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So. 29.01.2017, 18:00 - 21:15 Wien

Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni

Dirigent: Adam Fischer | Regie: Jean-Louis Martinoty | Mit: Simon Keenlyside, Irina Lungu, Benjamin Bruns, Dorothea Röschmann, Erwin Schrott

 
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Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Wolfgang Amadeus Mozart  |  Musik
  • Jean-Louis Martinoty  |  Regie
  • Hans Schavernoch  |  Ausstattung
  • Yan Tax  |  Kostüme
  • Fabrice Kebour  |  Licht
  • Adam Fischer  |  Dirigent

Adam Fischer | Dirigent

1949 in Budapest geboren, studierte Adam Fischer Komposition und Dirigieren zunächst in Budapest und dann in der Klasse von Hans Swarowsky in Wien. Ein erstes Engagement führte ihn als Korrepetitor an die Oper Graz. Danach wurde er 1. Kapellmeister an der Oper in Helsinki, am Staatstheater Karlsruhe und an der Bayerischen Staatsoper, GMD in Freiburg, in Kassel und Mannheim. 2007-2010 war er Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper. Seit 2006 ist er Künstlerischer Leiter der Budapester Wagner Tage. Er dirigiert regelmäßig an den größten Opernhäusern in Europa und den USA, u. a. an der Met, der Scala, am ROH Covent Garden, in Bayreuth. 1987 war er Mitinitiator der Haydnfestspiele Eisenstadt. Er ist Chefdirigent der Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie und des Danish National Chamber Orchestras. Als Konzertdirigent ist er in allen wichtigen Musikzentren präsent. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1980 mit Otello und leitete hier eine große Anzahl an Vorstellungen wie Rosenkavalier, Fledermaus, Ring, Fidelio, Cavalleria rusticana, Mozart/Da Ponte-Zyklus, Pagliacci.

 

Benjamin Bruns | Don Ottavio

Seinen sängerischen Werdegang begann BENJAMIN BRUNS als Alt-Solist im Knabenchor seiner Heimatstadt Hannover. Noch während des Studiums an der Musikhochschule Hamburg wurde ihm durch das Bremer Theater ein erstes Festengagement angeboten. Dem folgten Ensembleverträge an der Oper Köln sowie der Sächsischen Staatsoper Dresden. Gastspiele führten ihn u.a. an das Staatstheater Nürnberg, die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper Berlin, das Teatro Colón und zu den Bayreuther Festspielen. Auch als Oratorien- und Liedsänger genießt Benjamin Bruns einen hervorragenden Ruf und ist somit neben der Oper ebenfalls in den großen Konzertsälen zu Hause. Seit Beginn der Spielzeit 2010/2011 gehört Benjamin Bruns zum Ensemble der Wiener Staatsoper und sang hier Partien wie Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Oronte (Premierenproduktion Alcina), Arturo (Lucia di Lammermoor), Don Basilio (Premierenproduktion Le nozze di Figaro), Brighella (Ariadne auf Naxos), Tamino (Die Zauberflöte), Jaquino (Fidelio), Ferrando (Così fan tutte), Don Ottavio (Don Giovanni), Évandre (Premierenproduktion Alceste).


 

 

Portrait Benjamin Bruns

Erwin Schrott | Leporello

Erwin Schrott gehört zu den gefragtesten Sängern seines Faches – insbesondere als Interpret von Mozart-Partien wie Don Giovanni, Leporello and Figaro. Er stammt aus Montevideo (Uruguay) und debütierte im Alter von 22 Jahren als Roucher in Andrea Chénier. Sehr bald folgten Einladungen an bedeutende Bühnen wie die Mailänder Scala, die New Yorker Metropolitan Opera, die Opéra National de Paris, die Washington National Opera, das Teatro Colón in Buenos Aires, das Royal Opera House, Covent Garden in London, das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, die Hamburgische Staatsoper, nach Brüssel, Genua, Los Angeles und zu den Salzburger Festspielen. In den vergangenen Spielzeiten war Erwin Schrott unter anderem als Don Giovanni (London, Mailand, Florenz, Turin, Japan, Verona), als Figaro (New York, Zürich, London, Valencia, Paris), als Dulcamara (Valencia) oder als Attila (Berlin) zu hören. An der Wiener Staatsoper debütierte Erwin Schrott 1999 als Banquo (Macbeth) und sang hier seither noch Leporello, Figaro (Le nozze di Figaro), Conte d’Almaviva (Premiere von Le nozze di Figaro), Méphistophélès (Faust) und Dulcamara. 
 

Simon Keenlyside | Don Giovanni

SIMON KEENLYSIDE wurde in London geboren und studierte Zoologie in Cambridge sowie Gesang in Manchester. Er erhält regelmäßig Einladungen nach Zürich, Barcelona, Madrid, an die Bayerische Staatsoper, nach Tokio, an die Metropolitan Ope­ra, zu den Salzburger Festspielen, die Scala, nach Ferrara, an das Londoner Royal Opera House Covent Garden oder an die Pariser Oper. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Don Giovanni, Billy Budd, Pa­pageno (Die Zauberflöte), Jeletzki (Pique Dame), Marcello (La Bohème), Hamlet, Macbeth, Eugen Onegin, Posa (Don Carlo), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Pelléas (Pelléas et Mélisande), Wozzeck und Prospero in Thomas Adès‘ The Tempest. Simon Keenlyside ist auch als Konzertsänger überaus gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte Si­mon Keenlyside 1999 als Marcello (La Bohème) und sang hier am Haus am Ring seither – zum Teil in Premieren – auch Figaro (Il barbiere di Siviglia), Posa (Don Carlo), Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Giorgio Germont, die Titelpartien in Wozzeck, Billy Budd, Eugen One­gin, Macbeth, Don Giovanni, Rigoletto sowie Papageno.

Irina Lungu | Donna Anna

Die Sopranistin IRINA LUNGU lernte zunächst Klavier und Chorleitung und später Gesang und schloss ihre Studien in Russland im Jahr 2003 ab. Sie ist Preisträgerin mehrerer bedeutender internationaler Wettbewerbe, wie etwa des Tschaikowski-Wettbewerbs, des Operalia Wettbewerbs von Plácido Domingo, des Belvedere Wettbewerbs in Wien und des Voci Verdiane Wettbewerbs. 2003 bis 2005 war Irina Lungu Mitglied der Accademia del Teatro alla Scala in Mailand. Sie sang unter anderem an Häusern wie der Mailänder Scala (Nannetta, Adina, Violetta, Maria Stuarda, Marguerite), dem Royal Opera House Covent Garden in London (Musetta), der Metropolitan Opera in New York (Gilda, Musetta), der Bayerischen Staatsoper München (Liù), dem Opernhaus Zürich (Violetta),  an der Arena di Verona (Micaëla, Juliette, Donna Anna), in der Deutschen Oper Berlin (Violetta), am La Fenice in Venedig (Violetta), im Teatro Real in Madrid (Violetta), in Muscat (Liù), in Aix-en-provence (Gilda), an der Oper in Rom (Gilda), an der Opéra National de Paris (Gilda, Violetta), an der Hamburgischen Staatsoper (Violetta), am Teatro Regio in Turin (Marguerite), in Amsterdam (Marguerite). An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2015 als Violetta.

Dorothea Röschmann | Donna Elvira

Dorothea Röschmann wurde in Flensburg geboren und debütierte 1995 erfolgreich bei den Salzburger Festspielen als Susanna (Le nozze di Figaro). In Salzburg sang sie seither auch Donna Elvira, Contessa d’Almaviva, Ilia, Servilia, Nannetta, Pamina und Vitellia. An der New Yorker Met war sie als Susanna, Pamina, Elvira und Ilia zu hören, am ROH Covent Garden u. a. als Pamina, Fiordiligi, Contessa d’Almaviva, an der Mailänder Scala als Contessa und Donna Elvira. Letztere Partie sang sie auch in Moskau. An der Bayerischen Staatsoper verkörperte sie Zerlina, Susanna, Ännchen, Marzelline, Anne Trulove und Rodelinda. Sie ist weiters eng verbunden mit der Staatsoper Berlin, wo sie Rollen wie Ännchen, Nannetta, Eva, Elsa, Pamina, Fiordiligi, Susanna, Zerlina, Micäela, Donna Elvira and die Contessa sang. Am Théatre La Monnaie in Brüssel interpretierte sie Norina, an der Pariser Opéra Bastille die Contessa und Pamina. Zuletzt sang sie die Marschallin an der Berliner Staatsoper und die Contessa in Los Angeles. Dorothea Röschmann ist auch als Liedinterpretin gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2003 als Susanna und sang hier seither auch die Contessa.



1. Akt Don Giovanni hat sich heimlich in das Haus des Komturs zu dessen Tochter Donna Anna begeben. In der Zwischenzeit muss sein Diener Leporello vor dem Hause Wache stehen. Plötzlich stürzt Don Giovanni heraus. Der Komtur, auf Donna Annas Hilferuf herbeigeeilt, stellt ihn und wird im Zweikampf getötet. Zu spät kommt Donna Annas Verlobter Don Ottavio: Er kann nur mehr den Schwur der Rache leisten. Don Giovanni sucht neue Abenteuer. Er nähert sich einer Dame, muss aber erkennen, dass es Donna Elvira ist, eine von ihm verlassene Geliebte. Don Giovanni weicht zurück und überlässt es Leporello, der Dame zu erklären, dass sie, wie ein Register beweist, nur ein Name neben vielen ist. Bei der Hochzeit Zerlinas und Masettos tritt Don Giovanni als großer Herr auf. Mit Leichtigkeit gelingt es ihm, die junge Braut zu betören. Doch da erscheint warnend Donna Elvira. Für diesmal gelingt es ihr, Zerlina wieder ihrem Bräutigam zuzuführen. Don Giovanni gesellt sich zu Donna Anna und Don Ottavio. Er treibt es so weit, sich bei der Suche nach dem Mörder als Helfer anzubieten. Abermals tritt Donna Elvira dazwischen. Erst als Donna Anna und Don Ottavio wieder allein sind, erkennt Donna Anna: Der Mann, der in jener Nacht ihren Vater mordete, ist Don Giovanni. Ihre Rache hat nun ein Ziel. Don Ottavio will alles tun, um Donna Anna den Seelenfrieden wiederzugeben. Masetto ist böse auf Zerlina. Es gelingt ihr zwar, den erzürnten Bräutigam zu beschwichtigen, aber nicht für lange, denn Don Giovanni hat seine Absichten auf Zerlina keineswegs aufgegeben und provoziert so einen neuen Wutausbruch Masettos. Um ans Ziel seiner Wünsche zu kommen, hat Don Giovanni das Paar und die Hochzeitsgesellschaft zu einem Fest geladen. Auch drei maskierte Gestalten werden von Leporello zur Teilnahme aufgefordert. Als Zerlina, die sich neuerlich dem Verführer anvertraut hat, um Hilfe ruft, demaskieren sie sich: Es sind Donna Anna, Donna Elvira und Don Ottavio. Noch einmal glückt es Don Giovanni, der Vergeltung zu entrinnen. 2. Akt Leporello will seinen Herrn verlassen, doch ein Beutel Gold lässt ihn seine Absicht ändern. Er erhält auch gleich Gelegenheit, sich zu bewähren: Don Giovanni ist hinter der Zofe Donna Elviras her. Um ihr ungestört ein Ständchen bringen zu können, wechselt Don Giovanni seine Kleider mit Leporello, der seinen Herrn spielen muss, um Donna Elvira zu täuschen. Denn diese liebt Don Giovanni noch immer und enteilt mit dem vermeintlichen Geliebten. Das nützt Don Giovanni, um Masetto einen Streich zu spielen. Als Leporello verkleidet gibt er den Bauern gegenüber vor, seinen Herrn verlassen zu haben, schickt sie in verschiedene Richtungen weg, um Don Giovanni zu fangen, und verprügelt den allein zurückgebliebenen Masetto. Zerlina findet den verprügelten Masetto und tröstet ihn - die Brautleute finden nun endgültig wieder zueinander. Leporello, als Don Giovanni verkleidet, sucht einen Ausweg aus der üblen Situation, in die ihn sein Herr gebracht hat. Als Donna Anna und Don Ottavio, die neuerlich betrogene Donna Elvira sowie Masetto und Zerlina auf ihn eindringen, gibt er sich zu erkennen. In der allgemeinen Verwirrung gelingt ihm die Flucht. Donna Elvira versucht, sich innerlich von Don Giovanni zu lösen. Vor dem Grabmal des Komturs treffen Herr und Diener einander wieder. Eine Stimme aus dem Jenseits unterbricht Don Giovannis Heiterkeit: Es ist die Statue auf dem Grabmal des Komturs, die zu den beiden spricht. Während Leporello an allen Gliedern zittert, lädt Don Giovanni das Standbild zum Gastmahl ein. Die Einladung wird angenommen. Don Ottavio will seine Vermählung mit Donna Anna beschleunigen. Sie aber weist ihn unter Versicherung ihrer Liebe zurück: Erst sei der Tod des Vaters zu rächen. Don Giovanni genießt beim abendlichen Mahle das Leben. Eine Tafelmusik wird gespielt, Leporello wartet auf. Da tritt Donna Elvira ein. In der Vorahnung kommenden Unheils versucht sie noch einmal, Don Giovanni zur Reue zu bewegen, erntet aber nur Hohn. Als sie den Saal verlässt, stößt sie einen Schrei des Entsetzens aus. Leporello, voller Angst, kündigt die Ankunft der Statue an. Furchtlos tritt ihr Don Giovanni entgegen und weigert sich, seine Sünden zu bereuen. Und so besiegelt ein Handschlag dessen Ende. Als Don Giovannis Verfolger erscheinen, kann ihnen Leporello nur vom Untergang seines Herrn erzählen.

Don Giovanni

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