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Do. 05.01.2017, 19:00 - 21:15 Wien

Engelbert Humperdinck

Hänsel und Gretel

Dirigent: Axel Kober | Regie: Adrian Noble | Mit: Sebastian Holecek, Donna Ellen, Margaret Plummer, Chen Reiss, Michaela Schuster

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Engelbert Humperdinck  |  Musik
  • Adrian Noble  |  Regie
  • Anthony Ward  |  Ausstattung
  • Jean Kalman  |  Licht
  • Denni Sayers  |  Choreographie
  • Andrzej Goulding  |  Video
  • Axel Kober  |  Dirigent

Donna Ellen | Gertrud

DONNA ELLEN stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Wilfrid Laurier University ihrer Heimat. Zwei Saisonen sang sie an der Canada Opera Piccola unter der Obhut von Leopold Simoneau und Pierrette Alarie, bevor sie an das Opernstudio Zürich wechselte. 1987 wurde sie an das Landestheater Linz en­gagiert, wo sie Partien wie die Königin der Nacht, Blonde, Zer­lina gestaltete oder in der Uraufführung von Balduin Sulzers Proteus sang. Auftritte absolvierte sie u. a. in Stuttgart, Genf, Berlin, Bad Ischl, im Musikverein und Konzerthaus. 2004 debü­tierte sie an der Volksoper. Ihr Debüt an der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, gab sie 2003 als Helmwige. Seither sang sie hier u. a. die Marzellina (Barbiere di Siviglia), Axinja (Lady Macbeth von Mzensk), Leitmetzerin (Rosenkavalier), Annina (Traviata), Curra (Forza del destino), Brünnhilde (Nibelungenring für Kinder), Königin (Traumfresserchen), Berta (Pünktchen und Anton), Marcellina (Nozze di Figaro), Fekluša (Kátja Kabanová), Kar­tenaufschlägerin (Arabella), Aufseherin (Elektra), Dirne (Aus einem Totenhaus), Giovanna (Rigoletto). 
 

Margaret Plummer | Hänsel

Die australische Mezzosopranistin Margaret Plummer absolvierte ihr Gesangsstudium am Sydney Conservatorium of Music. Darüber hinaus ließ sie sich auch als Jazz-Sängerin ausbilden. Sie ist mehrfache Preisträgerin bei Operngesangswettbewerben und besuchte 2005 die Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Für einige Zeit war sie Mitglied des Chores der Opera Australia, ehe sie ihre Solistenkarriere begann. Als solche folgten Auftritte als Solistin an der Opera Australia und der Pinchgut Opera. In der Spielzeit 2014/2015 ist die junge Künstlerin Stipendiatin der Opera Foundation Australia. Margaret Plummer sang unter anderem Dorabella in Così fan tutte an der Pacific Opera und Hänsel in Hänsel und Gretel an der Ozopera School‘s Company. An der Opera Austrialia sang Margaret Plummer in Dido und Aeneas, im Rosenkavalier und in Le nozze di Figaro. Sie sang die Knusperhexe in Hänsel und Gretel mit dem Sydney Symphony,
Charlotte in Werther an der Lyric Opera of Melbourne, Phoebe in in Rameaus Castor und Pollux an der Pinchgut Opera. An der Wiener Staatsoper debütierte sie als Tebaldo in Don Carlo.

Chen Reiss | Gretel

Die israelische Sopranistin CHEN REISS war in führenden Rol­len an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, dem Théâtre des Champs-Élysées, dem Teatro alla Scala, der Sem­peroper Dresden, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgi­schen Staatsoper, bei den Wiener Festwochen, beim Maggio Mu­sicale Fiorentino, der Opera Company of Philadelphia und der Israeli Opera zu erleben. Ihr Opernrepertoire umfasst: Pamina, Adina, Gilda, Nannetta, Oscar, Rosina, Servilia, Blonde, Susanna, Zerlina, Despina, Euridice, Marie (La Fille du régiment), Sophie (Der Rosenkavalier) und Adele. 2011 wurde ihr Soloalbum „LIAISONS“, mit dem Diapason d‘Or ausgezeichnet. Auf ihrem neuesten Album präsentiert Chen Reiss zusammen mit dem renom­mierten Pianisten Charles Spencer ein romantisches Arrangement mit dem Titel „Die Nachtigall und die Rose“. Sie war in Konzerten u.a. in Salzburg, Luzern, im Wiener Musikverein, in Berlin, Leipzig, München zu hören. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2009 als Sophie und sang im Haus am Ring seither Rollen wie Pamina, Elvira, Waldvogel, Adina, Servilia, Xenia, Füchslein Schlaukopf. 

 

Michaela Schuster | Knusperhexe

Michaela Schuster wurde in Fürth/Bayern geboren und erhielt ihre Ausbildung am Mozarteum in Salzburg und an der Hochschule der Künste Berlin. 1999-2002 war sie Ensemblemitglied des Staatstheaters Darmstadt, wo sie Partien wie Charlotte in Werther, Giulietta in Contes d’Hoffmann, Santuzza in Cavalleria rusticana und die Carmen sang. Gastspiele führten sie z. B. als Fricka (Rheingold) ans Staatstheater Stuttgart; als Sieglinde (Walküre), Kundry (Parsifal) und Brangäne (Tristan und Isolde) an die Berliner Staatsoper; als Sieglinde und Venus an die Semperoper und ans Teatro Real in Madrid; als Amme (Die Frau ohne Schatten) ans Théâtre de la Monnaie, als Marie (Wozzeck), Kundry und Amneris an die Hamburgische Staatsoper; als Laura (La gioconda) an die Deutsche Oper Berlin; als Ortrud (Lohengrin) an die Norske Opera Oslo und als Ortrud und Marie (Wozzeck) an die Bayerische Staatsoper, als Amneris (Aida) nach Baden-Baden, als Herodias (Salome) ans ROH Covent Garden in London, als Eboli (Don Carlo) an die Oper Frankfurt, als Ortrud and die Lyric Opera Chicago, als Clairon (Capriccio) an die Pariser Oper und als Amme an die Scala. Im Haus am Ring debütierte sie 2006 als Sieglinde und war hier weiters als Fricka (Rheingold, Walküre), Venus (Tannhäuser) und Waltraute (Götterdämmerung) zu hören.

<p>Vorspiel
<br>London, Weihnachten um 1890. Eine
viktorianische Familie versammelt sich im Wohnsimmer gemütlich um
den Christbaum. Der Vater überrascht alle mit einem geheimnisvollen,
neuartigen Gerät, einer Laterna magica, die allerlei unbekannte und
wunderbare Bilder an die Wand projiziert und zugleich die Tür zu
einer fremden, märchenhaften Welt öffnet …
</p>
<p>1. Akt<br>Statt die ihnen aufgetragenen Arbeiten
zu verrichten, vertreiben sich die von Hunger geplagten Geschwister
Hänsel und Gretel in der heimatlichen armseligen Hütte singend und
tanzend die Zeit. Sehnsüchtig erwarten sie den Abend und damit die
Rückkehr der Eltern, denn diesmal soll es endlich wieder einmal vor
dem Schlafen gehen etwas zum Essen geben: Aus der Milch, die eine
Nachbarin als Geschenk vorbeigebracht hat, wird die Mutter, so die
Hoffnung der beiden Kinder, einen Reisbrei kochen. Als aber die
Mutter schließlich tatsächlich heimkommt, kippt die Stimmung
schlagartig. Vor lauter Zorn darüber, dass Hänsel und Gretel
anstatt Besen zu binden und Strümpfe zu stricken den Tag miteinander
spielend verbracht haben, eilt sie auf die Kinder zu um sie zu
verprügeln. Dabei stößt sie irrtümlich den Topf mit der Milch vom
Tisch. Hänsels Gekicher über ihr Ungeschick, die Scherben am Boden
und die vergossene Milch lassen die Mutter den Kopf verlieren – sie
treibt die Kinder zum Erdbeerpflücken in den angrenzenden Wald
hinaus. Allein zurückgeblieben, klagt sie über die Armut und den
Hunger ihrer Familie und schläft müde ein. Geweckt wird sie von
ihrem fröhlichen, etwas angetrunkenen Mann, der ausnahmsweise seine
gesamte Ware verkaufen konnte und aus dem Erlös einen großen Vorrat
an unterschiedlichsten Lebensmitteln erworben hat. Doch die Freude
wärt nur sehr kurz – bestürzt darüber, dass seine Kinder allein
hinausgeschickt wurden, erzählt er seiner Frau von der
menschenfressenden Knusperhexe am Ilsenstein, einer besonders dunklen
und verrufenen Stelle im Wald. Voller Sorge stürzen die Eltern aus
der Hütte, um Hänsel und Gretel noch vor dem Dunkelwerden zu finden
und heimzubringen.
</p>
<p>2. Akt<br>Während Hänsel Erdbeeren sammelt und
den mitgebrachten Korb bis zum Rand anfüllt, windet Gretel einen
Kranz. Glücklich darüber, diesmal den mütterlichen Auftrag erfüllt
zu haben, verlieren sie sich in allerhand Spiele und vergessen
rechtzeitig nach Hause zu gehen. Zu allem Überfluss essen die
beiden, ohne es zu merken, nach und nach alle gesammelten Erdbeeren
wieder auf. Als Hänsel und Gretel entsetzt neue suchen wollen,
merken sie voller Angst, dass sie sich im abendlichen Dunkel des
Waldes verlaufen haben. Da erscheint das gute Sandmännchen und
streut ihnen Sand in die Augen. Eng umschlungen schlafen Hänsel und
Gretel nach dem Abendgebet ein. In einem schönen Traum, in dem 14
Engel vorüberschweben, erhalten sie eine beruhigende Ahnung von Tod
und neuem Leben.
<br></p>
<p>3. Akt<br>Am nächsten
Morgen werden Hänsel und Gretel vom Taumännchen erweckt und
entdecken das Knusperhäuschen der Hexe. Als Hänsel ein Stückchen
vom Knusperhäuschen abbricht, ertönt von innen die Stimme der Hexe
– da jedoch weiter nichts Bedrohliches geschieht, beginnen die
Kinder am Häuschen zu naschen, so lange, bis die Hexe hervorkommt.
Zwar gibt sie sich anfangs freundlich, doch wird bald ihr wahres
Gesicht offenbar: sie bannt Hänsel und Gretel durch einen Zauber und
sperrt Hänsel in einen Käfig, um ihn zu mästen. In übersprudelnder
Vorfreude auf das Verspeisen der Kinder, besteigt die Hexe ihren
Besen und fliegt auf ihm sitzend in größter Ekstase einige Zeit
durch die Lüfte. Nach ihrem Hexenritt versucht sie Gretel zu
überreden, in den Backofen zu schauen. Ihr Vorhaben, das ahnungslose
Mädchen in den Backofen zu stoßen und dann zu einem Lebkuchen zu
backen, misslingt, da sich Gretel, von ihrem Bruder gewarnt, dumm
stellt und die Hexe bittet, ihr zu zeigen, auf welche Weise sie in
den Backofen zu schauen habe. Ungeduldig geht die Hexe auf Gretels
Vorschlag ein und beugt sich weit in den Backofen hinein. In diesem
Moment wird sie von Hänsel und Gretel hineingestoßen und muss
elendiglich zugrunde gehen. Kaum ist die Hexe tot, werden die
zahlreichen Lebkuchenmännchen, die rund um das Knusperhäuschen
gestanden sind, zu Kindern. Sie alle waren einst in die Fänge der
Hexe gefallen und im Backofen zu Lebkuchen verwandelt worden. Doch
nun ist der Zauber gebrochen. Hänsel und Gretel streicheln die
Kinder und lösen mithilfe des Zauberstabes den letzten Bann: Jubelnd
umtanzen die dankbaren Kinder ihre beiden Retter. Wenig später
treffen die Eltern von Hänsel und Gretel, die die ganze Nacht nach
ihren Kindern gesucht hatten, auf die glückliche Schar. Dankbar und
voller Freude singt man gemeinsam: „Wenn die Not aufs Höchste
steigt, Gott der Herr sich gnädig zu uns neigt!“</p>

Hänsel und Gretel

Trailer

Einführungsmatinee

Hänsel und Gretel