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Mo. 05.06.2017, 16:00 - 20:30 Wien

Richard Wagner

Götter­dämmerung

Dirigent: Peter Schneider | Regie: Sven-Eric Bechtolf | Mit: Stefan Vinke, Falk Struckmann, Jochen Schmeckenbecher, Petra Lang

 
Diese Produktion wird ermöglicht mit Unterstützung von
Besetzung
Inhaltsangabe
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Jochen Schmeckenbecher | Alberich

JOCHEN SCHMECKENBECHER stammt aus Hockenheim und studierte in Köln und New York. Nach ersten Festengagements im Hagen und der Komischen Oper Berlin ist er freischaffend tätig. Zuletzt sang er u.a. Dr. Kolenatý (Die Sache Makropulos) und Kurwenal an der Pariser Bastille. Kommende Pläne beinhalten Produktionen am Liceu, an der Oper Leipzig, am ROH Covent Garden, am Palais Garnier in Paris sowie Konzerte. Wesentliche Projekte der letzten Zeit waren seine Debüts an der Bayerischen Staatsoper als Marquis de la Force (Dialogues des Carmelites) und am ROH Covent Garden als Alberich (Siegfried) sowie Alberich im gesamten Ring-Zyklus an der Oper Frankfurt und konzertant in der Berliner Philharmonie. Darüber hinaus folgte er Einladungen als Amfortas nach Frankfurt und Turin, Dr. Kolenatý zu den Salzburger Festspielen, Kurwenal nach Lyon, Pizarro an die Semperoper, vier Bösewichte (Contes d‘Hoffmann) an die Wiener Volkoper, Klingsor, Frank, Beckmesser, Faninal, Papageno an die Berliner Staatsoper, als Musiklehrer u.a. an die Met und die Scala, als Wozzeck ans Liceu, nach Madrid und Hamburg. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 als Musiklehrer und sang hier noch Kurwenal.

 

Peter Schneider | Dirigent

Peter Schneider stammt aus Wien und kam mit acht Jahren zu den Wiener Sängerknaben, später studierte er an der Wiener Musikakademie (Komposition und Dirigieren). Zunächst war er Korrepetitor, Studienleiter und Kapellmeister in Salzburg und Heidelberg, dann 1. Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein, wo er sich fast das gesamte Opernrepertoire erarbeitete. 1978 wurde er Generalmusikdirektor in Bremen. In Bayreuth dirigiert er seit 1981 regelmäßig. Nach Bremen kam eine zweijährige Tätigkeit in Mannheim als Opern- und Generalmusikdirektor. 1993/1994 wurde er Chefdirigent der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsorchesters. Nach fünfjähriger Tätigkeit gehört er der Bayerischen Staatsoper weiterhin als 1. Gastdirigent an. 1995 debütierte er an der Met. An der Wiener Staatsoper, deren Ehrenmitglied er ist, debütierte er 1984 mit Der Rosenkavalier. Seitdem hat er hier u. a. Capriccio, Salome, Don Giovanni, Nozze di Figaro, Fidelio, Zauberflöte, Fliegender Holländer, Meistersinger von Nürnberg, Ring des Nibelungen, Parsifal, Tristan und Isolde, Frau ohne Schatten, Palestrina dirigiert.

 
 

Stefan Vinke | Siegfried

STEFAN VINKE  war nach seinem Kirchenmusik- Pädagogik- und Gesangsstudium an der Musikhochschule Köln zunächst in Karlsruhe und Mönchengladbach engagiert, ehe er von 1999 bis 2005 als Jugendlicher Heldentenor an das Nationaltheater Mannheim ging. Dort hatte er sich in kürzester Zeit ein großes Repertoire erarbeitet und sang die wichtigen Fachpartien, wie Tristan, Florestan, Parsifal, Lohengrin, Siegmund, Erik, sowie Idomeneo, Don José und Hoffmann. In den folgenden Jahren sang er unter anderem in den USA, Bayreuth (Stolzing, Tristan, beide Siegfriede), Berlin (Tannhäuser, Bacchus, Parsifal), London, Budapest, Melbourne, Seattle  (beide Siegfriede), Leipzig (Rienzi, Parsifal, Jim Mahoney, Stolzing), Peking (Lohengrin), Chicago (Tambourmajor), Stuttgart (Bacchus), Enescu Festival Bukarest (beide Siegfriede), Toulon (Lohengrin). Aktuelle und zukünftige Auftritte umfassen unter anderem Siegfried (Siegfried und Götterdämmerung) in Bayreuth, an der deutschen Opern Berlin und in Melbourne und Menelas (Die ägyptische Helena) an der Deutschen Oper Berlin. 

Falk Struckmann | Hagen

KS FALK STRUCKMANN zählt seit vielen Jahren zu einem der gefragtesten Sängern seines Fachs. Er ist Gast an allen großen Opernhäusern und Festivals wie den Staatsopern in Berlin, Ham­burg, München und Wien, am Gran Teatre del Liceu in Barcelo­na, der Royal Opera Covent Garden, der Mailänder Scala, der Met, der Opéra National Paris und den Bayreuther und Salzbur­ger Festspielen. Nach seinem Debüt in Kiel 1985 führten ihn Gastverträge bereits 1990 an die Wiener und 1992 an die Berli­ner Staatsoper, die in den folgenden Jahren die Zentren seiner künstlerischen Tätigkeit werden sollten und wo er alle großen Partien seines Fachs sang. Der internationale Durchbruch erfolgte 1993 bei den Bayreuther Festspielen als Kurwenal, wo er später auch als Amfortas und Wotan zu erleben war. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1991 als Orest (Elektra). Es folgten hier Scarpia (Tosca), Escamillo (Carmen), Kurwenal (Tristan und Isolde), Wozzeck, Don Pizarro (Fidelio), Telramund (Lohengrin), Wotan/ Wanderer (Ring), Barak (Frau ohne Schatten), Holländer, Jago (Otello), Rangoni (Boris Godunow), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Hans Sachs (Meistersinger von Nürnberg). 


 

Petra Lang | Brünnhilde

PETRA LANG wurde in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte nach abgeschlossenem Violinstudium Gesang bei Gertie Charlent und Ingrid Bjoner und arbeitete ihre Wagner-Partien auch mit Astrid Varnay. Aktuell studiert sie mit dem italieni­schen Tenor Angelo Loforese. Nach Anfängen im lyrischen Mez­zofach ist sie bekannt für die Darstellung ihrer Wagner-Rollen (Ortrud, Kundry, Sieglinde, Venus, Brangäne, Waltraute), Judith (Blaubarts Burg), Cassandre (Les Troyens), Marie (Wozzeck) und Ariadne (Ariadne auf Naxos). Die Sängerin sang an den großen Häusern diesseits und jenseits des Atlantiks, so zuletzt unter anderem am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Lyric Opera Chicago, an der Deutschen Oper Berlin, an der Budapester Staatsoper, der Münchner Staatsoper, der San Francisco Opera, der Pariser Oper, in Luzern, Bayreuth, Santiago, Salzburg, Edinburgh, Sevilla und Amsterdam. Sie ist auch als Lied- und Konzertsängerin erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte sie im Jahr 2002 als Fricka (Walküre) und sang hier weiters noch Fricka (Rheingold), Waltraute (Götter­dämmerung), Ortud, Kundry und Brangäne.

Waltraud Meier | Waltraute

KS Waltraud Meier wurde in Würzburg geboren. Nach der Matura studierte sie zunächst Anglistik und Romanistik, nahm aber gleichzeitig auch Gesangsunterricht. 1976 entschied sich Waltraud Meier ganz für ihre sängerische Laufbahn und debütierte an der Würzburger Oper als Lola (Cavalleria rusticana). Ihr internationales Debüt gab Waltraud Meier 1980 am Teatro Colón in Buenos Aires als Fricka in der Walküre. Mit ihrem triumphalen Erfolg als Kundry in Wagners Parsifal begann 1983 bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere, die sie in regelmäßigen Abständen an das Covent Garden, die Met, die Scala, die Opéra National de Paris und an die Bayerische Staatsoper führt. Heute gilt Waltraud Meier als eine der international bedeutendsten Wagnersängerinnen unserer Zeit. Aber auch im italienischen und französischen Fach ist die ebenso stimmlich wie darstellerisch ausdrucksstarke Sängerin weltweit als Eboli, Amneris, Didon, Carmen und Santuzza gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1987 als Kundry. Weitere Partien im Haus am Ring waren u. a. Amneris, Komponist, Carmen, Ortrud, Sieglinde, Leonore, Isolde, Venus, Kundry, Eboli, Santuzza.



Drei Nornen spinnen am Schicksalsseil, schildern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Alberichs Raub des Rheingoldes, den Fluch des Ringes, Wotans Selbstkonstituierung durch das Schneiden seines Vertragsspeeres aus der Weltesche, ihr Verdorren, ihre Fällung, Siegfrieds Zusammentreffen mit Wotan. Doch das Schicksalsseil reißt, die Nornen fliehen hinab zu ihrer Mutter, Erda. Am Walkürenfelsen verabschiedet sich Siegfried von Brünnhilde und wird von ihr mit schützenden Runen versehen; als Liebespfand lässt ihr Siegfried den Ring des Nibelungen.  1. Aufzug Hagen, der Sohn Alberichs, rät seinem Halbbruder Gunther und dessen Schwester Gutrune, den Ruhm der Gibichungen zu vermehren: Gunther soll Brünnhilde heiraten und Gutrune Siegfried. Als dieser zu ihnen gelangt, reicht ihm Gutrune auf Ratschlag Hagens einen Trank, der Siegfried Brünnhilde jäh vergessen lässt - er verliebt sich in Gutrune. Um sie zu gewinnen, verspricht er, für Gunther Brünnhilde vom Walkürenfelsen zu holen. Nachdem er mit Gunther Blutsbrüderschaft geschlossen hat, eilt Siegfried davon, um Brünnhilde für Gunther zu gewinnen. In der Zwischenzeit wird Brünnhilde von ihrer Schwester, der Walküre Waltraute, aufgesucht. Diese fleht sie an, den Ring den Rheintöchtern zurückzugeben, um den Fluch zu lösen. Brünnhilde verweigert jedoch den Ring, da es sich um Siegfrieds Liebespfand handelt. Siegfried erscheint, durch seinen Tarnhelm in die Gestalt von Gunther verwandelt, durchschreitet das Feuer und bezwingt Brünnhilde. Als Zeichen ihrer Vermählung - mit Gunther - entreißt er ihr den Ring.  2. Aufzug In einer nächtlichen Szene mahnt Alberich seinen Sohn Hagen, für ihn den Ring zu gewinnen. Als die mit Gunther ankommende Brünnhilde Siegfried und Gutrune als Paar sieht und den Ring an Siegfrieds Hand erkennt, bezichtigt sie ihn des Treuebruchs. Siegfried leugnet seine Schuld, doch Hagen, Gunther und Brünnhilde beschließen seinen Tod.  3. Aufzug Auf der Jagd begegnet Siegfried den Rheintöchtern, die ihn um den Ring bitten und ihn vor dem Fluch warnen. Doch der Ring bleibt bei Siegfried. Die Jagdgesellschaft stößt zu ihm, auf Aufforderung Hagens erzählt Siegfried aus seinem bisherigen Leben. Während er spricht, reicht ihm Hagen einen Trank, der die Erinnerung an Brünnhilde wieder herstellt. Hagen sieht dies als Geständnis des Treuebruchs und stößt ihm einen Speer in den Rücken. Sterbend gedenkt Siegfried seiner Liebe zu Brünnhilde. Im Streit um den Ring tötet Hagen Gunther, doch Brünnhilde macht nun ihr ursprüngliches Recht auf Siegfried - und den Ring - wieder geltend: Sie ordnet Siegfrieds Verbrennung an und stürzt sich selbst ins Feuer. Der über seine Ufer steigende Rhein überflutet die Brandstätte, die drei Rheintöchter ziehen Hagen, der den Ring für sich gewinnen will, in die Tiefe, der Ring ist wieder an den Rhein zurückgefallen. Während Walhall in Flammen aufgeht, erleben die Menschen in höchster Ergriffenheit den Untergang des Göttergeschlechts mit.

Götterdämmerung

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