Opéra Bastille als Figaro, Leporello und Melisso (Alcina), nach Glyn­debourne (Guglielmo, Leporello, Argante), nach Madrid (als Figaro), nach Aix-en-Provence als Publio und nach Brüssel als Achilla (Giulio Cesare), an die Nederlandse Opera (Ercole in Ercole Amante), nach Chicago (Argante) und nach Santiago de Chile (Alidoro). Aktuelle Projekte umfassten u.a. Leporello an der Met, Conte d’Almaviva in San Francisco, Figaro in München. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 in der Titelpartie Le nozze di Figaro und verkörperte den Enrico VIII. (Anna Bolena).

Dan Paul Dumitrescu | Il Commendatore

Dan Paul Dumitrescu wurde 1966 in Bukarest (Rumänien) geboren. Er studierte zunächst Klarinette, dann Gesang an der Musikhochschule in Bukarest. 1996 besuchte er die Internationale Akademie für Oper in Verona. Unmittelbar nach dem Abschluss seines Gesangsstudiums an der Musikhochschule folgte 1997 ein Engagement an die Bukarester Oper. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe.

Dan Paul Dumitrescu war Gast wichtiger Bühnen wie etwa der Royal Albert Hall, der Arena di Verona, der Mailänder Scala, der New Israeli Opera, dem Teatre del Liceu in Barcelona, dem Wiener Musikverein, weiters trat er in München, Budapest, Berlin, Paris, Tokio und bei den Salzburger Festspielen auf. 2000 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper und ist seit September 2001 Ensemblemitglied des Hauses. Sein Repertoire umfasst mehr als 50 Bass-Rollen, etwa Sarastro, Pimen, Gremin, Procida, Enrico VIII., Ramfis, Pistola, Sparafucile, Banquo, Raimondo, Oroveso, Graf Des Grieux, Balthazar, Colline, Timur, Pietro, Grenvil, Graf Rodolfo, Mönch und Großinquisitor (Don Carlos ital. und frz. Version).

Clemens Unterreiner | Masetto

CLEMENS UNTERREINER was born in Vienna. In 1998 he began his vocal art studies with Hilde Rössel-Majdan, Gottfried Hornik, Helena Lazarska and Wicus Slabbert. Numerous national and international opera and operetta productions as well as lied evenings, oratories and church concerts. Guest soloist in the Große Saal of the Wiener Musikverein, at the Wiener Konzerthaus, Palau de la Musica and other international concert halls. Member of the ensemble of the Wiener Staatsoper since 2005, where Clemens Unterreiner for example sang Sharpless, Faninal, Donner, Harlekin, Melot, Brétigny, Schtschelkalow, Oberpriester des Apollon(Alceste), Happy (La fanciulla del West), Musiklehrer (Ariadne auf Naxos),Schaunard. Also as guest soloist at the Volksoper Wien he very successfully performed as Papageno or Sharpless. Further engagements led him to the New York Carnegie Hall, the Royal Opera House Copenhagen, to the Strasbourgh Opera, the Salzburger Festspiele, Opera de Nice, Linzer Landestheater, the Oper Chur, the Sommerfestspiele Heidenheim as well as to the Richard Wagner Festival Budapest.

 

Portrait Clemens Unterreiner

Valentina Naforniţa | Zerlina

VALENTINA NAFORNITA wurde in Glodeni (Moldawien) ge­boren und studierte unter anderem am Stefan Neaga Music College in Chisinau und an der Bukarester Musikuniversität. Sie ist Gewinnerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, unter anderem ist sie Preisträgerin beim Young Opera Sin­gers of Europe-Wettbewerb, beim rumänischen Orange Preis für junge Musiker und beim Hariclea Darclée-Wettbewerb. 2011 gewann die junge Sängerin den renommierten BBC Cardiff Singer of the World-Wettbewerb – sie erhielt nicht nur den Hauptpreis, sondern auch den Dame Joan Sutherland Publikumspreis und war Finalis­tin beim Lied-Preis. Engagements führten sie unter anderem an die Mailänder Scala, nach Amsterdam, Edinburgh, an die Staatsoper Berlin, an die Bayerische Staatsoper in München und nach China. Sie ist seit 2011 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und war hier unter anderem als Susanna, Oscar, Lisa, Clorina, Musetta, junger Hirt, Najade, Marzelline, Stimme vom Himmel, Musetta und Elfe (Rusalka) zu hören.


 

1. Akt
Don Giovanni hat sich heimlich in das Haus des Komturs zu dessen Tochter Donna Anna begeben. In der Zwischenzeit muss sein Diener Leporello vor dem Hause Wache stehen. Plötzlich stürzt Don Giovanni heraus. Der Komtur, auf Donna Annas Hilferuf herbeigeeilt, stellt ihn und wird im Zweikampf getötet. Zu spät kommt Donna Annas Verlobter Don Ottavio: Er kann nur mehr den Schwur der Rache leisten. Don Giovanni sucht neue Abenteuer. Er nähert sich einer Dame, muss aber erkennen, dass es Donna Elvira ist, eine von ihm verlassene Geliebte. Don Giovanni weicht zurück und überlässt es Leporello, der Dame zu erklären, dass sie, wie ein Register beweist, nur ein Name neben vielen ist. Bei der Hochzeit Zerlinas und Masettos tritt Don Giovanni als großer Herr auf. Mit Leichtigkeit gelingt es ihm, die junge Braut zu betören. Doch da erscheint warnend Donna Elvira. Für diesmal gelingt es ihr, Zerlina wieder ihrem Bräutigam zuzuführen. Don Giovanni gesellt sich zu Donna Anna und Don Ottavio. Er treibt es so weit, sich bei der Suche nach dem Mörder als Helfer anzubieten. Abermals tritt Donna Elvira dazwischen. Erst als Donna Anna und Don Ottavio wieder allein sind, erkennt Donna Anna: Der Mann, der in jener Nacht ihren Vater mordete, ist Don Giovanni. Ihre Rache hat nun ein Ziel. Don Ottavio will alles tun, um Donna Anna den Seelenfrieden wiederzugeben. Masetto ist böse auf Zerlina. Es gelingt ihr zwar, den erzürnten Bräutigam zu beschwichtigen, aber nicht für lange, denn Don Giovanni hat seine Absichten auf Zerlina keineswegs aufgegeben und provoziert so einen neuen Wutausbruch Masettos. Um ans Ziel seiner Wünsche zu kommen, hat Don Giovanni das Paar und die Hochzeitsgesellschaft zu einem Fest geladen. Auch drei maskierte Gestalten werden von Leporello zur Teilnahme aufgefordert. Als Zerlina, die sich neuerlich dem Verführer anvertraut hat, um Hilfe ruft, demaskieren sie sich: Es sind Donna Anna, Donna Elvira und Don Ottavio. Noch einmal glückt es Don Giovanni, der Vergeltung zu entrinnen.

2. Akt
Leporello will seinen Herrn verlassen, doch ein Beutel Gold lässt ihn seine Absicht ändern. Er erhält auch gleich Gelegenheit, sich zu bewähren: Don Giovanni ist hinter der Zofe Donna Elviras her. Um ihr ungestört ein Ständchen bringen zu können, wechselt Don Giovanni seine Kleider mit Leporello, der seinen Herrn spielen muss, um Donna Elvira zu täuschen. Denn diese liebt Don Giovanni noch immer und enteilt mit dem vermeintlichen Geliebten. Das nützt Don Giovanni, um Masetto einen Streich zu spielen. Als Leporello verkleidet gibt er den Bauern gegenüber vor, seinen Herrn verlassen zu haben, schickt sie in verschiedene Richtungen weg, um Don Giovanni zu fangen, und verprügelt den allein zurückgebliebenen Masetto. Zerlina findet den verprügelten Masetto und tröstet ihn - die Brautleute finden nun endgültig wieder zueinander. Leporello, als Don Giovanni verkleidet, sucht einen Ausweg aus der üblen Situation, in die ihn sein Herr gebracht hat. Als Donna Anna und Don Ottavio, die neuerlich betrogene Donna Elvira sowie Masetto und Zerlina auf ihn eindringen, gibt er sich zu erkennen. In der allgemeinen Verwirrung gelingt ihm die Flucht. Donna Elvira versucht, sich innerlich von Don Giovanni zu lösen. Vor dem Grabmal des Komturs treffen Herr und Diener einander wieder. Eine Stimme aus dem Jenseits unterbricht Don Giovannis Heiterkeit: Es ist die Statue auf dem Grabmal des Komturs, die zu den beiden spricht. Während Leporello an allen Gliedern zittert, lädt Don Giovanni das Standbild zum Gastmahl ein. Die Einladung wird angenommen. Don Ottavio will seine Vermählung mit Donna Anna beschleunigen. Sie aber weist ihn unter Versicherung ihrer Liebe zurück: Erst sei der Tod des Vaters zu rächen. Don Giovanni genießt beim abendlichen Mahle das Leben. Eine Tafelmusik wird gespielt, Leporello wartet auf. Da tritt Donna Elvira ein. In der Vorahnung kommenden Unheils versucht sie noch einmal, Don Giovanni zur Reue zu bewegen, erntet aber nur Hohn. Als sie den Saal verlässt, stößt sie einen Schrei des Entsetzens aus. Leporello, voller Angst, kündigt die Ankunft der Statue an. Furchtlos tritt ihr Don Giovanni entgegen und weigert sich, seine Sünden zu bereuen. Und so besiegelt ein Handschlag dessen Ende. Als Don Giovannis Verfolger erscheinen, kann ihnen Leporello nur vom Untergang seines Herrn erzählen.

Don Giovanni

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