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Sa. 16.04.2016, 19:30 - 22:15 Wien

Giacomo Puccini

Tosca

Dirigent: Jesus López-Cobos | Regie: Margarethe Wallmann | Mit: Angela Gheorghiu, Jonas Kaufmann, Bryn Terfel

 
Besetzung
Inhaltsangabe
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Jesús López Cobos | Dirigent

Der in Spanien geborene Dirigent Jesús López-Cobos studierte Philosophie in Madrid und Dirigieren bei Franco Ferrara und bei Hans Swarowsky. Er war bei Festivals wie Edinburgh, Salzburg, Berlin, Prag, Luzern, Montreux, Tanglewood, Ravinia sowie an den wichtigsten Opernbühnen wie Scala, dem ROH Covent Garden, in Paris, an der Met oder in Japan zu hören. 

1981-1990 war er GMD der Deutschen Oper Berlin, 1984-1988 Musikdirektor des Spanischen Nationalorchesters, 1981-1986 Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra, 1986-2001 Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra, 1990-2000 Chefdirigent des Lausanner Kammerorchesters, 2003-2010 Musikdirektor des Teatro Real, ab 2011 ist er Erster Gastdirigent des Orquesta Sinfónica de Galicia. Er hat mit den wichtigsten Orchestern der Welt zusammengearbeitet, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Concertgebouw-Orchester, die Münchner Philharmoniker, das Cleveland-Orchestra. 

An der Wiener Staatsoper debütierte Jesús López-Cobos 1980 mit L’elisir d’amore und leitete hier auch La Bohème, Tosca, Nabucco, Manon, La forza del destino.

Angela Gheorghiu | Floria Tosca

ANGELA GHEORGHIU gehört zu den bedeutendsten Sängerinnen ihres Faches. Sie stammt aus Rumänien, besuchte die Musikschule in Bukarest und studierte dort anschließend an der Musikuniversität. Ihr internationales Debüt gab sie 1992 am ROH Covent Garden in La Bohème. Noch im gleichen Jahr folgten die Debüts an der Met und der Wiener Staatsoper, 1994 sang sie ihre erste Traviata in London. Seit damals ist sie ein gefragter Gast an den wichtigsten Opern- und Konzertbühnen in New York, London, Paris, Salzburg, Berlin, Tokio, Rom, Seoul, Venedig, Athen, Monte Carlo, Chicago, Philadelphia, Sao Paolo, Los Angeles, Valencia, Palermo, Amsterdam, Kuala Lumpur, Zürich, Vienna, Salzburg, Madrid, Barcelona, Valencia, Prag, Montreal, Moskau, Taipei. Angela Gheorghiu, die eine große Zahl prämierter Einspielungen aufweisen kann, erhielt mehrere wichtige Auszeichnungen (Female Artist of the Year 2001 und 2010, Medaille Vermeille de la Ville de Paris, Officier de l’Ordre des Arts et Lettres, Chevalier de l’Ordre des Arts et Lettres, Doctor Honoris Causa der Kunstuniversität Iasi). An der Wiener Staatsoper sang sie Mimì, Adina, Nannetta, Marguerite, Violetta.

Jonas Kaufmann | Mario Cavaradossi

Jonas Kaufmann wurde in München geboren und zählt zu den gefragtesten Tenören der Gegenwart. Er studierte Gesang in München und absolvierte Meisterklassen bei James King, Hans Hotter und Josef Metternich. Er begann seine Laufbahn 1994 am Staatstheater Saarbrücken und erhielt sehr bald Einladungen an die Hamburgische Staatsoper, nach Stuttgart, Chicago, Paris, an die Scala, die Metropolitan Opera in New York, an die Bayerische und Berliner Staatsoper, nach Edinburgh, Tokio, London, Luzern, Venedig, Zürich und Brüssel. 1999 debütierte Jonas Kaufmann bei den Salzburger Festspielen in Busonis Doktor Faustus.

Erfolgreich war er außer in der bereits genannten Partie unter anderem auch als Alfredo (La traviata), Tamino (Die Zauberflöte), Faust (La Damnation de Faust), Parsifal, Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg), Max (Der Freischütz), Don José (Carmen), Rodolfo (La Bohème), Cavaradossi (Tosca), Don Carlo, Roméo (Roméo et Juliette), Florestan (Fidelio), Des Grieux (Manon).


 

Bryn Terfel | Baron Scarpia

Der walisische Bassbariton BRYN TERFEL erhielt Engagements an alle bedeutenden Bühnen der Welt. Zuletzt feierte er u. a. als Figaro, Falstaff, Hans Sachs und Wotan/Wanderer Erfolge. Sein Operndbüt gab er 1990 als Guglielmo an der Welsh National Opera. Seine internationale Laufbahn begann er 1991 als Spre­cher in Mozarts Zauberflöte am Théâtre de la Monnaie in Brüs­sel und – im selben Jahr – Figaro an der Santa Fe Opera. Andere wichtige Rollen seines Repertoires umfassen u.a. Holländer, Mé­phistophélès (Faust), Don Giovanni and Leporello, Jochanaan, Scarpia, die Titelrolle in Gianni Schicchi, Nick Shadow (The Rake’s Progress), Wolfram, Balstrode (Peter Grimes), die vier Bösewichte (Les Contes d’Hoffmann), Dulcamara und die Titelrolle in Sweeney Todd. Bryn Terfel ist weltweit außerdem als Liedinterpret und Konzertsänger gefragt und gefeiert. Darüberhinaus sind seine Aufnahmen mehrfach ausgezeichnet worden (Grammy, Classical Brit und Gramophone Award). An der Wiener Staatsoper debütierte er als Figaro in Le nozze di Figaro und sang hier seither noch Don Giovanni, Leporello, Falstaff, Balstrode, Jochanaan, die vier Bösewichte in Contes d‘Hoffmann, Scarpia.

Ryan Speedo Green | Cesare Angelotti

RYAN SPEEDO GREEN stammt aus Suffolk (Virgina) in den Vereinigten Staaten und studierte an der Florida State University und an der Hartt School of Music. Er ist mehrfacher Preisträger von Gesangswettbewerben und absolvierte in den letzten Jahren das begehrte Lindemann Young Artists Development Program der New Yorker Metropolitan Opera. In der Spielzeit 2013/2014 sang er an der Metropolitan Opera den Onkel Bonzo in Madama Butterfly und den Schließer in Tosca. In den Jahren davor war er an der Met als Mandarin in Turandot sowie in Parsifal zu erleben. Weitere Partien seines Repertoires umfassen u.a. Basilio (Il barbiere di Siviglia), Don Profondo (Il viaggio a Reims), Commendatore (Don Giovanni), Colline (La Bohème), Don Magnifico (La cenerentola). Auf dem Konzertpodium sang Ryan Speedo Green u.a. in Händels Messias, in Mozarts Requiem, in Beethovens 9. Symphonie, in Verdis Requiem, in Mozarts Krönungsmesse. In der Spielzeit 2014/2015 wird er als Rambo in Death of Klinghoffer erneut an die Metropolitan Opera zurückkehren. Ab September 2014 ist er Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper  und sang hier unter anderem Fouquier Tinville (Andrea Chénier), Mönch (Don Carlo), Basilio (Il barbiere di Siviglia), Pope (Lady Macbeth von Mzensk), Sparafucile (Rigoletto), Titurel, Angelotti (Tosca), König (Aida).

Il Hong | Schließer

Der südkoreanische Bass IL HONG wurde 1980 in Seoul gebo­ren und studierte an der dortigen Yonsei University bei Prof. Kwan-Dong Kim. Im Frühjahr 2007 schloss er sein Gesangs­studium mit dem Bachelor of music ab. Seit Oktober studiert er bei Prof. Markus Goritzki an der Hochschule für Musik Frei­burg im Masterstudiengang. Er gewann im Jahr 2011 beim 49. Concorso Liric voci Internazionale Verdiane-Wettbewerb den zweiten Preis und war darüber hinaus Finalist mehrerer Ge­sangswettbewerbe. Il Hong war in der Spielzeit 2009/2010 im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München und wechselte zur Spielzeit 2010/2011 an das Landestheater Detmold. Dort sang er u. a. Sarastro, Banquo (Macbeth), Wassermann (Ru­salka), Bartolo (Le nozze di Figaro), Fasolt (Das Rheingold). Seit der Spielzeit 2011/2012 gehört Il Hong zum Ensemble der Wiener Staatsoper und sang hier bisher Rollen wie Marquis von Obigny, Reinmar von Zweter (Tannhäuser), Oberpriester (Nabucco), Joe (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), Don Bartolo (Le nozze di Figaro), Graf Warting (Un ballo in ma­schera), Capulet (Roméo et Juliette).
 

Benedikt Kobel | Spoletta

BENEDIKT KOBEL stammt aus Wien und studierte an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gastspiele führten ihn an die Semperoper, nach Leipzig, Köln, Frankfurt, an das Gärtnerplatztheater, die Zürcher Oper, die Grazer Oper, zum Festival dei Due Mondi in Spoleto, an die Arena di Verona und die Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debütier­te Benedikt Kobel 1986 als 1. Gondoliere (La gioconda). Es folgten hier u. a. Arturo (Lucia di Lammermoor), Kunz Vogel­gesang (Die Meistersinger von Nürnberg), Raffaele (Stiffelio), Narraboth (Salome), Steuermann (Fliegender Holländer), Malcolm (Macbeth), Don Curzio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Henry (Die schweigsame Frau), Don Gaspar (La Favorite), Oloferno (Lucrezia Borgia), Spoletta (Tosca), Andres (Wozzeck), Dr. Blind (Die Fledermaus), Abdallo (Nabucco), Monostatos und 1. Priester (Zauberflöte), Goro (Madama Butterfly), Rodrigo (Otello), Tschaplitzki (Pique Dame), Jaquino (Fidelio), Ed­mondo (Manon Lescaut), Missail (Boris Godunow), Cajus (Falstaff) und Schmidt (Werther). 

Marcus Pelz | Sciarrone

MARCUS PELZ wurde in Stuttgart geboren, studierte Sologe­sang, Lied und Oratorium, klassische Operette sowie das Fach Alte Musik am Konservatorium der Stadt Wien und absolvierte die Opernschule der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Erste Engagements am Landestheater St. Pöl­ten, an der Wiener Kammeroper (1995-1997) und der Neuen Oper Wien legten den Grundstein für seine Verpflichtung an die Wiener Staatsoper (seit 1999 als Ensemblemitglied). Gas­tengagements führten ihn u.a. in der Titelpartie von Wozzeck an das Teatro Avenida in Buenos Aires und zu dem Maggio Musicale in Florenz mit dem Rosen­kavalier. Sein Repertoire im Haus am Ring umfasst mehr als achtzig Partien u. a. Hermann, Gregorio, Schaunard, Notar u. Polizeikommissar, Kothner und Konrad Nachtigall, Sprecher u. 2. Priester, Antonio, Phorbas, Angelotti, Donald, Gualtiero Raleigh, Alessio, Masetto, Haly, Johann, 1. Schäfer, Albert, Altgesell und Saretzki. Sehr beliebt beim jungen Publikum sind sei­ne Auftritte im Rahmen der Kinderoper-Vorstellungen auf dem Dach der Wiener Staatsoper.

Alfred Sramek | Mesner

 

KS ALFRED ŠRAMEK stammt aus Mistelbach und erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied der Mozartsänger­knaben. Er setzte sein Gesangsstudium am Konservatorium der Stadt Wien bei KS Hilde Zadek und KS Peter Klein fort. Zahlrei­che Gastspiele führten ihn u. a. zu den Salzburger und Bregen­zer Festspielen. Darüber hinaus trat er an der Wiener Volksoper auf und gastierte regelmäßig in Spanien, Deutschland und den USA. 1975 wurde er von der Wiener Staatsoper als Solist en­gagiert, wo er als 8. Meister und 5. Kapellsänger (Palestrina) debütierte. Sein Repertoire umfasst rund hundert Partien, darunter Figaro (Le nozze di Figa­ro), Leporello, Masetto, Bartolo, Dulcamara, Taddeo, Benoit, Schaunard, Waldner (Arabella), Altgesell (Jenu˚fa), Mathieu (Andrea Chénier), Don Alfonso (Così fan tutte), Bailli (Werther), Mesner (Tosca), Hauptmann (Boris Godunow), Frank, Dansker (Billy Budd), Schigolch (Lulu), Pistola (Falstaff), Pollicinos Vater. 1989 wurde er Österreichischer Kammersänger. Von KS Alfred Šramek, der auch als Liedsänger erfolgreich ist, liegen zahlreiche CD-Einspielungen vor.  


 

Portrait Alfred Šramek

Rom um 1800. Die Stadt stöhnt unter einem Schreckensregime. Der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi ist beauftragt, in der Kirche Sant'Andrea della Valle ein Maria Magdalena-Gemälde zu schaffen. Der aus seiner Gefangenschaft geflohene Republikaner Angelotti aus der Familie der Attavanti hat sich in dieser Kirche verborgen und macht sich nun Mario gegenüber bemerkbar. Dieser nennt ihm ein sicheres Versteck auf seinem Besitz. Kaum ist Angelotti weitergeflohen, betritt der grausame Polizeichef Scarpia die Kirche. In der offen gelassenen Grabkapelle der Attavanti findet er den Fächer der Schwester Angelottis. Sofort ist im klar, dass Angelotti in der Kirche Zuflucht gesucht haben muss. Er weiß von der Freundschaft Cavaradossis und Angelottis. Außerdem will er Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Floria Tosca, für sich gewinnen. Also reizt er die Eifersucht Toscas, indem er ihr den Fächer zeigt und ihr somit ein Verhältnis der jungen Attavanti mit Cavaradossi suggeriert.

Tosca eilt sofort zu Cavaradossis Villa, um ihn zur Rede zu stellen. Scarpia lässt ihr unbemerkt einige Polizisten folgen. Nachdem sich Tosca von der Haltlosigkeit ihrer Befürchtungen überzeugt hat und die Villa verlässt, wird Cavaradossi verhaftet und zu Scarpia gebracht. Tosca, die von der Verhaftung erfährt, eilt ebenfalls herbei: In ihrem Beisein lässt Scarpia ihren Geliebten foltern. Tosca verrät daraufhin das Versteck Angelottis. Cavaradossi soll nun am nächsten Tag hingerichtet werden. Nur wenn Tosca Scarpia erhört, will er ihm das Leben schenken. Zum Schein geht Tosca auf das Angebot ein: Daraufhin ordnet Scarpia eine fingierte Hinrichtung mit blindgeladenen Gewehren an. Als er zu Tosca geht, um "seinen Lohn" zu empfangen, ersticht sie ihn. Doch Scarpia hat Tosca getäuscht und eine wirkliche Erschießung befohlen. Nun ist für Tosca das Leben sinnlos geworden. Beim Herannahen von Scarpias Schergen stürzt sie sich von der Engelsburg, auf der ihr Geliebter erschossen worden ist.