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Fr. 13.01.2017, 19:30 - 22:00 Wien

Vincenzo Bellini

La sonnambula

Dirigent: Guillermo García Calvo | Regie: Marco Arturo Marelli | Mit: Luca Pisaroni, Daniela Fally, Juan Diego Flórez

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer

Guillermo García Calvo | Dirigent

GUILLERMO GARCÍA CALVO wurde 1978 in Madrid geboren. Sein Studium schloss er an der Musikuniversität in Wien ab. Im März 2003 debütierte er als Operndirigent mit Hänsel und Gretel im Schlosstheater Schönbrunn. 2007 arbeitete er als musikalischer Assistent von Christian Thielemann für die Wiederaufnahme des Ring in Bayreuth. 2009 übernahm er die Premiere von La cenerentola an der Deutschen Oper Berlin, wo er seither Vorstellungen von Il barbiere di Siviglia, Lucia di Lammermoor, Carmen, Don Giovanni und Les pêcheurs de perles (konzertante Premiere) dirigiert hat. Er ist seit 2003 eng mit der Wiener Staatsoper verbunden, wo er als Solokorrepetitor wirkte und darüber hinaus zahlreiche Aufführungen von Opern, Kinderopern sowie Ballettabende leitete. Am Aalto-Theater Essen leitete er eine Neuproduktion von L’elisir d’amore, sowie mehrere Vorstellungen von I puritani, Nabucco und La Bohème. 2011 gab er mit der Premiere von Tristan und Isolde am Teatro Campoamor in Oviedo sein von Presse und Publikum umjubeltes Operndebüt in Spanien. An diesem Theater wird er ab September 2013 den Ring des Nibelungen leiten.
 

Luca Pisaroni | Graf Rodolfo

LUCA PISARONI wuchs in Busseto auf und studierte am Verdi- Konservatorium in Mailand, in Buenos Aires und in New York. Sein Operndebüt gab er 2001 als Figaro (Le nozze di Figaro) in Klagenfurt. Zahlreiche Engagements führten ihn u. a. zu den Salzburger Festspielen, wo er Figaro Douglas D’Angus (La don­na del lago) und Hercules (Alceste) sang, an die New Yorker Metropolitan Opera (Figaro, Leporello, Caliban, Alidoro), nach Baden Baden (Leporello), an das Théâtre des Champs-Ely­sées (Figaro, Papageno, Guglielmo), nach Houston als Conte d’Almaviva, an die Pariser Opéra Bastille als Figaro, Leporello und Melisso (Alcina), nach Glyn­debourne (Guglielmo, Leporello, Argante), nach Madrid (als Figaro), nach Aix-en-Provence als Publio und nach Brüssel als Achilla (Giulio Cesare), an die Nederlandse Opera (Ercole in Ercole Amante), nach Chicago (Argante) und nach Santiago de Chile (Alidoro). Aktuelle Projekte umfassten u.a. Leporello an der Met, Conte d’Almaviva in San Francisco, Figaro in München. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2011 in der Titelpartie Le nozze di Figaro und verkörperte den Enrico VIII. (Anna Bolena).

Daniela Fally | Amina

Die in Niederösterreich geborene Sopranistin DANIELA FALLY beendete ihr Gesangsstudium an der Wiener Musikuniversität nachdem sie zuvor ein Theaterwissenschaftsstudium, eine Musi­calausbildung und eine private Schauspielausbildung absolviert hatte. Seit der Saison 2009/2010 ist Ensemblemitglied an der Wie­ner Staatsoper, davor war sie vier Jahre lang Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. Gastengagements führten sie u. a. zu den Salzburger Festspielen, den Bregenzer Festspielen, den Opern­festspielen München (Zerbinetta 2011 und 2013), an die Bayri­sche Staatsoper München (Adele, Zerbinetta), die Staatsoper Hamburg (Fiakermilli, Marie/Fille du régiment 2012 und 2013, Zerbinetta), die Semperoper Dresden (Blonde, Sophie/Rosenkavalier unter Christian Thielemann 2012 und 2013), an die Opernhäuser in Zürich (Adele), Düsseldorf (Adele), Liège (Zerbinetta), und Strassburg (Blonde, Sophie/Rosenkavalier), Köln (Zerbinetta), zu den Seefestspielen Mörbisch (Adele) und an die Lyric Opera in Chicago (Adele). An der Wiener Staatsoper sang sie unter anderem Sophie (Rosenkavalier und Werther), Rosina, Fiakermilli, Ade­le, Oscar, Zerbinetta, italienische Sängerin (Capriccio), Oscar.

 

Juan Diego Flórez | Elvino

JUAN DIEGO FLÓREZ wurde in Lima (Peru) geboren und studier­te in seiner Heimatstadt sowie am Curtis Institute in Philadelphia. 1996 gab er sein Operndebüt in Matilde di Shabran beim Rossi­ni-Festival in Pesaro. Seither gehört der Tenor weltweit zu den gefragtesten Sängern seines Faches. Triumphe feierte er in den letzten Jahren unter anderem an der Mailänder Scala, an der New Yorker Metropolitan Opera, am Londoner Royal Opera House Covent Garden, weiters in Musikzentren wie Paris, Florenz, Bologna, Genua, Turin, Rom, San Francisco, Los Angeles, Chica­go, Washington, München, Barcelona, Madrid sowie bei den Salzburger Festspielen. Seit 2001 hat Juan Diego Flórez einen Exklusiv-Vertrag mit DECCA. Viele seiner Aufnahmen wurden mehr­fach preisgekrönt, darüber hinaus erhielt Juan Diego Flórez zahlreiche offizielle Auszeichnungen. An der Wiener Staatsoper debütierte Juan Diego Flórez 1999 als Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia) und sang hier seither außerdem noch Rinuccio (Gianni Schicchi), Lindoro (L’italiana in Algeri), Arturo (I puritani), Elvino (La sonnambula), Tonio (La Fille du régiment) sowie Ne­morino (L’elisir d’amore). Er ist Österreichischer Kammersänger.

Manuel Walser | Alessio

Der Schweizer Bariton MANUEL WALSER studiert seit Oktober 2008 Gesang bei Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Zu seinen wichtigsten Mentoren und Lehrern gehören neben Thomas Quasthoff Brigitte
Fassbaender, Frédéric Gindraux und Wolfram Rieger. Beim International Song Competition Das Lied in Berlin wurde er 2013 mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Des Weiteren ist er Preisträger der Stella Maris International Song Competition und im Mai 2014 wurde ihm der Preis der Armin Weltner Stiftung zuerkannt. Manuel Walser geht einer regen Konzerttätigkeit nach. Auf der Bühne war Manuel Walser 2011 in Wolf-Ferraris Aschenputtel an der Berliner Staatsoper zu erleben. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2013 als Fiorello und sang noch Marullo. Ab der Saison 2015/2016 ist er Ensemblemitglied. Im Sommer 2014 gab er als Teilnehmer des Young Singers Projects als Brutamonte in Schuberts Fierrabras sein Debüt bei den Salzburger Festspielen.

Maria Nazarova | Lisa

Die russische Koloratursopranistin MARIA NAZAROVA wurde in Dnepropetrovsk (Ukraine) geboren. Ihre Gesang- und Schauspielausbildung erhielt sie an der Russischen Akademie für Theaterkunst im Fach Musiktheater in Moskau. Nach Abschluss ihres Diplomstudiums mit Auszeichnung absolvierte sie 2011 am Mozarteum Salzburg ein Masterstudium im Fach Gesang mit dem Schwerpunkt Barockmusik. Maria Nazarova konzertierte als Solistin in Europa, in Russland sowie in Großbritannien und ist mehrfache Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe. Sie war Finalistin des International Hans Gabor Belvedere Singing Competition 2014 in Düsseldorf und wurde mit dem Ersten Preis beim International Opera Singing Competition 2015 in Portofino (Italien) ausgezeichnet. Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied der Opernklasse an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. 2015/2016 erhielt sie einen Stipendiatenvertrag an der Wiener Staatsoper und sang dort u. a. Despina, Clorinda, Oscar und Barbarina. Außerdem war sie als Taumännchen (Hänsel und Gretel) an der Wiener Volksoper zu erleben, als Lisa (La Sonnambula) am Staatstheater am Gärtnerplatz München, als Despina am Bolschoi-Theater Moskau und als Gretel mit dem Staatlichen Symphonieorchester Vilnius zu hören. Ab der Spielzeit 2016/2017 gehört sie zum festen Solistenensemble der Staatsoper Wien.

1. Akt​

Aminas bevorstehende Hochzeit mit Elvino wird gefeiert. Nur Lisa, Elvinos ehemalige Geliebte, ist betrübt und will sich mit ihrem neuen Verehrer Alessio nicht abfinden. Bei der Verlobungszeremonie steckt Elvino Amina den Ring seiner kürzlich verstorbenen Mutter an. Ein Fremder kommt an - es ist Graf Rodolfo, der eigentlich aus der Gegend stammt, aber nicht erkannt wird. Amina fällt ihm auf und er macht ihr Komplimente, was Elvinos Eifersucht weckt. Aminas Ziehmutter Teresa löst die Runde auf, indem sie vor einem Gespenst warnt, das nachts in der Gegend sein Unwesen treibe. Amina besänftigt Elvinos Eifersucht. Lisa buhlt um die Aufmerksamkeit des Grafen, dessen Identität sie erkannt hat. Da tritt die schlafwandelnde Amina ein; im Traum sehnt sie sich nach Elvino. Der Graf muss sich zwingen, die Situation mit dem liebevollen, halbbekleideten Mädchen nicht auszunützen. Lisa aber holt Elvino herbei; als dieser die schlafende, in den Mantel Rodolfos gehüllte Amina vorfindet, scheint die Situation für ihn klar. Nur Teresa tröstet die verlassene und verzweifelte Amina.​

2. Akt​

Elvino vergräbt sich in seinen Schmerz. Aminas Beteuerungen ihrer Unschuld bleiben vergebens; Elvino nimmt ihr den Ring vom Finger und löst die Verlobung. Lisa sieht sich schon als neue Verlobte Elvinos. Rodolfo versucht, die falschen Verdächtigungen richtigzustellen: Amina sei eine Schlafwandlerin, die keine Schuld auf sich geladen habe. Doch Elvino ist nicht überzeugt. Als Teresa von seinen neuen Heiratsplänen erfährt, enthüllt sie die von ihr beobachteten Vorgänge zwischen Lisa und Rodolfo der vergangenen Nacht. Elvino sieht sich auch von der "zweiten Braut" betrogen. Während Graf Rodolfo durch Beteuerungen von Aminas Unschuld die Situation zu retten versucht, erscheint diese erneut schlafwandelnd. Bei ihrem Anblick in diesem Zustand versteht Elvino, wie es zu der zweideutigen Situation am Vorabend kommen konnte. Er schließt sie wiederum als seine Braut in die Arme und Amina singt von ihrem Glück.​