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So. 23.04.2017, 19:00 - 22:00 Wien

Giuseppe Verdi

Un ballo in maschera

Dirigent: Jesús López Cobos | Regie: Gianfranco de Bosio | Mit: Piotr Beczala, George Petean, Kristin Lewis

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer

Jesús López Cobos | Dirigent

Der in Spanien geborene Dirigent Jesús López-Cobos studierte Philosophie in Madrid und Dirigieren bei Franco Ferrara und bei Hans Swarowsky. Er war bei Festivals wie Edinburgh, Salzburg, Berlin, Prag, Luzern, Montreux, Tanglewood, Ravinia sowie an den wichtigsten Opernbühnen wie Scala, dem ROH Covent Garden, in Paris, an der Met oder in Japan zu hören. 

1981-1990 war er GMD der Deutschen Oper Berlin, 1984-1988 Musikdirektor des Spanischen Nationalorchesters, 1981-1986 Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra, 1986-2001 Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra, 1990-2000 Chefdirigent des Lausanner Kammerorchesters, 2003-2010 Musikdirektor des Teatro Real, ab 2011 ist er Erster Gastdirigent des Orquesta Sinfónica de Galicia. Er hat mit den wichtigsten Orchestern der Welt zusammengearbeitet, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Concertgebouw-Orchester, die Münchner Philharmoniker, das Cleveland-Orchestra. 

An der Wiener Staatsoper debütierte Jesús López-Cobos 1980 mit L’elisir d’amore und leitete hier auch La Bohème, Tosca, Nabucco, Manon, La forza del destino.

Piotr Beczala | Gustaf III., König von Schweden

 

PIOTR BECZALA ist einer der Hauptrepräsentanten im lyrischen Tenorfach; er feierte Erfolge an der New Yorker Met, in Chicago und San Francisco, an der Münchner Staatsoper, am Londoner Covent Garden, an der Pariser Opéra National, der Mailänder Sca- la, der Berliner Staatsoper sowie bei den Festspielen in Salzburg, Baden- Baden und Montpellier. In Südpolen geboren und ausgebildet war er zunächst Ensemblemitglied am Landestheater Linz und anschließend an der Oper Zürich. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1996 mit Anton Bruckners Te Deum und war hier in der Folge auch als Tamino, Belmonte, Alfredo, Faust, Rodolfo, Roméo und Edgardo zu hören. Zu seinem zentralen aktuellen Repertoire zählen weiters Verdis Duca und Riccardo, Massenets Werther, Gounods Roméo, Tschaikowskijs Lenski und Vaudémont, Smetanas Jenik sowie seit kur- zem auch Massenets Des Grieux. Engagaments in letzter Zeit umfassen u.a. Duca, Faust, Prinz in Rusalka, Rodolfo, Alfredo, Lenski; er gastierte u.a. in München, der Met, der Scala, in Salzburg und in Baden-Baden. Er ist auch ein gefragter Konzertsänger und arbeitet regelmäßig mit führenden Dirigenten.

George Petean | Graf René Ankarström

GEORGE PETEAN wurde in Cluj-Napoca geboren und studierte Klavier, Posaune und Gesang. Sein Bühnendebüt gab er 1997 an der Oper in Cluj-Napoca als Don Giovanni. 1999 erhielt er den Großen Preis des internationalen Gesangswettbewerbes Ha­riclea Darclée. Sein internationaler Durchbruch erfolgte 2000, am Teatro dell’Opera di Roma, mit La Bohème. 2002-2010 war er Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper. Parallel dazu ist er auf den wichtigsten, internationalen Opernbühnen zu hören (ROH Covent Garden, Teatro Comunale di Bologna, Oper Frankfurt, Opéra de Paris, Bayerische Staatsoper, Bregenzer Festspiele, Grand Théâtre de Genève, Monte Carlo, Met, Gran Teatre del Liceu Barcelona, Deutsche Oper Berlin, Aalto Theater Essen, Lausanne, Antwerpen, Gent, Berliner Staatsoper, Toulouse, Strassburg, Rom). 2012 debütierte er mit großem Erfolg in der Titelpartie von Simon Boccanegra an der Oper in Rom unter Riccardo Muti. 2013 sang er den Carlo Gérard an der Avery Fisher Hall in New York und Attila am Theater an der Wien. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2001 als Barbiere- Figaro und sang hier seither noch Rodrigue, Posa, Ankarström, Enrico.

 

 

Kristin Lewis | Amelia, seine Gattin

Die in Little Rock, Arkansas, geborene Künstlerin erwarb ihren Bachelor of Arts an der Universität von Central Arkansas. Während ihres Masterstudiums für Vokalgesang an der University of Tennessee School of Music in Knoxville war sie Mitglied des Knoxville Opera Young Artist’s Studio. Sie ist zweifache Finalistin bei den Metropolitan Opera National Council Auditions und Preisträgerin weiterer Wettbewerbe. Kristin Lewis lebt derzeit in Wien und ist Schülerin Carol Byers. Auftritte führten und führen die Sängerin unter anderem an die Bayerische Staatsoper in München, ans La Fenice in Venedig, zum Maggio Musicale Fiorentino, zum Savonlinna Festival, nach Kairo, Lyon, Rom, Padua, an die Semperoper in Dresden, an die Arena di Verona, nach Neapel und St. Petersburg. Zu ihren Partien zählen unter anderem Leonora (Il trovatore), die Titelrolle in Aida, Sister Rose (Dead man walking), Liù (Turandot), Serena (Porgy and Bess), Mimì und Musetta (La Bohème), Donna Anna (Don Giovanni), Titelrolle in Tosca, Amelia (Un ballo in maschera), Titelrolle in Luisa Miller, Micaëla (Carmen). Kristin Lewis ist auch als Konzertsängerin erfolgreich. An der Wiener Staatsoper debütierte sie im März 2013 als Aida.


 

Der schwedische König Gustaf III. erfreut sich großer Beliebtheit, sowohl beim Großteil des Adels als auch beim Volk. Nur die Grafen Horn, Warting und deren Anhänger trachten ihm nach dem Leben. Graf René Ankarström, der treueste Freund des Königs, weist nach einer Audienz, Gustaf auf die Verschwörungspläne der Grafen Horn und Warting hin. Der König will aber von diesen geheimen Aktivitäten nichts wissen - er ist unsterblich in Amelia, die Gattin Ankarströms verliebt. Wenig später versammelt sich Volk und Hofstaat in der Behausung der vom König begnadigten Wahrsagerin Ulrica Arvedson. Auch Amelia erbittet eine Unterredung mit der Wahrsagerin. Sie will ein Mittel gegen ihre Liebe zum König. Der verborgen lauschende Gustaf erfährt, daß Amelia um Mitternacht bei der Hinrichtungsstätte ein bestimmtes Kraut selbst pflücken müßte. Er beschließt ihr zu folgen. Nachdem Amelia die Wahrsagerin verlassen hat, läßt sich auch der König die Zukunft prophezeien: er erfährt, daß er bald sterben müsse, ermordet durch denjenigen, der ihm als nächster die Hand reichen würde. Da erscheint Ankarström und drückt dem König zur Begrüßung die Hand. Um Mitternacht treffen Amelia und Gustaf bei der Hinrichtungsstätte aufeinander, doch auch Ankarström, der seine tiefverschleierte Gattin nicht erkennt, taucht plötzlich auf, um den König vor den Verschwörern zu warnen. Er verpflichtet sich die verschleierte Dame zum Stadttor zurückzuführen ohne sie anzusehen oder sie zu sprechen. Gustaf verläßt die beiden um sein Leben zu retten. Da erscheinen die Verschwörer und Amelia muß sich entschleiern - da erkennt Ankarström, daß er hintergangen wurde und schließt sich den Verschwörern an. Bei dem wenig später stattfindenden Ballfest gelingt es Ankarström den König, der beschlossen hatte auf Amelia zu verzichten, mit seinem Dolch tödlich zu verwunden. Sterbend vergibt ihm der König und beteuert Amelias Ehre nicht verletzt zu haben.