Archiv Detail

Zurück zur Übersicht

Sa. 11.02.2017, 19:30 - 22:00 Wien

Giuseppe Verdi

Nabucco

Dirigent: Guillermo García Calvo | Regie: Günter Krämer | Mit: Leo Nucci, Anna Smirnova, Roberto Tagliavini, Ilseyar Khayrullova

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Giuseppe Verdi  |  Musik
  • Petra Buchholz  |  Bühne
  • Manfred Voss  |  Bühne
  • Falk Bauer  |  Kostüme
  • Manfred Voss  |  Licht
  • Günter Krämer  |  Inszenierung
  • Guillermo García Calvo  |  Dirigent

Anna Smirnova | Abigaille

Anna Smirnova wurde in Moskau geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau, bevor sie Meisterkurse bei Elisabeth Schwarzkopf und Thomas Hampson in Zürich besuchte. Engagements führten sie unter anderem als Amneris (Aida) an die Berliner Staatsoper, an die Arena von Verona, nach Salerno, Rom und Tel Aviv, als Azucena (Il trovatore) nach Florenz und Rovigo, als Eboli (Don Carlos) nach Valencia, in der Titelpartie von Cassandra an die Deutsche Oper Berlin. Anna Smirnovas Repertoire umfasst außerdem Rollen wie die Giulietta (Les Contes d’Hoffmann), Elisabetta (Maria Stuarda), Olga (Eugen Onegin). An der Mailänder Scala sang sie die Alte Nonne (Sancta Susanna), die Princess of Buillon (Adriana Lecouvreur), Zeyno Kari (Teneke), die Amneris und Eboli. 2008 debütierte Anna Smirnova als Giovanna di Seymour (Anna Bolena) in Palermo. Gegenwärtige und zukünftige Auftritte führen die junge russische Sängerin unter anderem als Santuzza (Cavalleria rusticana) nach Valencia, als Eboli an die New Yorker Metropolitan Opera sowie als Amneris an das Royal Opera House Covent Garden in London. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2011 als Amneris.

Guillermo García Calvo | Dirigent

GUILLERMO GARCÍA CALVO wurde 1978 in Madrid geboren. Sein Studium schloss er an der Musikuniversität in Wien ab. Im März 2003 debütierte er als Operndirigent mit Hänsel und Gretel im Schlosstheater Schönbrunn. 2007 arbeitete er als musikalischer Assistent von Christian Thielemann für die Wiederaufnahme des Ring in Bayreuth. 2009 übernahm er die Premiere von La cenerentola an der Deutschen Oper Berlin, wo er seither Vorstellungen von Il barbiere di Siviglia, Lucia di Lammermoor, Carmen, Don Giovanni und Les pêcheurs de perles (konzertante Premiere) dirigiert hat. Er ist seit 2003 eng mit der Wiener Staatsoper verbunden, wo er als Solokorrepetitor wirkte und darüber hinaus zahlreiche Aufführungen von Opern, Kinderopern sowie Ballettabende leitete. Am Aalto-Theater Essen leitete er eine Neuproduktion von L’elisir d’amore, sowie mehrere Vorstellungen von I puritani, Nabucco und La Bohème. 2011 gab er mit der Premiere von Tristan und Isolde am Teatro Campoamor in Oviedo sein von Presse und Publikum umjubeltes Operndebüt in Spanien. An diesem Theater wird er ab September 2013 den Ring des Nibelungen leiten.
 

Leo Nucci | Nabucco

KS LEO NUCCI wurde 1942 in Castiglione dei Pepoli (Bologna) geboren. Nach mehreren erfolgreichen Wettbewerben debü­tierte er 1967 am Teatro Sperimentale in Spoleto als Figaro in Gioachino Rossinis Il barbiere di Siviglia. Seit seinem erfolg­reichen Debüt an der Mailänder Scala im Jahre 1977 singt er regelmäßig an den bedeutendsten Bühnen der Welt. Zu den Dirigenten mit denen er zusammenarbeitete gehören unter anderem Herbert von Karajan, Sir Georg Solti, Riccardo Muti, Claudio Abbado, Carlos Kleiber, Lorin Maazel, Riccardo Chailly, James Levine, Zubin Mehta, Carlo Maria Giulini, Giuseppe Patanè, Nello Santi, Bruno Barto­letti, Daniel Oren. KS Leo Nucci wurde und wird in den wichtigsten Partien seines Faches weltweit gefeiert. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1979 als Barbiere-Figaro und sang hier (zum Teil in Premierenproduktionen) Partien wie zum Beispiel Gérard, Ankarström, Posa, Dulcamara, Belcore, Gianni Schicchi, Enrico, Macbeth, Nabucco, Tonio, Luna, Monforte, Ri­goletto, Simon Boccanegra, Forza-Carlo. Leo Nucci ist Österreichischer Kammersänger und außerdem Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. 

Ilseyar Khayrullova | Fenena

Die junge Mezzosopranistin ILSEYAR KHAYRULLOVA wurde im Jahr 1987 in Tatarstan in Russland geboren. 2006 graduierte sie am Tatarstan Music College und studierte am staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg, wo sie im Jahr 2012 graduierte. Ilseyar Khayrullova ist Preisträgerin des internationalen Wettbewerbs Playing Slonimsky 2012 in St. Petersburg. Ab 2010 war Ilseyar Khayrullova in unterschiedlichen
Studioproduktionen des St. Petersburger Konservatoriums zu sehen, darunter unter anderem als Cherubino in Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro, Clarisse in Sergei Prokofiews Die Liebe zu den drei Orangen, Olga in Peter Iljitsch Tschaikowskis Eugen Onegin und Martha in Tschaikowskis Iolanta. Weitere Partien Ilseyar Khayrullovas umfassen Azucena in Giuseppe Verdis Il trovatore, Kontschakowna in Alexander Borodins Prinz Igor, Orfeo in Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice, Polina in Peter Iljitsch Tschaikowskis Pique Dame. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Ilseyar Khayrullo Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper, wo sie als Dritte Elfe in Rusalka debütierte.

1. Akt

Jerusalem: Krieg herrscht zwischen Assyrien und Israel. Nabucco, König der Assyrer, hat Jerusalem besetzt, und die letzten Überlebenden der Israeliten - Leviten und Tempelvolk - sind in den Altarraum des Tempels geflüchtet. Der Prophet Zaccaria nimmt eine Geisel: Fenena, die Tochter Nabuccos, die einst dem Juden Ismaele geholfen hat, aus Babylon zu entkommen; Fenenas Schwester Abigaille hat ihn damals aus Eifersucht festgehalten. Ismaele will Fenena zur Flucht verhelfen, da werden beide von Abigaille überrascht. Sie erpreßt Ismaele: Nur seine Liebe zu ihr könne die Juden noch retten. Ismaele entscheidet sich für Fenena. Als Nabucco in den Tempel eindringt, will Zaccaria seine Geisel töten, doch Ismaele fällt ihm in den Arm und rettet Fenena. Sein Volk verflucht ihn. Alle Hebräer gehen in die Gefangenschaft. ​

2. Akt

Der Frevler: Ismaele lebt fluchbeladen in Freiheit. Nabucco hat Fenena für die Zeit seiner Abwesenheit die Krone übergeben. Der Oberpriester der Babylonier läßt Abigaille ein geheimes Dokument zukommen, das die Gründe ihrer Benachteiligung nennt: sie ist die Tochter einer Sklavin. Somit ist Abigaille erpreßbar und für die Machtansprüche des Oberpriesters benützbar. Er bietet ihr die Krone an; von der Priesterschaft ist das Gerücht vom Tod Nabuccos schon verbreitet worden. Um den Bann von Ismaele zu lösen, hat Fenena die Juden befreit, doch diese bleiben unbarmherzig. Mit dem Übertritt zum jüdischen Glauben macht sich Fenena des Hochverrats schuldig - ganz nach Plan des Oberpriesters. Beide Schwestern sind nun Rivalinnen der Macht, doch den entscheidenden Kampf führen im Hintergrund Zaccaria und der Oberpriester. Der zurückgekehrte Nabucco sieht sich von allen Seiten verraten und verflucht sowohl den babylonischen als auch den jüdischen Glauben. Als neue Instanz setzt er sich selbst einem Gott gleich - dessen erstes Opfer Fenena werden soll. Diese Anmaßung und der Mißbrauch seiner Macht lassen Nabucco zusammenbrechen.​

3. Akt

Die Prophezeiung: Abigaille kann nun den Ruhm einer Königin genießen: Alle Hebräer sind wieder in Gefangenschaft - auch der geliebte Ismaele. Der Oberpriester fordert die Vernichtung aller. Der durch Wahnsinn hellsichtige Nabucco durchschaut Abigailles Absichten. Vater und Tochter erpressen sich nun gegenseitig: Er nennt sie eine Sklavin, sie provoziert ihn mit seiner Schwäche als König. Noch ist Nabucco nicht soweit, das Schicksal eines ganzen Volkes zu begreifen, er bittet nur um Gnade für Fenena. Vergebens. Nachdem er das Todesurteil unterschrieben hat, wird er selbst zum Gefangenen. Im Kerker warten die Juden auf den Tod. Zaccaria prophezeit in einer blutigen Vision Untergang und Vernichtung für alle Feinde Israels. ​

4. Akt

Das zerbrochene Götzenbild: Nabucco ist durch die schrecklichen Ereignisse gezeichnet. Er beweint sein ganzes Leben, das Leben eines Völker- und Tochtermörders. Plötzlich stehen die Türen des Kerkers offen. Nabucco kann mit seinen Soldaten die Hinrichtung der Juden verhindern und Fenena befreien. Für Abigaille kommt er zu spät. Sie hat ihrem Lehen ein Ende gesetzt. Der König der Assyrer schenkt allen die Freiheit. Frieden könnte sein zwischen Assyrien und Israel...​

Nabucco

Trailer