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Sa. 13.05.2017, 19:30 - 22:30 Wien

Peter I. Tschaikowski

Eugen Onegin

Dirigent: Patrick Lange | Regie: Falk Richter | Mit: Olga Bezsmertna, Christopher Maltman, Pavol Breslik, Mika Kares

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Peter I. Tschaikowski  |  Musik
  • Patrick Lange  |  Dirigent
  • Falk Richter  |  Regie
  • Martin Kraemer  |  Kostüme
  • Joanna Dudley  |  Choreographie
  • Carsten Sander  |  Licht
  • Katrin Hoffmann  |  Bühne

Patrick Lange | Dirigent

Der 1981 in der Nähe von Nürnberg geborene Patrick Lange zählt zu den vielversprechenden Talenten der jungen Dirigentengeneration. Als Assistent Abbados arbeitete er mit den Berliner Philharmonikern, mit der Orchestra Mozart Bologna und mit dem Lucerne Festival Orchestra. 2009 war er mit Così fan tutte mit der Glyndebourne Opera in England auf Tournee. 2011 dirigierte er die Academy of St. Martin in the Fields auf einer Deutschland-Tour. Seine Laufbahn als Operndirigent begann er in Luzern (Falstaff, Don Giovanni). Mit Le nozze di Figaro debütierte er 2007 an der Komischen Oper. Seit 2008 wirkte er dort als 1. Kapellmeister, 2010 erfolgte seine Ernennung zum Chefdirigenten des Hauses (bis 2012). 2010/2011 eröffnete er mit den Meistersingern, später folgten Rigoletto, Rusalka und Idomeneo. 2011/2012 leitete er u. a. Freischütz, Der Rosenkavalier und Meistersinger an der Komischen Oper Berlin und La traviata am Covent Garden London. In der laufenden und nächsten Spielzeit folgen Die Entführung aus dem Serail an der Bayerischen Staatsoper, in Zürich Die Entführung aus dem Serail, Jenufa und Faust. 2010 debütierte er mit Madama Butterfly an der Wiener Staatsoper, wo er seither u. a. Don Giovanni, Così fan tutte, Die Zauberflöte für Kinder, Eugen Onegin und Die Fledermaus dirigierte.

Olga Bezsmertna | Tatjana

OLGA BEZSMERTNA absolvierte ihr Studium an der Kiev National Academy of Music in der Ukraine im Jahr 2010. Sie war unter den Finalisten des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien 2010 und 2011. Beim Debut Gesangswettbewerb 2008 in Deutschland wurde sie sowohl mit dem Ersten Preis, als auch mit dem Publikums- und dem Puccini- Preis ausgezeichnet. 2007 war sie beim Oper Oder-Spree Festival engagiert. Im Jahr 2006 erhielt sie eine Auszeichnung beim Internationalen Rimsky-Korsakow-Gesangswettbewerb in St. Petersburg. Die Sopranistin erhielt weiters den 1. Preis des Internationalen Gesangswettbewerbs der Bertelsmann Stiftung. Im Sommer 2011 war sie Teilnehmerin des Young Singers Projects der Salzburger Festspiele. Ihr Repertoire umfasst u. a. Contessa d’Almaviva, Pamina, Donna Elvira, Fiordiligi, Micaëla, Marguerite, Nedda, Marfa (Die Zarenbraut), Tatjana. Sie ist Ensemblemit- glied an der Wiener Staatsoper, an der sie 2012 debütierte und u.a. Dame (Cardillac), Pamina, 3. Norn, Contessa d’Almaviva und Rosalinde sang. Aktuelle Auftritte umfassen ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen.   

Christopher Maltman | Eugen Onegin

Der britische Bariton CHRISTOPHER MALTMAN studierte Biochemie an der Warwick University und erhielt seine Gesangsausbildung an der Royal Academy of Music in London. Er ist Gewinner des Lieder-Preises beim renommierten Cardiff Singer of the World-Wettbewerb. Seither hat ihn seine Karriere an alle großen internationalen Opern- und Konzerthäuser gefuhrt. Aktuelle Auftritte umfassten bzw. umfassen unter anderem die Titelrolle in Don Giovanni bei den Salzburger Festspielen, in München und Koln; Papageno (Die Zauberflöte), Guglielmo (Così fan tutte) und Marcello (La Bohème) am Royal Opera House Covent Garden in London; Papageno, Figaro (Le nozze di Figaro), Sid (Albert Herring) beim Glyndebourne Festival; Papageno, Harlekin (Ariadne auf Naxos), Silvio (Pagliacci) an der New Yorker Metropolitan Opera; die Titelpartie in Billy Budd etwa an der Welsh National Opera, am Teatro Regio in Turin, in Seattle und Frankfurt. Weitere Auftritte führten bzw. führen ihn nach Paris, Berlin, zum Aldeburgh Festival, nach Zurich, an die Deutsche Staatsoper Berlin, nach Toulouse und an die Nederlandse Opera. Er ist auch ein anerkannter Lied- und Konzertsänger.

Pavol Breslik | Lenski

Der Tenor PAVOL BRESLIK gehörte von 2003 bis 2006 dem Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden an. Seit 2006 ist er frei schaffend und trat an den wichtigsten Opernhäusern der Welt auf: An der New Yorker Metropolitan Opera, am Royal Opera House Covent Garden in London (Lenski, Ferrando, Don Ottavio), an der Semperoper in Dresden, bei den Salzburger Festspielen, an der Bayerischen Staatsoper in München (Tamino, Idamante, Nemorino, Cassio,
Gennaro), an der Pariser Oper, am La Monnaie in Brüssel, beim Glyndebourne Festival. Seit 2012 ist Pavol Breslik Mitglied des Opernhauses Zürich und sang dort unter anderem Don Ottavio, Faust, Roberto Devereux und Nadir. Aktuelle Auftritte führen ihn wiederum an die Berliner (in Faust) und Müncher (in Lucia di Lammermoor) Staatsoper und nach Sydney (als Nadir). Auch auf Konzertpodien ist er ein gerne gesehener Gast, sowie bei den BBC Proms, dem Edinburgh Festival, bei den Salzburger Festspielen und beim Los Angeles Philharmonic Orchestra. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2010 als Nemorino und sang hier auch noch Lenski und Don Ottavio.
 







1. Akt Auf dem Landgut der Larins in der russischen Provinz ist Erntezeit. Die verwitwete Gutsbesitzerin und die alte Kinderfrau plaudern beim Einkochen von Beeren über die Vergangenheit, über enttäuschte Hoffnungen an das Leben und die Gewohnheit als Ersatz für versäumtes Glück. Von den beiden Töchtern des Hauses ist die lebhafte, unbeschwerte Olga allen Daseinsfreuden zugetan, die stille, verschlossene Tatjana dagegen versenkt sich in Bücher, verliert sich in Tagträume. Da kommt Besuch: Olgas Verlobter, der schwärmerische junge Poet Lenski, führt seinen Freund und Gutsnachbarn Onegin ein, einen souveränen Großstadtmenschen und Freigeist. Während Lenski mit seinen Liebesbeteuerungen die lebenslustige Olga schier bedrängt, machen die Eleganz und Überlegenheit Onegins auf die scheue Tatjana tiefen Eindruck. Der Held ihrer Romane, die Projektion ihrer Träume und Phantasien scheint vor ihr zu stehen. In ihrem Zimmer findet Tatjana nachts keine Ruhe. Auch Gespräche mit der Amme lenken sie nicht ab. So entschließt sie sich zu einem Brief an den Mann, der unverhofft in ihr Leben getreten ist. Erst ängstlich, dann immer unbekümmerter gibt sie ihr Inneres preis, vertraut sie ihre Gefühlswelt Onegin an. Als es darauf zu einer Begegnung kommt, muss Onegins herablassende Antwort Tatjana enttäuschen, ja demütigen. Wohl empfinde auch er Sympathie für sie, doch misstraue er der Dauer von Gefühlen, sei zudem für die Ehe nicht geschaffen. Verletzt zieht sich Tatjana zurück, während die Mädchen bei der Beerenlese im Garten neckisch vom Liebesglück singen. 2. Akt Monate später, es ist Winter geworden. Ein Hausball zu Tatjanas Namenstag bringt für die geladene Nachbarschaft Abwechslung in den eintönigen Alltag. Auch Onegin hat sich von Freund Lenski zum Besuch überreden lassen. Doch bald verdrießt ihn der Klatsch der anderen Gäste über seine extravagante Lebensart so sehr, dass er dem Freund einen Streich spielt. Er tanzt wiederholt mit Olga, macht ihr auffällig den Hof, und sie geht kokett auf das Spiel ein. Der eifersüchtige Lenski gerät in heftigen Zorn. Vor der Gesellschaft zieht er Onegin empört zur Rechenschaft und fordert den vermeintlichen Nebenbuhler schließlich zum Duell. An einem kalten Morgen erwartet Lenski seinen Gegner. Voller Todesahnungen nimmt er von seinem Leben und der geliebten Olga in Gedanken Abschied. Als auch Onegin zur Stelle ist wird beiden die Sinnlosigkeit ihres Vorhabens, zugleich der Wert ihrer Freundschaft klar. Doch keinem gelingt das erlösende Wort. Erst als Lenski tödlich getroffen ist, begreift Onegin das entsetzliche Geschehen. 3. Akt Einige Jahre sind vergangen. Onegin ist von seinem Landgut fortgezogen. Doch auch lange, weite Reisen lassen ihn den mutwilligen Verlust seines Freundes nicht verwinden, befreien ihn nicht von der Schwermut, geben seinem Leben keinen Sinn. Kaum zurückgekehrt, verschlägt es den ruhelosen in Petersburg auf ein Fest im Hause Gremin, wo er sich erneut einsam fühlt. Da glaubt er in der Gastgeberin die fast vergessene Tatjana zu erkennen. Und wirklich, sie ist inzwischen die Gattin des verdienten Generals und angesehenen Fürsten geworden. Als Gremin dem fassungslosen Onegin sein spätes Eheglück mit Tatjana erzählt, erkennt dieser sein einstiges Fehlverhalten. Den überlegenen Dandy befällt ein ungekannter Aufruhr der Gefühle. In einem stürmischen Brief hat Onegin Tatjana um eine Aussprache gebeten. Sein unvermutetes Erscheinen auf dem Ball hat auch ihren mühsam errungenen Seelenfrieden gestört. Gemeinsam beklagen sie nun das versäumte Lebensglück. Als Onegin sie immer heftiger bedrängt, ihre Ehe aufzugeben und ihm zu folgen, gesteht sie ihre unverminderte Liebe ein - und bekennt sich zugleich zu ihrer Verbindung mit Gremin. Allein zurückgeblieben, verzweifelt Onegin am Sinn seines unerfüllten Lebens.

Eugen Onegin

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